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LilyPond – Notationsreferenz
|
Dieses Handbuch stellt eine Referenz aller Notationsformen zur Verfügung, die mit LilyPond Version 2.16.2 erstellt werden können. Es wird vorausgesetzt, dass der Leser mit dem Handbuch zum Lernen vertraut ist. |
| 1. Musikalische Notation | Allgemeine Notation, die fast immer vorkommt. | |
| 2. Spezielle Notation | Notation, die nur für spezielle Zwecke eingesetzt wird. | |
| 3. Allgemeine Eingabe und Ausgabe | Allgemeine Information über die Quelldateien von LilyPond. | |
| 4. Abstände | Anzeige der Ausgabe auf dem Papier. | |
| 5. Standardeinstellungen verändern | Das Notenbild verfeinern. | |
Anhänge | ||
|---|---|---|
| A. Notationsübersicht | Tabellen und Grafiken. | |
| B. Befehlsübersicht | Überblick über die LilyPond-Syntax. | |
| C. LilyPond-Grammatik | Syntaxdiagramm für LilyPond | |
| D. GNU Free Documentation License | Die Lizenz dieses Handbuchs. | |
| E. Index der LilyPond-Befehle | ||
| F. LilyPond-Index | ||
|
Zu mehr Information, wie dieses Handbuch unter den anderen Handbüchern positioniert, oder um dieses Handbuch in einem anderen Format zu lesen, besuchen Sie bitte Manuals. Wenn Ihnen Handbücher fehlen, finden Sie die gesamte Dokumentation unter http://www.lilypond.org/. |
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1. Musikalische Notation
Dieses Kapitel erklärt, wie die Notation von Musik erstellt wird.
| 1.1 Tonhöhen | Tonhöhen von Noten notieren und darstellen. | |
| 1.2 Rhythmus | Tondauern von Noten notieren und darstellen. | |
| 1.3 Ausdrucksbezeichnungen | Vortragsbezeichnungen zu Noten hinzufügen. | |
| 1.4 Wiederholungszeichen | Noten wiederholen. | |
| 1.5 Gleichzeitig erscheinende Noten | Mehr als eine Note gleichzeitig. | |
| 1.6 Notation auf Systemen | Notensysteme darstellen. | |
| 1.7 Anmerkungen | Besondere Notation, um die Lesbarkeit zu verbessern. | |
| 1.8 Text | Text zur Partitur hinzufügen. |
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1.1 Tonhöhen
Dieser Abschnitt zeigt, wie man die Tonhöhe notieren kann. Es gibt drei Stufen in diesem Prozess: Eingabe, Veränderung und Ausgabe.
| 1.1.1 Tonhöhen setzen | ||
| 1.1.2 Viele Tonhöhen gleichzeitig verändern | ||
| 1.1.3 Tonhöhen anzeigen lassen | ||
| 1.1.4 Notenköpfe |
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1.1.1 Tonhöhen setzen
Dieser Abschnitt zeigt, wie man Tonhöhen notiert. Es gibt zwei verschiedene Möglichkeiten, Noten in bestimmten Oktaven zu notieren: den absoluten und den relativen Modus. In den meisten Fällen eignet sich der relative Modus besser.
| Absolute Oktavenbezeichnung | ||
| Relative Oktavenbezeichnung | ||
| Versetzungszeichen | ||
| Notenbezeichnungen in anderen Sprachen |
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Absolute Oktavenbezeichnung
Tonhöhenbezeichnungen werden durch Kleinbuchstaben
von a bis g angegeben. Dabei
wird ein aus dem Englischen entlehntes Modell benutzt, das sich
vom Deutschen dadurch unterscheidet, dass b
für die Note „H“ steht. Die Benutzung deutscher
Notenbezeichnungen mit der Unterscheidung von b und h ist
auch möglich, siehe Notenbezeichnungen in anderen Sprachen.
Die Notenbezeichnungen c bis b
werden in der Oktave unter dem zweigestrichenen C
gesetzt.
{
\clef bass
c4 d e f
g4 a b c
d4 e f g
}
Andere Oktaven können erreicht werden, indem man ein
Apostroph (') oder ein Komma (,)
benutzt. Jedes ' erhöht die Tonhöhe um
eine Oktave, jedes , erniedrigt sie um eine
Oktave.
{
\clef treble
c'4 c'' e' g
d''4 d' d c
\clef bass
c,4 c,, e, g
d,,4 d, d c
}
Siehe auch
Glossar: Pitch names.
Schnipsel: Pitches.
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Relative Oktavenbezeichnung
Wenn Oktaven im absoluten Modus notiert, passiert es schnell, eine Note auf der falschen Oktave zu notieren. Mit dem relativen Modus kommen solche Fehler seltener vor, weil man die Oktave nur noch sehr selten spezifizieren muss. Hinzu kommt, dass im absoluten Modus ein einzelner Fehler schwer zu finden ist, während er im relativen Modus den ganzen Rest des Stückes um eine Oktave verschiebt.
\relative Anfangstonhöhe musikalischer Ausdruck
Im relativen Modus wird angenommen, dass sich jede folgende Note so dicht wie möglich bei der nächsten befindet. Das bedeutet, dass die Oktave jeder Tonhöhe innerhalb eines musikalischen Ausdrucks wie folgt errechnet wird:
- Wenn kein Oktavänderungszeichen an einer Tonhöhe benutzt wird, wird ihre Oktave so errechnet, dass das Intervall zur vorigen Noten weniger als eine Quinte ist. Das Intervall wird errechnet, ohne Versetzungszeichen zu berücksichtigen.
-
Ein Oktavänderungszeichen
'oder,kann hinzugefügt werden, um eine Tonhöhe explizit um eine Oktave zu erhöhen bzw. zu erniedrigen, relativ zu der Tonhöhe, die ohne das Oktavänderungszeichen errechnet wurde. -
Mehrfache Oktavänderungszeichen können benutzt werden. Die
Zeichen
''und,,ändern zum Beispiel die Tonhöhe um zwei Oktaven. -
Die Tonhöhe der ersten Note ist relativ zu
Anfangstonhöhe. Die Anfangstonhöhe wird im absoluten Modus gesetzt, und als Empfehlung gilt, eine Oktave von C zu nehmen.
So funktioniert der relative Modus:
\relative c {
\clef bass
c d e f
g a b c
d e f g
}
Oktavversetzungen müssen für alle Intervalle angezeigt werden, die größer als eine Quarte sind.
\relative c'' {
c g c f,
c' a, e'' c
}
Eine Sequenz ohne ein einziges Oktavänderungszeichen kann aber trotzdem weite Intervalle umfassen:
\relative c {
c f b e
a d g c
}
Wenn \relative-Umgebungen geschachtelt werden, gilt
der innerste \relative-Abschnitt.
\relative c' {
c d e f
\relative c'' {
c d e f
}
}
\relative hat keine Auswirkung auf \chordmode-Abschnitte.
\new Staff {
\relative c''' {
\chordmode { c1 }
}
\chordmode { c1 }
}
\relative darf nicht innerhalb von \chordmode
notiert werden.
Tonhöhen innerhalb eines \transpose-Abschnitts sind absolut,
es sei denn ein \relativ wird eingefügt.
\relative c' {
d e
\transpose f g {
d e
\relative c' {
d e
}
}
}
Wenn der vorherige Ausdruck ein Akkord ist, wird die erste Note
des Akkordes benutzt, um die erste Note des nächsten Akkordes zu
bestimmen. Innerhalb von Akkorden ist die nächste Note immer
relativ zur vorherigen. Betrachten Sie das folgende Beispiel
aufmerksam, insbesondere die c-Noten.
\relative c' {
c
<c e g>
<c' e g'>
<c, e, g''>
}
Wie oben erklärt wurde, wird die Oktave einer Tonhöhe nur
nach ihrer Notenbezeichnung errechnet, unabhängig von allen
Versetzungszeichen. Darum wird ein Eisis auf ein H (notiert als b)
folgend höher gesetzt, während ein Feses tiefer gesetzt wird.
Anders gesagt wird eine doppelterhöhte Quarte wird als
kleineres Intervall angesehen als eine doppelterniedrigte
Quinte, unabhängig von der Anzahl an Halbtönen, die jedes
Intervall enthält.
\relative c'' {
c2 fis
c2 ges
b2 eisis
b2 feses
}
Eine Konsequenz dieser Regeln ist, dass die erste Note innerhalb von
\relative f auf die selbe Art interpretiert wird als wenn
sie im absoluten Tonhöhenmodus geschrieben worden wäre.
Siehe auch
Musikgossar: fifth, interval, Pitch names.
Notationsreferenz: Oktavenüberprüfung.
Schnipsel: Pitches.
Referenz der Interna: RelativeOctaveMusic.
Wenn keine Anfangstonhöhe für \relative angegeben
wird, wird c' angenommen. Das ist aber eine
veraltete Option, die in späteren Programmversionen verschwinden kann.
Darum wird von der Benutzung abgeraten.
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Versetzungszeichen
Achtung: Neue Benutzer sind manchmal verwirrt, wie
Versetzungszeichen und Vorzeichen/Tonarten funktionieren.
In LilyPond sind Notenbezeichnungen die wirkliche
Tonhöhe, erst durch Vorzeichen wird bestimmt, wie diese
Tonhöhe dann im Notenbild dargestellt wird. Eine
einfache Tonhöhe wie etwa c bedeutet also
immer das eingestrichene C ohne Versetzungszeichen, egal
was für Vorzeichen/Tonart oder Schlüssel gesetzt sind.
Mehr Information dazu in
Versetzungszeichen und Tonartbezeichnung (Vorzeichen).
Ein Kreuz wird eingegeben, indem man -is an die
Notenbezeichnung hängt, ein b durch -es. Doppelkreuze
und Doppel-Bs werden durch Hinzufügen von -isis und
-eses hinter die Notenbezeichnung erzeugt. Diese
Syntax leitet sich von den holländischen Notenbezeichnungen
ab. Um andere Bezeichnungen für Versetzungszeichen zu
benutzen, siehe Notenbezeichnungen in anderen Sprachen.
ais1 aes aisis aeses
Auch die deutschen Varianten as für aes und
es für ees sind erlaubt. Im Unterschied zum
Deutschen ist aber bes die einzige Version für den Ton
B, während his als bis geschrieben werden muss. Das kann
aber auch verändert werden, siehe Notenbezeichnungen in anderen Sprachen.
Ein Auflösungszeichen macht die Wirkung eines Kreuzes oder Bs rückgängig. Diese Auflösungszeichen werden jedoch nicht als Suffix einer Tonhöhenbezeichnung eingegeben, sondern sie ergeben sich (automatisch) aus dem Kontext, wenn die nicht alterierte Notenbezeichnung eingegeben wird.
a4 aes a2
Versetzungszeichen für Vierteltöne werden durch Anhängen der Endungen
-eh (Erniedrigung) und -ih (Erhöhung) an den
Tonhöhenbuchstaben erstellt. Das Beispiel zeigt eine in Vierteltönen
aufsteigende Serie vom eingestrichenen C.
ceseh1 ces ceh c cih cis cisih
Normalerweise werden Versetzungszeichen automatisch gesetzt, aber
sie können auch manuell hinzugefügt werden. Ein erinnerndes
Versetzungszeichen kann erzwungen werden, indem man ein Ausrufungszeichen
(!) hinter die Notenbezeichnung schreibt. Ein warnendes
Versetzungszeichen (also ein Vorzeichen in Klammern) wird durch Anfügen
eines Fragezeichens (?) erstellt. Mit diesen zusätzlichen
Zeichen kann man sich auch Auflösungszeichen ausgeben lassen.
cis cis cis! cis? c c? c! c
Versetzungzeichen von übergebundenen Noten werden nur dann gesetzt, wenn ein neues System begonnen wird:
cis1~ cis~ \break cis
Ausgewählte Schnipsel
Hiding accidentals on tied notes at the start of a new system
This shows how to hide accidentals on tied notes at the start of a new system.
\relative c'' {
\override Accidental #'hide-tied-accidental-after-break = ##t
cis1~ cis~
\break
cis
}
Verhindern, dass zusätzliche Auflösungszeichen automatisch hinzugefügt werden
Den traditionellen Notensatzregeln zufolge wird ein
Auflösungszeichen immer dann vor einem Kreuz oder B gesetzt, wenn
ein vorheriges Versetzungszeichen der gleichen Note aufgehoben werden
soll. Um dieses Verhalten zu ändern, muss die Eigenschaft
extraNatural im Staff-Kontext auf "false" gesetzt werden.
\relative c'' {
aeses4 aes ais a
\set Staff.extraNatural = ##f
aeses4 aes ais a
}
Siehe auch
Glossar: sharp, flat, double sharp, double flat, Pitch names, quarter tone.
Handbuch zum Lernen: Versetzungszeichen und Tonartbezeichnung (Vorzeichen).
Notationsreferenz: Automatische Versetzungszeichen, Vorgeschlagene Versetzungszeichen (musica ficta), Notenbezeichnungen in anderen Sprachen.
Schnipsel: Pitches.
Referenz der Interna: Accidental_engraver, Accidental, AccidentalCautionary, accidental-interface.
Bekannte Probleme und Warnungen
Es gibt keine allgemeinen Regeln für die Notation von Vierteltönen, die Symbole von LilyPond folgen also keinem Standard.
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Notenbezeichnungen in anderen Sprachen
Es gibt vordefinierte Bezeichnungen für die Notenbezeichnungen in anderen Sprachen als Englisch. Die Sprache für die Notenbezeichnungen wird normalerweise zu Beginn einer Datei ausgewählt: das folgende Beispiel zeigt die Verwendung von italienischen Notenbezeichnungen:
\language "italiano"
\relative do' {
do re mi sib
}
In der Tabelle sind die existierenden Sprachdefinitionen mit den dazugehörigen Notenbezeichnungen dargestellt.
Sprache
Notenbezeichnungen
nederlandsc d e f g a bes b
catalando re mi fa sol la sib si
deutschc d e f g a b h
englishc d e f g a bf b
espanoldo re mi fa sol la sib si
italianodo re mi fa sol la sib si
norskc d e f g a b h
portuguesdo re mi fa sol la sib si
suomic d e f g a b h
svenskac d e f g a b h
vlaamsdo re mi fa sol la sib si
und die dazugehörigen Versetzungszeichen-Endungen:
Sprache
Kreuz
B
Doppelkreuz
Doppel-B
nederlands-is
-es
-isis
-eses
catalan-d/-s
-b
-dd/-ss
-bb
deutsch-is
-es
-isis
-eses
english-s/-sharp
-f/-flat
-ss/-x/-sharpsharp
-ff/-flatflat
espanol-s
-b
-ss/-x
-bb
italiano-d
-b
-dd
-bb
norsk-iss/-is
-ess/-es
-ississ/-isis
-essess/-eses
portugues-s
-b
-ss
-bb
suomi-is
-es
-isis
-eses
svenska-iss
-ess
-ississ
-essess
vlaams-k
-b
-kk
-bb
Auf Holländisch, Deutsch, Norwegisch und Schwedisch (u. a.) wird die
Erniedrigungen von ‚a‘ – aes – zu as zusammengezogen.
Beide Formen werden jedoch akzeptiert. Genauso gelten auch
es und ees. Das gilt auch für
aeses / ases und
eeses / eses.
In manchen Sprachen sind nur diese Kurzformen definiert.
a2 as e es a ases e eses
Bestimmte Musik verwendet Alterationen, die Bruchteile von den „normalen“ Kreuzen oder Bs sind. Die Notenbezeichnungen für Vierteltöne für die verschiedenen Sprachen sind in der folgenden Tabelle aufgeführt. Die Präfixe semi- und sesqui- bedeuten „halb“ bzw. „eineinhalb“. Für Sprachen, die nicht in der Tabelle auftauchen, sind noch keine eigenen Namen definiert.
Sprache
Vierteltonkreuz
Viertelton-B
3/4-Tonkreuz
3/4-Ton-B
nederlands-ih
-eh
-isih
-eseh
deutsch-ih
-eh
-isih
-eseh
english-qs
-qf
-tqs
-tqf
espanol-cs
-cb
-tcs
-tcb
italiano-sd
-sb
-dsd
-bsb
portugues-sqt
-bqt
-stqt
-btqt
Die meisten Sprachen, die hier vorkommen, werden normalerweise mit der klassischen westlichen Musik assoziiert. Alternative Tonhöhen und Stimmungen sind aber auch unterstützt: siehe Übliche Notation für nichteuropäische Musik
Siehe auch
Glossar: Pitch names, Common Practice Period.
Notationsreferenz: Übliche Notation für nichteuropäische Musik.
Installierte Dateien: ‘scm/define-note-names.scm’.
Schnipsel: Pitches.
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1.1.2 Viele Tonhöhen gleichzeitig verändern
Dieser Abschnitt zeigt, wie man Tonhöhen beeinflusst.
| Oktavenüberprüfung | ||
| Transposition | ||
| Umkehrung | ||
| Krebs | ||
| Modale Transformierungen |
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
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Oktavenüberprüfung
Im relativen Modus geschieht es recht häufig, dass ein Oktavänderungszeichen vergessen wird. Oktavenüberprüfungen machen es einfacher, solche Fehler zu entdecken und zu korrigieren. Sie geben eine Warnung aus und korrigieren die Oktave, wenn eine Note in einer unerwarteten Oktave gefunden wird.
Um die Oktave einer Note zu überprüfen, muss die absolute
Oktave nach dem =-Symbol angegeben werden. Im
folgenden Beispiel wird eine Warnung (und eine Tonhöhenänderung)
generiert, weil die zweite Note als absolute Oktave
ein d'' anstelle von d' notiert ist,
wie es die Oktavierungskorrektur markiert.
\relative c'' {
c2 d='4 d
e2 f
}
Die Oktave von einer Note kann auch mit dem
\octaveCheck Kontrolltonhöhe-Befehl
überprüft werden. Kontrollhöhe wird im absoluten
Modus eingegeben. Dabei wird überprüft, ob das
Intervall zwischen der vorherigen Note und der
Kontrolltonhöhe nicht größer als eine Quarte ist
(die normale Berechnung im relativen Modus). Wenn diese
Überprüfung einen Fehler ausgibt, wird eine Warnung
gemeldet, aber die vorigen Note wird nicht verändert.
Folgende Noten sind dann relativ zur Kontrolltonhöhe.
\relative c'' {
c2 d
\octaveCheck c'
e2 f
}
Vergleichen Sie die zwei Takte im nächsten Beispiel. Die
erste und dritte \octaveCheck-Überprüfung gibt
einen Fehler aus, die zweite dagegen ist erfolgreich:
\relative c'' {
c4 f g f
c4
\octaveCheck c'
f
\octaveCheck c'
g
\octaveCheck c'
f
}
Siehe auch
Schnipsel: Pitches.
Referenz der Interna: RelativeOctaveCheck.
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
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Transposition
Ein musikalischer Ausdruck kann mit dem Befehl \transpose
transponiert werden. Die Syntax lautet:
\transpose vonTonhöhe nachTonhöhe mus. Ausdruck
Das bedeutet, dass der mus. Ausdruck um das Intervall zwischen den Tonhöhen vonTonhöhe und nachTonhöhe transponiert wird: Jede Note, die die Tonhöhe vonTonhöhe hat, wird in die Tonhöhe nachTonhöhe umgewandelt, und alle anderen Noten um das gleiche Intervall. Beide Tonhöhen werden im absoluten Modus eingegeben.
Achtung: Tonhöhen innerhalb einer \transpose-Umgebung
sind absolut, es sei denn, ein \relative wird
eingefügt.
So kann z. B. ein Stück in D-Dur, wenn es für den Sänger etwas zu tief ist, nach E-Dur transponiert werden. Dabei werden auch die Vorzeichen entsprechend angepasst:
\transpose d e {
\relative c' {
\key d \major
d4 fis a d
}
}
Wenn eine Stimme, die in C notiert ist, von einer A-Klarinette gespielt werden soll (für die A als C notiert wird, aber eine kleine Terz tiefer erklingt als es notiert ist), kann die entsprechende Stimme wie folgt erstellt werden:
\transpose a c' {
\relative c' {
\key c \major
c4 d e g
}
}
Beachten Sie, dass \key c \major explizit
angegeben werden muss. Wenn hier keine Tonart angemerkt
würde, würde die Noten zwar transponiert, aber keine
Vorzeichen angezeigt werden.
\transpose unterscheidet enharmonische Verwechslungen: sowohl
\transpose c cis als auch \transpose c des transponieren
die Musik einen Halbton nach oben. Aber die erste Version gibt als
Versetzungszeichen Kreuze aus, die zweite dagegen B-Versetzungszeichen.
music = \relative c' { c d e f }
\new Staff {
\transpose c cis { \music }
\transpose c des { \music }
}
\transpose kann auch benutzt werden, um die geschriebenen
Noten eines transponierenden Instruments zu notieren. Im vorigen Beispiel wurde die Tonhöhen so eingegeben,
wie sie erklingen (also in C), aber man kann genauso
gut auch andersherum aus einer Stimme, die für ein
transponierendes Instrument in einem anderen Ton als
C geschrieben wurde, eine Partitur in C erstellen.
Die Noten einer B-Trompete, die mit einem notierten E
(also einem klingenden D) anfangen, könnte man also
auch so eingeben:
musicInBflat = { e4 … }
\transpose c bes, \musicInBflat
Um die Noten dann in F zu setzen (um sie etwa für ein
Horn zu arrangieren), könnte man die schon geschriebenen
Noten wieder mit einem weiteren \transpose umgeben:
musicInBflat = { e4 … }
\transpose f c' { \transpose c bes, \musicInBflat }
Für mehr Information zu transponierenden Instrumenten siehe auch Transposition von Instrumenten.
Ausgewählte Schnipsel
Noten mit minimaler Anzahl an Versetzungszeichen transponieren.
Dieses Beispiel benutzt Scheme-Code, um enharmonische Verwechslungen für Noten zu erzwingen, damit nur eine minimale Anzahl an Versetzungszeichen ausgegeben wird. In diesem Fall gelten die folgenden Regeln:
- Doppelte Versetzungszeichen sollen entfernt werden
- His -> C
- Eis -> F
- Ces -> B
- Fes -> E
Auf diese Art werden am meisten natürliche Tonhöhen als enharmonische Variante gewählt.
#(define (naturalize-pitch p)
(let ((o (ly:pitch-octave p))
(a (* 4 (ly:pitch-alteration p)))
;; alteration, a, in quarter tone steps,
;; for historical reasons
(n (ly:pitch-notename p)))
(cond
((and (> a 1) (or (eq? n 6) (eq? n 2)))
(set! a (- a 2))
(set! n (+ n 1)))
((and (< a -1) (or (eq? n 0) (eq? n 3)))
(set! a (+ a 2))
(set! n (- n 1))))
(cond
((> a 2) (set! a (- a 4)) (set! n (+ n 1)))
((< a -2) (set! a (+ a 4)) (set! n (- n 1))))
(if (< n 0) (begin (set! o (- o 1)) (set! n (+ n 7))))
(if (> n 6) (begin (set! o (+ o 1)) (set! n (- n 7))))
(ly:make-pitch o n (/ a 4))))
#(define (naturalize music)
(let ((es (ly:music-property music 'elements))
(e (ly:music-property music 'element))
(p (ly:music-property music 'pitch)))
(if (pair? es)
(ly:music-set-property!
music 'elements
(map (lambda (x) (naturalize x)) es)))
(if (ly:music? e)
(ly:music-set-property!
music 'element
(naturalize e)))
(if (ly:pitch? p)
(begin
(set! p (naturalize-pitch p))
(ly:music-set-property! music 'pitch p)))
music))
naturalizeMusic =
#(define-music-function (parser location m)
(ly:music?)
(naturalize m))
music = \relative c' { c4 d e g }
\score {
\new Staff {
\transpose c ais { \music }
\naturalizeMusic \transpose c ais { \music }
\transpose c deses { \music }
\naturalizeMusic \transpose c deses { \music }
}
\layout { }
}
Siehe auch
Notationsreferenz: Relative Oktavenbezeichnung, Transposition von Instrumenten. Umkehrung Krebs Modale Transformierungen.
Schnipsel: Pitches.
Referenz der Interna: TransposedMusic.
Bekannte Probleme und Warnungen
Der relative Modus wirkt nicht in \transpose,
\chordmode oder \relative.
Um auch im relativen Modus transponieren
zu können, muss ein \relative innerhalb des
\tranpose zusätzlich gesetzt werden.
Dreifache Versetzungszeichen werden nicht ausgegeben, wenn
\transpose benutzt wird. Eine enharmonisch
entsprechende Tonhöhe wird anstatt dessen gesetzt (z. B.
Des anstelle von e-dreifach-b).
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Umkehrung
Ein musikalischer Ausdruck kann in seine Umkehrung transformiert und gleichzeitig transponiert werden:
\inversion umTonhöhe nachTonhöhe mus. Ausdruck
Der mus. Ausdruck wird Intervall für Intervall um
vUmTonhöhe umgekehrt und dann von vUmTonhöhe
nach nachTonhöhe transponiert.
music = \relative c' { c d e f }
\new Staff {
\music
\inversion d' d' \music
\inversion d' ees' \music
}
Achtung: Motive, die umgekehrt werden, sollen in absoluten Tonhöhen
notiert werden oder zuerst in absolute Tonhöhen umgewandelt werden,
indem sie in eine relative-Umgebung eingeschlossen werden.
Siehe auch
Notationsreferenz: Modale Transformierungen, Krebs, Transposition.
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Krebs
Ein musikalischer Ausdruck kann umgekehrt werden, um im Krebsgang dargestellt zu werden:
music = \relative c' { c8. ees16( fis8. a16 b8.) gis16 f8. d16 }
\new Staff {
\music
\retrograde \music
}
Bekannte Probleme und Warnungen
Manuell gesetzte Bindebögen innerhalb des Krebsgangs \retrograde werden
aufgebrochen und erzeugen Warnungen. Einige Bindebögen können automatisch
ersetllt werden, indem man Automatische Aufteilung von Noten aktiviert.
Siehe auch
Notationsreferenz: Modale Transformierungen, Umkehrung, Transposition.
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Modale Transformierungen
In einer Komposition, die auf einer Skala basiert, wird ein Motiv oft in unterschiedlicher Weise transformiert. Es kann transponiert werden, um von einer anderen Tonhöhe in der Skala zu beginnen, oder beginnend von einer bestimmten Tonhöhe der Skala umgekehrt werden. Es kann auch im Krebsgang, also rückwärts erscheinen, siehe Krebs.
Achtung: Alle Noten, die nicht zu der vorgegebenen Skala gehören, werden nicht transformiert.
Modale Transposition
Ein Motiv kann innerhalb einer Skala transponiert werden:
\modalTranspose vonTonhöhe nachTonhöhe Skala mus. Ausdruck
Die Noten von mus. Ausdruck werden innerhalb von Skala
um die Anzahl von Skalenstufen transponiert, die dem Intervall zwischen
vonTonhöhe und nachTonhöhe entspricht.
diatonicScale = \relative c' { c d e f g a b }
motif = \relative c' { c8 d e f g a b c }
\new Staff {
\motif
\modalTranspose c f \diatonicScale \motif
\modalTranspose c b, \diatonicScale \motif
}
Eine absteigende Skala beliebiger Länge und mit beliebigen Intervallen kann definiert werden:
pentatonicScale = \relative c' { ges aes bes des ees }
motif = \relative c' { ees8 des ges,4 <ges' bes,> <ges bes,> }
\new Staff {
\motif
\modalTranspose ges ees' \pentatonicScale \motif
}
Wenn \modalTranspose mit einer chromatischen Skala benutzt wird,
entspricht es der Funktion von \transpose mit dem Unterschied,
dass die Bezeichnungen der eingesetzten Noten definiert werden können:
chromaticScale = \relative c' { c cis d dis e f fis g gis a ais b }
motif = \relative c' { c8 d e f g a b c }
\new Staff {
\motif
\transpose c f \motif
\modalTranspose c f \chromaticScale \motif
}
Modale Umkehrung
Ein musikalischer Ausdruck kann innerhalb einer definierten Skala um eine Referenznote umgekehrt werden und transponiert werden:
\modalInversion Umkehrungstonhöhe nachTonhöhe Skala mus. Ausdruck
Die Noten von mus. Ausdruck werden mit den gleichen Intervallabständen
voneinander gesetzt, ausgehend von Umkehrungstonhöhe, allerdings
in die entgegengesetzte Richtung. Das Result wird dann innerhalb der
Skala um das Intervall transponiert, das sich aus dem
Unterschied von Umkehrungstonhöhe und nachTonhöhe
ergibt.
Um also einfach eeine Umkehrung ohne zusätzliche Transposition zu machen,
sollten Umkehrungstonhöhe und nachTonhöhe gleich
sein.
octatonicScale = \relative c' { ees f fis gis a b c d }
motif = \relative c' { c8. ees16 fis8. a16 b8. gis16 f8. d16 }
\new Staff {
\motif
\modalInversion fis' fis' \octatonicScale \motif
}
Um den Drehpunkt der Umkehrung zwischen zwei Noten der Skala zu definieren, wird um eine der Noten die Umkehrung vorgenommen und dann eine Skalenstufe transponiert. Die beiden Noten klammern sozusagen den Drehpunkt ein.
scale = \relative c' { c g' }
motive = \relative c' { c c g' c, }
\new Staff {
\motive
\modalInversion c' g' \scale \motive
}
Die kombinierte Operation von Umkehrung und Krebs erzeugt die Krebsumkehrung:
octatonicScale = \relative c' { ees f fis gis a b c d }
motif = \relative c' { c8. ees16 fis8. a16 b8. gis16 f8. d16 }
\new Staff {
\motif
\retrograde \modalInversion c' c' \octatonicScale \motif
}
Siehe auch
Notationsreferenz: Umkehrung, Krebs, Transposition.
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1.1.3 Tonhöhen anzeigen lassen
Dieser Abschnitt zeigt, wie die Ausgabe von Tonhöhen verändern werden kann.
| Notenschlüssel | ||
| Tonartbezeichnung | ||
| Oktavierungsklammern | ||
| Transposition von Instrumenten | ||
| Automatische Versetzungszeichen | ||
| Tonumfang |
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Notenschlüssel
Der Schlüssel kann verändert werden. Das eingestrichene C wird in jedem Beispiel gezeigt:
\clef treble c2 c \clef alto c2 c \clef tenor c2 c \clef bass c2 c
Andere Schlüssel sind u. A.:
\clef french c2 c \clef soprano c2 c \clef mezzosoprano c2 c \clef baritone c2 c \break \clef varbaritone c2 c \clef subbass c2 c \clef percussion c2 c \break \clef G % synonym for treble c2 c \clef F % synonym for bass c2 c \clef C % synonym for alto c2 c
Indem _8 oder ^8 an die jeweilige Schlüsselbezeichnung
angehängt wird, wird der Schlüssel um eine Oktave nach oben oder unten
transponiert, mit _15 oder ^15 um zwei Oktaven. Auch
andere Ganzzahlen können verwendet werden, wenn es gewünscht wird.
Die Schlüsselbezeichnung muss in Anführungszeichen gesetzt werden,
wenn nicht-alphabetische Zeichen enthält, siehe Beispiel:
\clef treble c2 c \clef "treble_8" c2 c \clef "bass^15" c2 c \clef "alto_2" c2 c \clef "G_8" c2 c \clef "F^5" c2 c
Weitere unterstützte Schlüssel sind beschrieben in Mensurale Schlüssel,
Gregorianische Schlüssel, Standardtabulaturen und
Angepasste Tabulaturen. Zur Benutzung unterschiedlicher Schlüssel
bei Stichnoten siehe die Funktionen \cueClef und
\cueDuringWithClef in
Ausgewählte Schnipsel
Eigenschaften des Schlüssels optimieren
Der Befehl \clef "treble_8" ist gleichbedeutend mit einem
expliziten Setzen der Eigenschaften von clefGlyph,
clefPosition (welche die vertikale Position des Schlüssels bestimmt),
middleCPosition und clefOctavation. Ein Schlüssel wird
ausgegeben, wenn eine der Eigenschaften außer middleCPosition sich
ändert.
Eine Änderung des Schriftzeichens (Glyph), der Schlüsselposition oder der
Oktavierung selber ändert noch nicht die Position der darauf folgenden Noten
auf dem System: das geschieht nur, wenn auch die Position des
eingestrichenen C (middleCPosition) angegeben wird. Die
Positionsparameter sind relativ zur Mittellinie des Systems, dabei versetzen
positive Zahlen die Position nach oben, jeweils eine Zahl für jede Linie
plus Zwischenraum. Der clefOctavation-Wert ist normalerweise auf 7,
-7, 15 oder -15 gesetzt, aber auch andere Werte sind gültig.
Wenn ein Schlüsselwechsel an einem Zeilenwechsel geschieht, wird das neue
Symbol sowohl am Ende der alten Zeilen als auch am Anfang der neuen Zeile
ausgegeben. Wenn der Warnungs-Schlüssel am Ende der alten Zeile nicht
erforderlich ist, kann er unterdrückt werden, indem die
explicitClefVisibility-Eigenschaft des Staff-Kontextes auf den
Wert end-of-line-invisible gesetzt wird. Das Standardverhalten kann
mit \unset Staff.explicitClefVisibility wieder hergestellt werden.
Die folgenden Beispiele zeigen die Möglichkeiten, wenn man diese Eigenschaften manuell setzt. Auf der ersten Zeile erhalten die manuellen Änderungen die ursprüngliche relative Positionierung von Schlüssel und Noten, auf der zweiten Zeile nicht.
\layout { ragged-right = ##t }
{
% The default treble clef
c'1
% The standard bass clef
\set Staff.clefGlyph = #"clefs.F"
\set Staff.clefPosition = #2
\set Staff.middleCPosition = #6
c'1
% The baritone clef
\set Staff.clefGlyph = #"clefs.C"
\set Staff.clefPosition = #4
\set Staff.middleCPosition = #4
c'1
% The standard choral tenor clef
\set Staff.clefGlyph = #"clefs.G"
\set Staff.clefPosition = #-2
\set Staff.clefOctavation = #-7
\set Staff.middleCPosition = #1
c'1
% A non-standard clef
\set Staff.clefPosition = #0
\set Staff.clefOctavation = #0
\set Staff.middleCPosition = #-4
c'1 \break
% The following clef changes do not preserve
% the normal relationship between notes and clefs:
\set Staff.clefGlyph = #"clefs.F"
\set Staff.clefPosition = #2
c'1
\set Staff.clefGlyph = #"clefs.G"
c'1
\set Staff.clefGlyph = #"clefs.C"
c'1
\set Staff.clefOctavation = #7
c'1
\set Staff.clefOctavation = #0
\set Staff.clefPosition = #0
c'1
% Return to the normal clef:
\set Staff.middleCPosition = #0
c'1
}
Siehe auch
Notationsreferenz: Mensurale Schlüssel, Gregorianische Schlüssel Standardtabulaturen, Angepasste Tabulaturen, Stichnoten formatieren.
Schnipsel: Pitches.
Referenz der Interna: Clef_engraver, Clef, OctavateEight, clef-interface.
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Tonartbezeichnung
Achtung: Neue Benutzer sind manchmal verwirrt, wie
Versetzungszeichen und Vorzeichen/Tonarten funktionieren.
In LilyPond sind Notenbezeichnungen die wirkliche
Tonhöhe, erst durch Vorzeichen wird bestimmt, wie diese
Tonhöhe dann im Notenbild dargestellt wird. Eine
einfache Tonhöhe wie etwa c bedeutet also
immer das eingestrichene C ohne Versetzungszeichen, egal
was für Vorzeichen/Tonart oder Schlüssel gesetzt sind.
Mehr Information dazu in
Versetzungszeichen und Tonartbezeichnung (Vorzeichen).
Die Vorzeichen zeigen die Tonart an, in welcher ein Stück notiert ist. Es handelt sich um eine Anzahl von Alterationszeichen (Kreuzen oder Bs) am Beginn jedes Notensystems.
Die Tonart kann geändert werden:
\keyTonhöhe Modus
Der Wert Modus sollte entweder \major oder \minor
sein, um Moll oder Dur der Tonhöhe zu erhalten. Es können auch
Modusbezeichnungen für Kirchentonarten verwendet werden: \ionian
(Ionisch), \locrian (Lokrisch), \aeolian (Aeolisch),
\mixolydian (Mixolydisch), \lydian (Lydisch),
\phrygian (Phrygisch) und \dorian (Dorisch).
\key g \major fis1 f fis
Ausgewählte Schnipsel
Auflösungzeichen nicht setzen, wenn die Tonart wechselt
Wenn die Tonart wechselt, werden automatisch Auflösungszeichen ausgegeben,
um Versetzungszeichen der vorherigen Tonart aufzulösen. Das kann
verhindert werden, indem die printKeyCancellation-Eigenschaft
im Staff-Kontext auf "false" gesetzt wird.
\relative c' {
\key d \major
a4 b cis d
\key g \minor
a4 bes c d
\set Staff.printKeyCancellation = ##f
\key d \major
a4 b cis d
\key g \minor
a4 bes c d
}
Untypische Tonarten
Der üblicherweise benutzte \key-Befehl setzt die
keySignature-Eigenschaft im Staff-Kontext.
Um untypische Tonartenvorzeichen zu erstellen, muss man diese Eigenschaft
direkt setzen. Das Format für den Befehl ist eine Liste: \set
Staff.keySignature = #`(((Oktave . Schritt) . Alteration) ((Oktave
. Schritt) . Alteration) ...) wobei für jedes Element in der Liste
Oktave die Oktave angibt (0 ist die Oktave vom
eingestrichenen C bis zum eingestrichenen H), Schritt gibt
die Note innerhalb der Oktave an (0 heißt C und
6 heißt H), und Alteration ist ,SHARP ,FLAT
,DOUBLE-SHARP usw. (Beachte das beginnende Komma.)
Alternativ kann auch jedes Element der Liste mit dem allgemeineren Format
(Schritt . Alteration) gesetzt werden, wobei dann die Einstellungen
für alle Oktaven gelten.
Hier ein Beispiel einer möglichen Tonart für eine Ganztonleiter:
\relative c' {
\set Staff.keySignature = #`(((0 . 6) . ,FLAT)
((0 . 5) . ,FLAT)
((0 . 3) . ,SHARP))
c4 d e fis
aes4 bes c2
}
Siehe auch
Glossar: church mode, scordatura.
Handbuch zum Lernen: Versetzungszeichen und Tonartbezeichnung (Vorzeichen).
Schnipsel: Pitches.
Referenz der Interna: KeyChangeEvent, Key_engraver, Key_performer, KeyCancellation, KeySignature, key-cancellation-interface, key-signature-interface.
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Oktavierungsklammern
Oktavierungsklammern zeigen eine zusätzliche Transposition von einer Oktave an:
a2 b \ottava #-2 a2 b \ottava #-1 a2 b \ottava #0 a2 b \ottava #1 a2 b \ottava #2 a2 b
Ausgewählte Schnipsel
Ottava-Text
Intern setzt die set-octavation-Funktion die Eigenschaften
ottavation (etwa auf den Wert "8va" oder "8vb")
und middleCPosition. Um den Text der Oktavierungsklammer zu
ändern, kann ottavation manuell gesetzt werden, nachdem
set-octavation benützt wurde.
{
\ottava #1
\set Staff.ottavation = #"8"
c''1
\ottava #0
c'1
\ottava #1
\set Staff.ottavation = #"Text"
c''1
}
Siehe auch
Glossar: octavation.
Schnipsel: Pitches.
Referenz der Interna: Ottava_spanner_engraver, OttavaBracket, ottava-bracket-interface.
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Transposition von Instrumenten
Wenn man Noten setzt, die von transponierenden Instrumenten gespielt werden, sind oft einige Stimmen auf einer anderen Tonhöhe notiert als dem Kammerton. In diesem Fall muss die Tonart des transponierenden Instruments gekennzeichnet werden, weil sonst die MIDI-Ausgabe und Stichnoten in anderen Stimmen falsche Tonhöhen produzieren. Mehr Information zu Stichnoten in Andere Stimmen zitieren.
\transposition Tonhöhe
Die Tonhöhe, die für \transposition benutzt
wird, muss mit dem wirklichen Ton übereinstimmen,
der erklingt, wenn das Instrument ein c'
in seiner Stimme spielt. Die Tonhöhe wird im
absoluten Modus angegeben, ein Instrument also,
dass einen Ton höher erklingt als es notiert wird,
muss folgenden Befehl benutzen:
\transposition d'. \transposition
sollte nur dann benutzt werden, wenn sie nicht
nicht in C notiert werden.
Hier einige Noten für Geige und B-Klarinette: die Stimmen (Noten und Vorzeichen) sind so notiert, wie sie in der Partitur erscheinen. Die zwei Instrumente spielen unisono.
\new GrandStaff <<
\new Staff = "violin" {
\relative c'' {
\set Staff.instrumentName = #"Vln"
\set Staff.midiInstrument = #"violin"
% not strictly necessary, but a good reminder
\transposition c'
\key c \major
g4( c8) r c r c4
}
}
\new Staff = "clarinet" {
\relative c'' {
\set Staff.instrumentName = \markup { Cl (B\flat) }
\set Staff.midiInstrument = #"clarinet"
\transposition bes
\key d \major
a4( d8) r d r d4
}
}
>>
Die \transposition kann während eines Stückes
geändert werden. Ein Klarinettist zum Beispiel kann
zwischen B- und A-Klarinette wechseln.
\set Staff.instrumentName = #"Cl (A)"
\key a \major
\transposition a
c d e f
\textLengthOn
<>^\markup { B-Klarinette benutzen }
R1
\key bes \major
\transposition bes
c2 g
Siehe auch
Glossar: concert pitch, transposing instrument.
Notationsreferenz: Andere Stimmen zitieren, Transposition.
Schnipsel: Pitches.
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Automatische Versetzungszeichen
Es gibt viele unterschiedliche Regeln, wie Versetzungszeichen notiert werden. LilyPond hat eine Funktion, mit der spezifiziert werden kann, welcher Stil benutzt werden soll. Diese Funktion kann man wie folgt benutzen:
\new Staff <<
\accidentalStyle "voice"
{ … }
>>
Der Versetzungszeichenstil bezieht sich auf das aktuelle
Notensystem in der Standardeinstellung (eine Ausnahme
bilden die Stile piano und piano-cautionary,
die weiter unten erklärt werden). Die Funktion kann aber
auch ein zweites Argument erhalten, mit der spezifiziert
wird, auf welchen Bereich sich der neue Stil erstreckt.
Um etwa den neuen Stil in allen Systemen einer
Stimmgruppe (StaffGroup) zu benutzen, müsste der Befehl so aussehen:
\accidentalStyle #'StaffGroup "voice"
Folgende Versetzungszeichenstile sind unterstützt. Um jeden Stil zu erklären, wird folgendes Beispiel benützt:
musicA = {
<<
\relative c' {
cis'8 fis, bes'4 <a cis>8 f bis4 |
cis2. <c, g'>4 |
}
\\
\relative c' {
ais'2 cis, |
fis8 b a4 cis2 |
}
>>
}
musicB = {
\clef bass
\new Voice {
\voiceTwo \relative c' {
<fis, a cis>8[ <fis a cis>
\change Staff = up
cis' cis
\change Staff = down
<fis, a> <fis a>]
\showStaffSwitch
\change Staff = up
dis'4 |
\change Staff = down
<fis, a cis>4 gis <f a d>2 |
}
}
}
\new PianoStaff {
<<
\context Staff = "up" {
\accidentalStyle "default"
\musicA
}
\context Staff = "down" {
\accidentalStyle "default"
\musicB
}
>>
}
Die letzten Zeilen des Beispiels könnten auch mit folgendem Code ersetzt werden, solange der gleiche Versetzungszeichenstil in beiden Systemen benutzt werden soll:
\new PianoStaff {
<<
\context Staff = "up" {
%%% nächste Zeile wie gewünscht ändern:
\accidentalStyle #'Score "default"
\musicA
}
\context Staff = "down" {
\musicB
}
>>
}
-
default (Standard) -
Das ist das Standardverhalten. Es entspricht der Konvention für Notation von Musik des 18. Jahrhunderts: Versetzungszeichen werden bis zum Taktende erinnert, in dem sie gesetzt wurden, und nur in ihrer eigenen Oktave. Im nächsten Beispiel wird also kein Auslösungszeichen vor dem
b(H) im zweiten Takt oder dem letzencgesetzt: -
voice (Stimme) -
Das normale Verhalten ist es, die Versetzungszeichen auf der Notensystemebene zu erinnern. In diesem Stil aber werden Versetzungszeichen individuell für jede Stimme errechnet. Abgesehen davon gelten die Regeln des Standardstiles (
default).Das hat zur Folge, dass Versetzungszeichen von einer Stimme in der anderen nicht aufgelöst werden, was oft ein unerwünschtes Ergebnis ist: im folgenden Beispiel kann man schwer sagen, ob das zweite
aunalteriert oder erhöht gespielt werden soll. Dievoice-Option sollte also nur benutzt werden, wenn die Stimmen separat von unterschiedlichen Musikern gelesen werden. Wenn das System nur von einem Musiker benutzt wird (etwa der Dirigent oder ein Klavierspieler), dann sind die Stilemodernodermodern-cautionarybesser. -
modern (Modern) -
Dieser Stil orientiert sich an den üblichen Regeln für das 20. Jahrhundert. Hierbei werden einige zusätzliche Auflösungszeichen ausgelassen, die traditionell für ein Kreuz nach einem Doppelkreuz und ein b nach einem Doppel-b gesetzt werden. Die gleichen Versetzungszeichen wie im Standardstil werden gesetzt, allerdings mit zwei Zusätzen, die Uneindeutigkeiten verhindern sollen: nach vorübergehenden Versetzungszeichen werden Auflösungszeichen auch im folgenden Takt gesetzt (für Noten innerhalb der selben Oktave) und im gleichen Takt für Noten in unterschiedlichen Oktaven. Daher kommen also die Auflösungszeichen vor dem H und dem C im zweiten Takt des oberen Systems:
-
modern-cautionary (Modern mit Warnungen) -
Dieser Stil ähnelt
modern, aber die „zusätzlichen“ Versetzungszeichen (die normalerweise nicht gesetzt werden) werden als Warnungen gesetzt. In der Standardeinstellung werden sie in Klammern gesetzt, aber sie können auch in kleinerer Größe gesetzt werden, wenn man diecautionary-style-Eigenschaft vonAccidentalSuggestiondefiniert. -
modern-voice (Modern für Stimmen) -
Diese Regel wird für vielstimmige Noten benutzt, die sowohl von unterschiedlichen Spielern für jede Stimme als auch von einem Spieler für alle Stimmen benutzt. Versetzungszeichen werden für jede Stimme gesetzt, aber sie werden über die Stimme hinweg aufgelöst innerhalb des selben Notensystems. Das
aim letzten Takt ist also aufgelöst, weil die vorigen Auflösung in einer anderen Stimme stattgefunden hatte, und dasdim unteren System ist aufgelöst wegen eines Versetzungszeichens in einer anderen Stimme im vorigen Takt: -
modern-voice-cautionary (modern mit Warnungen für einzelne Stimmen) -
Dieser Stil ist der gleiche wie
modern-voice, nur dass hier die zusätzlichen Versetzungszeichen (die nicht vomvoice-Stil gesetzt werden) als Warnungsversetzungszeichen gesetzt werden. Obwohl alle Versetzungszeichen, die mitdefaultgesetzt werden, auch mit diesem Stil gesetzt werden, sind manche Warnungsversetzungszeichen. -
piano (Klavier) -
Dieser Stil orientiert sich an den Regeln im 20. Jahrhundert für die Notation von Klaviermusik. Er ist sehr ähnlich mit dem modernen Stil, aber Versetzungszeichen werden auch über Notensysteme hinweg für die selbe Akkolade (
GrandStaffoderPianoStaff) aufgelöst.Dieser Versetzungszeichenstil wirkt sich standardmäßig auf die gesamte Akkolade (
GrandStaffoderPianoStaff) aus. -
piano-cautionary (Klavier mit Warnungen) -
Dieser Stil verhält sich wie
piano, aber die zusätzlichen Versetzungszeichen werden als Warnungen ausgegeben: -
neo-modern -
Dieser Stil richtet sich nach den Regeln für moderne Musik: Versetzungszeichen werden mit im
modern-Stil gesetzt, aber sie werden nochmal gesetzt, wenn die gleiche Note später im selben Takt auftritt – außer die Note wird unmittelbar wiederholt. -
neo-modern-cautionary (neo-modern mit Warnungen) -
Dieser Stil ähnelt
neo-modern, aber die zusätzlichen Versetzungszeichen werden als Warnungen gesetzt. -
neo-modern-voice (neo-modern für Stimmen) -
Diese Regel wird für für Versetzungszeichen in mehreren Stimmen eingesetzt, wenn die Noten sowohl von Musikern gelesen werden, die nur eine Stimme lesen, als auch von Musikern, die alle Stimmen lesen. Versetzungszeichen werden für jede Stimme so wie mit der
neo-modern-Regel gesetzt, aber innerhalb des gesamten Notensystems mit Auflösungszeichen versehen. -
neo-modern-voice-cautionary -
Diese Regel ähnelt
neo-modern-voice, aber die zusätzlichen Versetzungszeichen werden hier als warnende Versetzungszeichen gesetzt. -
dodecaphonic (Zwölftonmusik) -
Dieser Stil orientiert sich an der Notation von sog. Zwölftonmusik, der Stil wurde Anfang des 20. Jahrhunderts in Gebrauch genommen. In diesem Stil erhält jede Note ein Versetzungszeichen, wozu auch Auflösungszeichen zählen.
-
teaching (didaktisch) -
Dieser Stil ist für Lernende bestimmt: der Stil orientiert sich am
modern-Stil, aber die Alterationen, die sich durch die Tonart ergeben, werden zusätzlich als Warnungsversetzungszeichen gesetzt. Eine Ausnahme sind direkt wiederholte Noten. -
no-reset (nicht zurücksetzen) -
Das ist der gleiche Stil wie
default, aber die Versetzungszeichen dauern für „immer“ an, nicht nur im aktuellen Takt: -
forget (vergessen) -
Das ist das Gegenteil von
no-reset: Versetzungszeichen werden überhaupt nicht erinnert und folgerichtig werden alle Versetzungszeichen entsprechend der Tonart gesetzt, unabhängig vom Kontext der Noten.
Siehe auch
Schnipsel: Pitches.
Referenz der Interna: Accidental, Accidental_engraver, GrandStaff, PianoStaff, Staff, AccidentalSuggestion, AccidentalPlacement, accidental-suggestion-interface.
Bekannte Probleme und Warnungen
Gleichzeitig erklingende Noten werden bei der automatischen Bestimmung
der Versetzungszeichen nicht berücksichtigt: nur die vorige Note und
die Vorzeichen werden einbezogen. Man muss die Versetzungszeichen
mit ! oder ? schreiben, wenn gleichzeitig
unterschiedliche Alterationen vorkommen, wie etwa für ‘<f! fis!>’.
Die warndenden Auflösungzeichen werden gesetzt, indem die vorangegangenen
Takte betrachtet werden. In der zweiten oder einer weiteren
Wiederholungsklammer erwartet man jedoch, dass die Auflösungszeichen sich
aus dem letzten gespielten und nicht dem letzten gesetzten
Takt ergeben. Im folgenden Beispiel bräuchte das c in der zweiten
Klammer kein Auflösungszeichen:
Die folgende Notlösung kann benutzt werden: Man definiert eine Funktion,
die den Versetzungszeichenstil kurzzeitig auf forget umschaltet:
forget = #(define-music-function (parser location music) (ly:music?) #{
\accidentalStyle "forget"
#music
\accidentalStyle "modern"
#})
{
\accidentalStyle "modern"
\time 2/4
\repeat volta 2 {
c'2
}
\alternative {
cis'
\forget c'
}
}
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Tonumfang
Der Begriff ambitus (Pl. ambitus) beschreibt den Stimmumfang einer Stimme. Er kann auch die Töne bedeuten, die ein Musikinstrument zu spielen in der Lage ist. Ambitus werden in Chorpartituren gesetzt, damit die Sänger schnell wissen, ob sie die Stimme meistern können.
Ambitus werden zu Beginn des Stückes nahe des ersten Schlüssels notiert. Der Stimmumfang wird durch zwei Notenköpfe dargestellt, die die tiefste und höchste Note der Stimme repräsentieren. Versetzungszeichen werden nur gesetzt, wenn sie nicht durch die Tonart definiert werden.
\layout {
\context {
\Voice
\consists "Ambitus_engraver"
}
}
\relative c'' {
aes c e2
cis,1
}
Ausgewählte Schnipsel
Ambitus pro Stimme hinzufügen
Ambitus können pro Stimme gesetzt werden. In diesem Fall müssen sie manuell verschoben werden, um Zusammenstöße zu verhindern.
\new Staff <<
\new Voice \with {
\consists "Ambitus_engraver"
} \relative c'' {
\override Ambitus #'X-offset = #2.0
\voiceOne
c4 a d e
f1
}
\new Voice \with {
\consists "Ambitus_engraver"
} \relative c' {
\voiceTwo
es4 f g as
b1
}
>>
Ambitus mit vielen Stimmen
Indem man den Ambitus_engraver im Staff-Kontext
hinzufügt, erhält man einen einzigen Ambitus pro System, auch in dem
Fall, dass mehrere Stimmen sich im gleichen System befinden.
\new Staff \with {
\consists "Ambitus_engraver"
}
<<
\new Voice \relative c'' {
\voiceOne
c4 a d e
f1
}
\new Voice \relative c' {
\voiceTwo
es4 f g as
b1
}
>>
Changing the ambitus gap
It is possible to change the default gap setting for ambitus.
\layout {
\context {
\Voice
\consists "Ambitus_engraver"
}
}
\new Staff {
\time 2/4
% Default setting
c'4 g''
}
\new Staff {
\time 2/4
\override AmbitusLine #'gap = #0
c'4 g''
}
\new Staff {
\time 2/4
\override AmbitusLine #'gap = #1
c'4 g''
}
\new Staff {
\time 2/4
\override AmbitusLine #'gap = #1.5
c'4 g''
}
Siehe auch
Glossar: ambitus.
Schnipsel: Pitches.
Referenz der Interna: Ambitus_engraver, Voice, Staff, Ambitus, AmbitusAccidental, AmbitusLine, AmbitusNoteHead, ambitus-interface.
Bekannte Probleme und Warnungen
Es gibt keine Kollisionskontrolle bei mehreren Ambitus in einem System.
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1.1.4 Notenköpfe
Dieser Abschnitt zeigt, wie man Notenköpfe ändern kann.
| Besondere Notenköpfe | ||
| Easy-Notation-Notenköpfe | ||
| Notenköpfe mit besonderen Formen | ||
| Improvisation |
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Besondere Notenköpfe
Notenköpfe können verändert werden:
c4 b \override NoteHead #'style = #'cross c4 b \revert NoteHead #'style a b \override NoteHead #'style = #'harmonic a b \revert NoteHead #'style c4 d e f
Für alle Notenkopfstile siehe Notenkopfstile
Der Kreuz-(cross) Stil wird mit unterschiedlichen
musikalischen Absichten eingesetzt. Die folgenden
vordefinierten Befehle verändern die Notenköpfe sowohl
in Notensystemen als auch in Tabulaturen und können
benutzt werden, um alle musikalischen Bedeutungen zu
notieren:
c4 b \xNotesOn a b c4 b \xNotesOff c4 d
Die Form als musikalische Funktion dieses Befehls kann innerhalb und außerhalb von Akkorden benutzt werden, um Notenköpfe mit Kreuzen in normalen und Tabulatursystemen zu erstellen:
c4 b
\xNote { e f }
c b < g \xNote c f > b
Als Synonym für \xNote, \xNotesOn und \xNotesOff
kann \deadNote, \deadNotesOn und \deadNotesOff
benutzt werden. Der Begriff dean note (engl. tote Note)
wird regelmäßig von Gitaristen benutzt.
Es gibt auch einen Kurzbefehl für die Rautenform, der nur innerhalb von Akkorden benutzt werden kann:
<c f\harmonic>2 <d a'\harmonic>4 <c g'\harmonic>
Vordefinierte Befehle
\harmonic,
\xNotesOn,
\xNotesOff,
\xNote.
Siehe auch
Schnipsel: Pitches.
Notationsreferenz: Notenkopfstile, Noten mit Akkorden Flageolett und gedämpfte Noten.
Referenz der Interna: note-event, Note_heads_engraver, Ledger_line_engraver, NoteHead, LedgerLineSpanner, note-head-interface, ledger-line-spanner-interface.
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Easy-Notation-Notenköpfe
Die „einfachen Notenköpfe“ haben die Bezeichnung der Note im Kopf gedruckt. Das wird eingesetzt, um die Notation beizubringen. Damit die Buchstaben noch lesbar sind, müssen sie sehr groß gesetzt werden. Wie man eine größere Schriftart einstellt, findet sich in Die Notensystemgröße einstellen.
#(set-global-staff-size 26)
\relative c' {
\easyHeadsOn
c2 e4 f
g1
\easyHeadsOff
c,1
}
Vordefinierte Befehle
\easyHeadsOn,
\easyHeadsOff.
Ausgewählte Schnipsel
Numbers as easy note heads
Easy notation note heads use the note-names property
of the NoteHead object to determine what appears inside
the note head. By overriding this property, it is possible
to print numbers representing the scale-degree.
A simple engraver can be created to do this for every note head object it sees.
#(define Ez_numbers_engraver
(make-engraver
(acknowledgers
((note-head-interface engraver grob source-engraver)
(let* ((context (ly:translator-context engraver))
(tonic-pitch (ly:context-property context 'tonic))
(tonic-name (ly:pitch-notename tonic-pitch))
(grob-pitch
(ly:event-property (event-cause grob) 'pitch))
(grob-name (ly:pitch-notename grob-pitch))
(delta (modulo (- grob-name tonic-name) 7))
(note-names
(make-vector 7 (number->string (1+ delta)))))
(ly:grob-set-property! grob 'note-names note-names))))))
#(set-global-staff-size 26)
\layout {
ragged-right = ##t
\context {
\Voice
\consists \Ez_numbers_engraver
}
}
\relative c' {
\easyHeadsOn
c4 d e f
g4 a b c \break
\key a \major
a,4 b cis d
e4 fis gis a \break
\key d \dorian
d,4 e f g
a4 b c d
}
Siehe auch
Notationsreferenz: Die Notensystemgröße einstellen.
Schnipsel: Pitches.
Referenz der Interna: note-event, Note_heads_engraver, NoteHead, note-head-interface.
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Notenköpfe mit besonderen Formen
In dieser Notation haben die Notenköpfe eine Form, die ihrer harmonischen Funktion innerhalb der Tonleiter entspricht. Die Notation war sehr beliebt in amerikanischen Liederbüchern des 19. Jahrhunderts. Auf diese Weise können die Formen Sacred Harp, Southern Harmony, Funk (Harmonica Sacra), Walker und Aiken (Christian Harmony) benutzt werden:
\aikenHeads c, d e f g2 a b1 c \break \sacredHarpHeads c,4 d e f g2 a b1 c \break \southernHarmonyHeads c,4 d e f g2 a b1 c \break \funkHeads c,4 d e f g2 a b1 c \break \walkerHeads c,4 d e f g2 a b1 c \break
Die unterschiedlichen Formen richten sich nach der Stufe in der
Skala, wobei der Grundton der Skala aus dem \key-Befehl
entnommen wird. Wenn man eine Moll-Skala benutzt, ergibt sich
die Form der Notenköpfe aus der parallelen Dur-Tonleiter:
\key a \minor \aikenHeads a b c d e2 f g1 a \break \aikenHeadsMinor a,4 b c d e2 f g1 a \break \sacredHarpHeadsMinor a,2 b c d \break \southernHarmonyHeadsMinor a2 b c d \break \funkHeadsMinor a2 b c d \break \walkerHeadsMinor a2 b c d \break
Vordefinierte Befehle
\aikenHeads,
\aikenHeadsMinor,
\funkHeads,
\funkHeadsMinor,
\sacredHarpHeads,
\sacredHarpHeadsMinor,
\southernHarmonyHeads,
\southernHarmonyHeadsMinor,
\walkerHeads,
\walkerHeadsMinor.
Ausgewählte Schnipsel
Notenkopfstile basierend auf der Tonleiterstufe erstellen
Die shapeNoteStyles-(NotenFormenStile)-Eigenschaft kann benutzt
werden, um verschiedene Notenstile für jeden Schritt der Tonleiter
zu definieren (vorgegeben von der Tonart oder der „tonic“
(Tonika)-Eigenschaft. Diese Eigenschaft braucht eine Anzahl von Symbolen,
welche beliebig sein können (geometrische Ausdrücke wie triangle
(Dreieck), cross (Kreuz) und xcircle (X-Kreis) sind erlaubt)
oder basierend auf einer alten amerikanischen Notensatztradition (einige
lateinische Notenbezeichnungen sind auch erlaubt).
Um alte amerikanische Liederbücher zu imitieren, gibt es einige
vordefinierte Notenstile wie etwa \aikenHeads (im Stil von Aiken)
oder \sacredHarpHeads (im Stil der Sacred Harp-Tradition).
Dieses Beispiel zeigt, wie man unterschiedlich geformte Noten erhält und eine Melodie transponieren kann, ohne dass das Verhältnis zwischen den harmonischen Funktionen und dem Notenstil verloren geht.
fragment = {
\key c \major
c2 d
e2 f
g2 a
b2 c
}
\new Staff {
\transpose c d
\relative c' {
\set shapeNoteStyles = #'#(do re mi fa
#f la ti)
\fragment
}
\break
\relative c' {
\set shapeNoteStyles = #'#(cross triangle fa #f
mensural xcircle diamond)
\fragment
}
}
Alle Notenkopfstile finden sich in Notenkopfstile.
Siehe auch
Schnipsel: Pitches.
Notationsreferenz: Notenkopfstile.
Referenz der Interna: note-event, Note_heads_engraver, NoteHead, note-head-interface.
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Notenköpfe mit besonderen Formen ] | [ Nach oben : Notenköpfe ] | [ Rhythmus > ] | ||
Improvisation
Improvisation wird manchmal angezeigt, indem schräge Notenköpfe gesetzt werden, wenn der Spieler eine beliebige Tonhöhe wählen kann aber den vorgegebenen Rhythmus spielen soll. Sie können wie folgt benutzt werden:
\new Voice \with {
\consists "Pitch_squash_engraver"
} {
e8 e g a a16( bes) a8 g
\improvisationOn
e8 ~
e2 ~ e8 f4 f8 ~
f2
\improvisationOff
a16( bes) a8 g e
}
Vordefinierte Befehle
\improvisationOn,
\improvisationOff.
Siehe auch
Schnipsel: Pitches.
Referenz der Interna: Pitch_squash_engraver, Voice, RhythmicStaff.
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Improvisation ] | [ Nach oben : Musikalische Notation ] | [ Rhythmen eingeben > ] | ||
1.2 Rhythmus
Dieser Abschnitt erklärt die Eingabe von Rhythmen, Pausen, Dauern, Bebalkung und Takten.
| 1.2.1 Rhythmen eingeben | ||
| 1.2.2 Pausen eingeben | ||
| 1.2.3 Rhythmen anzeigen lassen | ||
| 1.2.4 Balken | ||
| 1.2.5 Takte | ||
| 1.2.6 Besondere rhythmische Fragen |
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Rhythmus ] | [ Nach oben : Rhythmus ] | [ Tondauern > ] | ||
1.2.1 Rhythmen eingeben
| Tondauern | ||
| Andere rhythmische Aufteilungen | ||
| Tondauern skalieren | ||
| Bindebögen |
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Rhythmen eingeben ] | [ Nach oben : Rhythmen eingeben ] | [ Andere rhythmische Aufteilungen > ] | ||
Tondauern
Notenlängen (Dauern) werden durch
Zahlen und Punkte notiert: Dauern werden als reziproke Werte geschrieben.
Zum Beispiel wird eine Viertelnote mit 4 notiert (weil sie eine
1/4-Note ist), eine halbe Note mit 2 (weil sie eine 1/2-Note ist).
Noten, die länger als eine Ganze sind, müssen mit \longa
(für die Longa, also vier Ganze) und
\breve (für die Brevis, auch Doppelganze genannt) notiert werden.
Notendauern bis hin zu 128steln sind unterstützt. Kürzere Notenwerte können
auch notiert werden, können allerdings nur als Noten mit Balken auftreten.
\time 8/1 c\longa c\breve c1 c2 c4 c8 c16 c32 c64 c128 c128
Hier die selben Notendauern ohne die Balken.
\time 8/1 \autoBeamOff c\longa c\breve c1 c2 c4 c8 c16 c32 c64 c128 c128
Eine Note mit der vierfachen Dauer einer Brevis kann mit dem
Befehl \maxima eingegeben werden, aber ihre Darstellung
ist nur für die Alte Musiknotation unterstützt. Zu Einzelheiten
siehe Notation von alter Musik.
Wenn die Dauer hinter einer Notenbezeichnung nicht angegeben ist, wird die Dauer der vorhergehenden Note eingesetzt. Der Standardwert für die erste Note ist eine Viertel.
a a a2 a a4 a a1 a
Um punktierte Notendauern zu erhalten, muss einfach nur ein Punkt
(.) hinter die Zahl der Dauer gesetzt werden. Zwei Punkte
ergeben eine doppelte Punktierung, usw.
a4 b c4. b8 a4. b4.. c8.
Manche Notenlängen können nicht mit binären Dauern und Punkten dargestellt werden, sie können nur erreicht werden, indem man Noten überbindet. Für Einzelheiten siehe Bindebögen.
Wie den Silben von Gesangstext eigene Dauern zugewiesen werden können und wie man sie an den Noten ausrichtet ist erklärt in Notation von Gesang.
Optional können Noten streng proportional nach ihrer exakten Dauer gesetzt werden. Zu Einzelheiten hierzu und weiteren Einstellungen für proportionale Notation siehe Proportionale Notation.
Punkte werden normalerweise nach oben verschoben, damit sie die Notenlinien nicht berühren. Punkte können manuelle über oder unter dem Notensystem gesetzt werden, zu Einzelheiten siehe Richtung und Platzierung.
Vordefinierte Befehle
\autoBeamOn,
\autoBeamOff,
\dotsUp,
\dotsDown,
\dotsNeutral.
Ausgewählte Schnipsel
Alternative Brevis mit zwei vertiaklen Linien
Dieses Schnipsel zeigt, wie man die alternative Brevis mit zwei vertikalen Linien an jeder Seite des Notenkopfes benutzt.
\relative c'' {
\time 4/2
c\breve |
\override Staff.NoteHead #'style = #'altdefault
b\breve
\revert Staff.NoteHead #'style
a\breve
}
Changing the number of augmentation dots per note
This code demonstrates how to change the number of augmentation dots on a single note.
\relative c' {
c4.. a16 r2 |
\override Dots #'dot-count = #4
c4.. a16 r2 |
\override Dots #'dot-count = #0
c4.. a16 r2 |
\revert Dots #'dot-count
c4.. a16 r2 |
}
Siehe auch
Glossar: breve, longa, maxima, note value, Duration names notes and rests.
Notationsreferenz: Automatische Balken, Bindebögen, Hälse, Rhythmen eingeben, Pausen eingeben, Notation von Gesang, Notation von alter Musik, Proportionale Notation.
Schnipsel: Rhythms.
Referenz der Interna: Dots, DotColumn.
Bekannte Probleme und Warnungen
Es gibt keine grundlegende Grenze für die Dauer von Pausen (sowohl kürzer als auch länger), aber die Anzahl an Symbolen ist begrenzt: Einzelne Pausen können von 128stel bis zur Maxima (8 Ganze) gesetzt werden.
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Tondauern ] | [ Nach oben : Rhythmen eingeben ] | [ Tondauern skalieren > ] | ||
Andere rhythmische Aufteilungen
Triolen und andere rhythmische Aufteilungen werden aus einem musikalischen Ausdruck erstellt, indem dessen Tondauern mit einem Bruch multipliziert werden.
\times Bruch musikalischer Ausdruck
Die Dauer eines musikalischen Ausdrucks wird mit dem Bruch multipliziert. Der Nenner des Bruchs wird über (oder unter) den Noten ausgegeben, optional mit einer eckigen Klammer, die die Noten einfasst. Die üblichste Aufteilung ist die Triole, in welcher drei Noten die Länge von zwei haben, der Wert jeder einzelnen Note ist also 2/3 der notierten Länge.
a2 \times 2/3 { b4 b b }
c4 c \times 2/3 { b4 a g }
Triolenklammern können manuell über oder unter dem Notensystem ausgegeben werden, siehe Richtung und Platzierung.
N-tolen können ineinander geschachtelt werden:
\autoBeamOff
c4 \times 4/5 { f8 e f \times 2/3 { e[ f g] } } f4
Wenn man die Eigenschaften von N-tolen verändern will, die zum
selben musikalischen Zeitpunkt beginnen, muss \tweak
eingesetzt werden.
Um die Dauern von Noten zu ändern, ohne die N-tolen-Klammern zu setzen, siehe Tondauern skalieren.
Vordefinierte Befehle
\tupletUp,
\tupletDown,
\tupletNeutral.
Ausgewählte Schnipsel
Mehrere Triolen notieren, aber nur einmal \times benutzen
Die Eigenschaft tupletSpannerDuration bestimmt, wie lange jede
der N-tolen innerhalb der Klammern nach dem \times-Befehl
dauert. Auf diese Art können etwa viele Triolen nacheinander mit nur
einem \times-Befehl geschrieben werden.
Im Beispiel sind zwei Triolen zu sehen, obwohl \times nur
einmal geschrieben wurde.
Mehr Information über make-moment gibt es in "Verwaltung der Zeiteinheiten".
\relative c' {
\time 2/4
\set tupletSpannerDuration = #(ly:make-moment 1 4)
\times 2/3 { c8 c c c c c }
}
Die Zahl der N-tole verändern
Standardmäßig wird nur der Zähler des N-tolen-Bruchs über der Klammer
dargestellt, wie er dem \times-Befehl übergeben wird.
Man kann aber auch Zähler/Nenner ausgeben lassen, oder die Zahl
vollständig unterdrücken.
\relative c'' {
\times 2/3 { c8 c c }
\times 2/3 { c8 c c }
\override TupletNumber #'text = #tuplet-number::calc-fraction-text
\times 2/3 { c8 c c }
\override TupletNumber #'stencil = ##f
\times 2/3 { c8 c c }
}
Nicht-standard-N-tolennummern
LilyPond stellt auch Formatierungsfunktionen zur Verfügung, mit denen N-tolennummern gesetzt werden können, die sich von dem eigentlichen Bruch unterscheiden. Auch ein Notenwert kann zu Nenner oder Zähler des Bruchs hinzugefügt werden.
\relative c'' {
\once \override TupletNumber #'text =
#(tuplet-number::non-default-tuplet-denominator-text 7)
\times 2/3 { c4. c4. c4. c4. }
\once \override TupletNumber #'text =
#(tuplet-number::non-default-tuplet-fraction-text 12 7)
\times 2/3 { c4. c4. c4. c4. }
\once \override TupletNumber #'text =
#(tuplet-number::append-note-wrapper
(tuplet-number::non-default-tuplet-fraction-text 12 7) "8")
\times 2/3 { c4. c4. c4. c4. }
\once \override TupletNumber #'text =
#(tuplet-number::append-note-wrapper
tuplet-number::calc-denominator-text "4")
\times 2/3 { c8 c8 c8 c8 c8 c8 }
\once \override TupletNumber #'text =
#(tuplet-number::append-note-wrapper
tuplet-number::calc-fraction-text "4")
\times 2/3 { c8 c8 c8 c8 c8 c8 }
\once \override TupletNumber #'text =
#(tuplet-number::fraction-with-notes "4." "8")
\times 2/3 { c4. c4. c4. c4. }
\once \override TupletNumber #'text =
#(tuplet-number::non-default-fraction-with-notes 12 "8" 4 "4")
\times 2/3 { c4. c4. c4. c4. }
}
Controlling tuplet bracket visibility
The default behavior of tuplet-bracket visibility is to print a bracket
unless there is a beam of the same length as the tuplet. To control the
visibility of tuplet brackets, set the property
'bracket-visibility to either #t (always print a
bracket), #f (never print a bracket) or #'if-no-beam
(only print a bracket if there is no beam).
music = \relative c'' {
\times 2/3 { c16[ d e } f8]
\times 2/3 { c8 d e }
\times 2/3 { c4 d e }
}
\new Voice {
\relative c' {
<< \music s4^"default" >>
\override TupletBracket #'bracket-visibility = #'if-no-beam
<< \music s4^"'if-no-beam" >>
\override TupletBracket #'bracket-visibility = ##t
<< \music s4^"#t" >>
\override TupletBracket #'bracket-visibility = ##f
<< \music s4^"#f" >>
}
}
Zeilenumbrüche bei N-tolen mit Balken erlauben
Dieses künstliche Beispiel zeigt, wie sowohl automatische als auch manuelle Zeilenumbrüche innerhalb einer N-tole mit Balken erlaubt werden können. Diese unregelmäßige Bebalkung muss allerdings manuell gesetzt werden.
\layout {
\context {
\Voice
% Permit line breaks within tuplets
\remove "Forbid_line_break_engraver"
% Allow beams to be broken at line breaks
\override Beam #'breakable = ##t
}
}
\relative c'' {
a8
\repeat unfold 5 { \times 2/3 { c[ b a] } }
% Insert a manual line break within a tuplet
\times 2/3 { c[ b \bar "" \break a] }
\repeat unfold 5 { \times 2/3 { c[ b a] } }
c8
}
Siehe auch
Glossar: triplet, tuplet, polymetric.
Handbuch zum Lernen: Optimierungsmethoden.
Notationrreferenz:
Verwaltung der Zeiteinheiten,
Tondauern skalieren,
Der \\tweak-Befehl,
Polymetrische Notation.
Schnipsel: Rhythms.
Referenz der Interna: TupletBracket, TupletNumber, TimeScaledMusic.
Bekannte Probleme und Warnungen
Verzierungen können innerhalb von Triolenklammern gesetzt werden,
außer wenn ein System mit einer Verzierung beginnt, die von
einer N-tole gefolgt wird. In diesem besonderen Fall müssen die
Verzierungen vor dem \times-Befehl gesetzt werden, damit sich
keine Fehler ergeben.
Wenn man eine N-tole zu Beginn eines Stückes notiert, das eine
Tempobezeichnung mit \tempo enthält, müssen die Noten
in einer explizit begonnenen Stimme notiert werden. Siehe
auch
Voice enthält Noten.
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Tondauern skalieren
Die Dauer von einzelnen Noten, Pausen oder Akkorden kann mit einem Bruch multipliziert werden, indem hinter die Notendauer „*N/M“ (oder „*N“ wenn M 1 ist) geschrieben wird. Die Erscheinung der Noten oder Pausen wird dadurch nicht beeinflusst, die neue Dauer wird aber dazu benutzt, ihre Position im Takt zu errechnen und die neue Dauer in der MIDI-Ausgabe einzusetzen. Die Faktoren, mit denen multipliziert wird, können auch kombiniert werden, etwa „*L*M*/N“. Die Faktoren sind Teil der Dauer: wenn man keine Dauer für die nächste Note angibt, wird die Dauer der vorigen Note mit allen Skalierungsfaktoren übernommen.
Im nächsten Beispiel nehmen die drei ersten Noten genau zwei Schläge ein, aber es wird keine Triolenklammer über ihnen ausgegeben.
\time 2/4 % Alter durations to triplets a4*2/3 gis a % Normal durations a4 a % Double the duration of chord <a d>4*2 % Duration of quarter, appears like sixteenth b16*4 c4
Die Dauer von unsichtbaren Pausen kann auch mit einem Faktor
beeinflusst werden. Das ist sinnvoll, wenn man viele Takte
überspringen muss, etwa s1*23.
Längere Notenabschnitte können auf die gleiche Art durch Multiplikation mit einem Bruch komprimiert werden, als ob jede Note, jeder Akkord oder jede Pause mit dem Bruch multipliziert würde. Damit bleibt das Aussehen der Musik unverändert, aber die interne Dauer der Noten wird mit dem Bruch multipliziert. Hier ein Beispiel, das zeigt, wie Noten komprimiert und ausgedehnt werden kann:
\time 2/4
% Normal durations
<c a>4 c8 a
% Scale music by *2/3
\scaleDurations 2/3 {
<c a f>4. c8 a f
}
% Scale music by *2
\scaleDurations 1/2 {
<c' a>4 c8 b
}
Eine Anwendung für diesen Befehl ist polymetrische Notation, siehe Polymetrische Notation.
Siehe auch
Notationsreferenz: Andere rhythmische Aufteilungen, Unsichtbare Pausen, Polymetrische Notation.
Schnipsel: Rhythms.
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Bindebögen
Ein Bindebogen verbindet zwei benachbarte Noten der selben Tonhöhe. Als Resultat wird die Dauer der Notenlänge verlängert.
Achtung: Bindebögen (engl. tie) dürfen nicht mit Legatobögen (engl. slur) verwechselt werden, durch die die Vortragsart bezeichnet wird, noch mit Phrasierungsbögen (engl. phrasing slur), die musikalische Phrasen anzeigen. Ein Bindebogen ist nur eine Art, die Tondauer zu verlängern, ähnlich etwa wie die Punktierung.
Ein Bindebogen wird mit der
Tilde ~ (AltGr++) notiert.
a2 ~ a
Bindebögen werden eingesetzt, wenn die Note entweder über eine Taktlinie hinüberreicht, oder wenn die entsprechende Dauer der Note nicht mit Punktierung erreicht werden kann. Bindebögen sollten auch benutzt werden, wenn Notenwerte über die inneren Unterteilungen von Takten hinüberreichen:
Wenn viele Noten über Taktlinien gebunden werden müssen, kann es einfacher sein, automatische Notenaufteilung einzustellen, wie beschrieben in Automatische Aufteilung von Noten. Mit diesem Mechanismus werden lange Noten automatisch aufgeteilt, wenn sie über Taktgrenzen reichen.
Wenn ein Bindebogen an einen Akkord gehängt wird, werden alle Noten dieses Akkordes übergebunden. Wenn kein Notenkopf passt, wird auch kein Bogen erzeugt. Noten in Akkorden können auch einzeln übergebunden werden, indem sie innerhalb des Akkordes hinter die entsprechende Note geschrieben werden.
<c e g> ~ <c e g> <c~ e g~ b> <c e g b>
Wenn die zweite Variante einer Wiederholung mit einer übergebundenen Note anfängt, muss der Bindebogen wie folgt notiert werden:
\repeat volta 2 { c g <c e>2 ~ }
\alternative {
% First alternative: following note is tied normally
{ <c e>2. r4 }
% Second alternative: following note has a repeated tie
{ <c e>2\repeatTie d4 c } }
So genannte laissez vibrer-Bögen werden verwendet um anzuzeigen, dass man die Musik ausklingen lassen soll. Sie werden in der Klavier-, Harfen-, anderer Saiteninstrument- und Schlagzeugnotation verwendet. Sie können folgendermaßen notiert werden:
<c f g>1\laissezVibrer
Bindebögen können manuell über oder unter dem Notensystem gesetzt werden. Zu Einzelheiten siehe Richtung und Platzierung.
Bindebögen können durchgehend, gestrichelt, gepunktet oder in einer Kombination von Strichen und durchgehender Linie definiert werden.
\tieDotted c2 ~ c \tieDashed c2 ~ c \tieHalfDashed c2 ~ c \tieHalfSolid c2 ~ c \tieSolid c2 ~ c
Eigene Strichelungsmuster können definiert werden:
\tieDashPattern #0.3 #0.75 c2 ~ c \tieDashPattern #0.7 #1.5 c2 ~ c \tieSolid c2 ~ c
Die Definition von Muster für die Strichelung der Bindebögen hat die gleiche Struktur wie die Definition für Legatobögen. Zu weiterer Information zu komplizierten Strichelungsmustern, siehe die Schnipsel im Abschnitt Legatobögen.
Durch Veränderung der Eigenschaften whiteout (weiß malen) und layer (Ebene) kann verhindert werden, dass Bindebögen mit anderen Objekten im Notensystem zusammenstoßen.
\override Tie #'layer = #-2 \override Staff.TimeSignature #'layer = #-1 \override Staff.KeySignature #'layer = #-1 \override Staff.TimeSignature #'whiteout = ##t \override Staff.KeySignature #'whiteout = ##t b2 b~ \time 3/4 \key a \major b r4
Vordefinierte Befehle
\tieUp,
\tieDown,
\tieNeutral,
\tieDotted,
\tieDashed,
\tieDashPattern,
\tieHalfDashed,
\tieHalfSolid,
\tieSolid.
Ausgewählte Schnipsel
Überbindungen für Arpeggio benutzen
Überbindungen werden teilweise benutzt, um Arpeggios zu notieren. In
diesem Fall stehen die übergebundenen Noten nicht unbedingt hintereinander.
Das Verhalten kann erreicht werden, indem die tieWaitForNote-Eigenschaft
auf #t gesetzt wird. Diese Funktion ist auch sinnvoll, um etwa
ein Tremolo mit einem Akkord zu überbinden, kann aber prinzipiell auch
für normale Überbindungen eingesetzt werden
\relative c' {
\set tieWaitForNote = ##t
\grace { c16[ ~ e ~ g] ~ } <c, e g>2
\repeat tremolo 8 { c32 ~ c' ~ } <c c,>1
e8 ~ c ~ a ~ f ~ <e' c a f>2
\tieUp
c8 ~ a
\tieDown
\tieDotted
g8 ~ c g2
}
Bindebögen manuell setzen
Überbindungen können manuell gesetzt werden, indem man die
tie-configuration-Eigenschaft des TieColumn-Objekts
beeinflusst. Die erste Zahl zeigt den Abstand von der Mitte in
Notensystemabständen an, die zweite Zahl zeigt die Richtung an (1 = nach oben,
-1 = nach unten).
\relative c' {
<c e g>2~ <c e g>
\override TieColumn #'tie-configuration =
#'((0.0 . 1) (-2.0 . 1) (-4.0 . 1))
<c e g>2~ <c e g>
}
Siehe auch
Glossar: tie, laissez vibrer.
Notationsreferenz: Legatobögen, Automatische Aufteilung von Noten.
Schnipsel: Expressive marks, Rhythms.
Referenz der Interna: LaissezVibrerTie, LaissezVibrerTieColumn, TieColumn, Tie.
Bekannte Probleme und Warnungen
Der Wechsel zwischen Systemen bei aktiver Überbindung produziert keinen gekrümmten Bogen.
Änderung von Schlüssel oder Oktavierung zwischen übergebundenen Noten ist nicht richtig definiert. In diesen Fällen kann es besser sein, einen Legatobogen zu verwenden.
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1.2.2 Pausen eingeben
Pausen werden als Teil der musikalischen Ausdrücke zusammen mit den Noten notiert.
| Pausen | ||
| Unsichtbare Pausen | ||
| Ganztaktpausen |
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| [ < Pausen eingeben ] | [ Nach oben : Pausen eingeben ] | [ Unsichtbare Pausen > ] | ||
Pausen
Pausen werden wie Noten eingegeben, ihre Bezeichnung ist r.
Dauern, die länger als eine Ganze sind, haben die
vordefinierten Befehle:
\new Staff {
% These two lines are just to prettify this example
\time 16/1
\override Staff.TimeSignature #'stencil = ##f
% Print a maxima rest, equal to four breves
r\maxima
% Print a longa rest, equal to two breves
r\longa
% Print a breve rest
r\breve
r1 r2 r4 r8 r16 r32 r64 r128
}
Pausen, die ganze Takte ausfüllen und in der Taktmitte zentriert werden sollen, müssen als mehrtaktige Pausen eingegeben werden. Sie können sowohl für einen einzigen Takt als auch für mehrere Takte verwendet werden, Näheres im Abschnitt Ganztaktpausen.
Um die vertikale Position einer Pause explizit festzulegen,
kann eine Note eingegeben werden, gefolgt vom Befehl \rest.
Die Pause wird dann an die Stelle gesetzt, wo sich sonst die
Note befinden würde. Damit wird die manuelle Formatierung von mehrstimmiger Musik
sehr viel einfacher, da die Formatierungsfunktion zur automatischen
Auflösung von Zusammenstößen diese Pausen nicht mit einbezieht.
a4\rest d4\rest
Ausgewählte Schnipsel
Pausenstile
Pausen können in verschiedenen Stilen dargestellt werden.
\layout {
indent = 0
\context {
\Staff
\remove "Time_signature_engraver"
}
}
\new Staff \relative c {
\cadenzaOn
\override Staff.Rest #'style = #'mensural
r\maxima^\markup \typewriter { mensural }
r\longa r\breve r1 r2 r4 r8 r16 s32 s64 s128 s128
\bar ""
\override Staff.Rest #'style = #'neomensural
r\maxima^\markup \typewriter { neomensural }
r\longa r\breve r1 r2 r4 r8 r16 s32 s64 s128 s128
\bar ""
\override Staff.Rest #'style = #'classical
r\maxima^\markup \typewriter { classical }
r\longa r\breve r1 r2 r4 r8 r16 r32 r64 r128 s128
\bar ""
\override Staff.Rest #'style = #'default
r\maxima^\markup \typewriter { default }
r\longa r\breve r1 r2 r4 r8 r16 r32 r64 r128 s128
}
Siehe auch
Glossar: breve, longa, maxima.
Notationsreferenz: Ganztaktpausen.
Schnipsel: Rhythms.
Referenz der Interna: Rest.
Bekannte Probleme und Warnungen
Es gibt keine grundlegende Grenze für die Dauer von Pausen (sowohl kürzer als auch länger), aber die Anzahl von Symbolen ist begrenzt: Es gibt Zeichen für Pausen von einer 128 bis zu einer Maxima (8 Ganze).
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Unsichtbare Pausen
Eine unsichtbare Pause (auch als „skip“ oder Überspringung bezeichnet)
kann wie eine Note eingegeben werden, die Notationsbezeichnung ist s.
a4 a4 s4 a4 \skip 1 a4
Die s-Syntax steht nur im Noten- oder Akkordmodus zur Verfügung. In
anderen Situationen, z. B. innerhalb eines Liedtextes, muss
der Befehl \skip benutzt werden. \skip benötigt eine
explizite Dauerangabe.
<<
{
a2 \skip2 a2 a2
}
\new Lyrics {
\lyricmode {
foo2 \skip 1 bla2
}
}
>>
Weil \skip ein Befehl ist, wirkt er sich nicht auf die Dauer
der folgenden Noten aus, anders als s.
<<
{
\repeat unfold 8 { a4 }
}
{
a4 \skip 2 a |
s2 a
}
>>
Die Platzhalterpause mit s erstellt Staff- und
Voice-Kontext, wenn es erforderlich ist, genauso wie Noten und Pausen.
s1 s s
Der Überspringungsbefehl (\skip) ist einfach ein leerer Platzhalter.
Durch ihn wird überhaupt nichts gesetzt, auch keine transparenten Objekte.
% This is valid input, but does nothing \skip 1 \skip1 \skip 1
Siehe auch
Handbuch zum lernen: Sichtbarkeit und Farbe von Objekten.
Notationsreferenz: Unsichtbare Noten, Sichtbarkeit von Objekten.
Schnipsel: Rhythms.
Referenz der Interna: SkipMusic
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Ganztaktpausen
Pausen für einen oder mehrere ganze Takte werden wie
Noten eingegeben, wobei die Bezeichnung ein Großbuchstabe
R ist:
% Rest measures contracted to single measure \compressFullBarRests R1*4 R1*24 R1*4 b2^"Tutti" b4 a4
Die Dauer von Ganztaktpausen wird genauso angegeben wie die Dauer von Noten. Die Dauer einer Ganztaktpause muss immer eine ganze Anzahl an Taktlängen sein, weshalb Punktierungen und Brüche recht häufig eingesetzt werden müssen.
\compressFullBarRests \time 2/4 R1 | R2 | \time 3/4 R2. | R2.*2 | \time 13/8 R1*13/8 | R1*13/8*12 | \time 10/8 R4*5*4 |
Eine Ganztaktpause wird abhängig von der Taktart entweder als Ganze oder Brevis-Pause gesetzt, zentriert im Takt.
\time 4/4 R1 | \time 6/4 R1*3/2 | \time 8/4 R1*2 |
In den Standardeinstellungen werden mehrtaktige Pausen ausgeschrieben gesetzt, sodass sie die entsprechende Anzahl von Takten einnehmen. Alternativ kann die mehrtaktige Pause aber auch nur in einem Takt angezeigt werden, der ein Mehrtaktpausensymbol beinhaltet, wobei die Anzahl der Takte der Pausendauer über dem Pausenzeichen ausgegeben wird:
% Default behavior \time 3/4 r2. | R2.*2 | \time 2/4 R2 | \time 4/4 % Rest measures contracted to single measure \compressFullBarRests r1 | R1*17 | R1*4 | % Rest measures expanded \expandFullBarRests \time 3/4 R2.*2 |
Textbeschriftung kann Mehrtaktpausen mit \markup
hinzugefügt werden. Ein
vordefinierte Befehl \fermataMarkup fügt eine
Fermate ein.
\compressFullBarRests
\time 3/4
R2.*10^\markup { \italic "ad lib." }
R2.^\fermataMarkup
Achtung: Beschriftungen, die an Mehrtaktpausen gehängt werden, sind
Objekte vom Typ MultiMeasureRestText, nicht vom Typ
TextScript. Änderungen etwa mit override
müssen auf das richtige Objekt gerichtet werden, damit sie
nicht ignoriert werden. Siehe auch das folgende Beispiel.
% This fails, as the wrong object name is specified \override TextScript #'padding = #5 R1^"wrong" % This is the correct object name to be specified \override MultiMeasureRestText #'padding = #5 R1^"right"
Wenn eine Mehrtaktpause direkt auf einen Auftakt mit \partial
folgt, werden möglicherweise daraus resultierende
Taktprüfungswarnungen nicht angezeigt.
Vordefinierte Befehle
\textLengthOn,
\textLengthOff,
\fermataMarkup,
\compressFullBarRests,
\expandFullBarRests.
Ausgewählte Schnipsel
Die Erscheinung von Pausentakten ändern
Wenn zehn oder weniger Pausentakte vorkommen, wird eine Reihe von Longa-
und Brevispausen (auch Kirchenpausen genannt) gesetzt, bei mehr Takten
wird eine Line mit der Taktanzahl ausgegeben. Der vorgegebene Wert von
zehn kann geändert werden, indem man die expand-limit-Eigenschaft
setzt:
\relative c'' {
\compressFullBarRests
R1*2 | R1*5 | R1*9
\override MultiMeasureRest #'expand-limit = #3
R1*2 | R1*5 | R1*9
}
Positionierung von Ganztaktpausen
Anders als bei normalen Pausen gibt es keinen direkten Befehl, um die vertikale Position von Ganztaktpausen zu beeinflussen, indem man sie an eine Tonhöhe anhängt. In polyphoner Notation wird aber dennoch die Position der Pausen von geraden und ungeraden Stimmen voneinander unterschieden. Die Position von Ganztaktpausen kann wie folgt verändert werden:
\relative c'' {
% Multi-measure rests by default are set under the fourth line
R1
% They can be moved using an override
\override MultiMeasureRest #'staff-position = #-2
R1
\override MultiMeasureRest #'staff-position = #0
R1
\override MultiMeasureRest #'staff-position = #2
R1
\override MultiMeasureRest #'staff-position = #3
R1
\override MultiMeasureRest #'staff-position = #6
R1
\revert MultiMeasureRest #'staff-position
\break
% In two Voices, odd-numbered voices are under the top line
<< { R1 } \\ { a1 } >>
% Even-numbered voices are under the bottom line
<< { a1 } \\ { R1 } >>
% Multi-measure rests in both voices remain separate
<< { R1 } \\ { R1 } >>
% Separating multi-measure rests in more than two voices
% requires an override
<< { R1 } \\ { R1 } \\
\once \override MultiMeasureRest #'staff-position = #0
{ R1 }
>>
% Using compressed bars in multiple voices requires another override
% in all voices to avoid multiple instances being printed
\compressFullBarRests
<<
\revert MultiMeasureRest #'staff-position
{ R1*3 }
\\
\revert MultiMeasureRest #'staff-position
{ R1*3 }
>>
}
Textbeschriftung und Mehrtaktpausen
Textbeschriftungen, die an Mehrtaktpausen gehängt wird, wird über oder unter der Pause zentriert. Lange Beschriftungen lassen den Takt nicht breiter werden. Um eine Mehrtaktpause einer Beschriftung anzupassen, muss eine unsichtbare Pause mit der Beschriftung direkt vor der Mehrtaktpause eingesetzt werden.
Man sollte beachten, dass unsichtbare Pausen automatische Taktstriche nach sich ziehen. Text, der an eine unsichtbare Pause gehängt wird, ist links ausgerichtet an der Position, wo die Pause erscheinen würde. Wenn aber die Länge des Taktes durch die Länge des Textes bestimmt wird, sieht es so aus, als ob der Text zentriert gesetzt ist.
\relative c' {
\compressFullBarRests
\textLengthOn
s1*0^\markup { [MAJOR GENERAL] }
R1*19
s1*0_\markup { \italic { Cue: ... it is yours } }
s1*0^\markup { A }
R1*30^\markup { [MABEL] }
\textLengthOff
c4^\markup { CHORUS } d f c
}
Siehe auch
Glossar: multi-measure rest.
Notationsreferenz: Tondauern, Text, Text formatieren, Textarten.
Schnipsel: Rhythms.
Referenz der Interna: MultiMeasureRest, MultiMeasureRestNumber, MultiMeasureRestText.
Bekannte Probleme und Warnungen
Wenn man versucht, mit Fingersatz (etwa R1*10-4 Zahlen
über Ganztaktpausen zu setzen, kann die Zahl des Fingersatzes
(4) mit der Taktanzahl (10) zusammenstoßen.
Es gibt keine Möglichkeit, normale Pausen automatisch zu Ganztaktpausen zu reduzieren.
Ganztaktpausen werden bei der Vermeidung von Zusammenstößen nicht berücksichtigt.
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Ganztaktpausen ] | [ Nach oben : Rhythmus ] | [ Taktangabe > ] | ||
1.2.3 Rhythmen anzeigen lassen
| Taktangabe | ||
| Metronomangabe | ||
| Auftakte | ||
| Musik ohne Metrum | ||
| Polymetrische Notation | ||
| Automatische Aufteilung von Noten | ||
| Melodierhythmus anzeigen |
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Rhythmen anzeigen lassen ] | [ Nach oben : Rhythmen anzeigen lassen ] | [ Metronomangabe > ] | ||
Taktangabe
Taktangaben werden wie folgt erstellt.
\time 2/4 c'2 \time 3/4 c'2.
Taktangaben werden zu Beginn eines Stückes gesetzt und immer dann, wenn sich die Taktart ändert. Wenn eine Änderung am Ende einer Zeile geschieht, wird eine warnende Taktangabe am Ende der Zeile ausgegeben. Dieses Verhalten kann verändert werden, siehe Sichtbarkeit von Objekten.
\time 2/4 c2 c \break c c \break \time 4/4 c c c c
Das Symbol für die Taktarten 2/2 und 4/4 kann in ein Zahlensymbol umgewandelt werden:
% Default style \time 4/4 c1 \time 2/2 c1 % Change to numeric style \numericTimeSignature \time 4/4 c1 \time 2/2 c1 % Revert to default style \defaultTimeSignature \time 4/4 c1 \time 2/2 c1
Symbole für Modus und Proprietas der mensuralen Notation werden behandelt unter Mensurale Taktartenbezeichnungen.
Zusätzlich zu der gedruckten Taktart werden mit der Definition des
Befehls \time auch die Standardwerte fürt die Eigenschaften
baseMoment, beatStructure und beamExtensions
gesetzt. Die vordefinierten Standardwerte für diese Eigenschaften
finden sich in ‘scm/time-signature-settings.scm’. Die existierenden
Standardwerte können verändert oder neue Standardwerte hinzugefügt
werden.
\score {
\new Staff {
\relative c' {
\overrideTimeSignatureSettings
4/4 % timeSignatureFraction
1/4 % baseMomentFraction
#'(3 1) % beatStructure
#'() % beamExceptions
\time 4/4
\repeat unfold 8 { c8 } |
}
}
}
\overrideTimeSignatureSettings braucht fünf Argumente:
-
timeSignatureFraction(Taktart-Bruch), ein Bruch, der den Takt beschreibt. -
baseMomentFraction(Grundmoment-Bruch), ein Bruch, der den Zähler und Nenner der Grundschlageinheit der Taktart enhält. -
beatStructure(Taktzeit-Struktur), eine Scheme-Liste, die die Struktur der Taktschläge anzeigt, in Einheiten des Grundmoments. -
beamExceptions(Balken-Ausnahmen), eine Aliste, die alle Bebalkungsregeln für die Taktart enthält, außer dem Balken, der zum Taktende endet, wie beschrieben in Einstellung von automatischen Balken.
Der Kontext, der \overrideTimeSignatureSettings enthält, muss
begonnen sein, bevor \overrideTimeSignatureSettings aufgerufen
wird. Das heißt, dass er entweder explizit begonnen wird oder sich
Noten in dem Kontext befinen müssen, bevor
\overrideTimeSignatureSettings aufgerufen wird:
\score {
\relative c' {
% This call will fail because the context isn't yet instantiated
\overrideTimeSignatureSettings
4/4 % timeSignatureFraction
1/4 % baseMomentFraction
#'(3 1) % beatStructure
#'() % beamExceptions
\time 4/4
c8^\markup {"Beamed (2 2)"}
\repeat unfold 7 { c8 } |
% This call will succeed
\overrideTimeSignatureSettings
4/4 % timeSignatureFraction
1/4 % baseMomentFraction
#'(3 1) % beatStructure
#'() % beamExceptions
\time 4/4
c8^\markup {"Beamed (3 1)"}
\repeat unfold 7 { c8 } |
}
}
Veränderte Werte der Taktart-Eigenschaften können wieder auf den Standard zurückgesetzt werden:
\score{
\relative c' {
\repeat unfold 8 { c8 } |
\overrideTimeSignatureSettings
4/4 % timeSignatureFraction
1/4 % baseMomentFraction
#'(3 1) % beatStructure
#'() % beamExceptions
\time 4/4
\repeat unfold 8 { c8 } |
\revertTimeSignatureSettings 4/4
\time 4/4
\repeat unfold 8 { c8 } |
}
}
Unterschiedliche Werte der Standard-Taktarteigenschaften für unterschiedliche
Notensysteme können eingerichtet werden, indem man den
Timing_translator und den Default_bar_line_engraver aus dem
Score-Kontext in den Staff-Kontext verschiebt.
\score {
\new StaffGroup <<
\new Staff {
\overrideTimeSignatureSettings
4/4 % timeSignatureFraction
1/4 % baseMomentFraction
#'(3 1) % beatStructure
#'() % beamExceptions
\time 4/4
\repeat unfold 8 {c''8}
}
\new Staff {
\overrideTimeSignatureSettings
4/4 % timeSignatureFraction
1/4 % baseMomentFraction
#'(1 3) % beatStructure
#'() % beamExceptions
\time 4/4
\repeat unfold 8 {c''8}
}
>>
\layout {
\context {
\Score
\remove "Timing_translator"
\remove "Default_bar_line_engraver"
}
\context {
\Staff
\consists "Timing_translator"
\consists "Default_bar_line_engraver"
}
}
}
Vordefinierte Befehle
\numericTimeSignature,
\defaultTimeSignature.
Ausgewählte Schnipsel
Time signature printing only the numerator as a number (instead of the fraction)
Sometimes, a time signature should not print the whole fraction (e.g.
7/4), but only the numerator (7 in this case). This can be easily done
by using \override Staff.TimeSignature #'style = #'single-digit
to change the style permanently. By using \revert
Staff.TimeSignature #'style, this setting can be reversed. To apply
the single-digit style to only one time signature, use the
\override command and prefix it with a \once.
\relative c'' {
\time 3/4
c4 c c
% Change the style permanently
\override Staff.TimeSignature #'style = #'single-digit
\time 2/4
c4 c
\time 3/4
c4 c c
% Revert to default style:
\revert Staff.TimeSignature #'style
\time 2/4
c4 c
% single-digit style only for the next time signature
\once \override Staff.TimeSignature #'style = #'single-digit
\time 5/4
c4 c c c c
\time 2/4
c4 c
}
Siehe auch
Glossar: time signature
Notationsreferenz: Mensurale Taktartenbezeichnungen, Verwaltung der Zeiteinheiten.
Schnipsel: Rhythms.
Referenz der Interna: TimeSignature, Timing_translator.
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Metronomangabe
Eine Metronomanweisung wird wie folgt erstellt:
\tempo 4 = 120 c2 d e4. d8 c2
Metronombezeichnungen können auch für einen Zahlenbereich notiert werden:
\tempo 4 = 40 ~ 46 c4. e8 a4 g b,2 d4 r
Anstelle dessen kann auch Text als Argument angegeben werden:
\tempo "Allegretto" c4 e d c b4. a16 b c4 r4
Wenn eine Metronombezeichnung und Text kombiniert wird, wird die Metronombezeichnung automatisch in Klammern gesetzt:
\tempo "Allegro" 4 = 160 g4 c d e d4 b g2
Der Text kann ein beliebiges Textbeschriftungsobjekt sein:
\tempo \markup { \italic Faster } 4 = 132
a8-. r8 b-. r gis-. r a-. r
Eine Metronombezeichnung in Klammern ohne Text kann erstellt werden, indem eine leere Zeichenkette hinzugefügt wird:
\tempo "" 8 = 96 d4 g e c
Ausgewählte Schnipsel
Metronom- und Übungszeichen unter das System setzen
Normalerweise werden Metronom- und Übungszeichen über dem Notensystem ausgegeben.
Um sie unter das System zu setzen, muss die direction-Eigenschaft
von MetronomeMark oder RehearsalMark entsprechend verändert werden.
\layout { ragged-right = ##f }
{
% Metronome marks below the staff
\override Score.MetronomeMark #'direction = #DOWN
\tempo 8. = 120
c''1
% Rehearsal marks below the staff
\override Score.RehearsalMark #'direction = #DOWN
\mark \default
c''1
}
Das Tempo ohne Metronom-Angabe verändern
Um das Tempo für die MIDI-Ausgabe zu ändern, ohne eine Tempoangabe in den Noten auszugeben, kann die Metronombezeichnung unsichtbar gemacht werden:
\score {
\new Staff \relative c' {
\tempo 4 = 160
c4 e g b
c4 b d c
\set Score.tempoHideNote = ##t
\tempo 4 = 96
d,4 fis a cis
d4 cis e d
}
\layout { }
\midi { }
}
Eine Metronombezeichnung als Textbeschriftung erstellen
Neue Metronombezeichnungen können als Textbeschriftung erstellt werden, aber sie ändern nicht das Tempo für die MIDI-Ausgabe.
\relative c' {
\tempo \markup {
\concat {
(
\smaller \general-align #Y #DOWN \note #"16." #1
" = "
\smaller \general-align #Y #DOWN \note #"8" #1
)
}
}
c1
c4 c' c,2
}
Zu Einzelheiten siehe Text formatieren.
Siehe auch
Glossar: metronome, metronomic indication, tempo indication, metronome mark.
Notationsreferenz: Text formatieren, MIDI-Ausgabe.
Schnipsel: Staff notation.
Referenz der Interna: MetronomeMark.
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Auftakte
Verkleinerte Takte, wie etwa ein Auftakt, werden mit dem
Befehl \partial notiert, dessen Syntax lautet:
\partial Dauer
wobei Dauer die Länger der Noten darstellt,
bevor der nächste vollständige Takt beginnt:
\time 3/4 \partial 8 e8 | a4 c8 b c4 |
Die Dauer kan ein beliebiger Wert kleiner als der vollständige Takt sein.
\time 3/4 \partial 4. r4 e8 | a4 c8 b c4 |
\partial Dauer kann auch folgendermaßen geschrieben werden:
\set Timing.measurePosition -Länge der Dauer
So wird etwa aus \partial 8:
\time 3/4 \set Timing.measurePosition = #(ly:make-moment -1 8) e8 | a4 c8 b c4 |
Die Eigenschaft measurePosition (Takt-Position) enthält
eine rationale Zahl,
die anzeigt, wie groß der Abstand zum Taktanfang ist. Deshalb ist
sie eine negative Zahl; \partial 4 wird also intern übersetzt
zu -4 was soviel bedeutet wie:
„Eine Viertel bleibt übrig vom ganzen Takt.“
Siehe auch
Glossar: anacrusis.
Notationsreferenz: Verzierungen.
Schnipsel: Rhythms.
Referenz der Interna: Timing_translator.
Bekannte Probleme und Warnungen
\partial ist nur für den Anfang eines Stückes vorgesehen. Wenn der
Befehl nach dem Anfang verwendet wird, können Warnungen oder Probleme
auftreten. In solchem Fall sollten Sie \set Timing.measurePosition
benutzen.
\time 6/8 \partial 8 e8 | a4 c8 b[ c b] | \set Timing.measurePosition = #(ly:make-moment -1 4) r8 e,8 | a4 c8 b[ c b] |
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| [ < Auftakte ] | [ Nach oben : Rhythmen anzeigen lassen ] | [ Polymetrische Notation > ] | ||
Musik ohne Metrum
In Musik mit Metrum werden Taktstriche automatisch eingefügt und Taktzahlen
automatisch berechnet. In Musik ohne Metrum hingegen (etwa Kadenzen) ist
das nicht gewollt und kann „ausgeschaltet“ werden mit dem Befehl
\cadenzaOn, um dann wieder zum normalen Verhalten mit
\cadenzaOff zurückzukehren.
c4 d e d \cadenzaOn c4 c d8[ d d] f4 g4. \cadenzaOff \bar "|" d4 e d c
Taktnummerierung wird am Ende der Kadenz wieder aufgenommen:
% Show all bar numbers \override Score.BarNumber #'break-visibility = #all-visible c4 d e d \cadenzaOn c4 c d8[ d d] f4 g4. \cadenzaOff \bar "|" d4 e d c
Ein neuer Takt wird nie innerhalb der Kadenz begonnen, auch wenn einer
oder mehrere \bar-Befehle eingefügt ewrden. Darum müssen auch
Erinnerungsversetzungszeichen manuell eingefügt werden. Siehe
Versetzungszeichen.
c4 d e d \cadenzaOn cis4 d cis d \bar "|" cis4 d cis! d \cadenzaOff \bar "|"
Automatische Bebalkung wird durch \cadenzeOn ausgestellt. Darum müssen
alle Balken in Kadenzen manuell eingegeben werden (siehe Manuelle Balken).
\repeat unfold 8 { c8 }
\cadenzaOn
cis8 c c c c
\bar"|"
c8 c c
\cadenzaOff
\repeat unfold 8 { c8 }
Diese vordefinierten Befehle wirken sich auf alle Systeme in der
Partitur aus, auch wenn sie nur in einer einzigen Stimme notiert werden.
Um dieses Verhalten zu ändern, müsen Sie Timing_translator
aus dem Score-Kontext in den Staff-Kontext verschieben,
wie gezeigt in Polymetrische Notation.
Vordefinierte Befehle
\cadenzaOn,
\cadenzaOff.
Siehe auch
Glossar: cadenza.
Notationsreferenz: Sichtbarkeit von Objekten, Polymetrische Notation, Manuelle Balken, Versetzungszeichen.
Schnipsel: Rhythms.
Bekannte Probleme und Warnungen
Automatische Zeilen- und Seitenumbrüche werden nur an Taktstrichen vorgenommen, sodass „unsichtbare“ Taktstriche manuell eingefügt werden müssen, damit Umbrüche erlaubt werden:
\bar ""
Man muss explizit einen Voice-Kontext erstellen, wenn
man ein Stück mit cadenzaOn beginnen will, weil sonst
ein seltsamer Fehler auftreten kann.
\new Voice {
\relative c' {
\cadenzaOn
c16[^"Solo Free Time" d e f] g2.
\bar "||"
\cadenzaOff
}
}
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Musik ohne Metrum ] | [ Nach oben : Rhythmen anzeigen lassen ] | [ Automatische Aufteilung von Noten > ] | ||
Polymetrische Notation
Polymetrische Notation ist direkt unterstützt, oder indem man das sichtbare Taktart-Symbol verändert und zusätzlich die Notendauern skaliert.
Unterschiedliche Taktarten mit gleicher Taktlänge
Für jedes System wird eine gemeinsame Taktart gesetzt und dann
die Einstellung von timeSignatureFraction auf den gewünschten
Bruch geändert. Mit dem Befehl \scaleDurations werden
die Dauern der Noten auf jedem System dann auf die gemeinsame
Taktart skaliert. Siehe auch Tondauern skalieren.
In folgendem Beispiel werden Noten mit den Taktarten 3/4, 9/8 und 10/8 parallel notiert. Im zweiten System werden die gezeigten Dauern mit 2/3 multipliziert, da 2/3 x 9/8 = 3/4, und im dritten System werden die gezeigten Dauern mit 3/5 multipliziert, da 3/5 x 10/8 = 3/4. Oft wird es nötig sein, Balken manuell zu setzen, weil die Skalierung sich auch auf die automatische Bebalkung auswirkt.
\relative c' <<
\new Staff {
\time 3/4
c4 c c |
c4 c c |
}
\new Staff {
\time 3/4
\set Staff.timeSignatureFraction = 9/8
\scaleDurations 2/3
\repeat unfold 6 { c8[ c c] }
}
\new Staff {
\time 3/4
\set Staff.timeSignatureFraction = 10/8
\scaleDurations 3/5 {
\repeat unfold 2 { c8[ c c] }
\repeat unfold 2 { c8[ c] } |
c4. c4. \times 2/3 { c8[ c c] } c4
}
}
>>
Unterschiedlichen Taktarten mit unterschiedlicher
Taktlänge
Jedes System kann auch eine eigene unabhängige Taktart erhalten.
Dazu muss der Timing_translator und der
Default_bar_line_engraver in den Staff-Kontext
verschoben werden.
\layout {
\context {
\Score
\remove "Timing_translator"
\remove "Default_bar_line_engraver"
}
\context {
\Staff
\consists "Timing_translator"
\consists "Default_bar_line_engraver"
}
}
% Now each staff has its own time signature.
\relative c' <<
\new Staff {
\time 3/4
c4 c c |
c4 c c |
}
\new Staff {
\time 2/4
c4 c |
c4 c |
c4 c |
}
\new Staff {
\time 3/8
c4. |
c8 c c |
c4. |
c8 c c |
}
>>
Zusammengesetzte Taktarten
Taktarten aus mehreren Teilen werden mit der Funktion
\compoundMeter erstellt. Die Syntax ist folgende:
\compoundMeter #'(Liste aus Listen)
Die einfachste Konstruktion ist eine einzige Liste, wobei die letzte Zahl den Nenner des Bruches darstellt, während die vorherkommenden Zahlen die Zähler sind.
\relative c' {
\compoundMeter #'((2 2 2 8))
\repeat unfold 6 c8 \repeat unfold 12 c16
}
Kompliziertere Taktarten können durch zusätzliche Listen erstellt werden (von Klammern abgegrenzt). Automatische Balken werden entsprechend der Werte angepasst.
\relative c' {
\compoundMeter #'((1 4) (3 8))
\repeat unfold 5 c8 \repeat unfold 10 c16
}
\relative c' {
\compoundMeter #'((1 2 3 8) (3 4))
\repeat unfold 12 c8
}
Siehe auch
Glossar: polymetric, polymetric time signature, meter.
Notationsreferenz: Taktangabe, Automatische Balken, Manuelle Balken, Tondauern skalieren.
Schnipsel: Rhythms.
Referenz der Interna: TimeSignature, Timing_translator, Default_bar_line_engraver, Staff.
Bekannte Probleme und Warnungen
Wenn unterschiedliche Taktarten parallel benutzt werden, werden Noten auf demselben musikalischen Moment horizontal auf die gleiche Position gesetzt. Die unterschiedlichen Taktlinien führen allerdings dazu, dass die Noten nicht ganz so regelmäßig gesetzt werden, wie es ohne unterschiedliche Taktarten der Fall wäre.
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Polymetrische Notation ] | [ Nach oben : Rhythmen anzeigen lassen ] | [ Melodierhythmus anzeigen > ] | ||
Automatische Aufteilung von Noten
Lange Noten, die über Taktlinien hinüberreichen, können
automatisch in übergebundene Noten aufgeteilt werden.
Dieses Verhalten erreicht man, indem der
Note_heads_engraver
mit dem
Completion_heads_engraver ausgetauscht wird. Auf
gleiche Art können lange Pausen, die über Taktgrenzen reichen, automatisch
aufgeteilt werden, indem man den Rest_engravermit dem
Completion_rest_engraver ersetzt. Im nächsten Beispiel werden
Noten und Pausen, die über die Taktlinie dauern, aufgeteilt; Noten
werden auch übergebunden.
\new Voice \with {
\remove "Note_heads_engraver"
\consists "Completion_heads_engraver"
\remove "Rest_engraver"
\consists "Completion_rest_engraver"
}
{ c2. c8 d4 e f g a b c8 c2 b4 a g16 f4 e d c8. c2 r1*2 }
Dieser Engraver teilt alle Noten und Pausen auf, die über eine Taktlinie dauern und fügt für Noten Bindebögen hinzu. Er kann unter Anderem dann nützlich sein, wenn man komplexe Partituren auf Fehler überprüfen möchte: Wenn die Takte nicht vollständig gefüllt sind, zeigt die Überbindung genau an, wie viele Notenwerte noch in dem jeweiligen Takt fehlen.
Siehe auch
Glossar: tie
Handbuch zum Lernen: Was sind Engraver?, Engraver hinzufügen und entfernen.
Schnipsel: Rhythms.
Referenz der Interna: Note_heads_engraver, Completion_heads_engraver, Rest_engraver, Completion_rest_engraver. Forbid_line_break_engraver.
Bekannte Probleme und Warnungen
Nicht alle Notenwerte (besonders wenn sie andere rhythmische Aufteilungen beinhalten) können exakt durch normale Noten und Punktierungen wiedergegeben werden. Der Engraver setzt aber trotzdem keine Triolen etc.
Completion_heads_engraver wirkt sich nur auf Noten aus;
Pausen werden nicht aufgeteilt.
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Automatische Aufteilung von Noten ] | [ Nach oben : Rhythmen anzeigen lassen ] | [ Balken > ] | ||
Melodierhythmus anzeigen
Manchmal soll nur der Rhythmus einer Melodie dargestellt werden. Das erreicht man mit einem Rhythmus-Notensystem. Alle Tonhöhen werden auf eine Linie reduziert und das System hat auch nur eine einzige Linie.
<<
\new RhythmicStaff {
\new Voice = "myRhythm" {
\time 4/4
c4 e8 f g2
r4 g g f
g1
}
}
\new Lyrics {
\lyricsto "myRhythm" {
This is my song
I like to sing
}
}
>>
Akkordnotation für Gitarren bezeichnet auch oft zusätzlich den
geschlagenen Rhythmus. Das kann notiert werden unter Verwendung
des Pitch_squash_engraver und indem Tonhöhenimprovisation
eingeschaltet wird mit \improvisationOn.
<<
\new ChordNames {
\chordmode {
c1 f g c
}
}
\new Voice \with {
\consists "Pitch_squash_engraver"
} \relative c'' {
\improvisationOn
c4 c8 c c4 c8 c
f4 f8 f f4 f8 f
g4 g8 g g4 g8 g
c4 c8 c c4 c8 c
}
>>
Vordefinierte Befehle
\improvisationOn,
\improvisationOff.
Ausgewählte Schnipsel
Schlagrhythmus für Gitarren
In Gitarrennotation kann neben Melodie, Akkordbezeichnungen und Bunddiagrammen auch der Schlagrhythmus angegeben werden.
\include "predefined-guitar-fretboards.ly"
<<
\new ChordNames {
\chordmode {
c1 | f | g | c
}
}
\new FretBoards {
\chordmode {
c1 | f | g | c
}
}
\new Voice \with {
\consists "Pitch_squash_engraver"
} {
\relative c'' {
\improvisationOn
c4 c8 c c4 c8 c
f4 f8 f f4 f8 f
g4 g8 g g4 g8 g
c4 c8 c c4 c8 c
}
}
\new Voice = "melody" {
\relative c'' {
c2 e4 e4
f2. r4
g2. a4
e4 c2.
}
}
\new Lyrics {
\lyricsto "melody" {
This is my song.
I like to sing.
}
}
>>
Siehe auch
Schnipsel: Rhythms.
Referenz der Interna: RhythmicStaff, Pitch_squash_engraver.
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Melodierhythmus anzeigen ] | [ Nach oben : Rhythmus ] | [ Automatische Balken > ] | ||
1.2.4 Balken
| Automatische Balken | ||
| Einstellung von automatischen Balken | ||
| Manuelle Balken | ||
| Gespreizte Balken |
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Balken ] | [ Nach oben : Balken ] | [ Einstellung von automatischen Balken > ] | ||
Automatische Balken
LilyPond setzt Balken (engl. beam) automatisch.
\time 2/4 c8 c c c \time 6/8 c8 c c c8. c16 c8
Wenn diese automatischen Entscheidungen nicht gut genug sind, können die Balken auch explizit eingegeben werden, siehe Manuelle Balken. Balken müssen auch auf diese Weise eingegeben werden, wenn sie über Pausen hinwegreichen sollen.
Wenn automatische Bebalkung nicht benötigt wird, kann sie mit dem Befehl \autoBeamOff
aufgehoben werden und mit dem Befehl \autoBeamOn wieder
eingeschaltet werden.
c4 c8 c8. c16 c8. c16 c8 \autoBeamOff c4 c8 c8. c16 c8. \autoBeamOn c16 c8
Achtung: Wenn Balken eingesetzt werden, um Melismen in Gesang zu notieren,
sollte die automatische Bebalkung mit autoBeamOff ausgeschaltet
werden und die Balken manuell notiert werden. Die Benutzung von
\partcombine zusammen mit \autoBeamOff kann zu
unbeabsichtigten Ergebnissen führen. Siehe die Schnipsel für mehr
Information.
Balkenmuster, die sich von den automatisch erstellen unterscheiden, können erstellt werden, siehe Einstellung von automatischen Balken.
Vordefinierte Befehle
\autoBeamOff,
\autoBeamOn.
Ausgewählte Schnipsel
Balken über Zeilenumbrüche
Zeilenumbrüche sind normalerweise während Balken verboten. Das kann geändert werden.
\relative c'' {
\override Beam #'breakable = ##t
c8 c[ c] c[ c] c[ c] c[ \break
c8] c[ c] c[ c] c[ c] c
}
Balken für weit auseinander liegende Noten ändern
Balken mit Hälsen in unterschiedliche Richtungen werden automatisch
erstellt, wenn ein großer Sprung zwischen Tonhöhen gefunden wird. Dieses
Verhalten kann durch die auto-knee-gap-Eigenschaft beeinflusst
werden. Ein derartiger Knie-Balken wird erstellt, wenn der Abstand größer
ist als der Wert von auto-knee-gap plus der Dicke des Balkens
(was von der Notendauer und der Neigung des Balkens abhängt). Der
Standardwert von auto-knee-gap ist 5.5 Notensystemabstände.
{
f8 f''8 f8 f''8
\override Beam #'auto-knee-gap = #6
f8 f''8 f8 f''8
}
Partcombine und autoBeamOff
Die Funktionsweise von \autoBeamOff, wenn es zusammen mit
\partcombine eingesetzt wird, kann schwer zu verstehen sein.
Es kann besser sein, anstatt dessen
\set Staff.autobeaming = ##f
zu benutzen, um sicherzustellen, dass die automatische Bebalkung für das gesamte System ausgeschaltet ist.
\partcombine funktioniert offensichtlich mit 3 Stimme (Hals nach oben
einfach, Hals nach unten einfach, Hals nach oben kombiniert).
Ein \autoBeamOff-Befehl im ersten Argument von \partcombine
gilt für die Stimme, die zu dem Zeitpunkt aktiv ist, an dem der Befehl
verarbeitet wird, entweder für Hals nach oben, nach unten oder Hals nach
oben kombiniert. Ein \autoBeamOff-Befehl im zweiten Argument gilt
für die Stimme, die mit Hals nach unten einfach ist.
Um \autoBeamOff zu benutzen, damit alle automatischen Balken aufhören,
wenn man es mit \partcombine verwendet, muss \autoBeamOff
dreimal aufgerufen werden.
{
%\set Staff.autoBeaming = ##f % turns off all autobeaming
\partcombine
{
\autoBeamOff % applies to split up stems
\repeat unfold 4 a'16
%\autoBeamOff % applies to combined up stems
\repeat unfold 4 a'8
\repeat unfold 4 a'16
}
{
\autoBeamOff % applies to down stems
\repeat unfold 4 f'8
\repeat unfold 8 f'16 |
}
}
Siehe auch
Notationsreferenz: Manuelle Balken, Einstellung von automatischen Balken.
Installierte Dateien: ‘scm/auto-beam.scm’.
Schnipsel: Rhythms.
Referenz der Interna: Auto_beam_engraver, Beam_engraver, Beam, BeamEvent, BeamForbidEvent, beam-interface, unbreakable-spanner-interface.
Bekannte Probleme und Warnungen
Die Eigenschaften eines Balkens werden am Beginn seiner Konstruktion bestimmt. Alle zusätzlichen Änderungen der Balkeneigenschaften, die auftreten, bevor der Balken zuende ist, werden nicht ausgewertet, bevor nicht der nächste Balken beginnt.
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Automatische Balken ] | [ Nach oben : Balken ] | [ Manuelle Balken > ] | ||
Einstellung von automatischen Balken
Wenn die automatischen Balken angeschaltet sind, wird die Platzierung der
automatischen Balken von drei Kontexteigenschaften bestimmt:
baseMoment, beatStructure und beamExceptions.
Wenn eine beamExceptions-Regel für die aktuelle Taktart definiert ist,
wird diese Regel zur Bestimmmung der Balkenplatzierung herangezogen. Wenn keine
beamExceptions-Regel für die aktuelle Taktart vorhanden ist, wird
die Platzierung der Balken durch die Einstellungen von baseMoment
und beatStructure bestimmt.
Standardmäßig sind beamExceptions-Regel für alle häufigen Taktarten
vordefiniert, sodass die beamExceptions-Regeln deaktiviert werden
müssen, wenn die Balkenplatzierung aufgrund von baseMoment und
beatStructure stattfinden soll. Die beamExceptions-Regeln werden
deaktiviert durch
\set Timing.beamExceptions = #'()
Bebalkung basierend auf baseMoment und beatStructure
In den meisten Fällen enden automatische Balken am Ende eines Taktes.
Die Endpunkte für Schläge werden durch die Kontexteigenschaften
baseMoment und beatStructure bestimmt. beatStructure
ist eine Scheme-Liste, die die Länge jedes Schlages im Takt in
Einheiten von baseMoment angibt. Der Standard von
baseMoment ist Eins durch den Numerator der Taktangabe. Der
Standardwert jeder Längeneinheit baseMoment ist ein
einzelner Taktschlag.
\time 5/16 c16^"default" c c c c | \set Timing.beatStructure = #'(2 3) c16^"(2+3)" c c c c | \set Timing.beatStructure = #'(3 2) c16^"(3+2)" c c c c |
Wenn eine häufige Taktart benützt wird, muss beamExceptions
deaktiviert werden, damit beatStructure funktionieren kann.
Der \set Timing.beamExceptions = #'()-Befehl kann immer eingefügt
werden, wenn die Bebalkung von beatStructure bestimmt werden soll.
\time 4/4 a8^"default" a a a a a a a \set Timing.baseMoment = #(ly:make-moment 1 4) \set Timing.beatStructure = #'(1 1 1 1) a8^"no change" a a a a a a a \set Timing.beamExceptions = #'() \set Timing.baseMoment = #(ly:make-moment 1 4) \set Timing.beatStructure = #'(1 1 1 1) a8^"changed" a a a a a a a
Balkenregelveränderungen können auf bestimmte Kontexte beschränkt werden. Wenn keine Regeln in einen unteren Kontext definiert sind, gelten die Regeln des höheren Kontext, in dem sich der niedrigere befindet.
\new Staff <<
\time 7/8
\set Staff.beatStructure = #'(2 3 2)
\new Voice = one {
\relative c'' {
a8 a a a a a a
}
}
\new Voice = two {
\relative c' {
\voiceTwo
\set Voice.beatStructure = #'(1 3 3)
f8 f f f f f f
}
}
>>
Wenn mehrere Stimmen eingesetzt werden, muss der Staff-Kontext
definiert werden, wenn die Balkenregeln auf alle Stimmen des
Systems angewendet werden sollen:
\time 7/8
% rhythm 3-1-1-2
% Context applied to Voice by dafault -- does not work correctly
% Because of autogenerated voices, all beating will
% be at baseMoment (1 . 8)
\set beatStructure = #'(3 1 1 2)
<< {a8 a a a16 a a a a8 a} \\ {f4. f8 f f f} >>
% Works correctly with context Staff specified
\set Staff.beatStructure = #'(3 1 1 2)
<< {a8 a a a16 a a a a8 a} \\ {f4. f8 f f f} >>
Der Wert von baseMoment kann angepasst werden, um das
Bebalkungsverhalten zu ändern, wenn gewünscht. In diesem Fall
muss der Wert von beatStructure so gesetzt werden, dass
er kompatibel mit dem neuen Wert von baseMoment ist.
\time 5/8
\set Timing.baseMoment = #(ly:make-moment 1 16)
\set Timing.beatStructure = #'(7 3)
\repeat unfold 10 { a16 }
baseMoment ist ein Moment, eine Einheit an musikalischer
Dauer. Eine Anzahl vom Typus Moment wird durch die Scheme-Funktion
ly:make-moment erstellt. Zu mehr Information über diese Funktion
siehe Verwaltung der Zeiteinheiten.
Der Standardwert von baseMoment ist Eins durch den Denominator
der Taktangabe. Alle Ausnahmen dieses Standards finden sich in der Datei
‘scm/time-signature-settings.scm’.
Bebalkung basierend auf beamExceptions
Besondere automatische Bebalkungsregeln (außer dass ein Balken auf einem
Taktschlag aufhört) sind in der beamExceptions-Eigenschaft
definiert.
\time 3/16
\set Timing.beatStructure = #'(2 1)
\set Timing.beamExceptions =
#'( ;start of alist
(end . ;entry for end of beams
( ;start of alist of end points
((1 . 32) . (2 2 2)) ;rule for 1/32 beams -- end each 1/16
))) %close all entries
c16 c c |
\repeat unfold 6 { c32 } |
beamExceptions ist eine Aliste mit einem Schlüssel der Regeltypen
(rule-type) und einem Wert der Bebalkungsregeln (beaming-rules).
Im Moment ist der einzige mögliche rule-type 'end für ein
Balkenende.
Beaming-rules ist eine Scheme-Aliste (oder eine paarige Liste), die den Balkentyp und die Gruppierung anzeigt, die auf Balken angewendet werden, welche Noten mit einer kürzesten Dauer des Balkentyps enthalten.
#'((beam-type1 . grouping-1) (beam-type2 . grouping-2) (beam-type3 . grouping-3))
Beam-type ist ein Scheme-Paar, das die Dauer eines Balkens anzeigt,
etwa (1 . 16) für ein Sechszehntel.
Grouping ist eine Scheme-Liste, die die auf den Balken anzuwendene Gruppierung anzeigt. Die Gruppierung wird in Einheiten des Balkentyps angegeben.
Achtung: Ein beamExceptions-Wert muss eine vollständige
Ausnahme-Liste sein. Das heißt, dass jede Ausnahme, die angewendet werden
soll, auch in die Einstellungen mit aufgenommen werden muss. Es ist nicht
möglich, nur eine der Einstellungen zu ändern, zu entfernen oder hinzuzufügen.
Das mag seltsam erscheinen, bedeutet aber, dass die aktuellen
Balkenregeln bekann sein müssen, um ein neues Bebalkungsmuster definieren zu können.
Wenn die Taktart geändert wird, werden neue Standardwerte für
Timing.baseMoment, Timing.beatStructure und
Timing.beamExceptions definiert. Wenn die Taktart
definiert wird, werden die automatischen Bebalkungsregeln für den
Timing-Kontext auf den Standard zurückgesetzt.
\time 6/8
\repeat unfold 6 { a8 }
% group (4 + 2)
\set Timing.beatStructure = #'(4 2)
\repeat unfold 6 { a8 }
% go back to default behavior
\time 6/8
\repeat unfold 6 { a8 }
Die automatischen Standardeinstellungen für die Bebalkung einer Taktart werden in der Datei ‘scm/time-signature-settings.scm’ bestimmt. Änderungen der automatischen Bebalkungsregeln für eine Taktart werden in Taktangabe beschrieben.
Die meisten automatischen Bebalkungsregeln für eine Taktart enthalten einen
Eintrag für beamExceptions. Beispielsweise wird in einem 4/4-Takt
versucht, den Takt in zwei Hälfen zu teilen, wenn nur Achtelnoten vorkommen.
Die beamExceptions-Regel kann die beatStructure-Einstellung
überschreiben, wenn beamExceptions nicht zurückgesetzt wird:
\time 4/4
\set Timing.baseMoment = #(ly:make-moment 1 8)
\set Timing.beatStructure = #'(3 3 2)
% This won't beam (3 3 2) because of beamExceptions
\repeat unfold 8 {c8} |
% This will beam (3 3 2) because we clear beamExceptions
\set Timing.beamExceptions = #'()
\repeat unfold 8 {c8}
Auf gleiche Art werden Achtelnoten im 3/4-Takt über den ganzen Takt hin
mit Balken versehen. Damit Achtelnoten im 3/4-Takt auf jedem Schlag
einen neuen Balken erhalten, muss beamExceptions verändert werden:
\time 3/4
% by default we beam in (6) due to beamExceptions
\repeat unfold 6 {a8} |
% This will beam (1 1 1) due to beatLength
\set Timing.beamExceptions = #'()
\repeat unfold 6 {a8}
In Notenstichen der romantischen und klassischen Periode wird teilweise auch
ein halber Takt Achtelnoten im 3/4-Takt mit einem Balken versehen, moderner
Notenstich vermeidet dies jedoch, um nicht den falschen Eindruck eines
6/8-Taktes entstehen zu lassen (siehe Gould, S. 153). Eine ähnliche Situation
entsteht im 3/8-Takt. Dieses Verhalten wird durch
die Eigenschaft beamHalfMeasure bestimmt, welche sich nur auf
Takte mit einer 3 im Zähler auswirkt:
\time 3/4 r4. a8 a a | \set Timing.beamHalfMeasure = ##f r4. a8 a a |
Wie die automatische Bebalkung funktioniert
Wenn die automatische Bebalkung aktiviert ist, wird die Platzierung
der automatischen Balken durch die Kontexteigenschaften
baseMoment, beatStructure und beamExceptions
bestimmt.
Die folgenden Regeln, in der Reihenfolge ihrer Priorität, gelten, wenn das Aussehen der Balken bestimmt wird:
-
Wenn ein manueller Balken mit
[...]definiert ist, wird er gesetzt, andernfalls -
wenn eine Balkenendung-Regel für den Balkentyp in
beamExceptionsdefiniert ist, wird sie verwendet, um die gültigen Plätze für Balkenenden zu berechnen, andernfalls -
wenn eine Balkenendung-Regel für einen größeren Balkentyp
in
beamExceptionsdefiniert ist, wird sie verwendet, um die gültigen Plätze für Balkenenden zu berechnen, andernfalls -
benutze die Werte von
baseMomentundbeatStructure, um die Enden der Balken im Takt zu definieren und beende Balken am Ende jedes Taktes.
In den oben genannten Regeln ist der Balkentyp die Dauer der kürzesten Note der bebalkten Gruppe.
Die Standardbebalkungsregeln finden sich in der Datei ‘scm/time-signature-settings.scm’.
Ausgewählte Schnipsel
Subdividing beams
The beams of consecutive 16th (or shorter) notes are, by default, not
subdivided. That is, the three (or more) beams stretch unbroken over
entire groups of notes. This behavior can be modified to subdivide the
beams into sub-groups by setting the property subdivideBeams.
When set, multiple beams will be subdivided at intervals defined by the
current value of baseMoment by reducing the multiple beams to
just one beam between the sub-groups. Note that baseMoment
defaults to one over the denominator of the current time signature if
not set explicitly. It must be set to a fraction giving the duration of
the beam sub-group using the ly:make-moment function, as shown
in this snippet. Also, when baseMoment is changed,
beatStructure should also be changed to match the new
baseMoment:
\relative c'' {
c32[ c c c c c c c]
\set subdivideBeams = ##t
c32[ c c c c c c c]
% Set beam sub-group length to an eighth note
\set baseMoment = #(ly:make-moment 1 8)
\set beatStructure = #'(2 2 2 2)
c32[ c c c c c c c]
% Set beam sub-group length to a sixteenth note
\set baseMoment = #(ly:make-moment 1 16)
\set beatStructure = #'(4 4 4 4)
c32[ c c c c c c c]
}
Bebalkung nach Taktschlag
Sekundäre Balken können in die Richtung gesetzt werden, die ihrer rhythmischen Zugehörigkeit entspricht. Der erste Balken ist zusammengefasst (Standard), der zweite Sechszehntelbalken zeigt den Taktschlag an.
\relative c'' {
\time 6/8
a8. a16 a a
\set strictBeatBeaming = ##t
a8. a16 a a
}
Dirigierzeichen, Taktgruppenzeichen
Optionen, mit denen die Balken in einem Takt gruppiert werden, sind
durch die Scheme-Funktion set-time-signature erhältlich, die
drei Argumente braucht: Die Zahl der Taktschläge, die Länge des
Schlages und die interne gruppieren von Balken in dem Takt. Wenn der
Measure_grouping_engraver hinzugefügt worden ist, erstellt
diese Funktion auch MeasureGrouping-(Taktgruppen)-Zeichen. Derartige
Zeichen erleichtern das Lesen von rhythmisch komplexer Musik. In dem
Beispiel ist der 9/8-Takt in 2, 2, 2 und 3 aufgeteilt. Das wird
der set-time-signature-Funktion als das dritte Argument mitgegeben:
'(2 2 2 3):
\score {
\new Voice \relative c'' {
\time 9/8
g8 g d d g g a( bes g) |
\set Timing.beatStructure = #'(2 2 2 3)
g8 g d d g g a( bes g) |
\time #'(4 5) 9/8
g8 g d d g g a( bes g) |
\time 5/8
a4. g4 |
}
\layout {
\context {
\Staff
\consists "Measure_grouping_engraver"
}
}
}
Balkenenden auf Score-Ebene
Balkenenderegeln, die im Score-Kontext definiert werden, wirken
sich auf alle Systeme aus, können aber auf Staff- und
Voice-Ebene neu verändert werden:
\relative c'' {
\time 5/4
% Set default beaming for all staves
\set Score.baseMoment = #(ly:make-moment 1 8)
\set Score.beatStructure = #'(3 4 3)
<<
\new Staff {
c8 c c c c c c c c c
}
\new Staff {
% Modify beaming for just this staff
\set Staff.beatStructure = #'(6 4)
c8 c c c c c c c c c
}
\new Staff {
% Inherit beaming from Score context
<<
{
\voiceOne
c8 c c c c c c c c c
}
% Modify beaming for this voice only
\new Voice {
\voiceTwo
\set Voice.beatStructure = #'(6 4)
a8 a a a a a a a a a
}
>>
}
>>
}
Siehe auch
Installierte Dateien: ‘scm/beam-settings.scm’.
Schnipsel: Rhythms.
Referenz der Interna: Auto_beam_engraver, Beam, BeamForbidEvent, beam-interface.
Bekannte Probleme und Warnungen
Wenn eine Partitur endet, während ein automatischer Balken noch
nicht beendet wurde und weiterhin Noten erwartet, wird dieser
letzte Balken nicht ausgegeben. Das Gleiche gilt auch für
polyphone Stimmen, die mit der
<< … \\ … >>-Konstruktion notiert wurden. Wenn eine
polyphone Stimme endet, während ein Balken noch weitere Noten
erwartet, wird der Balken nicht gesetzt. Eine Notlösung für
dieses Probelm ist, den letzten Balken in der Stimme oder
Partitur manuell zu setzen.
Die Standardeinstellungen weisen den dem
Score-Kontext zu. Das bedeutet, dass das Setzen der
Taktart (time signature) in einem System sich auch auf die Bebalkung
der anderen Systeme auswirkt. Darum verändert eine neue Taktart in einem
späteren System auch alle früher vorgenommenen eigenen Einstellungen
der Bebalkung eines anderen Systems. Eine Möglichkeit, dieses Problem zu
vermeiden, ist es, die Taktart nur in einem System zu setzen.
<<
\new Staff {
\time 3/4
\set Timing.baseMoment = #(ly:make-moment 1 8)
\set Timing.beatStructure = #'(1 5)
\repeat unfold 6 { a8 }
}
\new Staff {
\repeat unfold 6 { a8 }
}
>>
Die Standardbebalkungsregeln für die Taktart können auch verändert werden, sodass die gewünschte Bebalkung immer benützt wird. Veränderungen der automatischen Bebalkungsregeln für eine Taktart sind in Taktangabe beschrieben.
<<
\new Staff {
\overrideTimeSignatureSettings
3/4 % timeSignatureFraction
1/8 % baseMomentFraction
#'(1 5) % beatStructure
#'() % beamExceptions
\time 3/4
\repeat unfold 6 { a8 }
}
\new Staff {
\time 3/4
\repeat unfold 6 { a8 }
}
>>
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Einstellung von automatischen Balken ] | [ Nach oben : Balken ] | [ Gespreizte Balken > ] | ||
Manuelle Balken
In einigen Fällen kann es nötig sein, den automatischen Algorithmus
für die Balken zu überschreiben. Die automatischen Balken werden
beispielsweise nicht über Pausen oder Taktlinien hinweg gesetzt, und
in Gesang werden die Balken oft nach dem Rhythmus des Textes und
nicht dem der Musik gesetzt.
Manuell definierte Balken werden mit den Zeichen [ und
] (AltGr+8 bzw. 9) markiert.
r4 r8[ g' a r] r g[ | a] r
Die Richtung von Balken kann mit den Richtungszeichen verändert werden:
c8^[ d e] c,_[ d e f g]
Einzelne Noten können mit dem Befehl \noBeam markiert werden,
damit sie nicht mit einem Balken versehen werden.
\time 2/4 c8 c\noBeam c c
Balken von Verzierungsnoten und normale Balken können gleichzeitig gesetzt werden. Unbebalkte Verzierungen werden nicht innerhalb von normalen Balken gesetzt.
c4 d8[
\grace { e32[ d c d] }
e8] e[ e
\grace { f16 }
e8 e]
Noch bessere manuelle Kontrolle über die Balken kann durch Setzen
der Eigenschaften stemLeftBeamCount und
stemRightBeamCount erreicht werden. Sie bestimmen
die Anzahl von Balken, die rechts und links vom Hals der nächsten
Note gesetzt werden sollen. Wenn eine Eigenschaften gesetzt ist,
wird ihr Wert nur einmal eingesetzt und dann wieder auf Null gesetzt.
Im folgenden Beispiel hat das letzte f nur einen Balken
an seiner linken Seite (der als Achtelbalken der gesamten
Gruppe gewertet wird).
a8[ r16 f g a] a8[ r16 \set stemLeftBeamCount = #2 \set stemRightBeamCount = #1 f16 \set stemLeftBeamCount = #1 g16 a]
Ausgewählte Schnipsel
Gerade Fähnchen und überstehende Balkenenden
Gerade Fähnchen an einzelnen Noten und überstehende Balkenenden bei
bebalkten Notengruppen sind möglich mit einer Kombination aus
stemLeftBeamCount, stemRightBeamCount und Paaren von
[]-Balkenbegrenzungen.
Für gerade Fähnchen, die nach rechts zeigen, kann [] eingesetzt
werden und stemLeftBeamCount auf Null gesetzt werden (wie
Bsp. 1).
Für gerade Fähnchen, die nach links zeigen, muss stemRightBeamCount
eingesetzt werden (Bsp. 2).
Für überstehende Balkenenden nach rechts muss stemRightBeamCount
auf einen positiven Wert gesetzt werden, für Balkenenden, die nach links
zeigen benutzt man stemLeftBeamCount (Bsp. 3).
Manchmal können einzelne Noten, die von Pausen umgeben sind, auch Balkenenden
in beide Richtungen tragen. Das geschieht mit []-Klammern (Bsp. 4).
(\set stemLeftBeamCount entspricht immer dem Befehl
\once \set. Anders gesagt müssen die Einstellungen immer wieder
wiederholt werden und die Fähnchen des letzten Sechzehntels im letzten
Beispiel haben nichts mit dem \set-Befehl zwei Noten vorher zu tun.)
\score {
<<
% Example 1
\new RhythmicStaff {
\set stemLeftBeamCount = #0
c16[]
r8.
}
% Example 2
\new RhythmicStaff {
r8.
\set stemRightBeamCount = #0
c16[]
}
% Example 3
\new RhythmicStaff {
c16 c
\set stemRightBeamCount = #2
c16 r r
\set stemLeftBeamCount = #2
c16 c c
}
% Example 4
\new RhythmicStaff {
c16 c
\set stemRightBeamCount = #2
c16 r
c16[]
r16
\set stemLeftBeamCount = #2
c16 c
}
>>
}
Siehe auch
Notationsreferenz: Richtung und Platzierung, Verzierungen.
Schnipsel: Rhythms.
Referenz der Interna: Beam, BeamEvent, Beam_engraver, beam-interface, Stem_engraver.
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Manuelle Balken ] | [ Nach oben : Balken ] | [ Takte > ] | ||
Gespreizte Balken
Gespreizte Balken werden teilweise eingesetzt um anzuzeigen, dass
kleine Notengruppen in beschleunigendem oder verlangsamendem Tempo
gespielt werden sollen, ohne dass sich das Tempo des Stückes
verändert. Die Reichweite der gespreizten Balken muss manuell
mit [ und ] angegeben werden und die Spreizung wird
kontrolliert, indem der Balken-Eigenschaft grow-direction
eine Richtung zugewiesen wird.
Wenn die Anordnung der Noten und die MIDI-Ausgabe das Ritardando
oder Accelerando, wie es die Spreizung angibt, reflektieren soll,
müssen die Noten als ein musikalischer Ausdruck notiert werden,
der von geschweiften Klammern umgeben ist und dem ein
featheredDurations-(gespreizteDauern)-Befehl vorangestellt
ist, der das Verhältnis der ersten und letzten Dauer definiert.
Die eckigen Klammern geben die Reichweite des Balkens an und die geschweiften Klammern zeigen, auf welche Noten sich die Veränderung der Dauern auswirkt. Normalerweise bezieht sich das auf die selbe Notengruppe, aber das ist nicht unbedingt erforderlich: beide Befehle sind unabhängig voneinander.
Im folgenden Beispiel nehmen die acht 16-Noten exakt die gleiche Zeit ein wie eine halbe Note, aber die erste Note ist halb so lang wie die letzte der Gruppe, und die Noten dazwischen werden stufenweise verlängert. Die ersten vier 32-Noten beschleunigen stufenweise das Tempo, während die darauffolgenden vier 32-Noten ein gleichmäßiges Tempo haben.
\override Beam #'grow-direction = #LEFT
\featherDurations #(ly:make-moment 2 1)
{ c16[ c c c c c c c] }
\override Beam #'grow-direction = #RIGHT
\featherDurations #(ly:make-moment 2 3)
{ c32[ d e f] }
% revert to non-feathered beams
\override Beam #'grow-direction = #'()
{ g32[ a b c] }
Die Platzierung der Noten im Druckbild entspricht den Notendauern nur annähernd, aber die MIDI-Ausgabe ist exakt.
Vordefinierte Befehle
\featherDurations.
Siehe auch
Snippets: Rhythms.
Bekannte Probleme und Warnungen
Der \featherDurations-Befehl funktioniert nur mit kurzen
Notenabschnitten, und wenn die Zahlen in den Brüchen klein
sind.
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Gespreizte Balken ] | [ Nach oben : Rhythmus ] | [ Taktstriche > ] | ||
1.2.5 Takte
| Taktstriche | ||
| Taktzahlen | ||
| Takt- und Taktzahlüberprüfung | ||
| Übungszeichen |
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Takte ] | [ Nach oben : Takte ] | [ Taktzahlen > ] | ||
Taktstriche
Taktstriche trennen Takte voneinander, werden aber auch verwendet, um Wiederholungen anzuzeigen. Normalerweise werden sie automatisch nach Vorgabe der aktuellen Taktart eingefügt.
Die einfachen, automatisch eingefügten Taktstriche können mit dem
\bar-Befehl geändert werden. Eine doppelter Taktstrich etwa
wird normalerweise am Ende eines Stückes gesetzt:
e4 d c2 \bar "|."
Es ist kein Fehler, wenn die letzte Note in einem Takt nicht zum automatisch eingefügten Taktstrich aufhört: es wird angenommen, dass die Note im nächsten Takt weitergeht. Wenn aber eine ganze Reihe solcher überlappenden Takte auftritt, können die Noten gedrungen aussehen oder sogar über den Seitenrand hinausragen. Das kommt daher, dass Zeilenumbrüche nur dann vorgenommen werden, wenn ein vollständiger Takt auftritt, also ein Takt, an dem alle Noten vor dem Taktstrich zu Ende sind.
Achtung: Eine falsche Dauer kann bewirken, dass Zeilenumbrüche verhindert werden, woraus resultiert, dass die Noten entweder sehr stark gedrängt auf der Zeile notiert werden, oder die Zeile über den Seitenrand hinausragt.
Zeilenumbrüche werden erlaubt, wenn ein Taktstrich manuell eingefügt wird, auch, wenn es sich um keinen vollständigen Takt handelt. Um einen Zeilenumbruch zu erlauben, ohne den Taktstrich auszugeben, kann
\bar ""
benutzt werden. Damit wird ein unsichtbarer Taktstrich an dieser Stelle eingefügt und damit ein Zeilenumbruch erlaubt (aber nicht erzwungen), ohne dass sich die Anzahl der Takte erhöhen würde. Um einen Zeilenumbruch zu erzwingen, siehe Zeilenumbrüche.
Diese Taktstrichart und auch andere besondere Taktstriche können manuell an jeder Stelle in der Partitur eingefügt werden. Wenn sie mit dem Ende eines Taktes übereinstimmen, wird der automatische Taktstrich durch den manuellen ersetzt. Diese manuellen Einfügungen haben keine Auswirkung auf die Zählung und Position der folgenden automatischen Taktstriche.
Dabe gilt zu beachten, dass manuell gesetzten Taktstriche nur visuell sichtbar sind. Sie wirken sich auf keine der Eigenschaften aus, die ein normaler Taktstrich beeinflussen würde, wie etwa Taktzahlen, Versetzungszeichen, Zeilenumbrüche usw. Sie beeinflussen auch nicht die Berechnung und Platzierung von weiteren automatischen Taktstrichen. Wenn ein manueller Taktstrich dort gesetzt wird, wo ein automatischer Taktstrich sowieso wäre, werden die Auswirkungen des originalen Taktstriches nicht verändert.
Manuell können zwei einfache Taktstriche und zusätzlich fünf Arten eines doppelten Taktstriches gesetzt werden:
f1 \bar "|" f1 \bar "." g1 \bar "||" a1 \bar ".|" b1 \bar ".|." c1 \bar "|.|" d1 \bar "|." e1
Zusätzlich gibt es noch punktierte und gestrichelte Taktstriche:
f1 \bar ":" g1 \bar "dashed" a1
und fünf unterschiedliche Wiederholungstaktstriche:
f1 \bar "|:" g \bar ":|:" a \bar ":|.|:" b \bar ":|.:" c \bar ":|" d
Zusätzlich kann eine Taktlinie mit einem einfachen Apostroph gesetzt werden:
f1 \bar "|:" g1 \bar ":|:" a1 \bar ":|.|:" b1 \bar ":|.:" c1 \bar ":|" e1
Zusätzliche kann ein Taktstrich auch nur als kleines Komma gesetzt werden:
f1 \bar "'"
Derartige Apostrophe werden allerdings vor allem im gregorianischen
Choral eingesetzt, und es wird empfohlen, anstatt dessen
\divisioMinima zu benutzen, wie beschrieben im Abschnitt
Divisiones.
Für segno-Zeichen innerhalb des Systems gibt es drei Taktstricharten, die sich in ihrem Verhalten an Zeilenumbrüchen unterscheiden:
c4 c c c \bar "S" c4 c c c \break \bar "S" c4 c c c \bar "|S" c4 c c c \break \bar "|S" c4 c c c \bar "S|" c4 c c c \break \bar "S|" c1
Auch wenn die Taktlinien, die Wiederholungen angeben, manuell eingefügt werden können, wird die Wiederholung dadurch nicht von LilyPond erkannt. Wiederholte Stellen werden besser notiert, indem man die Wiederholungs-Befehle einsetzt, die automatische die richtigen Taktlinien setzen. Das ist beschrieben inWiederholungszeichen.
Zusätzlich kann noch "||:" verwendet werden, dass sich
genauso wie "|:" verhält, außer bei Zeilenumbrüchen, wo ein
doppelter Taktstrich am Ende der Zeile ausgegeben wird und ein
öffnender Wiederholungsstrich am Anfang der nächsten Zeile.
c4 c c c \bar "||:" c4 c c c \break \bar "||:" c4 c c c
Für Kombinationen von Wiederholungen mit dem segno-Zeichen gibt es sechs verschiedene Variationen:
c4 c c c \bar ":|S" c4 c c c \break \bar ":|S" c4 c c c \bar ":|S." c4 c c c \break \bar ":|S." c4 c c c \bar "S|:" c4 c c c \break \bar "S|:" c4 c c c \bar ".S|:" c4 c c c \break \bar ".S|:" c4 c c c \bar ":|S|:" c4 c c c \break \bar ":|S|:" c4 c c c \bar ":|S.|:" c4 c c c \break \bar ":|S.|:" c1
Darüber hinaus wählt der \inStaffSegno-Befehl eines dieser
Segno-Taktstriche aus, in Zusammenarbeit mit dem
\repeat volta-Befehl.
In Partituren mit vielen Systemen wird ein \bar-Befehl in einem
System automatisch auf alle anderen Systeme angewendet. Die resultierenden
Taktstriche sind miteinander verbunden innerhalb einer Gruppe
(StaffGroup) oder einem Klaviersystem
(PianoStaff bzw. (GrandStaff).
<<
\new StaffGroup <<
\new Staff {
e4 d
\bar "||"
f4 e
}
\new Staff { \clef bass c4 g e g }
>>
\new Staff { \clef bass c2 c2 }
>>
Ausgewählte Schnipsel
Der Befehl \bar Taktart ist eine Kurzform von:
\set Timing.whichBar = Taktart. Immer, wenn
whichBar auf einen Wert gesetzt wird, wird ein
Taktstrich dieses Typs erzeugt.
Der automatisch erzeugte Taktstrich ist "|". Das kann
jederzeit durch den Befehl \set Timing.defaultBarType =
Taktstrichart geändert werden.
Siehe auch
Notationsreferenz: Zeilenumbrüche, Wiederholungszeichen, Systeme gruppieren.
Schnipsel: Rhythms.
Referenz der Interna: BarLine (erstellt auf Staff-Ebene), SpanBar (über Systeme), Timing_translator (für Timing-Eigenschaften).
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Taktzahlen
Taktzahlen werden standardmäßig zu Beginn eines jeden Systems
ausgegeben, ausgenommen ist die erste Zeile. Die Zahl selber
wird in der currentBarNumber-Eigenschaft gespeichert, die
normalerweise für jeden Takt aktualisiert wird. Sie kann aber auch
manuell gesetzt werden:
c1 c c c \break \set Score.currentBarNumber = #50 c1 c c c
Taktnummern können in regelmäßigem Abstand ausgegeben werden,
anstatt dass sie nur am Beginn des Systems erscheinen. Um das
zu erreichen, muss die Standardeinstellung verändert werden, um
zu erlauben, dass Taktnummern an anderen Stellen als dem
Beginn von Systemen ausgegeben werden. Das wird mit der
Eigenschaft break-visibility von BarNumber vorgenommen.
Sie braucht drei Werte, die auf #t (wahr) oder #f
(falsch) gestellt werden können, womit angegeben wird, ob die
Taktnummer an der entsprechenden Stelle sichtbar ist. Die
Reihenfolge der Werte ist: Ende der Zeile, Mitte
der Zeile und Beginn der Zeile. Im folgenden
Beispiel werden die Taktlinien überall ausgegeben:
\override Score.BarNumber #'break-visibility = #'#(#t #t #t) \set Score.currentBarNumber = #11 % Permit first bar number to be printed \bar "" c1 | c | c | c \break c1 | c | c | c
Setzen der Taktnummer für den ersten Takt
Standardmäßig wird die erste Taktzahl einer Partitur nicht gesetzt,
wenn sie weniger oder gleich ’1’ ist. Indem man barNumberVisibility
auf all-bar-numbers-visible setzt, kann eine beliebige
Taktzahl für den ersten und die folgenden Takte gesetzt werden.
Eine leere Taktlinie muss jedoch vor der ersten Note eingefügt
werden, damit das funktioniert.
\relative c' {
\set Score.barNumberVisibility = #all-bar-numbers-visible
\bar ""
c1 | d | e | f \break
g1 | e | d | c
}
Setzen der Taktnummern in regelmäßigen Intervallen
Taktnummern können in regelmäßigen Intervallen gesetzt werden, indem
man die Eigenschaft barNumberVisibility definiert. In diesem
Beispiel werden die Taktnummern jeden zweiten Takt gesetzt, außer
am Ende einer Zeile.
\relative c' {
\override Score.BarNumber #'break-visibility = #end-of-line-invisible
\set Score.currentBarNumber = #11
% Permit first bar number to be printed
\bar ""
% Print a bar number every second measure
\set Score.barNumberVisibility = #(every-nth-bar-number-visible 2)
c1 | c | c | c | c
\break
c1 | c | c | c | c
}
Alternative Taktnummerierung
Zwei alternative Methoden können eingestellt werden, die die Taktnummerierung beeinflussen, insbesondere bei Wiederholungen.
\relative c'{
\set Score.alternativeNumberingStyle = #'numbers
\repeat volta 3 { c4 d e f | }
\alternative {
{ c4 d e f | c2 d \break }
{ f4 g a b | f4 g a b | f2 a | \break }
{ c4 d e f | c2 d }
}
c1 \break
\set Score.alternativeNumberingStyle = #'numbers-with-letters
\repeat volta 3 { c,4 d e f | }
\alternative {
{ c4 d e f | c2 d \break }
{ f4 g a b | f4 g a b | f2 a | \break }
{ c4 d e f | c2 d }
}
c1
}
Setzen von Taktnummern in Kästen oder Kreisen
Taktnummern können auch in Boxen oder Kreisen gesetzt werden.
\relative c' {
% Prevent bar numbers at the end of a line and permit them elsewhere
\override Score.BarNumber #'break-visibility = #end-of-line-invisible
\set Score.barNumberVisibility = #(every-nth-bar-number-visible 4)
% Increase the size of the bar number by 2
\override Score.BarNumber #'font-size = #2
% Draw a box round the following bar number(s)
\override Score.BarNumber #'stencil
= #(make-stencil-boxer 0.1 0.25 ly:text-interface::print)
\repeat unfold 5 { c1 }
% Draw a circle round the following bar number(s)
\override Score.BarNumber #'stencil
= #(make-stencil-circler 0.1 0.25 ly:text-interface::print)
\repeat unfold 4 { c1 } \bar "|."
}
Taktnummern ausrichten
Taktnummern sind standardmäßig links an ihrem Ursprungsobjekt ausgerichtet. Das ist normalerweise die linke Ecke einer Linie oder, wenn die Nummern innerhalb einer Zeile gesetzt werden, auf der linken Seite eines Taktstrichs. Die Nummern können auch direkt über dem Taktstrich positioniert werden oder rechts vom Taktstrich gesetzt werden.
\relative c' {
\set Score.currentBarNumber = #111
\override Score.BarNumber #'break-visibility = #all-visible
% Increase the size of the bar number by 2
\override Score.BarNumber #'font-size = #2
% Print a bar number every second measure
\set Score.barNumberVisibility = #(every-nth-bar-number-visible 2)
c1 | c1
% Center-align bar numbers
\override Score.BarNumber #'self-alignment-X = #CENTER
c1 | c1
% Left-align bar numbers
\override Score.BarNumber #'self-alignment-X = #LEFT
c1 | c1
}
Entfernung von Taktnummern in einer Partitur
Taktnummern können vollkommen aus den Noten entfernt werden, indem
man den Bar_number_engraver aus dem Score-Kontext
entfernt.
\layout {
\context {
\Score
\remove "Bar_number_engraver"
}
}
\relative c'' {
c4 c c c \break
c4 c c c
}
Siehe auch
Schnipsel: Rhythms.
Referenz der Interna: BarNumber, Bar_number_engraver.
Bekannte Probleme und Warnungen
Taktnummern können mit der oberen Ecke der Klammer zu Beginn des
Systems zusammenstoßen. Um das zu verhindert, kann die
padding-Eigenschaft von BarNumer verwendet werden,
um die Zahl zu verschieben. Für mehr Information siehe
StaffgGroup und
BarNumber.
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Takt- und Taktzahlüberprüfung
Die Taktüberprüfung hilft, Fehler in den Notendauern zu entdecken. Eine Taktüberprüfung wird mit dem Taktstrichsymbol „|“ (Taste AltGr+<) eingegeben. Immer, wenn LilyPond bei der Ausgabe des Notendrucks auf dieses Zeichen stößt, sollte hier in den Noten auch ein Taktstrich erscheinen. Wenn das nicht der Fall ist, wird eine Warnung ausgegeben. Im nächsten Beispiel resultiert die zweite Taktüberprüfung in einer Fehlermeldung.
\time 3/4 c2 e4 | g2 |
Taktüberprüfungen können auch in Gesangstexten verwendet werden:
\lyricmode {
\time 2/4
Twin -- kle | Twin -- kle
}
Besonders in mehrstimmiger komplizierter Musik können falschen Notenwerte die ganze Partitur durcheinander bringen. Es lohnt sich also, die Fehlersuche damit zu beginnen, nicht bestandene Taktüberprüfungen zu kontrollieren.
Wenn aufeinander folgende Taktüberprüfungen mit dem gleichen Abstand Fehler produzieren, wird eventuell nur die erste Warnung ausgegeben. Damit wird die Warnung auf den Ursprung de Fehlers fokussiert.
Es ist auch möglich, die Bedeutung des Symbols | (Pipe)
umzudefinieren, so dass hiermit eine andere Aktion als eine
Taktüberprüfung erreicht wird.
Das geschieht, indem man der Pipe (pipeSymbol einen musikalischen
Ausdruck zuweist. Im nächsten Beispiel wird | dazu
verwendet, eine doppelte Taktlinie auszugeben, woimmer man
das Zeichen auch setzt. Gleichzeitig hört das Zeichen auf,
als Taktüberprüfung zu funktionieren.
pipeSymbol = \bar "||"
{
c'2 c' |
c'2 c'
c'2 | c'
c'2 c'
}
Wenn man größere Musikstücke kopiert, kann es hilfreich sein, wenn
LilyPond überprüft, ob die Taktnummer, in der Sie gerade kopieren,
mit der des Originales übereinstimmt. Das kann mit dem Befehl
\barNumberCheck folgenderweise überprüft werden:
\barNumberCheck #123
Eine Warnung wird ausgegeben, wenn der interne Zähler
currentBarNumber von LilyPond
nicht mit dem Wert 123 übereinstimmt.
Siehe auch
Schnipsel: Rhythms.
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Übungszeichen
Übungszeichen können mit dem \mark-Befehl ausgegeben werden:
c1 \mark \default c1 \mark \default c1 \mark #8 c1 \mark \default c1 \mark \default
Das Zeichen wird automatisch um einen Wert heraufgesetzt, wenn man
\mark \default benutzt, aber man kann auch eine Ganzzahl
als Argument einsetzen, wenn man das Zeichen manuell setzen will.
Der Wert, der eingesetzt werden soll, wird in der Eigenschaft
rehearsalMark gespeichert.
c1 \mark \default c1 \mark \default c1 \mark #8 c1 \mark \default c1 \mark \default
Der Buchstabe „I“ wird ausgelassen, was den allgemeinen Notensatzregeln entspricht. Wenn Sie dennoch den Buchstaben „I“ benutzen, wollen, müssen Sie einen der folgenden Stile benutzen, je nachdem, was für einen Übungszeichenstil Sie wollen (Buchstaben, Buchstaben in einem Kasten, Buchstaben in einem Kreis).
\set Score.markFormatter = #format-mark-alphabet \set Score.markFormatter = #format-mark-box-alphabet \set Score.markFormatter = #format-mark-circle-alphabet
\set Score.markFormatter = #format-mark-box-alphabet c1 \mark \default c1 \mark \default c1 \mark #8 c1 \mark \default c1 \mark \default
Der Stil der Übungszeichen wird von der Eigenschaft markFormatter definiert. Das ist eine Funktion, die
das aktuelle Zeichen und den aktuellen Kontext als Argument
annimmt. Sie gibt dann ein Textbeschriftungsobjekt aus. Im
folgenden Beispiel ist markFormatter so definiert, dass
eine Zahl ausgegeben wird. Dann wird ein Übungszeichen in einem
Kasten produziert.
\set Score.markFormatter = #format-mark-numbers c1 \mark \default c1 \mark \default \set Score.markFormatter = #format-mark-box-numbers c1 \mark \default \set Score.markFormatter = #format-mark-circle-numbers c1 \mark \default \set Score.markFormatter = #format-mark-circle-letters c1
Die Datei ‘scm/translation-functions.scm’ beinhaltet
die Definitionen für format-mark-numbers (erstelle-Zeichen-Nummern),
format-mark-box-numbers (erstelle-Zeichen-Kasten-Nummern),
format-mark-letters (erstelle-Zeichen-Buchstaben) und
format-mark-box-letters (erstelle-Zeichen-Kasten-Buchstaben). Sie können als Anleitung
für eigene Formatierungsfunktionen dienen.
Die Funktionen format-mark-barnumbers,
format-mark-box-barnumbersund
format-mark-circle-barnumbers könenn eingesetzt werden,
um Taktnummern anstelle der fortlaufenden Zahlen bzw. Buchstaben
zu erhalten.
Andere Übungszeichenstile können auch manuell gesetzt werden:
\mark "A1"
Score.markFormatter hat keine Auswirkungen auf solcherart
definierte Zeichen. Man kann aber auch mit \markup
Textbeschriftungsobjekte zu dem selbstdefinierten Zeichen
hinzufügen:
\mark \markup{ \box A1 }
Musikbuchstaben (wie etwa das Segno-Zeichen) können mit dem Befehl
\musicglyph als ein
\mark-Zeichen definierte werden:
c1 \mark \markup { \musicglyph #"scripts.segno" }
c1 \mark \markup { \musicglyph #"scripts.coda" }
c1 \mark \markup { \musicglyph #"scripts.ufermata" }
c1
Siehe Die Feta-Schriftart, wo alle Symbole gezeigt sind, die
mit dem Befehl \musicglyph ausgegeben werden können.
Übliche Veränderungen der Positionierung von Übungszeichen finden
sich in Text formatieren. Zu noch präzieserer Kontrolle
siehe break-alignable-interface in Objekte ausrichten.
Die Datei ‘scm/translation-functions.scm’ enthält die Definitionen
von format-mark-numbers und format-mark-letters. Sie
können als Anregung für andere Formatierungsfunktionen genommen werden.
Siehe auch
Notationsreferenz: Die Feta-Schriftart, Text formatieren, Objekte ausrichten.
Installierte Dateien: ‘scm/translation-functions.scm’.
Schnipsel: Rhythms.
Referenz der Interna: MarkEvent, Mark_engraver, RehearsalMark.
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1.2.6 Besondere rhythmische Fragen
| Verzierungen | ||
| An Kadenzen ausrichten | ||
| Verwaltung der Zeiteinheiten |
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Verzierungen
Verzierungen, mit dem Befehl \grace notiert, sind ausgeschriebene
Ornamente. Sie werden in einer kleineren Schriftgröße gesetzt und nehmen
keine logische Zeit im Takt ein.
c4 \grace b16 a4(
\grace { b16[ c16] } a2)
Es gibt drei Arten von Verzierungen:
den Vorschlag (engl. acciaccatura), eine angebundene Verzierungsnote
mit einem Schrägstrich durch den Hals, und den Vorhalt (engl. appogiatura),
welcher den Wert der Hauptnote um seinen eigenen Wert verkürzt und
ohne Schrägstrich notiert wird. Man kann einen Vorschlag auch mit
Schrägstrich durch den Hals, aber ohne Legatobogen notieren. Diese
Verzierung wird mit dem Befehl \slashedGrace notiert und wird
zwischen Noten notiert, die selber einen Legatobogen haben.
\acciaccatura d8 c4
\appoggiatura e8 d4
\acciaccatura { g16[ f] } e2
\slashedGrace a,8 g4
\slashedGrace b16 a4(
\slashedGrace b8 a2)
Die Position von Verzierungen ist zwischen Notensystemen synchronisiert. Im nächsten Beispiel stehen im einen System zwei 16-Noten für jede 8-Note des zweiten Systems:
<< \new Staff { e2 \grace { c16[ d e f] } e2 }
\new Staff { c2 \grace { g8[ b] } c2 } >>
Wenn Sie eine Note mit einer Verzierung abschließen wollen, müssen
Sie den \afterGrace-Befehl benutzen. Er benötigt zwei
Argumente: die Hauptnote und die Verzierung, die nach der
Hauptnote folgen soll:
c1 \afterGrace d1 { c16[ d] } c1
Damit wird die Verzierung mit einem Abstand von der Hauptnote
gesetzt, der 3/4 der Dauer der Hauptnote entspricht. Dieser
Standard kann durch Definition von afterGraceFraction
verändert werden. Das nächste Beispiel zeigt, wie sich
der Abstand verändert, wenn der Wert 3/4, 15/16 und 1/2 der
Hauptnote beträgt.
<<
\new Staff {
c1 \afterGrace d1 { c16[ d] } c1
}
\new Staff {
#(define afterGraceFraction (cons 15 16))
c1 \afterGrace d1 { c16[ d] } c1
}
\new Staff {
#(define afterGraceFraction (cons 1 2))
c1 \afterGrace d1 { c16[ d] } c1
}
>>
Der Abstand zwischen der Hauptnote und der Verzierung kann auch mit unsichtbaren Noten beeinflusst werden. Im nächsten Beispiel wird die Verzierung mit einem Abstand von 7/8 zur Hauptnote gesetzt.
\new Voice {
<< { d1^\trill_( }
{ s2 s4. \grace { c16[ d] } } >>
c1)
}
Ein \grace-Notenabschnitt wird nach besonderen Satzregeln
gesetzt, um z. B. kleinere Noten zu benutzen und die Richtung der
Hälse einzustellen. Veränderungen am Layout müssen also innerhalb
des Verzierungsausdrucks gesetzt werden, damit sie auch eine Auswirkung haben. Die Veränderungen müssen auch innerhalb des
Verzierungsausdrucks rückgängig gemacht werden. In diesem
Fall wird die Richtung der Hälse geändert und dann wieder der
Standard eingestellt:
\new Voice {
\acciaccatura {
\stemDown
f16->
\stemNeutral
}
g4 e c2
}
Ausgewählte Schnipsel
Using grace note slashes with normal heads
The slash through the stem found in acciaccaturas can be applied in other situations.
\relative c'' {
\override Flag #'stroke-style = #"grace"
c8( d2) e8( f4)
}
Veränderung des Layouts von Verzierungen innerhalb der Noten
Das Layout von Verzierungsausdrücken kann in der Musik verändert
werden mit den Funktionen add-grace-property und
remove-grace-property. Das folgende Beispiel definiert
die Richtung von Hälsen (Stem) für diese Verzierung, sodass die
Hälse nicht immer nach unten zeigen, und ändert den Standardnotenkopf
in ein Kreuz.
\relative c'' {
\new Staff {
$(remove-grace-property 'Voice 'Stem 'direction)
$(add-grace-property 'Voice 'NoteHead 'style 'cross)
\new Voice {
\acciaccatura { f16 } g4
\grace { d16[ e] } f4
\appoggiatura { f,32[ g a] } e2
}
}
}
Globale Umdefinition von Verzierungsnoten
Die globalen Standardeinstellungen für Verzierungsnoten werden in
den VariablenstartGraceMusic, stopGraceMusic,
startAcciaccaturaMusic, stopAcciaccaturaMusic,
startAppoggiaturaMusic und stopAppoggiaturaMusic
gespeichert, die in der Datei ‘ly/grace-init.ly’ definiert
sind. Wenn man sie umdefiniert, können andere Effekte erreicht
werden.
startAcciaccaturaMusic = {
<>(
\override Flag #'stroke-style = #"grace"
\slurDashed
}
stopAcciaccaturaMusic = {
\revert Flag #'stroke-style
\slurSolid
<>)
}
\relative c'' {
\acciaccatura d8 c1
}
Positionierung von Verzierungen mit verschiebbarem Platz
Wenn man die Eigenschaft 'strict-grace-spacing aktiviert,
werden die Verzierungsnoten "fließend" gemacht, d.h. sie sind
von den normalen Noten los gekoppelt: Zuerst werden die normalen
Noten platziert, dann erst die Verzierungen links von der
Hauptnote gesetzt.
\relative c'' {
<<
\override Score.SpacingSpanner #'strict-grace-spacing = ##t
\new Staff \new Voice {
\afterGrace c4 { c16[ c8 c16] }
c8[ \grace { b16[ d] } c8]
c4 r
}
\new Staff {
c16 c c c c c c c c4 r
}
>>
}
Siehe auch
Glossar: grace notes, acciaccatura, appoggiatura.
Notationsreferenz: Tondauern skalieren, Manuelle Balken.
Installierte Dateien: ‘ly/grace-init.ly’.
Schnipsel: Rhythms.
Referenz der Interna: GraceMusic, Grace_beam_engraver, Grace_engraver, Grace_spacing_engraver.
Bekannte Probleme und Warnungen
Ein Vorschlag (acciaccatura) mit mehreren Noten und Balken wird ohne den Schrägstrich gesetzt und sieht einem Vorhalt (appoggiatura) sehr ähnlich.
Die Synchronisation von Verzierungen kann auch zu Überraschungen führen. Auch andere Symbole der Systeme, wie Vorzeichen, Taktlinien usw., werden synchronisiert. Vorsicht ist geboten, wenn nur in bestimmten Systemen Verzierungen vorkommen:
<<
\new Staff { e4 \bar "|:" \grace c16 d2. }
\new Staff { c4 \bar "|:" d2. }
>>
Dem kann abgeholfen werden, indem unsichtbare Verzierungsnoten der selben Länge in die anderen Systeme gesetzt werden. Im obigen Beispiel müsste also
<<
\new Staff { e4 \bar "|:" \grace c16 d2. }
\new Staff { c4 \bar "|:" \grace s16 d2. }
>>
gesetzt werden.
Der Einsatz von Verzierungsnoten innerhalb von Stimmen-Kontexten
kann den Notensatz der Stimme verwirren. Dieses Problem kann
umgangen werden, indem man eine Note oder Pause zwischen dem
Voice-Befehl und der Verzierungsnote setzt.
accMusic = {
\acciaccatura { f8 } e8 r8 \acciaccatura { f8 } e8 r4
}
\new Staff {
<<
\new Voice {
\relative c'' {
r8 r8 \voiceOne \accMusic \oneVoice r8 |
r8 \voiceOne r8 \accMusic \oneVoice r8 |
}
}
\new Voice {
\relative c' {
s8 s8 \voiceTwo \accMusic \oneVoice s8 |
s8 \voiceTwo r8 \accMusic \oneVoice s8 |
}
}
>>
}
Verzierungsabschnitte sollten nur innerhalb von sequentiellen musikalischen Ausdrücken benützt werden. Wenn sie ineinandergeschachtelt werden, kann es zu Fehlermeldungen oder Abstürzen kommen.
Jede Verzierungsnote in der MIDI-Ausgabe hat ein Viertel der Dauer ihrer
wirklichen Dauer. Wenn die addierte Dauer der Verzierungsnoten länger als
die Dauer der vorhergehenden Note dauert, wird der Fehler
„Going back in MIDI time“ ausgegeben. Man muss die Verzierungsnoten
entweder kürzer machen, etwa:
\acciaccatura { c'8[ d' e' f' g'] }
wird zu:
\acciaccatura { c'16[ d' e' f' g'] }
oder die Dauern explizit ändern:
\acciaccatura { \scaleDurations 1/2 { c'8[ d' e' f' g'] } }
Siehe Tondauern skalieren.
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An Kadenzen ausrichten
In Orchesterpartituren stellen Kadenzen ein besonderes Problem dar: Wenn in der Partitur ein Instrument eine Kadenz spielt, die notiert wird, müssen die anderen Stimmen genau die entsprechende Anzahl Noten überspringen, damit sie nicht zu früh oder zu spät einsetzen.
Eine Lösung ist es, die Funktionen mmrest-of-length oder
skip-of-length zu benutzen. Diese Scheme-Funktionen
brauchen einen definierten Notenabschnitt (eine Variable)
als Argument und produzieren entweder Ganztaktpausen oder leere
Takte, die genauso lang sind wie der Notenabschnitt.
MyCadenza = \relative c' {
c4 d8 e f g g4
f2 g4 g
}
\new GrandStaff <<
\new Staff {
\MyCadenza c'1
\MyCadenza c'1
}
\new Staff {
#(mmrest-of-length MyCadenza)
c'1
#(skip-of-length MyCadenza)
c'1
}
>>
Siehe auch
Glossar: cadenza.
Schnipsel: Rhythms.
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Verwaltung der Zeiteinheiten
Die Zeit in einer Partitur wird vom Timing_translator
verwaltet, der sich in den Standardeinstellungen im Score-Kontext
befindet. Eine Parallelbezeichnung, Timing, wird
dem Kontext hinzugefügt, in dem sich Timing_translator
befindet. Um sicherzugehen, dass Timing erhältlich ist,
muss man eventuell den enthaltenden Kontext manuell erstellen
(also etwa einen Voice- oder Staff-Kontext.
Die folgenden Eigenschaften von Timing werden eingesetzt,
um die Zeit in Partituren zu verwalten.
-
currentBarNumber (aktuelle Taktnummer) Die gerade aktuelle Taktzahl. Für ein Beispiel, das die Benutzung dieser Eigenschaft zeigt, siehe Taktzahlen.
-
measureLength (Taktlänge) Die Länge der Takte mit der aktuellen Taktart. In einem 4/4-Takt ist sie 1, in einem 6/8-Takt 3/4. Dieser Wert bestimmt, wann eine Taktlinie gezogen wird und wie automatische Balken erstellt werden sollen.
-
measurePosition (Taktposition) Der Schlag im Takt zum aktuellen Moment. Dieser Wert wird zurückgesetzt, indem
measureLength(die Taktlänge) abgezogen wird, wenn der Wert vonmeasureLengtherreicht oder überschritten wird. Wenn das passiert, wird der ZählercurrentBarNumber(aktuelle Taktnummer) erhöht.-
timing (Zeitberechnung) Wenn auf wahr gesetzt, werden die oben genannten Variablen zu jedem Zeitpunkt aktualisiert. Wenn auf falsch gesetzt, bleibt der Engraver unendlich lange im aktuellen Takt.
Zeitverwaltung kann geändert werden, indem man diese Variablen
direkt beeinflusst. Im nächsten Beispiel wird die normale
Taktart mit 4/4 angegeben, aber measureLength wird
auf 5/4 gesetzt. An der Stelle 4/8 des dritten Taktes wird die
Taktposition (measurePosition) um 1/8 auf 5/8 erhöht, so
dass der Takt im Ergebnis 1/8 kürzer ist. Die nächste Taktlinie
wird dann auch bei 9/8 gezogen und nicht bei 5/4.
\set Score.measureLength = #(ly:make-moment 5 4) c1 c4 c1 c4 c4 c4 \set Score.measurePosition = #(ly:make-moment 5 8) b4 b4 b8 c4 c1
Wie das Beispiel zeigt, erstellt ly:make-moment n m
die Dauer Zähler/Nenner einer ganzen Note. Zum Beispiel heißt
ly:make-moment 1 8 die Dauer einer Achtelnote, und
ly:make-moment 7 16 die Dauer von sieben Sechszehntelnoten.
Siehe auch
Notationsreferenz: Taktzahlen, Musik ohne Metrum.
Schnipsel: Rhythms.
Referenz der Interna: Timing_translator, Score
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1.3 Ausdrucksbezeichnungen
Dieser Abschnitt zeigt verschiedene Ausdrucksbezeichnungen, die zur Partitur hinzugefügt werden können.
| 1.3.1 Ausdrucksbezeichnungen an Noten angehängt | ||
| 1.3.2 Ausdrucksbezeichnungen als Bögen | ||
| 1.3.3 Ausdrucksbezeichnungen als Linien |
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Ausdrucksbezeichnungen ] | [ Nach oben : Ausdrucksbezeichnungen ] | [ Artikulationszeichen und Verzierungen > ] | ||
1.3.1 Ausdrucksbezeichnungen an Noten angehängt
Dieser Abschnitt erklärt, wie man Ausdrucksbezeichnungen erstellt, die an Noten gebunden sind: Artikulationszeichen, Ornamente und Dynamikzeichen. Es werden auch Methoden gezeigt, eigene Ausdrucksbezeichnungen zu erstellen.
| Artikulationszeichen und Verzierungen | ||
| Dynamik | ||
| Neue Lautstärkezeichen |
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Artikulationszeichen und Verzierungen
Eine Vielfalt an Symbolen kann über und unter den Noten erscheinen, um zu markieren, auf welche Art die Note ausgeführt werden soll. Hierzu wird folgende Syntax benutzt:
Note\Bezeichnung
Die möglichen Werte für Bezeichnung sind aufgelistet in Liste der Artikulationszeichen. Ein Beispiel:
c4\staccato c\mordent b2\turn c1\fermata
Einige dieser Artikulationszeichen haben eine Abkürzung, damit
es einfacher ist, sie zu schreiben. Die Abkürzung wird an die
Notenbezeichnung gehängt, wobei ihre Syntax aus einem Minuszeichen
- besteht, gefolgt von dem Symbol, das dem
Artikulationszeichen zugeordnet ist. Es gibt diese Abkürzungen
für marcato,
stopped (gedämpft), tenuto,
staccatissimo, accent, staccato,
und portato. Die ihnen entsprechenden Symbole
werden also folgendermaßen notiert:
c4-^ c-+ c-- c-| c4-> c-. c2-_
Die Regeln für die standardmäßige Platzierung von Artikulationszeichen werden in der Datei ‘scm/script.scm’ definiert. Artikulationszeichen und Ornamente können manuell über oder unter dem System gesetzt werden, siehe Richtung und Platzierung.
Artikulationszeichen sind Script-Objekte. Ihre Eigenschaften
werden ausführlich in
Script beschrieben.
Artikulationen können neben Noten auch an Pausen gehängt werden, aber
sie können nicht an Mehrtaktpausen gehängt werden. Ein besonderer
Befehl, fermataMarkup, wurde definiert, damit man eine Fermate
an eine Mehrtaktpause anfügen kann (und nur hieran). Damit wird ein
MultiMeasureRestText-Objekt erstellt.
\override Script #'color = #red \override MultiMeasureRestText #'color = #blue a2\fermata r\fermata R1\fermataMarkup
Zusätzlich zu den Artikulationszeichen können auch Text und Beschriftung an Noten angehängt werden. Siehe auch Textarten.
Zu weiterer Information über die Reihenfolge von Scripten und TextScripten, die an Noten angehängt werden, siehe Positionierung von Objekten.
Ausgewählte Schnipsel
Die Standardwerte der Abkürzungen von Artikulationen verändern
Die Abkürzungen sind in der Datei ‘ly/script-init.ly’ definiert, wo
den Variablen dashHat, dashPlus, dashDash,
dashBar, dashLarger, dashDot und
dashUnderscore Standardwerte zugewiesen werden. Diese Standardwerte
können verändert werden. Um zum Beispiel die Abkürzung
-+ (dashPlus) mit dem Triller anstatt mit dem +-Symbol zu
assoziieren, muss der Wert trill der Variable
dashPlus zugewiesen werden:
\relative c'' { c1-+ }
dashPlus = "trill"
\relative c'' { c1-+ }
Die vertikale Anordnung von Beschriftungen kontrollieren
Die vertikale Anordnung von Beschriftungen wird mit der
'script-priority-Eigenschaft kontrolliert. Um so kleiner die
Zahl, umso näher wird die Beschriftung in Bezug auf die Note gesetzt. In
diesem Beispiel hat das TextScript-Objekt (das Kreuz) zuerst
die niedrigste Priorität, wird also auch am niedrigsten in dem ersten
Beispiel gesetzt. Im zweiten Fall hat der Praller (das Script)
die niedrigste Priorität, darum wird er am nächsten zum System gesetzt.
Wenn zwei Objekte die gleiche Priorität haben, wird ihre Reihenfolge
anhand ihres Auftretens in der Quelldatei entschieden.
\relative c''' {
\once \override TextScript #'script-priority = #-100
a2^\prall^\markup { \sharp }
\once \override Script #'script-priority = #-100
a2^\prall^\markup { \sharp }
}
Einen Doppelschlag mit Vorhalt erstellen
Einen Doppelschlag mit Vorhalt zu erstellen, wobei die untere Note das
Vorzeichen benutzt, erfordert einige Einstellungsänderungen. Die
outside-staff-priority-Eigenschaft muss auf falsch (#f)
gesetzt werden, weil sie sonst über die Eigenschaft
avoid-slur property dominieren würde. Der Wert von halign
wird benutzt, um den Doppelschlag horizontal zu positionieren.
\relative c'' {
\once \override TextScript #'avoid-slur = #'inside
\once \override TextScript #'outside-staff-priority = ##f
c2(^\markup \tiny \override #'(baseline-skip . 1) {
\halign #-4
\center-column {
\sharp
\musicglyph #"scripts.turn"
}
}
d4.) c8
}
Siehe auch
Glossar: tenuto, accent, staccato, portato.
Handbuch zum Lernen: Positionierung von Objekten.
Notationsreferenz: Textarten, Richtung und Platzierung, Liste der Artikulationszeichen, Triller.
Installierte Dateien: ‘scm/script.scm’.
Schnipsel: Expressive marks.
Referenz der Interna: Script, TextScript.
Dynamik
Absolute Dynamikbezeichnung wird mit Befehlen nach den Noten
angezeigt, etwa c4\ff. Die vordefinierten Befehle lauten:
\ppppp, \pppp, \ppp,
\pp, \p, \mp, \mf, \f, \ff,
\fff, \ffff, fffff, \fp, \sf, \sff,
\sp, \spp, \sfz, and \rfz. Die
Dynamikzeichen können manuell unter- oder oberhalb des Systems
platziert werden, siehe Richtung und Platzierung.
c2\ppp c\mp c2\rfz c^\mf c2_\spp c^\ff
Eine Crescendo-Klammer wird mit dem Befehl
\< begonnen und mit \!, einem absoluten Dynamikbefehl oder einer weiteren Crescendo- oder
Decrescendo-Klammer beendet. Ein Decrescendo
beginnt mit \> und wird auch beendet mit \!,
einem absoluten Dynamikbefehl oder einem weiteren
Crescendo oder Decrescendo. \cr und \decr können
anstelle von \< und
\> benutzt werden. Die Befehle ergeben standardmäßig
Crescendo-Klammern.
c2\< c\! d2\< d\f e2\< e\> f2\> f\! e2\> e\mp d2\> d\> c1\!
Eine Crescendo-Klammer, die mit \! beendet wird, endet an der rechten
Seite der Note, welcher \! zugeordnet ist. In dem Fall, dass es durch
den Beginn eines anderen crescendo- oder decrescendo-Zeichens
beendet wird, endet es in der Mitt der Note, welche das nächste \<
oder \> angehängt hat. Die nächste Klammer beginnt dann am rechten
Rand der selben Note anstatt dem normalerweise linken Rand, wenn die
vorherige Klammer mit \! beendet worden wäre.
c1\< | c4 a c\< a | c4 a c\! a\< | c4 a c a\!
Leere Pausenzeichen werden benötigt, um mehrere Zeichen für eine Note zu notieren. Das ist insbesondere nützlich, wenn man crescendo und decrescendo zu der selben Note hinzufügen will:
c4\< c\! d\> e\!
<< f1 { s4 s4\< s4\> s4\! } >>
Der \espressivo-Befehl kann eingesetzt werden, um crescendo
und decrescendo für die selbe Note anzuzeigen. Dieser Befehl ist
jedoch als Artikulation, nicht als Dynamikzeichen implementiert.
c2 b4 a g1\espressivo
Mit Text gesetzte Crescendo-Bezeichnungen beginnen mit \cresc.
Mit Text gesetzte Decrescendo-Bezeichnungen beginnen mit \decresc
oder \dim. Fortsetzungslinien werden gesetzt, wenn sie benötigt werden.
g8\cresc a b c b c d e\mf | f8\decresc e d c e\> d c b | a1\dim ~ | a2. r4\! |
Als Text gesetzte Dynamik-Bezeichnungen können auch die Crescendo-Klammern ersetzen:
\crescTextCresc c4\< d e f\! | \dimTextDecresc g4\> e d c\! | \dimTextDecr e4\> d c b\! | \dimTextDim d4\> c b a\! | \crescHairpin \dimHairpin c4\< d\! e\> d\! |
Um neue absolute Dynamikzeichen oder Text, der mit ihnen angeordnet wird, zu erstellen, siehe Neue Lautstärkezeichen.
Vertikale Position der Zeichen wird von der Funktion DynamicLineSpanner verwaltet.
Es gibt einen besonderen Dynamics-Kontext, um Crescendi und Decrescendi
auf einer eigenen Zeile zu notieren. Mit leeren Pausen (s) werden die
Dauern gesetzt. (Auch Noten in einem Dynamics-Kontext nehmen eine Dauer
ein, werden aber nicht gesetzt.) Der Dynamics-Kontext ist sehr nützlich,
um andere Elemente wie Textbeschriftung, Text-Strecker und Klavierpedalbezeichnungen
aufzunehmen.
<<
\new Staff \relative c' {
c2 d4 e |
c4 e e,2 |
g'4 a g a |
c1 |
}
\new Dynamics {
s1\< |
s1\f |
s2\dim s2-"rit." |
s1\p |
}
>>
Vordefinierte Befehle
\dynamicUp,
\dynamicDown,
\dynamicNeutral,
\crescTextCresc,
\dimTextDim,
\dimTextDecr,
\dimTextDecresc,
\crescHairpin,
\dimHairpin.
Ausgewählte Schnipsel
Das Verhalten von Crescendo-Klammern an Taktlinien beeinflussen
Wenn die Note, an welcher eine Crescendo-Klammer endet, die erste Note
eines Taktes ist, wird die Klammer an der vorhergehenden Taktlinie
beendet. Dieses Verhalten kann auch mit der Eigenschaft
'to-barline geändert werden:
\relative c'' {
e4\< e2.
e1\!
\override Hairpin #'to-barline = ##f
e4\< e2.
e1\!
}
Die Mindestlänge von Crescendo-Klammern bestimmen
Wenn Crescendo-Klammern zu kurz sind, können sie verlängert werden, indem
die minimum-length-Eigenschaft des Hairpin-Objektes
verändert wird.
\relative c'' {
c4\< c\! d\> e\!
\override Hairpin #'minimum-length = #5
<< f1 { s4 s\< s\> s\! } >>
}
Crescendo Klammern al niente schreiben
Crescendo-Klammern können mit einem kleinen Kreis vor der Spitze
notiert werden (al niente = bis zum Nichts), indem die
circled-tip-Eigenschaft des Hairpin-Objekts auf
#t gesetzt wird.
\relative c'' {
\override Hairpin #'circled-tip = ##t
c2\< c\!
c4\> c\< c2\!
}
Vertikale Ausrichtung von Dynamik und Textbeschriftung beeinflussen
Indem man die 'Y-extent-Eigenschaft auf einen passenden Wert setzt,
können alle DynamicLineSpanner-Objekte (Crescendo-Klammern und
Dynamik-Texte) (hairpins and dynamic texts) unabhängig von ihrer
wirklichen Ausdehnung an einem gemeinsamen Referenzpunkt ausgerichtet werden.
Auf diese Weise ist jedes Element vertikal ausgerichtet und der Notensatz
sieht ansprechender aus.
Die gleiche Idee wird benutzt, um Textbeschriftungen an ihrer Grundlinie auszurichten.
music = \relative c' {
a'2\p b\f
e4\p f\f\> g, b\p
c2^\markup { \huge gorgeous } c^\markup { \huge fantastic }
}
{
\music
\break
\override DynamicLineSpanner #'staff-padding = #2.0
\override DynamicLineSpanner #'Y-extent = #'(-1.5 . 1.5)
\override TextScript #'Y-extent = #'(-1.5 . 1.5)
\music
}
Crescendo-Linien von Dynamik-Texten unterdrücken
Dynamik-Texte (wie cresc. und dim.) werden mit einer gestrichelten Linie gesetzt, die ihre Dauer anzeigt. Diese Linie kann auf folgende Weise unterdrückt werden:
\relative c'' {
\override DynamicTextSpanner #'style = #'none
\crescTextCresc
c1\< | d | b | c\!
}
Text und Strecker-Stile für Dynamik-Texte ändern
Der Text, der für Crescendo und Decrescendo gesetzt wird, kann geändert
werden, indem man die Eigenschaften crescendoText und
decrescendoText verändert. Der Stil des Streckers kann auch
geändert werden, indem die 'style-Eigenschaft des
DynamicTextSpanner beeinflusst wird. Der Standardwert ist
'hairpin, andere Möglichkeiten sind 'line, 'dashed-line
und 'dotted-line.
\relative c'' {
\set crescendoText = \markup { \italic { cresc. poco } }
\set crescendoSpanner = #'text
\override DynamicTextSpanner #'style = #'dotted-line
a2\< a
a2 a
a2 a
a2 a\mf
}
Siehe auch
Glossar: al niente, crescendo, decrescendo, hairpin. Handbuch zum Lernen: Artikulationszeichen und Lautstärke.
Notationsreferenz: Richtung und Platzierung, Neue Lautstärkezeichen, Was geht in die MIDI-Ausgabe, MIDI-Lautstärke kontrollieren.
Schnipsel: Expressive marks.
Referenz der Interna: DynamicText, Hairpin, DynamicLineSpanner, Dynamics.
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Dynamik ] | [ Nach oben : Ausdrucksbezeichnungen an Noten angehängt ] | [ Ausdrucksbezeichnungen als Bögen > ] | ||
Neue Lautstärkezeichen
Die einfachste Art, eigene Dynamikbezeichnungen zu erstellen,
ist die Benutzung von \markup-(Textbeschriftungs)-Objekten.
moltoF = \markup { molto \dynamic f }
\relative c' {
<d e>16_\moltoF <d e>
<d e>2..
}
Mit einer Textbeschriftung können editorische Dynamikzeichen (in runden oder eckigen Klammern) erstellt werden. Die Syntax für den Textbeschriftungsmodus wird erklärt in Text formatieren.
roundF = \markup {
\center-align \concat { \bold { \italic ( }
\dynamic f \bold { \italic ) } } }
boxF = \markup { \bracket { \dynamic f } }
\relative c' {
c1_\roundF
c1_\boxF
}
Einfache, mittig gesetzte Dynamikzeichen können schnell mit der
make-dynamic-script-Funktion erstellt werden.
sfzp = #(make-dynamic-script "sfzp")
\relative c' {
c4 c c\sfzp c
}
Allgemein gesagt kann make-dynamic-script jegliches
Textbeschriftungsobjekt als Argument haben. Die
Schriftart für Dynamikzeichen enthält nur die Buchstaben
f,m,p,r,s sowie z; ein Dynamikzeichen, das
anderen Text oder Satzzeichen enthalten soll, benötigt
Textbeschriftungsbefehle, die die normale Schriftart
einschalten, etwa \normal-text. Die Funktion
make-dynamic-script sollte anstelle einer normalen
Textbeschriftung vor allem deshalb benutzt werden, weil auf
diese Weise die vertikale Ausrichtung von den Textbeschriftungen
(engl. markup) und den spitzen Klammern an der selben Linie
gewährleistet wird.
roundF = \markup { \center-align \concat {
\normal-text { \bold { \italic ( } }
\dynamic f
\normal-text { \bold { \italic ) } } } }
boxF = \markup { \bracket { \dynamic f } }
mfEspress = \markup { \center-align \line {
\hspace #3.7 mf \normal-text \italic espress. } }
roundFdynamic = #(make-dynamic-script roundF)
boxFdynamic = #(make-dynamic-script boxF)
mfEspressDynamic = #(make-dynamic-script mfEspress)
\relative c' {
c4_\roundFdynamic\< d e f
g,1~_\boxFdynamic\>
g1
g'1~\mfEspressDynamic
g1
}
Anstelle dessen kann auch die Scheme-Form des Beschriftungs-Modus verwendet werden. Seine Syntax ist erklärt in Beschriftungskonstruktionen in Scheme.
moltoF = #(make-dynamic-script
(markup #:normal-text "molto"
#:dynamic "f"))
\relative c' {
<d e>16 <d e>
<d e>2..\moltoF
}
Die Auswahl von Schriftarten in Textbeschriftungen ist erklärt in Überblick über die wichtigsten Textbeschriftungsbefehle.
Siehe auch
Notationsreferenz: Text formatieren, Überblick über die wichtigsten Textbeschriftungsbefehle, Was geht in die MIDI-Ausgabe, MIDI-Lautstärke kontrollieren.
Erweitern: Beschriftungskonstruktionen in Scheme.
Schnipsel: Expressive marks.
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Neue Lautstärkezeichen ] | [ Nach oben : Ausdrucksbezeichnungen ] | [ Legatobögen > ] | ||
1.3.2 Ausdrucksbezeichnungen als Bögen
Dieser Abschnitt erklärt, wie man verschiedene gebogene Ausdrucksbezeichnungen erstellt: Legato- und Phrasierungsbögen, Atemzeichen und Glissandos zu unbestimmten Tonhöhen.
| Legatobögen | ||
| Phrasierungsbögen | ||
| Atemzeichen | ||
| Glissando zu unbestimmter Tonhöhe |
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Ausdrucksbezeichnungen als Bögen ] | [ Nach oben : Ausdrucksbezeichnungen als Bögen ] | [ Phrasierungsbögen > ] | ||
Legatobögen
Ein Legatobogen (engl. slur) zeigt an, dass die Noten legato gespielt werden sollen. Er wird mit Klammern hinter den Notenwerten notiert.
Achtung: In polyphoner Musik muss ein Legatobogen in der gleichen Stimme beendet werden, in der er begonnen wurde.
f4( g a) a8 b( a4 g2 f4) <c e>2( <b d>2)
Legatobögen können manuell ober- oder unterhalb des Notensystems besetzt werden, siehe Richtung und Platzierung.
Gleichzeitige, überlappende Legatobögen sind nicht erlaubt, aber ein Phrasierungsbogen kann einen Legatobogen überlappen. Damit können zwei Bögen gleichzeitig ausgegeben werden. Siehe auch Phrasierungsbögen.
Legatobögen können durchgehend, gepunktet oder gestrichelt dargestellt werden. Standard ist der durchgehende Bogen:
c4( e g2) \slurDashed g4( e c2) \slurDotted c4( e g2) \slurSolid g4( e c2)
Bögen können auch halb gestrichelt (die erste Hälfte gestrichelt, die zweite Hälfte durchgehend) erstellt werden, oder als halb durchgehend (die erste Hälfte durchgehend, die zweite Hälfte gestrichelt:
c4( e g2) \slurHalfDashed g4( e c2) \slurHalfSolid c4( e g2) \slurSolid g4( e c2)
Eigene Muster für die Strichelung können definiert werden:
c4( e g2) \slurDashPattern #0.7 #0.75 g4( e c2) \slurDashPattern #0.5 #2.0 c4( e g2) \slurSolid g4( e c2)
Vordefinierte Befehle
\slurUp,
\slurDown,
\slurNeutral,
\slurDashed,
\slurDotted,
\slurHalfDashed,
\slurHalfSolid,
\slurDashPattern,
\slurSolid.
Ausgewählte Schnipsel
Doppelte Bögen für Legato-Akkorde benutzen
Einige Komponisten schreiben doppelte Bögen, wenn Legato-Akkorde notiert
werden. Das kann mit der Eigenschaft doubleSlurs erreicht werden.
\relative c' {
\set doubleSlurs = ##t
<c e>4( <d f> <c e> <d f>)
}
Textbeschriftung innerhalb von Bögen positionieren
Textbeschriftung kann innerhalb von Bögen gesetzt werden, wenn die
outside-staff-priority-Eigenschaft auf falsch gesetzt wird.
\relative c'' {
\override TextScript #'avoid-slur = #'inside
\override TextScript #'outside-staff-priority = ##f
c2(^\markup { \halign #-10 \natural } d4.) c8
}
Legatobögen mit kompliziertem Strichelmuster definieren
Legatobögen können mit einem komplizierten Strichelmuster
gesetzt werden, indem die dash-definition-Eigenschaft
definiert wird. dash-definition ist eine Liste bestehend
aus dash-elements-Elementen. Ein dash-element ist
eine Liste an Parametern, die das Strichverhalten für einen
Abschnitt des Legatobogens definieren.
Der Bogen wird nach dem Bezierparameter t definiert, welcher
von 0 am linken Ende des Bogens zu 1 am rechten Ende des Bogens
reicht. dash-element ist eine Liste (start-t stop-t dash-Unterbrechung dash-Abschnitt). Die Region des Bogens von start-t
bis stop-t hat eine Unterbrechung von dash-Unterbrechung
von jedem dash-Abschnitt-Schwarzabschnitt. dash-Abschnitt ist in Notenlinienzwischenräumen definiert.
dash-Abschnitt ist auf 1 für einen durchgehenden Bogen
gesetzt.
\relative c' {
\once \override
Slur #'dash-definition = #'((0 0.3 0.1 0.75)
(0.3 0.6 1 1)
(0.65 1.0 0.4 0.75))
c4( d e f)
\once \override
Slur #'dash-definition = #'((0 0.25 1 1)
(0.3 0.7 0.4 0.75)
(0.75 1.0 1 1))
c4( d e f)
}
Siehe auch
Glossar: slur.
Handbuch zum Lernen: Über die Nicht-Schachtelung von Klammern und Bindebögen.
Notationsreferenz: Richtung und Platzierung, Phrasierungsbögen.
Schnipsel: Expressive marks.
Referenz der Interna: Slur.
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Legatobögen ] | [ Nach oben : Ausdrucksbezeichnungen als Bögen ] | [ Atemzeichen > ] | ||
Phrasierungsbögen
Ein Phrasierungsbogen verbindet Noten und wird verwendet, um einen
musikalischen Ausdruck anzuzeigen. Er wird mit den Befehlen
\( und \) eingegeben.
c4\( d( e) f( e2) d\)
Im typographischen Sinne verhalten sich Phrasierungsbögen genauso wie
Legatobögen. Sie werden aber als eigene Objekte behandelt. Ein
\slurUp hat also keine Auswirkung auf die Phrasierungsbögen.
Phrasierungsbögen können manuell oberhalb oder unterhalb des
Notensystems gesetzt werden, siehe
Richtung und Platzierung.
Simultane oder überlappende Phrasierungsbögen sind nicht erlaubt.
Phrasierungsbögen können durchgehend, gepunktet oder gestrichelt dargestellt werden. Standard ist der durchgehende Bogen:
c4\( e g2\) \phrasingSlurDashed g4\( e c2\) \phrasingSlurDotted c4\( e g2\) \phrasingSlurSolid g4\( e c2\)
funindex phrasingSlurHalfDashed
Phrasierungsbögen können auch als halbgestrichelt dargestellt werden (die erste Hälfte gestrichelt, die zweite Hälfte durchgehend, oder halb durchgehend (die erste Hälfte durchgehend, die zweite gestrichelt):
c4\( e g2\) \phrasingSlurHalfDashed g4\( e c2\) \phrasingSlurHalfSolid c4\( e g2\) \phrasingSlurSolid g4\( e c2\)
Eigene Strichelmuster für Phrasierungsbögen können definiert werden:
c4\( e g2\) \phrasingSlurDashPattern #0.7 #0.75 g4\( e c2\) \phrasingSlurDashPattern #0.5 #2.0 c4\( e g2\) \phrasingSlurSolid g4\( e c2\)
Strichelmusterdefinitionen für Phrasierungsbögen haben die gleiche Struktur wie die Definitionen für Legatobögen. Zu mehr Information über komplizierte Strichelmuster, siehe die Schnipsel im Abschnitt Legatobögen.
Vordefinierte Befehle
\phrasingSlurUp,
\phrasingSlurDown,
\phrasingSlurNeutral,
\phrasingSlurDashed,
\phrasingSlurDotted,
\phrasingSlurHalfDashed,
\phrasingSlurHalfSolid,
\phrasingSlurDashPattern,
\phrasingSlurSolid.
Siehe auch
Handbuch zum Lernen: Über die Nicht-Schachtelung von Klammern und Bindebögen.
Notationsreferenz: Richtung und Platzierung.
Schnipsel: Expressive marks.
Referenz der Interna: PhrasingSlur.
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Phrasierungsbögen ] | [ Nach oben : Ausdrucksbezeichnungen als Bögen ] | [ Glissando zu unbestimmter Tonhöhe > ] | ||
Atemzeichen
Atemzeichen werden mit dem Befehl \breathe eingegeben.
c2. \breathe d4
Ein Atemzeichen bezeichnet gleichzeitig das Ende eines automatischen Balkens. Um das Verhalten zu verändern siehe Manuelle Balken.
c8 \breathe d e f g2
Musikalische Zeichen für Atemzeichen in Alter Notation, auch Divisiones genannt, sind unterstützt. Für Einzelheiten siehe Divisiones.
Ausgewählte Schnipsel
Das Atemzeichen-Symbol verändern
Das Schriftzeichen für das Atemzeichen kann verändert werden, indem
die Text-Eigenschaft des BreathingSign-Layoutobjekts mit einer
beliebigen Textbeschriftung definiert wird.
\relative c'' {
c2
\override BreathingSign #'text =
\markup { \musicglyph #"scripts.rvarcomma" }
\breathe
d2
}
Eine Zäsur einfügen
Zäsurzeichen können erstellt werden, indem die 'text-Eigenschaft
des BreathingSign-Objektes verändert wird. Ein gekrümmtes
Zäsurzeichen ist auch möglich.
\relative c'' {
\override BreathingSign #'text = \markup {
\musicglyph #"scripts.caesura.straight"
}
c8 e4. \breathe g8. e16 c4
\override BreathingSign #'text = \markup {
\musicglyph #"scripts.caesura.curved"
}
g8 e'4. \breathe g8. e16 c4
}
Siehe auch
Glossar: caesura.
Notationsreferenz: Divisiones.
Schnipsel: Expressive marks.
Referenz der Interna: BreathingEvent, BreathingSign, Breathing_sign_engraver.
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Atemzeichen ] | [ Nach oben : Ausdrucksbezeichnungen als Bögen ] | [ Ausdrucksbezeichnungen als Linien > ] | ||
Glissando zu unbestimmter Tonhöhe
Gleiten nach oben und unten kann mit dem Befehl \bendAfter
notiert werden. Die Richtung des Glissandos wird mit einem
Plus oder Minus (nach oben bzw. nach unten) angezeigt. Die
Zahl zeigt die Intervallgröße an, über die sich das Glissando nach
der Note erstreckt.
c2\bendAfter #+4 c2\bendAfter #-4 c2\bendAfter #+6.5 c2\bendAfter #-6.5 c2\bendAfter #+8 c2\bendAfter #-8
Ausgewählte Schnipsel
Das Aussehen von unbestimmten Glissandi anpassen
Die shortest-duration-space-Eigenschaft kann verändert werden, um
das Aussehen von unbestimmten Glissandi anzupassen.
\relative c'' {
\override Score.SpacingSpanner #'shortest-duration-space = #4.0
c2-\bendAfter #5
c2-\bendAfter #-4.75
c2-\bendAfter #8.5
c2-\bendAfter #-6
}
Siehe auch
Schnipsel: Expressive marks.
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Glissando zu unbestimmter Tonhöhe ] | [ Nach oben : Ausdrucksbezeichnungen ] | [ Glissando > ] | ||
1.3.3 Ausdrucksbezeichnungen als Linien
Dieser Abschnitt zeigt, wie man verschiedene Ausdrucksbezeichnungen erstellt, die sich linear erstrecken: Glissando, Arpeggio und Triller.
| Glissando | ||
| Arpeggio | ||
| Triller |
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Ausdrucksbezeichnungen als Linien ] | [ Nach oben : Ausdrucksbezeichnungen als Linien ] | [ Arpeggio > ] | ||
Glissando
Ein Glissando wird
mit dem Befehl \glissando auf eine Note folgend notiert:
g2\glissando g' c2\glissando c,
Verschiedene Glissando-Stile sind möglich. Für Einzelheiten siehe Linienstile.
Ausgewählte Schnipsel
Glissando kann Grobs überspringen
NoteColumn-Grobs können bei Glissandos übersprungen werden.
\relative c' {
a2 \glissando
\once \override NoteColumn #'glissando-skip = ##t
f''4 d,
}
Moderne Glissandi
Ein modernes Glissando ohne eine Endnote kann gesetzt werden, indem eine Kadenz eingesetzt wird und die Endnote unsichtbar gemacht wird.
\relative c'' {
\time 3/4
\override Glissando #'style = #'zigzag
c4 c
\cadenzaOn
c4\glissando
\hideNotes
c,,4
\unHideNotes
\cadenzaOff
\bar "|"
}
Siehe auch
Glossar: glissando.
Notationsreferenz: Linienstile.
Schnipsel: Expressive marks.
Referenz der Interna: Glissando.
Bekannte Probleme und Warnungen
Printing text over the line (such as gliss.) is not supported.
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Glissando ] | [ Nach oben : Ausdrucksbezeichnungen als Linien ] | [ Triller > ] | ||
Arpeggio
Ein Arpeggio als Zeichen, dass ein Akkord gebrochen gespielt werden soll,
kann mit dem Befehl \arpeggio hinter der
Akkord-Konstruktion erzeugt werden.
<c e g c>1\arpeggio
Unterschiedliche Arpeggio-Typen können benutzt werden.
\arpeggioNormal stellt wieder das normale Verhalten
her:
<c e g c>2\arpeggio \arpeggioArrowUp <c e g c>2\arpeggio \arpeggioArrowDown <c e g c>2\arpeggio \arpeggioNormal <c e g c>2\arpeggio
Besondere Arpeggios mit Klammern können erstellt werden:
<c e g c>2 \arpeggioBracket <c e g c>2\arpeggio \arpeggioParenthesis <c e g c>2\arpeggio \arpeggioParenthesisDashed <c e g c>2\arpeggio \arpeggioNormal <c e g c>2\arpeggio
Die dash-Eigenschaft der Arpeggioklammern werden von
der 'dash-details-Eigenschaft kontrolliert, die
beschrieben ist in Legatobögen.
Ein Arpeggio kann auch explizit ausgeschrieben werden, indem Überbindungsbögen benutzt werden. Für mehr Information siehe Bindebögen.
Vordefinierte Befehle
\arpeggio,
\arpeggioArrowUp,
\arpeggioArrowDown,
\arpeggioNormal,
\arpeggioBracket,
\arpeggioParenthesis,
\arpeggioParenthesisDashed.
Ausgewählte Schnipsel
Arpeggio über mehrere Systeme in anderen Kontexten
Arpeggio über mehrere Systeme können in anderen Kontexten als dem
PianoStaff erstellt werden, wenn der Span_arpeggio_engraver
in den Score-Kontext eingefügt wird.
\new PianoStaff \relative c'' <<
\set PianoStaff.connectArpeggios = ##t
\new Staff {
<c e g c>4\arpeggio
<g c e g>4\arpeggio
<e g c e>4\arpeggio
<c e g c>4\arpeggio
}
\new Staff {
\clef bass
\repeat unfold 4 {
<c,, e g c>4\arpeggio
}
}
>>
Arpeggio zwischen Systemen in einem Klaviersystem erstellen
In einem Klaviersystem (PianoStaff) ist es möglich, ein Arpeggio
zwischen beiden Systemen zu verbinden, indem die
PianoStaff.connectArpeggios-Eigenschaft gesetzt wird.
\score {
\new ChoirStaff {
\set Score.connectArpeggios = ##t
<<
\new Voice \relative c' {
<c e>2\arpeggio
<d f>2\arpeggio
<c e>1\arpeggio
}
\new Voice \relative c {
\clef bass
<c g'>2\arpeggio
<b g'>2\arpeggio
<c g'>1\arpeggio
}
>>
}
\layout {
\context {
\Score
\consists "Span_arpeggio_engraver"
}
}
}
Arpeggios zwischen unterschiedlichen Stimmen erzeugen
Ein Arpeggio kann zwischen Noten aus unterschiedlichen Stimmen auf demselben
System gezogen werden, wenn der Span_arpeggio_engraver in den
Staff-Kontext verschoben wird:
\new Staff \with {
\consists "Span_arpeggio_engraver"
}
\relative c' {
\set Staff.connectArpeggios = ##t
<<
{ <e' g>4\arpeggio <d f> <d f>2 }
\\
{ <d, f>2\arpeggio <g b>2 }
>>
}
Siehe auch
Glossar: arpeggio.
Notationsreferenz: Legatobögen, Bindebögen.
Schnipsel: Expressive marks.
Referenz der Interna: Arpeggio, Slur, PianoStaff.
Bekannte Probleme und Warnungen
Es ist nicht möglich, Arpeggios zwischen Systemen und solche, die sich
nur auf ein System erstrecken, zum gleichen Zeitpunkt in einem
Klaviersystem (PianoStaff) zu benutzen.
Die Arpeggios im Klammer-Stil funktionieren nicht über mehrere Notensysteme.
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Triller
Kurze Triller ohne eine Dauer werden mit dem Befehl
\trill notiert, siehe auch
Artikulationszeichen und Verzierungen.
Längere Triller mit einer Dauer werden mit den Befehlen
\startTrillSpan zu
Beginn und \stopTrillSpan am Ende erstellt.
d1\startTrillSpan d1 c2\stopTrillSpan r2
Ein Triller-Strekcer, der über einen Zeilenumbruch geht, beginnt genau über der ersten Note auf der neue Zeile erneut.
d1\startTrillSpan \break d1 c2\stopTrillSpan r2
Aufeinanderfolgende Trillerstrecker funktieren ohne einen
\stopTrillSpan-Befehl, weil ein folgender Strecker
automatisch die rechte Begrenzung des vorhergehenden beendet.
d1\startTrillSpan d1 d1\startTrillSpan d2\stopTrillSpan r2
Triller können auch mit Vorschlägen kombiniert werden. Die Syntax für diese Konstruktion und die Methode, um die Position der Vorschläge präzise zu positionieren, wird gezeigt in Verzierungen.
d1~\afterGrace
d1\startTrillSpan { c32[ d]\stopTrillSpan }
c2 r2
Triller, die auf einer bestimmten Note ausgeführt werden sollen, können
mit dem Befehl pitchedTrill notiert werden. Das erste
Argument ist die Hauptnote, das zweite die Note, auf der getrillert
wird. Sie wird als Note ohne Hals in Klammern ausgegeben.
\pitchedTrill d2\startTrillSpan fis d2 c2\stopTrillSpan r2
Aufeinanderfolgende Versetzungszeichen der selben Note im selben Takt müssen selbst hinzugefügt werden. Nur das Versetzungszeichen des ersten Trillers mit Tonhöhe innerhalb eines Taktes wird ausgegeben.
\pitchedTrill eis4\startTrillSpan fis eis4\stopTrillSpan \pitchedTrill eis4\startTrillSpan cis eis4\stopTrillSpan \pitchedTrill eis4\startTrillSpan fis eis4\stopTrillSpan \pitchedTrill eis4\startTrillSpan fis! eis4\stopTrillSpan
Vordefinierte Befehle
\startTrillSpan,
\stopTrillSpan.
Siehe auch
Glossar: trill.
Notationsreferenz: Artikulationszeichen und Verzierungen, Verzierungen.
Schnipsel: Expressive marks.
Referenz der Interna: TrillSpanner.
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1.4 Wiederholungszeichen
Wiederholung ist ein zentrales Konzept in der Musik, und es gibt eine ganze Vielzahl von Notationsmöglichkeiten für Wiederholungen. LilyPond unterstützt folgende Arten von Wiederholungen:
-
volta (Wiederholungsklammer) Die wiederholte Musik wird nicht geschrieben, sondern zwischen zwei Wiederholungstaktstrichen eingeschlossen. Wenn die Wiederholung am Anfang eines Stückes beginnt, wird nur am Ende der Wiederholung eine Wiederholungstaktlinie gesetzt. Alternative Schlüsse (Volta) werden von links nach rechts mit Klammern gesetzt. Das ist die Standardnotationspraxis für Wiederholungen mit alternativen Schlüssen.
-
unfold (aufklappen) Die wiederholte Musik wird ausgeschrieben, so oft, wie es durch
Wiederholungszählerdefiniert wird. Das erspart Arbeit, wenn repetitive Musik notiert wird.-
percent (Prozent-Wiederholung) Das sind Noten- oder Taktwiederholungen, sie sehen aus wie ein Schrägstrich bzw. wie ein Prozentzeichen.
-
tremolo Das wird benutzt, um Tremolo-Wiederholungen am Notenhals zu notieren.
| 1.4.1 Lange Wiederholungen | ||
| 1.4.2 Kurze Wiederholungen |
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Wiederholungszeichen ] | [ Nach oben : Wiederholungszeichen ] | [ Normale Wiederholungen > ] | ||
1.4.1 Lange Wiederholungen
| Normale Wiederholungen | ||
| Manuelle Wiederholungszeichen | ||
| Ausgeschriebene Wiederholungen |
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Lange Wiederholungen ] | [ Nach oben : Lange Wiederholungen ] | [ Manuelle Wiederholungszeichen > ] | ||
Normale Wiederholungen
Die Syntax für normale Wiederholungen ist
\repeat Typ Wiederholungszähler musikAusdr
wobei musikAusdr ein musikalischer Ausdruck ist.
Wiederholung ohne alternativen Schluß:
\repeat volta 2 { c4 d e f }
c2 d
\repeat volta 2 { d4 e f g }
Alternative
Schlüsse können mit \alternative gesetzt werden. Damit die
alternativen Schlüsse von den wiederholten Noten abgegrenzt werden,
müssen sie in geschweiften Klammern zusammengefasst werden.
\repeat volta Wiederholungszähler musikAusdr
\alternative {
{ musikAusdr }
}
wobei musikAusdr ein musikalischer Ausdruck ist.
Wenn es mehr Wiederholungen gibt, als Alternativen angegeben sind, erhalten die ersten Wiederholungen den ersten Schluss.
Eine einfache Wiederholung mit einer Alternative:
\repeat volta 2 { c4 d e f | }
\alternative {
{ c2 e | }
{ f2 g | }
}
c1
Eine einfache Wiederholung mit mehr als einer Alternative:
\repeat volta 4 { c4 d e f | }
\alternative {
{ c2 e | }
{ f2 g | }
}
c1
Mehrfache Wiederholungen mit mehr als einer Alternative:
\repeat volta 3 { c4 d e f | }
\alternative {
{ c2 e | }
{ f2 g | }
{ a2 g | }
}
c1
Achtung: Wenn es zwei oder mehr Alternativen gibt, darf nicht zwischen der schließenden Klammer der einen und der öffnenden Klammer der anderen Wiederholung stehen, weil sonst nicht die erwartete Anzahl von Endungen produziert wird.
Achtung: Wenn man \relative innerhalb von \repeat
notiert, ohne den Voice-Kontext explizit zu beginnen, erscheinen
zusätzliche (ungewollte) Systeme. Sie auch
Ein zusätzliches System erscheint.
Wenn eine Wiederholung mitten in einem Takt beginnt und keine
Alternativen hat, fällt normalerweise auch das Ende der Wiederholung
mitten in einen Takt, sodass beide unvollständigen Takt einen
vollständigen Takt ergeben. In diesem Fall bezeichnen die
Wiederholungsstriche keine richtigen Taktstriche. Benutzen Sie
nicht \partial-Befehle oder Taktüberprüfung, wo die
Wiederholungslinien gesetzt werden:
% no \partial here
c4 e g % no bar check here
% no \partial here
\repeat volta 4 {
e4 |
c2 e |
% no \partial here
g4 g g % no bar check here
}
% no \partial here
g4 |
a2 a |
g1 |
Ähnlich ist es, wenn eine Wiederholung mit einem Auftakt beginnt und
keine Alternativen hat. In diesem Fall muss man aber den
\partial-Befehl zu Beginn der Partitur setzen:
\partial 4 % required
\repeat volta 4 {
e4 |
c2 e |
% no \partial here
g4 g g % no bar check here
}
% no \partial here
g4 |
a2 a |
g1 |
Wenn alternative Endungen zu einer Wiederholung hinzugefügt werden,
die mit einem Auftakt beginnt, muss die Timing.measureLength-Eigenschaft
manuell gesetzt werden, und an folgenden Stellen:
-
am Beginn eines unvollständigen Taktes innerhalb der
\alternative-Umgebung, die normalerweise am Ende jeder Alternative auftreten, außer (in den meisten Fällen) in der letzten. - zu Beginn jeder Alternative außer der ersten.
\partial 4
\repeat volta 2 { e4 | c2 e | }
\alternative {
{
f2 d |
\set Timing.measureLength = #(ly:make-moment 3 4)
g4 g g % optional bar check is allowed here
}
{
\set Timing.measureLength = #(ly:make-moment 4 4)
a2 a |
}
}
g1 |
Die measureLength-Eigenschaft ist beschrieben in
Verwaltung der Zeiteinheiten.
Der \inStaffSegno-Befehl kann angewandt werden, um das
Segno-Zeichen in die Notenzeile einzubinden, auch in Kooperation
mit dem \repeat volta-Befehl. Die benutzten
Taktstrichsymbole können durch Überschreiben der Eigenschaften
segnoType, startRepeatSegnoType,
endRepeatSegnoType bzw. doubleRepeatSegnoType
geändert werden.
e1
\repeat volta 2 {
\inStaffSegno
f2 g a b
}
c1_"D.S." \bar "|."
Bindebögen können auch an eine zweite Klammer angefügt werden:
c1
\repeat volta 2 { c4 d e f~ }
\alternative {
{ f2 d }
{ f2\repeatTie f, }
}
Ausgewählte Schnipsel
Volta-Klammern verkürzen
Volta-Klammern werden normalerweise über alle Noten der Klammer gezogen, aber
es ist möglich sie zu verkürzen. Hierzu muss
voltaSpannerDuration definiert werden, in dem Beispiel etwa als
3/4, sodass die Klammer nur einen Takt dauert.
\relative c'' {
\time 3/4
c4 c c
\set Score.voltaSpannerDuration = #(ly:make-moment 3 4)
\repeat volta 5 { d4 d d }
\alternative {
{
e4 e e
f4 f f
}
{ g4 g g }
}
}
Volta-Klammern zu zusätzlichen Systemen hinzufügen
Der Volta_engraver befindet sich im Score-Kontext und Klammern
werden deshalb nur auf dem obersten System dargestellt. Das kann umgangen
werden, indem man den Volta_engraver zu dem Staff-Kontext
hinzufügt, in dem die Klammern zusätzlichen vorkommen sollen. Siehe auch
das "Volta multi staff"-Schnipsel.
<<
\new Staff { \repeat volta 2 { c'1 } \alternative { c' } }
\new Staff { \repeat volta 2 { c'1 } \alternative { c' } }
\new Staff \with { \consists "Volta_engraver" } { c'2 g' e' a' }
\new Staff { \repeat volta 2 { c'1 } \alternative { c' } }
>>
Setting the double repeat default for volte
There are three different styles of double repeats for volte, that can
be set using doubleRepeatType.
\relative c'' {
\repeat volta 1 { c1 }
\set Score.doubleRepeatType = #":|:"
\repeat volta 1 { c1 }
\set Score.doubleRepeatType = #":|.|:"
\repeat volta 1 { c1 }
\set Score.doubleRepeatType = #":|.:"
\repeat volta 1 { c1 }
}
Alternative Taktnummerierung
Zwei alternative Methoden können eingestellt werden, die die Taktnummerierung beeinflussen, insbesondere bei Wiederholungen.
\relative c'{
\set Score.alternativeNumberingStyle = #'numbers
\repeat volta 3 { c4 d e f | }
\alternative {
{ c4 d e f | c2 d \break }
{ f4 g a b | f4 g a b | f2 a | \break }
{ c4 d e f | c2 d }
}
c1 \break
\set Score.alternativeNumberingStyle = #'numbers-with-letters
\repeat volta 3 { c,4 d e f | }
\alternative {
{ c4 d e f | c2 d \break }
{ f4 g a b | f4 g a b | f2 a | \break }
{ c4 d e f | c2 d }
}
c1
}
Siehe auch
Notationsreferenz: Taktstriche, Umgebungs-Plugins verändern, Verwaltung der Zeiteinheiten.
Schnipsel: Repeats.
Referenz der Interna: VoltaBracket, RepeatedMusic, VoltaRepeatedMusic, UnfoldedRepeatedMusic.
Bekannte Probleme und Warnungen
Bindebögen, die von einer \repeat-Umgebung in eine
\alternative-Umgebung ragen, funktionieren nur in der
ersten Klammer. Bindebögen können auch nicht von der Ende einer
Wiederholungsklammer auf den Anfang der Wiederholung
verweisen.
Wenn eine Wiederholung innerhalt eines unvollständigen Taktes
beginnt und eine \alternative-Umgebung mit einer
Veränderung von measureLength enghält, führt
die Verwendung von \unfoldRepeats zu falsch gesetzten
Taktstrichen und Taktüberprüfungswarnungen.
Eine ineinandergeschachtelte Wiederholung wie
\repeat … \repeat … \alternative
ist mehrdeutig, weil nicht klar ist, zu welchem \repeat-Abschnitt
die \alternative-Endung gehört. Diese Mehrdeutigkeit wird von
LilyPond aufgelöst, indem die alternative Endung immer zu der innersten
Wiederholung gehört. Um Klarheit zu schaffen, bietet es sich an, in solchen
Situationen Klammern zu benutzen.
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
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Manuelle Wiederholungszeichen
Achtung: Diese Methoden werden nur verwendet, um ungewöhnliche
Wiederholungskonstruktionen darzustellen und können sich unerwünscht
verhalten. In den meisten Fällen sollten Wiederholungen mit dem
Befehl \repeat erstellt werden oder indem die entsprechenden
Taktstriche eingegeben werden. Mehr Information in Taktstriche.
Die Eigenschaft repeatCommands kann verwendet werden, um das
Aussehen der Wiederholungen zu beeinflussen. Ihr Argument ist eine
Scheme-Liste an Wiederholungsbefehlen.
-
start-repeat Setzt eine
|:Taktlinie.c1 \set Score.repeatCommands = #'(start-repeat) d4 e f g c1
Der Notensatzpraxis folgend werden Wiederholungstaktstriche nicht zu Beginn eines Stückes gesetzt.
-
end-repeat Setzt eine
:|Taktlinie.c1 d4 e f g \set Score.repeatCommands = #'(end-repeat) c1
-
(volta Zahl) ... (volta #f) Setzt eine Volta-Klammer mit der Beschriftung Nummer. Die Volta-Klammer muss explizit beendet werden, sonst wird sie nicht ausgegeben.
f4 g a b \set Score.repeatCommands = #'((volta "2")) g4 a g a \set Score.repeatCommands = #'((volta #f)) c1
Mehrfache Wiederholungszeichen können an der selben Stelle vorkommen:
f4 g a b \set Score.repeatCommands = #'((volta "2, 5") end-repeat) g4 a g a c1 \set Score.repeatCommands = #'((volta #f) (volta "95") end-repeat) b1 \set Score.repeatCommands = #'((volta #f))
Text kann auch in der Volta-Klammer gesetzt werden. Der Text kann aus Zahlen oder einer Zahl oder einer Textbeschriftung bestehen, siehe Text formatieren. Die einfachste Art Text zu benutzen ist, die Beschriftung zuerst zu definieren und dann die Beschriftung in einer Scheme-Liste einzufügen.
voltaAdLib = \markup { 1. 2. 3... \text \italic { ad lib. } }
\relative c'' {
c1
\set Score.repeatCommands =
#(list(list 'volta voltaAdLib) 'start-repeat)
c4 b d e
\set Score.repeatCommands = #'((volta #f) (volta "4.") end-repeat)
f1
\set Score.repeatCommands = #'((volta #f))
}
Ausgewählte Schnipsel
Ein Wiederholungszeichen zu Beginn eines Stückes ausgeben
Ein |:-Taktstrich kann auch zu Beginn eines Stückes ausgegeben werden, indem
man die entsprechende Eigenschaft verändert:
\relative c'' {
\once \override Score.BreakAlignment #'break-align-orders =
#(make-vector 3 '(instrument-name
left-edge
ambitus
breathing-sign
clef
key-signature
time-signature
staff-bar
custos))
\once \override Staff.TimeSignature #'space-alist =
#'((first-note . (fixed-space . 2.0))
(right-edge . (extra-space . 0.5))
;; free up some space between time signature
;; and repeat bar line
(staff-bar . (extra-space . 1)))
\bar "|:"
c1
d1
d4 e f g
}
Siehe auch
Notationsreferenz: Taktstriche, Text formatieren.
Schnipsel: Repeats.
Referenz der Interna: VoltaBracket, RepeatedMusic, VoltaRepeatedMusic.
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Manuelle Wiederholungszeichen ] | [ Nach oben : Lange Wiederholungen ] | [ Kurze Wiederholungen > ] | ||
Ausgeschriebene Wiederholungen
Mit dem unfold-Befehl können Wiederholungen eingesetzt werden,
um repetitive Musik zu notieren. Die Syntax ist
\repeat unfold Wiederholungszähler musikAusdr
wobei musikAusdr ein musikalischer Ausdruck ist und
Wiederholungszähler die Anzahl bezeichnet, mit der
musikAusdr wiederholt wird.
\repeat unfold 2 { c4 d e f }
c1
In einigen Fällen, insbesondere in einer \relative-Umgebung,
bedeutet die Funktion \repeat unfold nicht das gleiche wie
die ausgeschriebenen Noten mehrere Male. Beispielsweise ist
\repeat unfold 2 { a'4 b c }
nicht das Selbe wie
a'4 b c | a'4 b c
Repititive Wiederholungen können auch mit mehreren Alternativeklammern notiert werden:
\repeat unfold 2 { c4 d e f }
\alternative {
{ c2 g' }
{ c,2 b }
}
c1
Wenn es mehr Wiederholungen als Alternativen gibt, wird die erste Alternative so oft eingesetzt, bis sich zusammen mit den restlichen Alternativen die Gesamtanzahl der Wiederholungen ergeben.
\repeat unfold 4 { c4 d e f }
\alternative {
{ c2 g' }
{ c,2 b }
{ e2 d }
}
c1
Wenn es mehr Alternativen als Wiederholungen gibt, wird nur die ersten Alternativen ausgegeben und die restlichen Alternativen ignoriert und nicht gesetzt.
\repeat unfold 2 { c4 d e f }
\alternative {
{ c2 g' }
{ c,2 b }
{ e2 d }
}
c1
Es ist auch möglich, mehrere unfold-Wiederholungen (mit oder
ohne Alternativen) ineinander zu verschachteln:
\repeat unfold 2 {
\repeat unfold 2 { c4 d e f }
\alternative {
{ c2 g' }
{ c,2 b }
}
}
c1
Akkordkonstruktionen können mit dem Akkordwiederholungssymbol q
wiederholt werden. Siehe Akkord-Wiederholungen.
Achtung: Wenn man \relative innerhalb von \repeat
notiert, ohne den Voice-Kontext explizit zu beginnen, erscheinen
zusätzliche (ungewollte) Systeme. Sie auch
Ein zusätzliches System erscheint.
Siehe auch
Notationsreferenz: Akkord-Wiederholungen.
Handbuch zur Benutzung: Ein zusätzliches System erscheint.
Schnipsel: Repeats.
Referenz der Interna: RepeatedMusic, UnfoldedRepeatedMusic.
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Ausgeschriebene Wiederholungen ] | [ Nach oben : Wiederholungszeichen ] | [ Prozent-Wiederholungen > ] | ||
1.4.2 Kurze Wiederholungen
Dieser Abschnitt zeigt, wie man kurze Wiederholungen notiert. Kurze Wiederholungen haben zwei Formen: Wiederholungen von einer Note bis zu zwei Takten, die mit Schrägstrichen oder Prozentzeichen dargestellt werden, und Tremolos.
| Prozent-Wiederholungen | ||
| Tremolo-Wiederholung |
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Kurze Wiederholungen ] | [ Nach oben : Kurze Wiederholungen ] | [ Tremolo-Wiederholung > ] | ||
Prozent-Wiederholungen
Kurze wiederholte Muster werden einmal gesetzt und das wiederholte Muster wird durch ein besonderes Zeichen ersetzt.
Die Syntax lautet:
\repeat percent Wiederholungszahl musikAusdr
wobei musikAusdr ein musikalischer Ausdruck ist.
Muster, die kürzer als ein Takt sind, werden mit Schrägstrichen ersetzt:
\repeat percent 4 { c128 d e f }
\repeat percent 4 { c64 d e f }
\repeat percent 5 { c32 d e f }
\repeat percent 4 { c16 d e f }
\repeat percent 4 { c8 d }
\repeat percent 4 { c4 }
\repeat percent 2 { c2 }
Muster von einem oder zwei Takten Dauer werden mit prozentartigen Symbolen ersetzt:
\repeat percent 2 { c4 d e f }
\repeat percent 2 { c2 d }
\repeat percent 2 { c1 }
\repeat percent 3 { c4 d e f | c2 g' }
Muster, die kürzer als ein Takt sind, aber unterschiedliche Dauern beinhalten, benützten ein doppeltes Prozent-Symbol.
\repeat percent 4 { c8. <d f>16 }
\repeat percent 2 { \times 2/3 { r8 c d } e4 }
Ausgewählte Schnipsel
Prozent-Wiederholungen zählen
Ganztaktwiederholungen mit mehr als zwei Wiederholungen erhalten einen Zähler, wenn man die entsprechende Eigenschaft einsetzt:
\relative c'' {
\set countPercentRepeats = ##t
\repeat percent 4 { c1 }
}
Sichtbarkeit von Prozent-Wiederholungen
Prozentwiederholungszähler können in regelmäßigen Intervallen angezeigt
werden, indem man die Eigenschaft repeatCountVisibility beeinflusst.
\relative c'' {
\set countPercentRepeats = ##t
\set repeatCountVisibility = #(every-nth-repeat-count-visible 5)
\repeat percent 10 { c1 } \break
\set repeatCountVisibility = #(every-nth-repeat-count-visible 2)
\repeat percent 6 { c1 d1 }
}
Isolierte Prozentwiederholungen
Isolierte Prozentwiederholungen können auch ausgegeben werden. Das wird erreicht, indem man eine Ganztaktpause notiert und ihre Ausgabeform ändert:
makePercent =
#(define-music-function (parser location note) (ly:music?)
"Make a percent repeat the same length as NOTE."
(make-music 'PercentEvent
'length (ly:music-length note)))
\relative c'' {
\makePercent s1
}
Siehe auch
Glossar: percent repeat, simile.
Schnipsel: Repeats.
Referenz der Interna: RepeatSlash, RepeatSlashEvent, DoubleRepeatSlash, PercentRepeat, PercentRepeatCounter, PercentRepeatedMusic, Percent_repeat_engraver, DoublePercentEvent, DoublePercentRepeat, DoublePercentRepeatCounter, Double_percent_repeat_engraver, Slash_repeat_engraver.
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Prozent-Wiederholungen ] | [ Nach oben : Kurze Wiederholungen ] | [ Gleichzeitig erscheinende Noten > ] | ||
Tremolo-Wiederholung
Tremolos können in zwei Arten notiert werden: als Wechsel zwischen zwei Noten oder Akkorden oder als schnelle Wiederholung einer einzigen Note. Tremolos, die als Wechsel realisiert werden, werden dargestellt, indem Balken zwischen die Noten gesetzt werden, Tremolos, die eine schnelle Wiederholung darstellen, haben Balken oder Schrägstriche am Hals einer einzigen Note.
Um Tremolobalken zwischen Noten zu setzen, kann der \repeat-Befehl
mit dem Tremolo-Stil benutzt werden:
\repeat tremolo 8 { c16 d }
\repeat tremolo 6 { c16 d }
\repeat tremolo 2 { c16 d }
Die \repeat tremolo-Syntax braucht genau zwei Noten innerhalb
der geschweiften Klammern, und die Anzahl der Wiederholungen muss
einem Wert entsprechen, der mit einfachen oder punktierten Noten
ausgedrückt werden kann. \repeat tremolo 7 funktioniert und
setzt Tremolo für die Dauer einer Doppeltpunktierten, aber
\repeat tremolo 9 funktioniert nicht.
Die Dauer des Tremolos entspricht der Dauer der Wertes in Klammern,
multipliziert mit der Zahl der Wiederholungen: \repeat tremolo
8 { c16 d16 } ergibt ein Tremolo für eine Ganze, notiert als zwei
Ganze, die zwei Tremolobalken zwischen sich haben.
Es gibt zwei Möglichkeiten, ein Tremolozeichen zu einer einzelnen
Noten hinzuzufügen. Die \repeat tremolo-Syntax kann hier auch
benutzt werden; in diesem Fall wird die Note allerdings nicht
eingeklammert:
\repeat tremolo 4 c'16
Die gleiche Darstellung wird erreicht, indem nach der Note
:Zahl geschrieben wird. Die Zahl zeigt
die Dauer der Unterteilung an, und sie muss mindestens den
Wert 8 haben. Ein Wert von 8 ergibt einen Balken durch den
Notenhals. Wenn die Zahl ausgelassen wird, wird der letzte
benutzte Wert eingesetzt (gespeichert in tremoloFlags):
c2:8 c:32 c: c:
Ausgewählte Schnipsel
Cross-staff tremolos
Since \repeat tremolo expects exactly two musical arguments for
chord tremolos, the note or chord which changes staff within a
cross-staff tremolo should be placed inside curly braces together with
its \change Staff command.
\new PianoStaff <<
\new Staff = "up" \relative c'' {
\key a \major
\time 3/8
s4.
}
\new Staff = "down" \relative c'' {
\key a \major
\time 3/8
\voiceOne
\repeat tremolo 6 {
<a e'>32
{
\change Staff = "up"
\voiceTwo
<cis a' dis>32
}
}
}
>>
Siehe auch
Schnipsel: Repeats.
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Tremolo-Wiederholung ] | [ Nach oben : Musikalische Notation ] | [ Eine einzelne Stimme > ] | ||
1.5 Gleichzeitig erscheinende Noten
Polyphonie bedeutet in der musikalischen Terminologie das Vorhandensein von mehr als einer (eigenständigen) Stimme in einem Stück. Für LilyPond bedeutet es aber das Vorhandensein von mehr als einer Stimme pro System.
| 1.5.1 Eine einzelne Stimme | ||
| 1.5.2 Mehrere Stimmen |
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Gleichzeitig erscheinende Noten ] | [ Nach oben : Gleichzeitig erscheinende Noten ] | [ Noten mit Akkorden > ] | ||
1.5.1 Eine einzelne Stimme
Dieser Abschnitt behandelt gleichzeitige Noten innerhalb derselben Stimme.
| Noten mit Akkorden | ||
| Akkord-Wiederholungen | ||
| Gleichzeitige Ausdrücke | ||
| Cluster |
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Eine einzelne Stimme ] | [ Nach oben : Eine einzelne Stimme ] | [ Akkord-Wiederholungen > ] | ||
Noten mit Akkorden
Ein Akkord wird notiert, indem die zu ihm gehörenden Tonhöhen
zwischen spitze Klammern (< und >) gesetzt werden.
Auf einen Akkord kann eine Dauer-Angabe folgen, genauso wie bei
einfachen Noten.
<a c e>1 <a c e>2 <f a c e>4 <a c>8. <g c e>16
Akkorde können auch von Artikulationen gefolgt werden, genau wie auch einfache Noten.
<a c e>1\fermata <a c e>2-> <f a c e>4\prall <a c>8.^| <g c e>16-.
Die Noten innerhalb der Akkorde konnen auch von Artikulationen oder Ornamenten gefolgt werden.
<a c\prall e>1 <a-> c-^ e>2 <f-. a c-. e-.>4 <a-+ c-->8. <g\fermata c e\turn>16
Manche Notationselemente, wie etwa Dynamik, Crescendo-Klammern und Legatobögen müssen an den gesamten Akkord gehängt werden und nicht an einzelne Noten, damit sie ausgegeben werden.
<a\f c( e>1 <a c) e>\f <a\< c e>( <a\! c e>) <a c e>\< <a c e> <a c e>\!
Ein Akkord ist sozusagen ein Container für die Noten, ihre Artikulationen und andere angehänge Elemente. Demzufolge hat also auch ein Akkord ohne wirkliche Noten innerhalb der Klammern keine Dauer. Alle angehängten Artikulationen geschehen zur selben musikalischen Zeit wie die folgende Note oder der folgende Akkord und werden damit kombiniert (für komplexere Möglichkeiten, derartige Elemente zu kombinieren, siehe Gleichzeitige Ausdrücke.
\grace { g8[( a b] }
<> ) \p \< -. -\markup \italic "sempre staccato"
\repeat unfold 4 { c4 e } c1\f
Der relative Modus kann auch für Tonhöhen in Akkorden eingesetzt werden. Die erste Note eines Akkordes ist immer relativ zur ersten Note des vorherigen Akkordes, oder mit der Tonhöhe der letzten Note vor dem Akkord (wenn kein Akkord vorhergeht). Alle anderen Noten innerhalb des Akkordes sind relativ zu der Note vorher innerhalb des selben Akkordes.
<a c e>1 <f a c> <a c e> <f' a c> <b, e b,>
Mehr Information über Akkorden findet sich in Notation von Akkorden.
Siehe auch
Musikglossar: chord.
Handbuch zum Lernen: Noten zu Akkorden verbinden.
Notationsreferenz: Notation von Akkorden, Artikulationszeichen und Verzierungen, Relative Oktavenbezeichnung, Mehrere Stimmen.
Schnipsel: Simultaneous notes.
Bekannte Probleme und Warnungen
Akkorde, die mehr als zwei Tonhöhen für einen Notenlinenzwischenraum enthalten (wie etwa ‘<e f! fis!>’) produzieren überlappende Notenköpfe. Abhängig von der Situation kann eines der folgenden Dinge helfen, die Darstellung zu verbessern:
- Kurzzeitig mehrere Stimmen benutzen, siehe Mehrere Stimmen: ‘<y f! \\ <e fis!> >>’,
- enharmonische Transkription für einen oder mehrere Tonhöhen vornehmen: ‘<e f ges>’ oder
- Cluster, siehe Cluster.
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Noten mit Akkorden ] | [ Nach oben : Eine einzelne Stimme ] | [ Gleichzeitige Ausdrücke > ] | ||
Akkord-Wiederholungen
Um Schreibarbeit zu ersparen, kann ein Zeichen benutzt werden, um den
vorhergehenden Akkord zu wiederholen. Das Symbol hierzu ist q:
<a c e>1 q <f a c>2 q
Genauso wie normale Akkorde kann auch das Akkord-Wiederholungssymbol in Verbindung mit Tondauern, Artikulationen, Beschriftungen, Legatobögen, Balken usw. benutzt werden, weil nur die Tonhöhen des vorangehenden Akkordes wiederholgt werden.
<a c e>1\p^"text" q2\<( q8)[-| q8.]\! q16-1-2-3 q8\prall
Das Akkordwiederholungssymbol erinnert sich an das letzte Vorkommen eines Akkordes, sodass man den letzten Akkord wiederholen kann, auch wenn in der Zwischenzeit nicht-Akkord-Noten oder -Pause auftetreten sind.
<a c e>1 c'4 q2 r8 q8 | q2 c, |
Das Akkord-Wiederholungssymbol behält keine Dynamikzeichen, Artikulationen oder Ornamente, die in oder an den vorhergehenden Akkord gehängt waren.
<a-. c\prall e>1\sfz c'4 q2 r8 q8 | q2 c, |
Damit auch diese Zeichen erhalten bleiben, kann die Funktion \chordRepeats
explizit mit einem zusätzlichen Argument aufgerufen werden, um
eine Liste an Ereignistypen (engl. event) zu spezifizieren, die mit
wiederholt werden, es sei denn, der gleiche Ereignistyp wird selber mit
dem q verwendet:
\relative c'' {
\chordRepeats #'(articulation-event)
{ <a-. c\prall e>1\sfz c'4 q2 r8 q8-. } |
q2 c, |
}
Die Benutzung von \chordRepeats innerhalb einer \relative-Konstruktion
führt zu unerwarteten Ergebnissen: Nachdem die Akkordereignisse einmal
erweitert sind, können sie nicht mehr von normal eingegebenen Akkorden
unterschieden werden. Dadurch fügt \relative einen Oktavsprung
entsprechend des aktuellen Kontexts ein.
Weil geschachtelte \relative-Umgebungen sich nicht gegenseitig
beeinflussen, kann man eine zusätzliche \relative-Umgebung
innerhalb von \chordRepeats benutzen, um die Oktavbeziehungen
darzustellen, bevor die wiederholten Akkorde eingesetzt werden. In diesem
Fall beeinflusst der gesamte Inhalt der inneren \relative-Umgebung
nicht die äußere. Daraus ergibt sich die unterschiedliche Oktave der
letzten Note in diesem Beispiel:
\new Voice
\relative c'' {
\chordRepeats #'(articulation-event)
\relative c''
{ <a-. c\prall e>1\sfz c'4 q2 r8 q8-. } |
q2 c |
}
Derartige Probleme mit \relative treten nur auf, wenn \chordRepeats
explizit aufgerufen wird: die Verarbeitung von einfachem q wird
erst vorgenommen, wenn alle \relative-Umgebungen schon verarbeitet
sind.
Siehe auch
Notationsreferenz: Notation von Akkorden, Artikulationszeichen und Verzierungen.
Installierte Dateien: ‘ly/chord-repetition-init.ly’.
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Akkord-Wiederholungen ] | [ Nach oben : Eine einzelne Stimme ] | [ Cluster > ] | ||
Gleichzeitige Ausdrücke
Eine oder mehrere musikalische Ausdrücke, die in doppelte spitze Klammern eingeschlossen werden, werden gleichzeitig gesetzt. Wenn der erste Ausdruck mit einer einzelnen Note beginnt oder die gesamte Konstruktion explizit in einer einzelnen Stimme erstellt wird, wird auch nur ein Notensystem erstellt. In anderem Falle werden die Elemente der simultanen Konstruktion auf unterschiedlichen Systemen gesetzt.
Das nächste Beispiel zeigt simultane Konstruktionen auf einem System:
\new Voice { % explicit single voice
<< { a4 b g2 } { d4 g c,2 } >>
}
% single first note
a << { a4 b g } { d4 g c, } >>
Dass kann benutzt werden, wenn die simultanen Abschnitte einen identischen Rhythmus haben, aber wenn versucht wird, Noten mit unterschiedlicher Dauer an denselben Hals zu setzen, gibt es Fehlermeldungen. Noten, Artikulationen und Eigenschaftsänderungen in einer einzelnen ‘Voice’ werden gesammelt und in musikalischer Reihenfolge gesetzt:
<a c>4-. <>-. << c a >> << { c-. <c a> } { a s-. } >>
Mehrfache Hälse oder Balken oder unterschiedliche Notendauern oder Eigenschaften zur selben musikalischen Zeit erfordern den Einsatz von mehreren Stimmen.
Das nächste Beispiel zeigt, wie ein simultaner Ausdruck implizit mehrere Systeme erstellt:
% no single first note
<< { a4 b g2 } { d4 g2 c,4 } >>
In diesem Fall stellt der unterschiedliche Rhythmus kein Problem dar, weil sie in unterschiedlichen Stimmen interpretiert werden.
Bekannte Probleme und Warnungen
Wenn Noten zweier oder mehrerer Stimmen mit Hälsen in die gleiche Richtung
an der selben Position auf dem System gesetzt werden und keinen Versatz
durch shift aufweisen (oder den gleichen Versatz besitzen), erscheint
die Nachricht
Warnung: zu viele kollidierende Notenspalten werden ignoriert
während der Kompilation. Diese Nachricht kann unterdrückt werden durch
\override NoteColumn #'ignore-collision = ##t
Das unterdrückt jedoch nicht nur die Warnungen, sondern schaltet auch die Auflösung von Zusammenstößen ab und kann also zu unbeabsichtigten Resultaten führen. (Siehe auch Auflösung von Zusammenstößen.)
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Gleichzeitige Ausdrücke ] | [ Nach oben : Eine einzelne Stimme ] | [ Mehrere Stimmen > ] | ||
Cluster
Ein Cluster zeigt an, dass alle Tonhöhen in einem Bereich gleichzeitig
gespielt werden sollen. Cluster können gedeutet werden als eine
Zusammenfassung einer ganzen Anzahl von Noten. Sie werden notiert,
indem die Funktion \makeClusters auf eine Reihe von Akkorden
angewendet wird:
\makeClusters { <g b>2 <c g'> }
Normale Noten und Cluster können zusammen im selben System notiert werden, sogar gleichzeitig. In solchen Fällen wird nicht versucht, automatisch Zusammenstöße zwischen normalen Noten und Clustern aufzulösen.
Siehe auch
Musikglossar: cluster.
Schnipsel: Simultaneous notes.
Referenz der Interna: ClusterSpanner, ClusterSpannerBeacon, Cluster_spanner_engraver.
Bekannte Probleme und Warnungen
Cluster sehen nur gut aus, wenn sie wenigstens über zwei Akkorde reichen – andernfalls sind sie zu schmal.
Cluster haben keine Hälse und können auch selber keine Dauern darstellen, aber die Länge des gesetzten Clusters wird erschlossen anhand der Dauern der definierten Akkorde. Voneinander getrennte Cluster brauchen eine unsichtbare Pause zwischen sich.
Cluster produzieren kein MIDI.
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Cluster ] | [ Nach oben : Gleichzeitig erscheinende Noten ] | [ Mehrstimmigkeit in einem System > ] | ||
1.5.2 Mehrere Stimmen
Dieser Abschnitt behandelt gleichzeitige Noten in mehreren Stimmen oder mehreren Systemen.
| Mehrstimmigkeit in einem System | ||
| Stimmenstile | ||
| Auflösung von Zusammenstößen | ||
| Automatische Kombination von Stimmen | ||
| Musik parallel notieren |
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Mehrere Stimmen ] | [ Nach oben : Mehrere Stimmen ] | [ Stimmenstile > ] | ||
Mehrstimmigkeit in einem System
Stimmen explicit beginnen
Die grundlegende Struktur, die man benötigt, um mehrere unabhängige Stimmen in einem Notensystem zu setzen, ist im Beispiel unten dargestellt:
\new Staff <<
\new Voice = "first"
{ \voiceOne r8 r16 g e8. f16 g8[ c,] f e16 d }
\new Voice= "second"
{ \voiceTwo d16 c d8~ d16 b c8~ c16 b c8~ c16 b8. }
>>
Stimmen werden hier explizit erstellt und erhalten Bezeichnungen
zugewiesen. Die \voiceOne … \voiceFour-Befehle
stellen die Stimmen so ein, dass für die erste und dritte Stimme
die Hälse nach oben zeigen, für die zweite und vierte Stimme
hingegen nach unten. Die Noten der dritten und vierten Stimme
werden horizontal verschoben, und Pausen in den entsprechenden
Stimmen werden automatisch verschoben, um Zusammenstöße zu
vermeiden. Der \oneVoice-Befehl stellt das Standardverhalten
mit neutralen Halsrichtungen wieder her.
Vorübergehende polyphone Passagen
Ein vorübergehender polyphoner Abschnitt kann mit folgender Konstruktion erstellt werden:
<< { \voiceOne ... }
\new Voice { \voiceTwo ... }
>> \oneVoice
Der erste Ausdruck innerhalb des polyphonen Abschnitts wird in
den Voice-Kontext gestellt, der unmittelbar vor dem
polyphonen Abschnitt aktiv war, und der gleiche Voice-Kontext
setzt sich nach dem Abschnitt fort. Andere Ausdrücke innerhalb
der eckigen Klammern werden anderen Stimmennummern zugewiesen.
Damit lassen sich auch Gesangstexte einer durchgehenden Stimme
vor, während und nach dem polyphonen Abschnitt zuweisen:
<<
\new Voice = "melody" {
a4
<<
{
\voiceOne
g f
}
\new Voice {
\voiceTwo
d2
}
>>
\oneVoice
e4
}
\new Lyrics \lyricsto "melody" {
This is my song.
}
>>
Hierbei sind die Befehle \voiceOne und \voiceTwo notwendig, um die Einstellungen für jede Stimme zu
initialisieren.
Die Konstruktion mit doppeltem Backslash
Die << {...} \\ {...} >>-Konstruktion, in welcher
die beiden (oder mehreren) Ausdrücke durch doppelte
Backslash-Zeichen (Taste AltGr+ß) getrennt werden, verhält
sich anderes als die ähnliche Konstruktion ohne die doppelten
Schrägstriche: alle Ausdrücke innerhalb der eckigen
Klammern werden in diesem Fall jeweils neuen Voice-Kontexten
zugeordnet. Diese neuen Voice-Kontexte werden implizit
erstellt und haben die festen Bezeichnungen "1",
"2" usw.
Das erste Beispiel könnte also auch wie folgt notiert werden:
<<
{ r8 r16 g e8. f16 g8[ c,] f e16 d }
\\
{ d16 c d8~ d16 b c8~ c16 b c8~ c16 b8. }
>>
Diese Syntax kann benutzt werden, wenn es keine Rolle spielt,
ob vorübergehend Stimmen erstellt werden und dann wieder
verworfen werden. Diese implizit erstellten Stimmen erhalten
die Einstellungen, die in den Befehlen
\voiceOne … \voiceFour enthalten sind, in
der Reihenfolge, in der sie im Quelltext auftauchen.
Im nächsten Beispiel zeigen die Hälse der zeitweiligen Stimme
nach oben, sie wird deshalb erst als dritte in der Konstruktion
notiert, damit sie die Eigenschaften von voiceThree
zugewiesen bekommt. Unsichtbare Pause werden eingesetzt, damit
keine doppelten Pausen ausgegeben werden.
<<
{ r8 g g g g f16 ees f8 d }
\\
{ ees,8 r ees r d r d r }
\\
{ d'8 s c s bes s a s }
>>
Es wird sehr empfohlen, in allen außer den allereinfachsten Stücken explizite Stimmenkontexte zu erstellen, wie erklärt in Kontexte und Engraver und Stimmen explizit beginnen.
Stimmen-Anordnung
Wenn mehrere Stimmen notiert werden, sollte folgende Anordnung eingehalten werden:
Stimme 1: höchste Stimme 2: tiefste Stimme 3: zweithöchste Stimme 4: zweittiefste Stimme 5: dritthöchste Stimme 6: dritttiefste usw.
Auch wenn das erst nicht einleuchtend erscheint, erleichtert es den automatischen Layoutprozess doch sehr. Die ungeraden Stimmen erhalten Hälse nach oben, die graden Stimmen Hälse nach unten:
\new Staff <<
\time 2/4
{ f''2 } % 1: highest
\\
{ c'2 } % 2: lowest
\\
{ d''2 } % 3: second-highest
\\
{ e'2 } % 4: second-lowest
\\
{ b'2 } % 5: third-highest
\\
{ g'2 } % 6: third-lowest
>>
Achtung: Gesangstext und Strecker (etwa Bögen, Bindebögen, Crescendoklammern usw.) können nicht zwischen zwei Stimmen erstellt werden.
Identische Rhythmen
Wenn parallele Abschnitte gesetzt werden sollen,
die identischen Rhythmus haben, kann man die Ausdrücke in
einen einzigen Voice-Kontext parallel kombinieren, sodass
sich Akkorde ergeben. Um das zu erreichen, müssen sie einfach
von spitzen Klammern innerhalb einer expliziten Stimme
umgeben werden:
\new Voice <<
{ e4 f8 d e16 f g8 d4 }
{ c4 d8 b c16 d e8 b4 }
>>
Mit dieser Methode können sich seltsame Balken und Warnungen ergeben, wenn die Musikausdrücke nicht den gleichen Rhythmus haben.
Vordefinierte Befehle
\voiceOne,
\voiceTwo,
\voiceThree,
\voiceFour,
\oneVoice.
Siehe auch
Handbuch zum Lernen: Voice enthält Noten, Stimmen explizit beginnen.
Notationsreferenz: Schlagzeugsysteme, Unsichtbare Pausen, Hälse.
Schnipsel: Simultaneous notes.
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Mehrstimmigkeit in einem System ] | [ Nach oben : Mehrere Stimmen ] | [ Auflösung von Zusammenstößen > ] | ||
Stimmenstile
Stimmen können unterschiedliche Farben erhalten, um einfach erkennbar zu sein:
<<
{ \voiceOneStyle d4 c2 b4 }
\\
{ \voiceTwoStyle e,2 e }
\\
{ \voiceThreeStyle b2. c4 }
\\
{ \voiceFourStyle g'2 g }
>>
Der \voiceNeutralStyle-Befehl wird benutzt, um wieder
die Standardausgabe einzuschalten.
Vordefinierte Befehle
\voiceOneStyle,
\voiceTwoStyle,
\voiceThreeStyle,
\voiceFourStyle,
\voiceNeutralStyle.
Siehe auch
Handbuch zum Lernen: Ich höre Stimmen, Mehr Information.
Schnipsel: Simultaneous notes.
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Stimmenstile ] | [ Nach oben : Mehrere Stimmen ] | [ Automatische Kombination von Stimmen > ] | ||
Auflösung von Zusammenstößen
Die Notenköpfe von Noten in unterschiedlichen Stimmen mit derselben Tonhöhe, demselben Notenkopf und den Hälsen in entgegengesetzte Richtungen werden automatisch verschmolzen, aber Noten mit unterschiedlichen Köpfen oder den Hälsen in die selbe Richtung werden nicht verschmolzen. Pausen, die einem Hals in einer anderen Stimme gegenüberstehen, werden vertikal verschoben. Das folgende Beispiel zeigt drei unterschiedliche Situationen, auf Taktposition 1 und 3 in Takt 1 und Taktposition 1 in Takt 2, wo das automatische Verschmelzen nicht funktioniert.
<<
{
c8 d e d c d c4
g'2 fis
} \\ {
c2 c8. b16 c4
e,2 r
} \\ {
\oneVoice
s1
e8 a b c d2
}
>>
Noten mit unterschiedlichen Notenköpfen können verschmolzen werden, mit der Ausnahme von Halben- und Viertelnotenköpfen, wie im Beispiel unten gezeigt. Hier werden die Notenköpfe auf Taktposition 1 im ersten Takt verschmolzen:
<<
{
\mergeDifferentlyHeadedOn
c8 d e d c d c4
g'2 fis
} \\ {
c2 c8. b16 c4
e,2 r
} \\ {
\oneVoice
s1
e8 a b c d2
}
>>
Auch Köpfe mit unterschiedlichen Punktierungen wie auf Taktposition 3 im ersten Takt können verschmolzen werden:
<<
{
\mergeDifferentlyHeadedOn
\mergeDifferentlyDottedOn
c8 d e d c d c4
g'2 fis
} \\ {
c2 c8. b16 c4
e,2 r
} \\ {
\oneVoice
s1
e8 a b c d2
}
>>
Die Halbe und die Achtel am Anfang des zweiten Taktes werden
fehlerhaft verschmolzen, weil die automatische Verschmelzung
nicht richtig arbeiten
kann, wenn drei oder mehr Noten zur gleichen Zeit auftreten –
und in diesem Fall ist der verschmolzene Notenkopf nicht richtig.
Um das Verschmelzen zuzulassen, muss ein \shift (Verschiebung)
auf die Note angewendet werden, die nicht verschmolzen werden soll.
In diesem Fall wurde
\shiftOn gesetzt, um das oberste g aus der
Kolumne zu entfernen. Jetzt funktioniert
\mergeDifferentlyHeadedOn (verschmelze Noten mit unterschiedlichen
Köpfen) so wie es soll.
<<
{
\mergeDifferentlyHeadedOn
\mergeDifferentlyDottedOn
c8 d e d c d c4
\shiftOn
g'2 fis
} \\ {
c2 c8. b16 c4
e,2 r
} \\ {
\oneVoice
s1
e8 a b c d2
}
>>
Der shiftOn-Befehl ermöglicht die Noten einer Stimme zu verschieben,
erzwingt dieses Verhalten aber nicht. Wenn shiftOn auf eine Stimme
angewendet wird, eine Note oder ein Akkord in der Stimme wird nur verschoben,
wenn sein Hals mit dem Hals der Note einer anderen Stimme kollidieren würde,
und nur, wenn der Hals der Kollisionsnote in die gleiche Richtung zeigt.
Der shiftOff-Befehl verhindert, dass eine derartige Verschiebung
stattfinden kann.
Die äußeren Stimmen (also normalerweise Stimmen 1 und 2) haben als Standard
shiftOff eingestellt, während die inneren Stimmen (3 und mehr)
shiftOn definiert haben. Wenn eine Verschiebung stattfindet, werden
Stimmen mit den Hälsen nach oben (also ungerade Stimmen) nach rechts verschoben,
während Stimmen mit den Hälsen nach unten (also gerade Stimmen) nach links
verschoben werden.
Hier ein Beispiel, das verstehen hilft, wie ein verkürzter polyphonischer Abschnitt intern ausgeweitet wird.
Achtung: Wenn Sie drei oder mehr Stimmen haben, sollte die vertikale Anordnung der Stimmen in der Eingabedatei nicht die gleiche sein wie die vertikale Anordnung der Stimmen im Notensystem!
\new Staff \relative c'' {
%% abbreviated entry
<<
{ f2 } % 1: highest
\\
{ g,2 } % 2: lowest
\\
{ d'2 } % 3: upper middle
\\
{ b2 } % 4: lower middle
>>
%% internal expansion of the above
<<
\new Voice = "1" { \voiceOne \shiftOff f'2 }
\new Voice = "2" { \voiceTwo \shiftOff g,2 }
\new Voice = "3" { \voiceThree \shiftOn d'2 } % shifts right
\new Voice = "4" { \voiceFour \shiftOn b2 } % shifts left
>>
}
Zwei zusätzliche Befehle, shiftOnn und shiftOnnn stellen
weitere Verschiebungsebenen zu verfügung, die vorübergehend eingesetzt
werden können um Zusammenstöße in komplizierten Situationen aufzulösen.
Siehe auch
Beispiel aus dem Leben.
Noten werden nur verschmolzen, wenn ihre Hälse in entgegengesetzte
Richtungen zeigen (also etwa wie Voice 1 und 2 in den
Standardeinstellungen oder wenn die Hälse explizit in unterschiedliche
Richtungen gedreht sind).
Vordefinierte Befehle
\mergeDifferentlyDottedOn,
\mergeDifferentlyDottedOff,
\mergeDifferentlyHeadedOn,
\mergeDifferentlyHeadedOff,
\shiftOn,
\shiftOnn,
\shiftOnnn,
\shiftOff.
Ausgewählte Schnipsel
Zusätzliche Stimmen, um Zusammenstöße zu vermeiden
Ein einigen Fällen von sehr komplexer polyphoner Musik sind zusätzliche
Stimmen notwendig, um Zusammenstöße zwischen den Noten zu vermeiden.
Wenn mehr als vier parallele Stimmen benötigt werden, können zusätzliche
Stimmen definiert werden, indem eine Variable mit der Funktion
context-spec-music definiert wird.
voiceFive = #(context-spec-music (make-voice-props-set 4) 'Voice)
\relative c'' {
\time 3/4
\key d \minor
\partial 2
<<
{
\voiceOne
a4. a8
e'4 e4. e8
f4 d4. c8
}
\\
{
\voiceThree
f,2
bes4 a2
a4 s2
}
\\
{
\voiceFive
s2
g4 g2
f4 f2
}
\\
\bar "||"{
\voiceTwo
d2
d4 cis2
d4 bes2
}
>>
}
Horizontale Verschiebung von Noten erzwingen
Wenn es zu Zusammenstößen kommt, kann mit folgender Lösung eine andere Position manuell eingestellt werden. Die Einheiten hier sind Notenlinienzwischenräume.
\relative c' <<
{
<d g>2 <d g>
}
\\
{
<b f'>2
\once \override NoteColumn #'force-hshift = #1.7
<b f'>2
}
>>
Siehe auch
Musikglossar: polyphony.
Handbuch zum Lernen: Mehrere Noten auf einmal, Voice enthält Noten, Beispiele aus dem Leben.
Schnipsel: Simultaneous notes.
Referenz der Interna: NoteColumn, NoteCollision, RestCollision.
Bekannte Probleme und Warnungen
Die Benutzung von \override NoteColumn #'ignore-collision = ##t
führt dazu, dass Noten mit unterschiedlichen Köpfen in unterschiedlichen
Stimmen falsch verschmolzen werden.
\mergeDifferentlyHeadedOn
<< { c16 a' b a } \\ { c,2 } >>
\override NoteColumn #'ignore-collision = ##t
<< { c16 a' b a } \\ { c,2 } >>
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
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Automatische Kombination von Stimmen
Automatische Kombination von Stimmen wird verwendet, um zwei
selbständige Stimmen auf einem Notensystem zu setzen. Es wird vor allem
in Orchesterpartituren eingesetzt. Wenn beide Stimmen
die gleichen Noten haben, wird nur eine Stimme gesetzt, wenn
sie sich unterscheiden, werden sie als unterschiedliche Stimmen
(Voice) gesetzt, und die
Richtung der Hälse wird automatisch bestimmt. Zusätzlich
werden solo und a due-Stellen erkannt
und bezeichnet.
Die Syntax zur automatischen Stimmenkombination lautet:
\partcombine musikAusdr1 musikAusdr2
Das nächste Beispiel zeigt, wie die Kombination funktioniert. Hier werden die Stimmen erst auf einem jeweils eigenen System und dann kombiniert gesetzt. Die gleichen Variablen werden für die Stimmen und das kombinierte System benutzt.
instrumentOne = \relative c' {
c4 d e f |
R1 |
d'4 c b a |
b4 g2 f4 |
e1 |
}
instrumentTwo = \relative g' {
R1 |
g4 a b c |
d4 c b a |
g4 f( e) d |
e1 |
}
<<
\new Staff \instrumentOne
\new Staff \instrumentTwo
\new Staff \partcombine \instrumentOne \instrumentTwo
>>
Beide Stimmen haben die gleichen Noten im dritten Takt, sodass
sie nur als eine Stimme gesetzt werden. Die Richtung von Hälsen und
Bögen werden automatisch gewählt, abhängig davon ob es eine
Solo-Stelle oder Unisono ist. In polyphonen Situationen erhält
die erste Stimme (mit dem Kontext one) immer Hälse nach oben,
die zweite Stimme (mit dem Kontext two)
Hälse nach unten. An Solo-Stellen werden die Stimmen mit
„Solo“ bzw. „Solo II“ bezeichnet. Die Unisono-Stellen
(a due) werden mit dem Text „a2“ gekennzeichnet.
Beide Argumente von \partcombine werden als eigenständige
Voice-Kontexte interpretiert. Wenn relative Oktaven
benutzt werden, muss \relative für beide Stimmen
benutzt werden, also:
\partcombine \relative … musikAusdr1 \relative … musikAusdr2
Ein \relative-Abschnitt, der \partcombine umschließt, hat
keinen Einfluss auf
die Tonhöhen von musikAusdr1 oder musikAusdr2.
In professionellen Partituren werden Stimmen oft für lange Strecken auseinander
gehalten, auch wenn eine oder mehrere Noten tatsälich aufeinander treffen und
einfach als Unisono gesetzt werden könnten. Noten zu Akkorden zusammenzufassen
oder eine Stimme als Solo anzuzeigen ist darum nicht ideal, weil die
\partcombine-Funktion jede Note separat betrachtet. Aus diesem
Grund kann die \partcombine-Funktion mit folgenden Befehlen verändert
werden:
Befehle, die auf … Once enden, gelten nur für die nächste
Note eines musikalischen Ausdrucks.
-
\partcombineApartund\partcombineApartOnceerhalten die Noten als zwei unterschiedliche Stimmen, auch wenn sie als Akkord oder Unisono kombiniert werden könnten. -
\partcombineChordsund\partcombineChordsOncekombinieren die Noten als Akkord. -
\partcombineUnisonound\partcombineUnisonoOncekombinieren beide Stimmen als Unisono. -
\partcombineSoloIund\partcombineSoloIOncesetzen nur Stimme eins und markieren sie als „Solo“. -
\partcombineSoloIIund\partcombineSoloIIOncesetzen nur Stimme zwei und markieren sie als „Solo“. -
\partcombineAutomaticund\partcombineAutomaticOncebeenden die Wirkung der Befehle oben und stellt das normale Verhalten des Kombinationsmechanismus wieder her.
instrumentOne = \relative c' {
\partcombineApart c2^"apart" e |
\partcombineAutomatic e2^"auto" e |
\partcombineChords e'2^"chord" e |
\partcombineAutomatic c2^"auto" c |
\partcombineApart c2^"apart" \partcombineChordsOnce e^"chord once" |
c2 c |
}
instrumentTwo = \relative c' {
c2 c |
e2 e |
a,2 c |
c2 c' |
c2 c |
c2 c |
}
<<
\new Staff { \instrumentOne }
\new Staff { \instrumentTwo }
\new Staff { \partcombine \instrumentOne \instrumentTwo }
>>
Ausgewählte Schnipsel
Zwei Stimmen auf einem System kombinieren
Die Funktion, die Stimmen kombiniert (also der \partcombine-Befehl)
ermöglicht die Kombination unterschiedlicher Stimmen auf einem
System. Textanweisungen wie "solo" oder "a2" werden automatisch
hinzugefügt. Wenn man sie entfernen will, muss man die Eigenschaft
printPartCombineTexts auf falsch setzen. Für Klavierauszüge
muss natürlich kein "solo"/"a2" usw. hinzugefügt werden, man
sollte sie also ausschalten. Wenn aber Solo-Stellen in einem
Klavierauszug oder einer Chorpartitur angezeigt werden, ist es besser,
normale Polyphonie zu verwenden, weil so die Solostellen angezeigt
werden, auch wenn der Text des Stimmenkombinierers ausgeschaltet ist.
Der Schnipsel zeigt drei Möglichkeiten, Stimmen auf einem System zu
kombinieren: Standardpolyphonie, \partcombine ohne Text und
\partcombine mit Text.
musicUp = \relative c'' {
\time 4/4
a4 c4.( g8) a4 |
g4 e' g,( a8 b) |
c b a2.
}
musicDown = \relative c'' {
g4 e4.( d8) c4 |
r2 g'4( f8 e) |
d2 \stemDown a
}
\score {
<<
<<
\new Staff {
\set Staff.instrumentName = #"Standard polyphony"
<< \musicUp \\ \musicDown >>
}
\new Staff \with { printPartCombineTexts = ##f } {
\set Staff.instrumentName = #"PartCombine without texts"
\partcombine \musicUp \musicDown
}
\new Staff {
\set Staff.instrumentName = #"PartCombine with texts"
\partcombine \musicUp \musicDown
}
>>
>>
\layout {
indent = 6.0\cm
\context {
\Score
\override SystemStartBar #'collapse-height = #30
}
}
}
Partcombine-Text ändern
Wenn Stimmen automatisch kombiniert werden, kann der Text, der für Solo- und Unisono-Stellen ausgegeben wird, geändert werden:
\new Staff <<
\set Staff.soloText = #"girl"
\set Staff.soloIIText = #"boy"
\set Staff.aDueText = #"together"
\partcombine
\relative c'' {
g4 g r r
a2 g
}
\relative c'' {
r4 r a( b)
a2 g
}
>>
Siehe auch
Notationsreferenz: Orchesterstimmen erstellen.
Schnipsel: Simultaneous notes.
Referenz der Interna: PartCombineMusic, Voice.
Bekannte Probleme und Warnungen
Alle \partcombine...-Funktionen können nur zwei Stimmen
aufnehmen und sind nicht für die Behandlung von Gesangstext geeignet.
Das heißt, dass die Funktion nicht funktioniert, wenn einer der
Kontexte explizit eine Bezeichnung erhält, um ihm etwa Gesangstext
zuweisen zu können.
\partcombine...-Funktionen können nicht innerhalb von
\times- oder \relative-Umgebungen geschrieben werden.
Wenn printPartCombineTexts definiert ist und die zwei Stimmen
die gleichen Noten abwechselnd spielen, kann es sein, dass die
Kombinationsfunktion den Text „a2“ mehr als einmal im gleichen
Takt setzt.
\partcombine merkt nur, wenn eine Note in einer Voice-Umgebung
beginnt; Information, dass eine Note in einer Stimme etwa schon
begonnen hat, wenn die andere Stimme die gleiche Note spielt,
fehlt. Das kann zu einigen unerwarteten Problemen führen, wie etwa
dass „Solo“ bzw. „Unison“ falsch gesetzt werden.
\partcombine hält alle Strecker (Haltebögen, Legatobögen,
Klammern usw.) in der gleichen Voice-Umgebung, sodass es
sein kann, dass diese Strecker nicht korrekt erscheinen, wenn sie
in einer anderen Stimme enden.
Wenn die \partcombine-Funktion beide Noten nicht kombinieren
kann (beispielsweise weil beide Stimmen unterschiedliche Dauern haben),
werden die Stimmen intern in one und two benannt. Das
heißt, dass jeglicher Kontextwechsel zu einem Voice-Kontext
mit anderer Bezeichnung ignoriert wird.
Lesen Sie auch den Abschnitt Bekannte Probleme und Warnungen,
wenn Sie \partcombine in Tabulaturen benutzen
(siehe Standardtabulaturen).
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
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Musik parallel notieren
Noten für mehrere Stimmen können verschachtelt notiert werden.
Die Funktion \parallelMusic akzeptiert eine Liste mit
den Bezeichnungen einer Reihe von Variablen und einen
musikalischen Ausdruck. Der Inhalt der verschiedenen Takte in
dem musikalischen Ausdruck bekommt die Bezeichnung der Variablen zugewiesen,
sodass sie benutzt werden können, um die Musik dann zu setzen.
Dabei entspricht jede Zeile einer Stimme.
Achtung: Taktüberprüfungen | müssen benutzt werden, und
die Takte müssen die gleiche Länge haben.
\parallelMusic #'(voiceA voiceB voiceC) {
% Bar 1
r8 g'16 c'' e'' g' c'' e'' r8 g'16 c'' e'' g' c'' e'' |
r16 e'8.~ e'4 r16 e'8.~ e'4 |
c'2 c'2 |
% Bar 2
r8 a'16 d'' f'' a' d'' f'' r8 a'16 d'' f'' a' d'' f'' |
r16 d'8.~ d'4 r16 d'8.~ d'4 |
c'2 c'2 |
}
\new StaffGroup <<
\new Staff << \voiceA \\ \voiceB >>
\new Staff { \clef bass \voiceC }
>>
Der relative Modus kann auch benutzt werden. Beachten Sie, dass
der \relative-Befehl nicht innerhalb von
\parallelMusic benutzt wird. Die Noten sind parallel
zu der vorherigen Note der gleichen Stimme , nicht zu der
vorherigen Note in der Quelldatei. Anders gesagt ignorieren
relative Noten von voiceA die Noten von voiceB.
\parallelMusic #'(voiceA voiceB voiceC) {
% Bar 1
r8 g16 c e g, c e r8 g,16 c e g, c e |
r16 e8.~ e4 r16 e8.~ e4 |
c2 c |
% Bar 2
r8 a,16 d f a, d f r8 a,16 d f a, d f |
r16 d8.~ d4 r16 d8.~ d4 |
c2 c |
}
\new StaffGroup <<
\new Staff << \relative c'' \voiceA \\ \relative c' \voiceB >>
\new Staff \relative c' { \clef bass \voiceC }
>>
Das funktioniert ziemlich gut für Klaviernoten. Dieses Beispiel speichert vier konsekutive Takte in vier Variablen:
global = {
\key g \major
\time 2/4
}
\parallelMusic #'(voiceA voiceB voiceC voiceD) {
% Bar 1
a8 b c d |
d4 e |
c16 d e fis d e fis g |
a4 a |
% Bar 2
e8 fis g a |
fis4 g |
e16 fis g a fis g a b |
a4 a |
% Bar 3 ...
}
\score {
\new PianoStaff <<
\new Staff {
\global
<<
\relative c'' \voiceA
\\
\relative c' \voiceB
>>
}
\new Staff {
\global \clef bass
<<
\relative c \voiceC
\\
\relative c \voiceD
>>
}
>>
}
Siehe auch
Handbuch zum Lernen: Stücke durch Bezeichner organisieren.
Schnipsel: Simultaneous notes.
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Musik parallel notieren ] | [ Nach oben : Musikalische Notation ] | [ Systeme anzeigen lassen > ] | ||
1.6 Notation auf Systemen
Dieser Abschnitt zeigt, wie die Erscheinung von Systemen beeinflusst wird, wie Partituren mit mehr als einem System gesetzt werden und wie man Aufführungsanweisungen und Stichnoten zu einzelnen Systemen hinzufügt.
| 1.6.1 Systeme anzeigen lassen | ||
| 1.6.2 Einzelne Systeme verändern | ||
| 1.6.3 Orchesterstimmen erstellen |
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Notation auf Systemen ] | [ Nach oben : Notation auf Systemen ] | [ Neue Notensysteme erstellen > ] | ||
1.6.1 Systeme anzeigen lassen
Dieser Abschnitt zeigt unterschiedliche Methoden, Notensysteme und Gruppen von Systemen zu erstellen.
| Neue Notensysteme erstellen | ||
| Systeme gruppieren | ||
| Verschachtelte Notensysteme | ||
| Systeme trennen |
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Systeme anzeigen lassen ] | [ Nach oben : Systeme anzeigen lassen ] | [ Systeme gruppieren > ] | ||
Neue Notensysteme erstellen
Notensysteme (engl. staff, Pl. staves)
werden mit dem \new oder \context-Befehl erstellt. Zu
Einzelheiten siehe
Kontexte erstellen.
Der einfachste Notensystem-Kontext ist Staff:
\new Staff { c4 d e f }
DrumStaff (Perkussionsnotensystem) erstellt ein Notensystem
mit fünf Linien, das für ein typisches Schlagzeug eingerichtet ist.
Für jedes Instrument werden unterschiedliche Symbole dargestellt.
Die Instrumente werden innerhalb der
drummode-Umgebung gesetzt, wo jedes Instrument seine eigene
Bezeichnung hat. Zu Einzelheiten siehe
Schlagzeugsysteme.
\new DrumStaff {
\drummode { cymc hh ss tomh }
}
RhythmicStaff (Rhythmus-System) erstellt ein Notensystem mit
nur einer Notenlinie, auf welcher nur die rhythmischen Werte der
eingegebenen Noten dargestellt werden. Die wirklichen Längen bleiben
erhalten. Zu Einzelheiten, siehe
Melodierhythmus anzeigen.
\new RhythmicStaff { c4 d e f }
TabStaff (Tabulatursystem) erstellt eine Tabulatur mit sechs
Saiten in der üblichen Gitarrenstimmung. Zu Einzelheiten siehe
Standardtabulaturen.
\new TabStaff { c4 d e f }
Es gibt zwei Notensysteme, die zur Notation von Alter Musik eingesetzt
werden: MensuralStaff and VaticanaStaff. Sie sind
erklärt in
Vordefinierte Umgebungen.
Das GregorianTranscriptionStaff (System zur Transkription des
Gregorianischen Chorals) erstellt ein Notensystem, um modernen
Gregorianischen Choral zu notieren. Es hat keine Notenlinien.
\new GregorianTranscriptionStaff { c4 d e f e d }
Neue Notensystem-Kontexte können selber definiert werden. Zu Einzelheiten, siehe Neue Kontexte definieren.
Siehe auch
Notationsreferenz: Kontexte erstellen, Schlagzeugsysteme, Melodierhythmus anzeigen, Standardtabulaturen, Vordefinierte Umgebungen, Das Notensystem, Gregorianische Gesangs-Kontexte, Mensural-Kontexte, Neue Kontexte definieren.
Schnipsel: Staff notation.
Referenz der Interna: Staff, DrumStaff, GregorianTranscriptionStaff, RhythmicStaff, TabStaff, MensuralStaff, VaticanaStaff, StaffSymbol.
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Neue Notensysteme erstellen ] | [ Nach oben : Systeme anzeigen lassen ] | [ Verschachtelte Notensysteme > ] | ||
Systeme gruppieren
Es gibt verschiedene Kontexte, um einzelne Notensysteme zu gruppieren und einer Partitur zu verbinden. Jeder Gruppenstil beeinflusst das Aussehen des Systemanfangs und das Verhalten der Taktlinien.
Wenn kein Kontext angegeben ist, wird die Standardeinstellung eingesetzt: die Gruppe beginnt mit einer vertikalen Linie und die Taktlinien sind nicht verbunden.
<<
\new Staff { c1 c }
\new Staff { c1 c }
>>
Im StaffGroup-Kontext die Gruppe mit einer eckigen Klammer
begonnen und die Taktlinien durch alle Systeme gezogen.
\new StaffGroup <<
\new Staff { c1 c }
\new Staff { c1 c }
>>
In einem ChoirStaff (Chorsystem) beginnt die Gruppe mit einer
eckigen Klammer, aber die Taktlinien sind nicht verbunden.
\new ChoirStaff <<
\new Staff { c1 c }
\new Staff { c1 c }
>>
In einem GrandStaff (Akkolade) beginnt die Gruppe mit einer
geschweiften Klammer und die Taktlinien sind durchgezogen.
\new GrandStaff <<
\new Staff { c1 c }
\new Staff { c1 c }
>>
Der PianoStaff-(Klaviersystem)-Kontext ist identisch mit dem
GrandStaff-Kontext, aber es ermöglicht zusätzlich direkt
die Angabe einer Instrumentbezeichnung. Zu Einzelheiten siehe
Instrumentenbezeichnungen.
\new PianoStaff <<
\set PianoStaff.instrumentName = #"Piano"
\new Staff { c1 c }
\new Staff { c1 c }
>>
Jede Systemgruppe stellt die Eigenschaft
systemStartDelimiter (SystemBeginnBegrenzer) auf einen der
folgenden Werte:
SystemStartBar, SystemStartBrace oder
SystemStartBracket. Ein vierter Begrenzer,
SystemStartSquare, ist auch erreichbar, aber man muss ihr
explizit einstellen.
Neue Systemgruppen können definiert werden. Zu Einzelheiten siehe Neue Kontexte definieren.
Ausgewählte Schnipsel
Eine eckige Klammer zu Beginn von Systemgruppen benutzen
Die Klammer zu Beginn von Systemgruppen kann auch in eine eckige Klammer
(SystemStartSquare) umgewandelt werden, wenn man sie explizit
im StaffGroup- oder ChoirStaffGroup-Kontext setzt.
\score {
\new StaffGroup { <<
\set StaffGroup.systemStartDelimiter = #'SystemStartSquare
\new Staff { c'4 d' e' f' }
\new Staff { c'4 d' e' f' }
>> }
}
Klammer anzeigen, wenn nur ein System gesetzt wird
Wenn nur ein System einer Systemgruppe vom Typ ChoirStaff oder
StaffGroup angezeigt wird, wird die Klammer zu Beginn normalerweise
nicht gesetzt. Das kann verändert werden, indem man die entsprechende
Eigenschaft verändert.
Bei Systemen wie PianoStaff und GrandStaff, die mit einer
geschweiften Klammer beginne, muss eine andere Eigenschaft verändert werden,
wie das zweite Beispiel zeigt.
\markup \left-column {
\score {
\new StaffGroup <<
% Must be lower than the actual number of staff lines
\override StaffGroup.SystemStartBracket #'collapse-height = #1
\override Score.SystemStartBar #'collapse-height = #1
\new Staff {
c'1
}
>>
\layout { }
}
\null
\score {
\new PianoStaff <<
\override PianoStaff.SystemStartBrace #'collapse-height = #1
\override Score.SystemStartBar #'collapse-height = #1
\new Staff {
c'1
}
>>
\layout { }
}
}
Mensurstriche-Layout (Taktstriche zwischen den Systemen
Das Mensurstiche-Layout, in welchem die Taktlinien nicht auf den Systemen,
sondern zwischen den Systemen gesetzt werden, kann mit einer StaffGroup
anstelle von ChoirStaff erreicht werden. Die Taktlinien auf den
Systemen werden mit der transparent-Eigenschaft ausgelöscht.
global = {
\override Staff.BarLine #'transparent = ##t
s1 s
% the final bar line is not interrupted
\revert Staff.BarLine #'transparent
\bar "|."
}
\new StaffGroup \relative c'' {
<<
\new Staff { << \global { c1 c } >> }
\new Staff { << \global { c c } >> }
>>
}
Siehe auch
Glossar: brace, bracket, grand staff.
Notationsreferenz: Instrumentenbezeichnungen, Neue Kontexte definieren.
Schnipsel: Staff notation.
Referenz der Interna: Staff, StaffGroup, ChoirStaff, GrandStaff, PianoStaff, SystemStartBar, SystemStartBrace, SystemStartBracket, SystemStartSquare.
Bekannte Probleme und Warnungen
PianoStaff nimmt standardmäßig keine ChordNames (Akkordbezeichnungen)
auf.
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Systeme gruppieren ] | [ Nach oben : Systeme anzeigen lassen ] | [ Systeme trennen > ] | ||
Verschachtelte Notensysteme
System-Gruppen können in beliebiger Tiefe geschachtelt werden. In diesem Fall erstellt jeder neue, innen liegende Kontext eine neue Klammer außerhalb der Klammer der Systemgruppe, in der er sich befindet.
\new StaffGroup <<
\new Staff { c2 c | c2 c }
\new StaffGroup <<
\new Staff { g2 g | g2 g }
\new StaffGroup \with {
systemStartDelimiter = #'SystemStartSquare
}
<<
\new Staff { e2 e | e2 e }
\new Staff { c2 c | c2 c }
>>
>>
>>
Neue geschachtelte Systemgruppen können definiert werden. Zu Einzelheiten siehe Neue Kontexte definieren.
Ausgewählte Schnipsel
Systeme schachteln
Die Eigenschaft systemStartDelimiterHierarchy kann eingesetzt
werden, um komplizierte geschachtelte Systemklammern zu erstellen. Der
Befehl \set StaffGroup.systemStartDelimiterHierarchy nimmt eine
Liste mit der Anzahl der Systeme, die ausgegeben werden, auf. Vor jedem
System kann eine Systemanfangsklammer angegeben werden. Sie muss in Klammern eingefügt
werden und umfasst so viele Systeme, wie die Klammer einschließt. Elemente
in der Liste können ausgelassen werden, aber die erste Klammer umfasst immer
die gesamte Gruppe. Die Möglichkeiten der Anfangsklammer sind: SystemStartBar,
SystemStartBracket, SystemStartBrace und
SystemStartSquare.
\new StaffGroup
\relative c'' <<
\set StaffGroup.systemStartDelimiterHierarchy
= #'(SystemStartSquare (SystemStartBrace (SystemStartBracket a
(SystemStartSquare b) ) c ) d)
\new Staff { c1 }
\new Staff { c1 }
\new Staff { c1 }
\new Staff { c1 }
\new Staff { c1 }
>>
Siehe auch
Notationsreferenz: Systeme gruppieren, Instrumentenbezeichnungen, Neue Kontexte definieren.
Schnipsel: Staff notation.
Referenz der Interna: StaffGroup, ChoirStaff, SystemStartBar, SystemStartBrace, SystemStartBracket, SystemStartSquare.
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Verschachtelte Notensysteme ] | [ Nach oben : Systeme anzeigen lassen ] | [ Einzelne Systeme verändern > ] | ||
Systeme trennen
Wenn die Anzahl der Systeme sich von Seite zu Seite ändert, wird normalerweise
ein Trennzeichen hinzugefügt, dass die Systeme voneinander trennt. Die
Standardeinstellung ist, dass der Trenner nicht gesetzt wird, aber man kann ihn
mit einer Option in der \paper-Umgebung angeschalten.
\book {
\score {
\new StaffGroup <<
\new Staff {
\relative c'' {
c4 c c c
\break
c4 c c c
}
}
\new Staff {
\relative c'' {
c4 c c c
\break
c4 c c c
}
}
>>
}
\paper {
system-separator-markup = \slashSeparator
% following commands are needed only to format this documentation
paper-width = 100\mm
paper-height = 100\mm
tagline = ##f
}
}
Siehe auch
Notationsreferenz: Seitenlayout.
Schnipsel: Staff notation.
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Systeme trennen ] | [ Nach oben : Notation auf Systemen ] | [ Das Notensystem > ] | ||
1.6.2 Einzelne Systeme verändern
Dieser Abschnitt zeigt, wie man bestimmte Eigenschaften eines Systems ändert – etwa die Anzahl der Notenlinien oder die Größe des Systems. Es werden auch Methoden dargestellt, ein System zu beginnen und zu beenden sowie eine Methode, Ossia-Systeme zu erstellen.
| Das Notensystem | ||
| Ossia-Systeme | ||
| Systeme verstecken |
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Einzelne Systeme verändern ] | [ Nach oben : Einzelne Systeme verändern ] | [ Ossia-Systeme > ] | ||
Das Notensystem
Die Befehle \stopStaff und \startStaff können
benutzt werden, um ein Notensystem zu stoppen oder (wieder)
zu beginnen.
\stopStaff f4 d \startStaff g, e f'4 d \stopStaff g, e f'4 d \startStaff g, e
Vordefinierte Befehle
\startStaff,
\stopStaff.
Die Linien eines Notensystems gehören zu dem
StaffSymbol-(NotensystemSymbol)-Grob (hierzu gehören auch
Hilfslinien).
StaffSymbol-Eigenschaften können verändert werden, um die
Erscheinung des Notensystems zu beeinflussen, aber sie müssen
gesetzt werden, bevor das System erstellt wird.
Die Anzahl der Notenlinien kann verändert werden:
f4 d \stopStaff \override Staff.StaffSymbol #'line-count = #2 \startStaff g, e | f'4 d \stopStaff \revert Staff.StaffSymbol #'line-count \startStaff g, e |
Auch die Position der Notenlinien kann geändert werden. Die Werte werden in halben Notensystemabständen eingegeben und die neue Position ist relativ zur ursprünglichen Mittellinie. Eine einzelne Linie wird für jeden Wert ausgegeben, sodass die Anzahl der Linien sowie ihre Position im Notensystem mit einem Befehl geändert werden können.
f4 d \stopStaff \override Staff.StaffSymbol #'line-positions = #'(1 3 5 -1 -3) \startStaff g, e | f'4 d \stopStaff \override Staff.StaffSymbol #'line-positions = #'(8 6.5 -6 -8 -0.5) \startStaff g, e
die Position des Notenschlüssels und die Position von c’ können geändert werden, um dem neuen System zu entsprechen. Siehe auch Notenschlüssel.
Die Liniendicke der Notenlinien kann verändert werden. Die Dicke der Hilfslinien und Notenhälse wird auch beeinflusst, weil sie von der Notenliniendicke abhängen.
\new Staff \with {
\override StaffSymbol #'thickness = #3
}
{ f4 d g, e }
Die Dicke der Hilfslinien (engl. ledger lines) kann allerdings auch unabhängig von der Notenliniendicke verändert werden. Die zwei Zahlen, die nötig sind, sind Faktoren, mit denen die Notenlinien-Dicke und der Notenlinienabstand multipliziert werden. Die Addition beider Werte ergibt die Dicke der Hilfslinien.
\new Staff \with {
\override StaffSymbol #'thickness = #2
\override StaffSymbol #'ledger-line-thickness = #'(0.5 . 0.4)
}
{ f'4 a, a,, f }
Die vertikale Position der Hilfslinien kann verändert werden:
\new Staff \with {
\override StaffSymbol #'ledger-positions = #'(-3 -2 -1 2 5 6)
}
{ f'4 a, a,, f }
Zusätzliche Hilfslinien können auch innerhalb des Systems gesetzt
werden, wenn sie von einem selbsdefinierten Notensystem genötigt
werden. Das Beispiel zeigt die Standardposition der Hilfslinien
wenn die explizite Position mit legder-position nicht
definiert ist. Der Befehl stopStaff wird benötigt, damit
der Befehl sich auf das gesamte System (StaffSymbol) auswirkt.
Der Abstand zwischen Notenlinien kann verändert werden. Diese Einstellung wirkt sich auch auf den Abstand der Hilfslinien aus.
\new Staff \with {
\override StaffSymbol #'staff-space = #1.5
}
{ f'4 d, g, e, }
Ausgewählte Schnipsel
Eine Linie des Notensystems dicker als die anderen machen
Für den pädagogischen Einsatz kann eine Linie des Notensystems dicker
gezeichnet werden (z. B. die Mittellinie, oder um den Schlüssel hervorzuheben).
Das ist möglich, indem man zusätzliche Linien sehr nahe an der Linie, die
dicker erscheinen soll, einfügt. Dazu wird die line-positions-Eigenschaft
herangezogen.
{
\override Staff.StaffSymbol #'line-positions =
#'(-4 -2 -0.2 0 0.2 2 4)
d'4 e' f' g'
}
Siehe auch
Glossar: line, ledger line, staff.
Notationsreferenz: Notenschlüssel.
Schnipsel: Staff notation.
Referenz der Interna: StaffSymbol, staff-symbol-interface.
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Das Notensystem ] | [ Nach oben : Einzelne Systeme verändern ] | [ Systeme verstecken > ] | ||
Ossia-Systeme
Ossia-Systeme können gesetzt werden, indem zwei gleichzeitige Notensysteme an der entsprechenden Position erstellt werden:
\new Staff \relative c'' {
c4 b d c
<<
{ c4 b d c }
\new Staff { e4 d f e }
>>
c4 b c2
}
Dieses Beispiel ist aber normalerweise nicht erwünscht. Um Ossia-Systeme zu setzen, die sich über dem eigentlichen System befinden, keine Takt- und Schlüsselangaben haben und kleiner gesetzt sind, müssen einige Optimierungen angewendet werden. Im Handbuch zum Lernen wird eine Technik vorgestellt, mit der das gewünschte Ergebnis erreicht werden kann, beginnend in Musikalische Ausdrücke ineinander verschachteln.
Das Beispiel unten setzt die
alignAboveContext-(oberhalbAusrichtenKontext)-Eigenschaft
ein, um den Ossia-Abschnitt auszurichten. Diese Methode
bietet sich an, wenn nur einige Ossia-Systeme benötigt werden.
\new Staff = main \relative c'' {
c4 b d c
<<
{ c4 b d c }
\new Staff \with {
\remove "Time_signature_engraver"
alignAboveContext = #"main"
fontSize = #-3
\override StaffSymbol #'staff-space = #(magstep -3)
\override StaffSymbol #'thickness = #(magstep -3)
firstClef = ##f
}
{ e4 d f e }
>>
c4 b c2
}
Wenn mehrere isolierte Ossia-Systeme gebraucht werden, kann es
günstiger sein, einen leeren Staff-Kontext mit einer
spezifischen Kontextidentifikation zu erstellen. Die
Ossia-Abschnitte werden dann erstellt, indem dieser Kontext
aufgerufen wird und mit \startStaff und
\stopStaff an den richtigen Stellen sichtbar gemacht
wird. Der Vorteil dieser Methode zeigt sich, wenn man längere
Stücke setzt.
<<
\new Staff = ossia \with {
\remove "Time_signature_engraver"
\override Clef #'transparent = ##t
fontSize = #-3
\override StaffSymbol #'staff-space = #(magstep -3)
\override StaffSymbol #'thickness = #(magstep -3)
}
{ \stopStaff s1*6 }
\new Staff \relative c' {
c4 b c2
<<
{ e4 f e2 }
\context Staff = ossia {
\startStaff e4 g8 f e2 \stopStaff
}
>>
g4 a g2 \break
c4 b c2
<<
{ g4 a g2 }
\context Staff = ossia {
\startStaff g4 e8 f g2 \stopStaff
}
>>
e4 d c2
}
>>
Man kann auch den \Staff \RemoveEmptyStaves-Befehl einsetzen,
um Ossia-Systeme zu erstellen. Diese Methode eignet sich am
besten, wenn nach dem Ossia sofort ein Zeilenumbruch erfolgt.
Mehr Information zu \Staff \RemoveEmptyStaves findet sich in
Systeme verstecken.
<<
\new Staff = ossia \with {
\remove "Time_signature_engraver"
\override Clef #'transparent = ##t
fontSize = #-3
\override StaffSymbol #'staff-space = #(magstep -3)
\override StaffSymbol #'thickness = #(magstep -3)
} \relative c'' {
R1*3
c4 e8 d c2
}
\new Staff \relative c' {
c4 b c2
e4 f e2
g4 a g2 \break
c4 b c2
g4 a g2
e4 d c2
}
>>
\layout {
\context {
\Staff \RemoveEmptyStaves
\override VerticalAxisGroup #'remove-first = ##t
}
}
Ausgewählte Schnipsel
Gesangstext und Ossia vertikal ausrichten
Dieser Schnipsel zeigt, wie man die Kontexteigenschaften
alignBelowContext und alignAboveContext benutzen kann, um
die Positionierung von Gesangstext und Ossia-Abschnitten zu kontrollieren.
\paper {
ragged-right = ##t
}
\relative c' <<
\new Staff = "1" { c4 c s2 }
\new Staff = "2" { c4 c s2 }
\new Staff = "3" { c4 c s2 }
{ \skip 2
<<
\lyrics {
\set alignBelowContext = #"1"
lyrics4 below
}
\new Staff \with {
alignAboveContext = #"3"
fontSize = #-2
\override StaffSymbol #'staff-space = #(magstep -2)
\remove "Time_signature_engraver"
} {
\times 4/6 {
\override TextScript #'padding = #3
c8[^"ossia above" d e d e f]
}
}
>>
}
>>
Siehe auch
Glossar: ossia, staff, Frenched staff.
Handbuch zum Lernen: Musikalische Ausdrücke ineinander verschachteln, Größe von Objekten, Länge und Dicke von Objekten.
Notationsreferenz: Systeme verstecken.
Schnipsel: Staff notation.
Referenz der Interna: StaffSymbol.
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Ossia-Systeme ] | [ Nach oben : Einzelne Systeme verändern ] | [ Orchesterstimmen erstellen > ] | ||
Systeme verstecken
Die Notenlinien können entfernt werden, indem der
Staff_symbol_engraver aus dem Staff-Kontext
entfernt wird. Alternativ kann auch \stopStaff
eingesetzt werden.
\new Staff \with {
\remove "Staff_symbol_engraver"
}
\relative c''' { a8 f e16 d c b a2 }
Leere Systeme können versteckt werden, wenn der
\Staff \RemoveEmptyStaves-Befehl im \layout-Abschnitt
benutzt wird. In großen Orchesterpartituren wird dies oft
verwendet, um die leeren Systeme von gerade nicht spielenden
Instrumenten zu verstecken. In der Standardeinstellung werden alle
leeren Notenzeilen außer die des ersten Systems entfernt.
Achtung: Eine Notenzeile gilt als leer, wenn sie nur Ganztaktpausen,
Pausen, unsichtbare Noten, skip-Befehle oder eine Kombination
der drei enthält.
\layout {
\context {
\Staff \RemoveEmptyStaves
}
}
\relative c' <<
\new Staff {
e4 f g a \break
b1 \break
a4 b c2
}
\new Staff {
c,4 d e f \break
R1 \break
f4 g c,2
}
>>
\Staff \RemoveEmptyStaves kann auch eingesetzt werden,
um Ossiaabschnitte zu erstellen. Zu Einzelheiten, siehe
Ossia-Systeme.
Der \VaticanaStaff \RemoveEmptyStaves-Befehl kann
benutzt werden, um leere Takte in Notation der Alten Musik
zu entfernen. Gleichermaßen kann
\RhythmicStaff \RemoveEmptyStaves eingesetzt werden, um
leere Takte in einem
RhythmicStaff-Kontext zu entfernen.
Vordefinierte Befehle
\Staff \RemoveEmptyStaves,
\VaticanaStaff \RemoveEmptyStaves,
\RhythmicStaff \RemoveEmptyStaves.
Ausgewählte Schnipsel
Die erste leere Notenzeile auch entfernen
Ein leeres Notensystem kann auch aus der ersten Zeile einer Partitur
entfernt werden, indem die Eigenschaft remove-first der
VerticalAxisGroup-Eigenschaft eingesetzt wird. Das kann
man global in einer \layout-Umgebung oder lokal in dem
bestimmten Notensystem machen, das entfernt werden soll. In letzterem
Fall muss man den Kontext angeben.
Das untere Notensystem der zweiten Systemgruppe wird nicht entfernt, weil in die Einstellungen in dem Schnipsel nur für das eine Notensystem gültig sind.
\layout {
\context {
\Staff \RemoveEmptyStaves
% To use the setting globally, uncomment the following line:
% \override VerticalAxisGroup #'remove-first = ##t
}
}
\new StaffGroup <<
\new Staff \relative c' {
e4 f g a \break
c1
}
\new Staff {
% To use the setting globally, comment this line,
% uncomment the line in the \layout block above
\override Staff.VerticalAxisGroup #'remove-first = ##t
R1 \break
R
}
>>
\new StaffGroup <<
\new Staff \relative c' {
e4 f g a \break
c1
}
\new Staff {
R1 \break
R
}
>>
Siehe auch
Glossar: Frenched staff.
Handbuch zum Lernen: Sichtbarkeit und Farbe von Objekten.
Notationsreferenz: Die Standardeinstellungen von Kontexten ändern, Das Notensystem, Ossia-Systeme, Unsichtbare Noten, Sichtbarkeit von Objekten.
Schnipsel: Staff notation.
Referenz der Interna: ChordNames, FiguredBass, Lyrics, Staff, VerticalAxisGroup, Staff_symbol_engraver.
Bekannte Probleme und Warnungen
Wenn man den Staff_symbol_engraver entfernt, werden auch
die Taktlinien entfernt. Wenn eine sichtbare Taktlinie
angefordert wird, kann es zu Formatierungsfehlern kommen. In
diesem Fall sollten folgende Befehle eingesetzt werden, anstatt
den Engraver zu entfernen:
\override StaffSymbol #'stencil = ##f \override NoteHead #'no-ledgers = ##t
Zu den bekannten Fehlern und Warnungen, die mit \Staff \RemoveEmptyStaves
zusammenhängen, siehe Die Standardeinstellungen von Kontexten ändern.
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Systeme verstecken ] | [ Nach oben : Notation auf Systemen ] | [ Instrumentenbezeichnungen > ] | ||
1.6.3 Orchesterstimmen erstellen
Dieser Abschnitt zeigt, wie man Tempo-Anweisungen und Instrumentenbezeichnungen einfügt. Es werden auch Möglichkeiten vorgestellt, andere Stimmen zu zitieren und Stichnoten zu formatieren.
| Instrumentenbezeichnungen | ||
| Andere Stimmen zitieren | ||
| Stichnoten formatieren |
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Orchesterstimmen erstellen ] | [ Nach oben : Orchesterstimmen erstellen ] | [ Andere Stimmen zitieren > ] | ||
Instrumentenbezeichnungen
Instrumentbezeichnungen können an der linken Seite von Notensystemen
im Staff-, PianoStaff-, StaffGroup, GrandStaff
und ChoirStaff-Kontext gesetzt
werden. Der Wert von instrumentName wird für das erste
System eingesetzt, der Wert von shortInstrumentName für
alle weiteren Systeme.
\new Staff \with {
instrumentName = #"Violin "
shortInstrumentName = #"Vln. "
}
{ c4.. g'16 c4.. g'16 \break | c1 }
Mit dem Textbeschriftungsmodus (\markup) können auch komplizierte
Instrumentenbezeichnungen erstellt werden:
\new Staff \with {
instrumentName = \markup {
\column { "Clarinetti"
\line { "in B" \smaller \flat }
}
}
}
{ c4 c,16 d e f g2 }
Wenn zwei oder mehr Systeme gruppiert werden, werden die
Instrumentenbezeichnungen automatisch zentriert. Um auch
mehrzeilige Instrumentenbezeichnungen zentriert zu setzen, muss
\center-column benutzt werden:
<<
\new Staff \with {
instrumentName = #"Flute"
}
{ f2 g4 f }
\new Staff \with {
instrumentName = \markup {
\center-column { "Clarinet" }
\line { "in B" \smaller \flat }
}
}
{ c4 b c2 }
>>
Wenn die Instrumentenbezeichnung zu lang ist, kann es vorkommen,
dass die Bezeichnungen in einer Gruppe nicht zentriert werden.
Um dennoch eine Zentrierung zu erhalten, müssen die Werte des
Einzugs (indent und short-indent) vergrößert werden.
Zu Einzelheiten siehe \paper-Variablen für Verschiebungen und Einrückungen.
\relative c'' {
<<
\new Staff \with {
instrumentName = #"Alto Flute in G"
shortInstrumentName = #"Flt."
}
{
f2 g4 f \break
g4 f g2
}
\new Staff \with {
instrumentName = #"Clarinet"
shortInstrumentName = #"Clar."
}
{
c,4 b c2 \break
c2 b4 c
}
>>
}
\layout {
indent = 3.0\cm
short-indent = 1.5\cm
}
Um Instrumentenbezeichnungen zu anderen Kontexten (wie etwa
ChordNames or FiguredBass)
hinzuzufügen, muss der Instrument_name_engraver dem
entsprechenden Kontext hinzugefügt werden. Zu Einzelheiten
siehe Umgebungs-Plugins verändern.
Die kurzen Instrumentenbezeichnungen können mitten in einer Partitur
geändert werden. Die Lange Bezeichnung
instrumentName wird nur bei ihrem ersten Auftreten gesetzt
und spätere Änderungen nicht berücksichtigt.
\new Staff \with {
instrumentName = #"Flute"
shortInstrumentName = #"Flt."
}
{
c1 c c c \break
c1 c c c \break
\set Staff.instrumentName = #"Clarinet"
\set Staff.shortInstrumentName = #"Clt."
c1 c c c \break
c1 c c c \break
}
Wenn das Instrument gewechselt werden soll, kann der Befehl
\addInstrumentDefinition in Begleitung von
\instrumentSwitch benutzt werden, um eine detaillierte
Auflistung aller notwendigen Änderungen für den Wechsel zu
definieren. Der \addInstrumentDefinition-Befehl hat
zwei Argumente: eine Identifikation und eine Assoziationsliste
von Kontexteigenschaften und Werten, die für dieses Instrument
benutzt werden müssen. Der Befehl muss sich auf der höchsten
Ebene in der Eingabedatei befinden. \instrumentSwitch
wird dann benutzt, um den Wechsel vorzunehmen:
\addInstrumentDefinition #"contrabassoon"
#`((instrumentTransposition . ,(ly:make-pitch -1 0 0))
(shortInstrumentName . "Cbsn.")
(clefGlyph . "clefs.F")
(middleCPosition . 6)
(clefPosition . 2)
(instrumentCueName . ,(make-bold-markup "cbsn."))
(midiInstrument . "bassoon"))
\new Staff \with {
instrumentName = #"Bassoon"
}
\relative c' {
\clef tenor
\compressFullBarRests
c2 g'
R1*16
\instrumentSwitch "contrabassoon"
c,,2 g \break
c,1 ~ | c1
}
Siehe auch
Notationsreferenz:
\paper-Variablen für Verschiebungen und Einrückungen,
Umgebungs-Plugins verändern.
Schnipsel: Staff notation.
Referenz der Interna: InstrumentName, PianoStaff, Staff.
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Andere Stimmen zitieren
Es kommt sehr oft vor, dass eine Orchesterstimme die gleichen Noten wie eine andere spielt. So können etwa die ersten und zweiten Geigen für eine bestimmte Passage die gleichen Noten haben. In LilyPond kann man das erreichen, indem eine Stimme von der anderen zitiert, sodass man die Noten für die zweite Stimme nicht noch einmal eingeben muss.
Der \addQuote-Befehl, auf höchster Ebene in der Datei, definiert
einen Notenabschnitt, aus dem zitiert werden kann.
Der \quoteDuring-Befehl wird benutzt, um den Punkt
anzuzeigen, an dem das Zitat beginnt. Er benötigt zwei
Argumente: die Bezeichnung der zitierten Stimme, wie vorher mit
\addQuote definiert, und einen musikalischen Ausdruck
für die Dauer des Zitates.
fluteNotes = \relative c'' {
a4 gis g gis | b4^"quoted" r8 ais\p a4( f)
}
oboeNotes = \relative c'' {
c4 cis c b \quoteDuring #"flute" { s1 }
}
\addQuote "flute" { \fluteNotes }
\score {
<<
\new Staff \with { instrumentName = "Flute" } \fluteNotes
\new Staff \with { instrumentName = "Oboe" } \oboeNotes
>>
}
Wenn der musikalische Ausdruck, der mit dem
\quoteDuring-Befehl benutzt wird, antelle von
unsichtbare Noten oder Ganztaktpausen etwa Noten enthält, wird eine
polyphone Stelle begonnen, was meistens nicht erwünscht ist:
fluteNotes = \relative c'' {
a4 gis g gis | b4^"quoted" r8 ais\p a4( f)
}
oboeNotes = \relative c'' {
c4 cis c b \quoteDuring #"flute" { e4 r8 ais b4 a }
}
\addQuote "flute" { \fluteNotes }
\score {
<<
\new Staff \with { instrumentName = "Flute" } \fluteNotes
\new Staff \with { instrumentName = "Oboe" } \oboeNotes
>>
}
Der \quoteDuring-Befehl benützt die Einstellungen des
\transposition-Befehls beider Stimmen, um Noten für die
zitierende Stimme zu produzieren, die das gleiche klingende C
wie die zitierte Stimme haben.
clarinetNotes = \relative c'' {
\transposition bes
\key d \major
b4 ais a ais | cis4^"quoted" r8 bis\p b4( f)
}
oboeNotes = \relative c'' {
c4 cis c b \quoteDuring #"clarinet" { s1 }
}
\addQuote "clarinet" { \clarinetNotes }
\score {
<<
\new Staff \with { instrumentName = "Clarinet" } \clarinetNotes
\new Staff \with { instrumentName = "Oboe" } \oboeNotes
>>
}
Standardmäßig werden mit den zitierten Noten auch alle Artikulationen,
Dynamik, Beschriftungen usw. übernommen. Es ist aber möglich
auszuwählen, welche Objekte der zitierten Noten dargestllt werden.
Das geschieht mit der quotedEventTypes-Kontexteigenschaft.
fluteNotes = \relative c'' {
a2 g2 |
b4\<^"quoted" r8 ais a4\f( c->)
}
oboeNotes = \relative c'' {
c2. b4 |
\quoteDuring #"flute" { s1 }
}
\addQuote "flute" { \fluteNotes }
\score {
<<
\set Score.quotedEventTypes = #'(note-event articulation-event
crescendo-event rest-event
slur-event dynamic-event)
\new Staff \with { instrumentName = "Flute" } \fluteNotes
\new Staff \with { instrumentName = "Oboe" } \oboeNotes
>>
}
Zitate können auch mit Marken (engl. tag) versehen werden. Siehe auch Marken benutzen.
Siehe auch
Notationsreferenz: Transposition von Instrumenten, Marken benutzen.
Installierte Dateien: ‘scm/define-event-classes.scm’.
Schnipsel: Staff notation.
Referenz der Interna: Music classes, QuoteMusic, Voice.
Bekannte Probleme und Warnungen
Nur der Inhalt der ersten Stimme innerhalb eines
\addQuote-Befehls wird für das Zitat herangezogen. Wenn
der zitierte Ausdruck also \new oder \context Voice-Befehle
enthält, werden deren Inhalte nicht zitiert. Zitieren von Ziernoten
und Vorschläge wird von LilyPond nicht unterstützt und kann
dazu führen, dass LilyPond abstürzt. Wenn geschachtelte Triolen zitiert
werden, ist das Notenbild unter Umständen sehr schlecht.
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Stichnoten formatieren
Die einfachste Art, Stichnoten zu erstellen, ist es, einen
CueVoice-Kontext in der Stimme zu erstellen.
R1
<<
{ e2\rest r4. e8 }
\new CueVoice {
\stemUp d'8^"flute" c d e fis2
}
>>
d,4 r a r
Der Befehl \cueClef kann auch in einem expliziten
CueVoice-Kontext eingesetzt werden, wenn ein Schlüsselwechsel
nötig ist. Hiermit wird ein Schlüssel entsprechender Größe für die
Stichnoten ausgegeben. Der Befehl \cueClefUnset kann dann
eingesetzt werden, um wieder zum ursprünglichen Schlüssel zurückzukehren,
wiederum in der richtigen Größe:
\clef "bass"
R1
<<
{ e2\rest r4. \cueClefUnset e,8 }
\new CueVoice {
\cueClef "treble" \stemUp d''8^"flute" c d e fis2
}
>>
d,,4 r a r
Die Befehle \cueClef und \cueClefUnset können auch ohne
eine CueVoice-Umgebung eingesetzt werden:
\clef "bass" R1 \cueClef "treble" d'8^"flute" c d e fis2 \cueClefUnset d,,4 r a r
Für kompliziertere Stichnotenbehandlung, etwa mit Transposition,
oder um Stichnoten aus unterschiedlichen Stimmen einzufügen,
können die Befehle \cueDuring oder \cueDuringWithClef
eingesetzt werden. Sie stellen eine spezielle Form von \quoteDuring
dar, siehe auch Andere Stimmen zitieren.
Die Syntax lautet:
\cueDuring #Zitatbezeichnung #Richtung Noten
sowie
\cueDuringWithClef #Zitatbezeichnung #Richtung #Schlüssel #Noten
Die Noten der entprechenden Takten von Zitatbezeichnung wird
dem CueVoice-Kontext hinzugefügt und erscheint gleichzeitig mit
Noten, wodurch eine polyphone Situation entsteht. Die
Richtung kann entweder UP oder DOWN sein,
womit die zitierten Noten entweder als erste oder als zweite Stimme
in einem System gesetzt werden.
fluteNotes = \relative c'' {
r2. c4 | d8 c d e fis2 | g2 d |
}
oboeNotes = \relative c'' {
R1
\new CueVoice { \set instrumentCueName = "flute" }
\cueDuring #"flute" #UP { R1 }
g2 c,
}
\addQuote "flute" { \fluteNotes }
\new Staff {
\oboeNotes
}
Es ist möglich anzupassen, welche Objekte der Notation von
\cueDuring zitiert werden, indem man die
quotedCueEventTypes-Eigenschaft verändert. Ihr
Standardwert ist '(note-event rest-event tie-event beam-event
+tuplet-span-event); somit werden also nur Noten, Pausen, Bindebögen,
Balken und N-tolen zitiert, nicht aber Artikulationen, Dynamik,
Beschriftung usw.
Achtung: Wenn eine Voice-Umgebung mit cueDuring beginnt,
wie im folgenden Beispiel, muss die Voice-Umgebung explizit
erstellt werden, weil sonst der gesamte musikalische Ausdruck zum
CueVoice-Kontext gehören würde.
oboeNotes = \relative c'' {
r2 r8 d16(\f f e g f a)
g8 g16 g g2.
}
\addQuote "oboe" { \oboeNotes }
\new Voice \relative c'' {
\set Score.quotedCueEventTypes = #'(note-event rest-event tie-event
beam-event tuplet-span-event
dynamic-event slur-event)
\cueDuring #"oboe" #UP { R1 }
g2 c,
}
Die Bezeichnung des gerade spielenden Instruments in den Stichnoten
kann gesetzt werden, indem man die instrumentCueName-Eigenschaft
in einen temporären CueVoice-Kontext setzt. Die Platzierung und
der Stil von instrumentCueName wird durch das \instrumentSwitch-Objekt
kontrolliert, siehe Instrumentenbezeichnungen. Wenn die Stichnoten
einen Schlüsselwechsel erfordern, kann dieser manuell hervorgerufen werden,
aber der originale Schlüssel muss auch manuell am Ende der Stichnoten
wieder hergestellt werden.
fluteNotes = \relative c'' {
r2. c4 d8 c d e fis2 g2 d2
}
bassoonNotes = \relative c {
\clef bass
R1
\clef treble
\new CueVoice { \set instrumentCueName = "flute" }
\cueDuring #"flute" #UP { R1 }
\clef bass
g4. b8 d2
}
\addQuote "flute" { \fluteNotes }
\new Staff {
\bassoonNotes
}
Alternativ kann auch die Funktion \cueDuringWithClef eingesetzt
werden. Dieser Befehl erhält zusätzlcih ein Argument, das den
Schlüsselwechsel anzeigt, den man für die Stichnoten braucht. Der
originale Schlüssel wird automatisch wieder hergesetllt.
fluteNotes = \relative c'' {
r2. c4 d8 c d e fis2 g2 d2
}
bassoonNotes = \relative c {
\clef bass
R1
\new CueVoice { \set instrumentCueName = "flute" }
\cueDuringWithClef #"flute" #UP #"treble" { R1 }
g4. b8 d2
}
\addQuote "flute" { \fluteNotes }
\new Staff {
\bassoonNotes
}
Genauso wie \quoteDuring berücksichtigt auch \cueDuring
Transpositionen. Stichnoten werden auf den Tonhöhen erstellt, die für
das Instrument geschrieben würden, in dessen Noten sie gesetzt werden,
um die klingenden Töne des Quelleninstruments zu produzieren.
Um Stichnoten anders zu transponieren, muss \transposedCueDuring
benutzt werden. Dieser Befehl braucht ein zusätzliches Argument, um
(in absolutem Modus) die gedruckte Tonhöhe vorzugeben, mit der das
das zweigestrichene C dargestellt werden soll. Das ist nützlich, wenn
man Stichnoten von einem Instrument mit einem vollständig anderen
Register benutzt:
piccoloNotes = \relative c''' {
\clef "treble^8"
R1
c8 c c e g2
c4 g g2
}
bassClarinetNotes = \relative c' {
\key d \major
\transposition bes,
d4 r a r
\transposedCueDuring #"piccolo" #UP d { R1 }
d4 r a r
}
\addQuote "piccolo" { \piccoloNotes }
<<
\new Staff \piccoloNotes
\new Staff \bassClarinetNotes
>>
Der \killCues-Befehl entfernt Stichnoten aus einem
musikalischen Ausdruck, sodass derselbe musikalische Ausdruck
für die Partitur und für eine Stimme mit Stichnoten eingesetzt
werden kann. Der Befehl \killCues entfernt nur Noten
und Ereignisse, die durch \cueDuring zitiert wurden.
Andere Beschriftungen in Verbindung mit Stichnoten, wie etwa
Schlüsselwechsel und Marken, die das Ursprungsinstrument anzeigen,
können mit Marken versehen werden, um sie selektiv einzufügen,
siehe Marken benutzen.
fluteNotes = \relative c'' {
r2. c4 d8 c d e fis2 g2 d2
}
bassoonNotes = \relative c {
\clef bass
R1
\tag #'part {
\clef treble
\new CueVoice { \set instrumentCueName = "flute" }
}
\cueDuring #"flute" #UP { R1 }
\tag #'part \clef bass
g4. b8 d2
}
\addQuote "flute" { \fluteNotes }
\new Staff {
\bassoonNotes
}
\new StaffGroup <<
\new Staff {
\fluteNotes
}
\new Staff {
\removeWithTag #'part { \killCues { \bassoonNotes } }
}
>>
Alternativ können Schlüsselwechsel und Instrumentenbezeichnungen
auch in eine Instrument-Definition unter Einsatz des Befehls
\addInstrumentDefinition zusammengefasst werden, siehe
Instrumentenbezeichnungen.
Siehe auch
Notationsreferenz: Andere Stimmen zitieren, Transposition von Instrumenten, Instrumentenbezeichnungen, Marken benutzen, Notenschlüssel, Musikalische Stichnoten.
Schnipsel: Staff notation.
Referenz der Interna: CueVoice, Voice.
Bekannte Probleme und Warnungen
Zusammenstöße können bei Benutzung von \cueDuring zwischen Pausen
der Hauptstimme und den Stichnoten des CueVoice-Kontexts auftreten.
Wenn \cueDuringWithClef oder \transposedCueDuring
eingesetzt wird, muss das zusätzliche Argument nach dem Zitat und der
Richtung erscheinen.
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Stichnoten formatieren ] | [ Nach oben : Musikalische Notation ] | [ Innerhalb des Systems > ] | ||
1.7 Anmerkungen
Dieser Abschnitt zeigt die verschiedenen Möglichkeiten, die Erscheinung der Noten zu ändern und analytische bzw. pädagogische Anmerkungen anzubringen.
| 1.7.1 Innerhalb des Systems | ||
| 1.7.2 Außerhalb des Notensystems |
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Anmerkungen ] | [ Nach oben : Anmerkungen ] | [ Auswahl der Notations-Schriftgröße > ] | ||
1.7.1 Innerhalb des Systems
Dieser Abschnitt zeigt, wie man Elemente hervorhebt, die sich innerhalb des Notensystems befinden.
| Auswahl der Notations-Schriftgröße | ||
| Fingersatzanweisungen | ||
| Unsichtbare Noten | ||
| Farbige Objekte | ||
| Klammern | ||
| Hälse |
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Innerhalb des Systems ] | [ Nach oben : Innerhalb des Systems ] | [ Fingersatzanweisungen > ] | ||
Auswahl der Notations-Schriftgröße
Die Schriftgröße von Notationselementen kann geändert werden. Damit wird allerdings nicht die Größe von veränderlichen Symbolen, wie Balken oder Bögen, geändert.
Achtung: Für Schriftgröße von Text, siehe Überblick über die wichtigsten Textbeschriftungsbefehle.
\huge c4.-> d8---3 \large c4.-> d8---3 \normalsize c4.-> d8---3 \small c4.-> d8---3 \tiny c4.-> d8---3 \teeny c4.-> d8---3
Intern wird hiermit die fontSize-Eigenschaft gesetzt. Sie
wird für alle Layout-Objekte definiert. Der Wert von
font-size ist eine Zahl, die die Größe relativ zur Standardgröße
für die aktuelle Systemhöhe angibt. Jeder Vergrößerungsschritt bedeutet
etwa eine Vergrößerung um 12% der Schriftgröße. Mit sechs Schritten wird
die Schriftgröße exakt verdoppelt. Die Scheme-Funktion magstep
wandelt einen Wert von font-size in einen Skalierungsfaktor um.
Die font-size-Eigenschaft kann auch direkt gesetzt werden, so dass
sie sich nur auf bestimmte Layoutobjekte bezieht.
\set fontSize = #3 c4.-> d8---3 \override NoteHead #'font-size = #-4 c4.-> d8---3 \override Script #'font-size = #2 c4.-> d8---3 \override Stem #'font-size = #-5 c4.-> d8---3
Schriftgrößenänderungen werden erreicht, indem man die Design-Schriftgröße
nimmt, die der gewünschten am nächsten kommt, und sie dann skaliert. Die
Standard-Schriftgröße (für font-size = #0) hängt von der
Standard-Systemhöhe ab. Für ein Notensystem von 20pt wird eine Schriftgröße
von 10pt ausgewählt.
Die font-size-Eigenschaft kann nur für die Layoutobjekte gesetzt
werden, die Schrift-Dateien benutzen. Das sind die, welche die
font-interface-Layoutschnittstelle unterstützen.
Vordefinierte Befehle
\teeny,
\tiny,
\small,
\normalsize,
\large,
\huge.
Siehe auch
Schnipsel: Editorial annotations.
Referenz der Interna: font-interface.
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Auswahl der Notations-Schriftgröße ] | [ Nach oben : Innerhalb des Systems ] | [ Unsichtbare Noten > ] | ||
Fingersatzanweisungen
Fingersatzanweisungen können folgenderweise notiert werden: ‘Note’-Zahl
c4-1 d-2 f-4 e-3
Für Fingerwechsel muss eine Textbeschriftung (markup) benutzt werden:
c4-1 d-2 f-4 c^\markup { \finger "2 - 3" }
Mit dem Daumen-Befehl (\thumb) können die Noten bezeichnet
werden, die mit dem
Daumen (etwa auf dem Cello) gespielt werden sollen.
<a_\thumb a'-3>2 <b_\thumb b'-3>
Fingersätze für Akkorde können auch zu einzelnen Noten hinzugefügt werden, indem sie innerhalb der Akkord-Klammer direkt an die Noten angefügt werden.
<c-1 e-2 g-3 b-5>2 <d-1 f-2 a-3 c-5>
Fingersatzanweisungen können manuell oberhalb des Systems gesetzt werden, siehe Richtung und Platzierung.
Ausgewählte Schnipsel
Position von Fingersatz in Akkorden kontrollieren
Die Position von Fingersatzzahlen kann exakt kontrolliert werden.
\relative c' {
\set fingeringOrientations = #'(left)
<c-1 e-3 a-5>4
\set fingeringOrientations = #'(down)
<c-1 e-3 a-5>4
\set fingeringOrientations = #'(down right up)
<c-1 e-3 a-5>4
\set fingeringOrientations = #'(up)
<c-1 e-3 a-5>4
\set fingeringOrientations = #'(left)
<c-1>2
\set fingeringOrientations = #'(down)
<e-3>2
}
Fingersatz auch innerhalb des Systems setzen
Normalerweise werden vertikal orientierte Fingersatzzahlen außerhalb des Systems gesetzt. Das kann aber verändert werden.
\relative c' {
<c-1 e-2 g-3 b-5>2
\override Fingering #'staff-padding = #'()
<c-1 e-2 g-3 b-5>4 <g'-0>
}
Avoiding collisions with chord fingerings
Fingerings and string numbers applied to individual notes will automatically avoid beams and stems, but this is not true by default for fingerings and string numbers applied to the individual notes of chords. The following example shows how this default behavior can be overridden.
\relative c' {
\set fingeringOrientations = #'(up)
\set stringNumberOrientations = #'(up)
\set strokeFingerOrientations = #'(up)
% Default behavior
r8
<f c'-5>8
<f c'\5>8
<f c'-\rightHandFinger #2 >8
% Corrected to avoid collisions
r8
\override Fingering #'add-stem-support = ##t
<f c'-5>8
\override StringNumber #'add-stem-support = ##t
<f c'\5>8
\override StrokeFinger #'add-stem-support = ##t
<f c'-\rightHandFinger #2 >8
}
Siehe auch
Notationsreferenz: Richtung und Platzierung.
Schnipsel: Editorial annotations.
Referenz der Interna: FingeringEvent, fingering-event, Fingering_engraver, New_fingering_engraver, Fingering.
Bekannte Probleme und Warnungen
Standardmäßig ist eine Zahl größer als 9 nicht unterstützt, wenn man die
Schreibweise Note-Zahl einsetzt.
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Fingersatzanweisungen ] | [ Nach oben : Innerhalb des Systems ] | [ Farbige Objekte > ] | ||
Unsichtbare Noten
Versteckte (oder unsichtbare oder transparente) Noten können sinnvoll sein, wenn man Notation für den Theorieunterricht oder Kompositionsübungen erstellen will.
c4 d \hideNotes e4 f \unHideNotes g a \hideNotes b \unHideNotes c
Notenköpfe, Hälse, Fähnchen und Pausen sind unsichtbar. Balken sind unsichtbar, wenn sie auf einer unsichtbaren Note beginnen. Objekte, die an unsichtbare Noten angehängt werden, sind trotzdem noch sichtbar.
e8(\p f g a)-- \hideNotes e8(\p f g a)--
Vordefinierte Befehle
\hideNotes,
\unHideNotes.
Siehe auch
Handbuch zum Lernen: Sichtbarkeit und Farbe von Objekten.
Notationsreferenz: Unsichtbare Pausen, Sichtbarkeit von Objekten, Systeme verstecken.
Schnipsel: Editorial annotations.
Referenz der Interna: Note_spacing_engraver, NoteSpacing.
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Unsichtbare Noten ] | [ Nach oben : Innerhalb des Systems ] | [ Klammern > ] | ||
Farbige Objekte
Einzelnen Objekten können einfach eigene Farben zugewiesen werden. Gültige Farben-Bezeichnungen sind aufgelistet in Liste der Farben.
\override NoteHead #'color = #red c4 c \override NoteHead #'color = #(x11-color 'LimeGreen) d \override Stem #'color = #blue e
Die ganze Farbpalette, die für X11 definiert ist, kann mit der
Scheme-Funktion x11-color benutzt werden. Diese Funktion
hat ein Argument: entweder ein Symbol in der Form 'FooBar
oder eine Zeichenkette in der Form "FooBar". Die erste
Form ist schneller zu schreiben und effizienter. Mit der zweiten
Form ist es allerdings möglich, auch Farbbezeichnungen einzusetzen,
die aus mehr als einem Wort bestehen.
Wenn x11-color die angegebene Farbbezeichnung nicht kennt, wird
Schwarz eingesetzt.
\override Staff.StaffSymbol #'color = #(x11-color 'SlateBlue2)
\set Staff.instrumentName = \markup {
\with-color #(x11-color 'navy) "Clarinet"
}
gis8 a
\override Beam #'color = #(x11-color "medium turquoise")
gis a
\override Accidental #'color = #(x11-color 'DarkRed)
gis a
\override NoteHead #'color = #(x11-color "LimeGreen")
gis a
% this is deliberate nonsense; note that the stems remain black
\override Stem #'color = #(x11-color 'Boggle)
b2 cis
Exakte RGB-Farben können mit Hilfe der Scheme-Funktion rgb-color
definiert werden.
\override Staff.StaffSymbol #'color = #(x11-color 'SlateBlue2)
\set Staff.instrumentName = \markup {
\with-color #(x11-color 'navy) "Clarinet"
}
\override Stem #'color = #(rgb-color 0 0 0)
gis8 a
\override Stem #'color = #(rgb-color 1 1 1)
gis8 a
\override Stem #'color = #(rgb-color 0 0 0.5)
gis4 a
Siehe auch
Notationsreferenz:
Liste der Farben, Der \\tweak-Befehl.
Schnipsel: Editorial annotations.
Bekannte Probleme und Warnungen
Eine X11-Farbe hat nicht notwendigerweise exakt denselben Farbton wie eine ähnlich genannte normale Farbe.
Nicht alle X11-Farben lassen sich am Webbrowser erkennen, d. h. der
Unterschied etwa zwischen LimeGreen und ForestGreen wird
eventuell nicht dargestellt. Für die Benutzung im Internet wird
die Benutzung von einfachen Farben nahegelegt (z. B. blue,
green, red).
Noten in Akkorden können nicht mit \override eingefärbt werden,
dazu muss \tweak benutzt werden. Siehe auch Der \\tweak-Befehl.
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Farbige Objekte ] | [ Nach oben : Innerhalb des Systems ] | [ Hälse > ] | ||
Klammern
Objekte können in Klammern gesetzt werden, indem vor ihnen der Befehl
\parenthesize geschrieben wird. Wenn ein Akkord in Klammern gesetzt
wird, wirkt sich das auf jede Noten im Akkord aus. Innerhalb von einem
Akkord gesetzte Befehle wirken sich auf einzelne Noten aus.
c2 \parenthesize d c2 \parenthesize <c e g> c2 <c \parenthesize e g>
Auch andere Objekte als Noten können in Klammern gesetzt werden.
Wenn Artikulationszeichen in Klammern gesetzt werden sollen,
braucht man ein Minuszeichen vor dem \parenthesize-Befehl.
c2-\parenthesize -. d c2 \parenthesize r
Siehe auch
Schnipsel: Editorial annotations.
Referenz der Interna: Parenthesis_engraver, ParenthesesItem, parentheses-interface.
Bekannte Probleme und Warnungen
Wenn man einen Akkord einklammert, wird um jede Note eine eigene Klammer gesetzt, anstatt den gesamten Akkord in eine große Klammer zu fassen.
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Klammern ] | [ Nach oben : Innerhalb des Systems ] | [ Außerhalb des Notensystems > ] | ||
Hälse
Immer, wenn das Programm eine Note findet, wird automatisch ein Notenhals ( Stem) -Objekt erzeugt. Auch für ganze Noten und Pausen werden sie erzeugt, aber unsichtbar gemacht.
Hälse können manuell gesetzt werden, um nach oben oder unten zu zeigen, siehe Richtung und Platzierung.
Vordefinierte Befehle
\stemUp (Hälse nach oben),
\stemDown (Hälse nach unten),
\stemNeutral (Hälse je nach Notenposition).
Ausgewählte Schnipsel
Standardrichtung für Hälse auf der Mittellinie
Die Richtung von Hälsen auf der mittleren Linie kann mit der Stem-Eigenschaft
neutral-direction gesetzt werden.
\relative c'' {
a4 b c b
\override Stem #'neutral-direction = #up
a4 b c b
\override Stem #'neutral-direction = #down
a4 b c b
}
Siehe auch
Notationsreferenz: Richtung und Platzierung.
Schnipsel: Editorial annotations.
Referenz der Interna: Stem_engraver, Stem, stem-interface.
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Hälse ] | [ Nach oben : Anmerkungen ] | [ Erklärungen in Ballonform > ] | ||
1.7.2 Außerhalb des Notensystems
Dieser Abschnitt zeigt, wie man Elemente im System von außerhalb des Systems hervorhebt.
| Erklärungen in Ballonform | ||
| Gitternetzlinien | ||
| Analyseklammern |
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Außerhalb des Notensystems ] | [ Nach oben : Außerhalb des Notensystems ] | [ Gitternetzlinien > ] | ||
Erklärungen in Ballonform
Notationselemente können bezeichnet und markiert werden, indem um sie eine rechteckige Blase gezeichnet wird. Dies ist vor allem dazu da, Notation zu erklären.
\new Voice \with { \consists "Balloon_engraver" }
{
\balloonGrobText #'Stem #'(3 . 4) \markup { "I'm a Stem" }
a8
\balloonGrobText #'Rest #'(-4 . -4) \markup { "I'm a rest" }
r
<c, g'-\balloonText #'(-2 . -2) \markup { "I'm a note head" } c>2.
}
Es gibt zwei Funktionen, balloonGrobText und
balloonText; die erste wird auf gleiche Art wie ein
\once \override eingesetzt umd Text an einen Grob zu
hängen, die zweite funktioniert wie ein \tweak und
wird üblicherweise innerhalb von Akkorden eingesetzt, um Text
an einzelne Noten zu hängen.
Textblasen beeinflussen normalerweise die Positionierung der Notation, aber das kann geändert werden.
\new Voice \with { \consists "Balloon_engraver" }
{
\balloonLengthOff
\balloonGrobText #'Stem #'(3 . 4) \markup { "I'm a Stem" }
a8
\balloonGrobText #'Rest #'(-4 . -4) \markup { "I'm a rest" }
r
\balloonLengthOn
<c, g'-\balloonText #'(-2 . -2) \markup { "I'm a note head" } c>2.
}
Vordefinierte Befehle
\balloonLengthOn,
\balloonLengthOff.
Siehe auch
Schnipsel: Editorial annotations.
Referenz der Interna: Balloon_engraver, BalloonTextItem, balloon-interface.
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Erklärungen in Ballonform ] | [ Nach oben : Außerhalb des Notensystems ] | [ Analyseklammern > ] | ||
Gitternetzlinien
Vertikale Linien können zwischen Systemen gesetzt werden, die mit den Noten synchronisiert sind.
Der Grid_point_engraver muss benutzt werden, um die Endpunkte
der Linien zu definieren, und der Grid_line_span_engraver wird
benutzt, um dann die Linien zu setzen. Der Standard ist, dass die
Gitterlinien unter den Noten und zur linken Seite des Notenkopfes
gesetzt werden. Sie reichen von der Mitte eines Systems bis zur
Mitte des anderen. Mit gridInterval wird die Dauer zwischen
den Linien festgesetzt.
\layout {
\context {
\Staff
\consists "Grid_point_engraver"
gridInterval = #(ly:make-moment 1 4)
}
\context {
\Score
\consists "Grid_line_span_engraver"
}
}
\score {
\new ChoirStaff <<
\new Staff \relative c'' {
\stemUp
c4. d8 e8 f g4
}
\new Staff \relative c {
\clef bass
\stemDown
c4 g' f e
}
>>
}
Ausgewählte Schnipsel
Gitternetzlinien: Aussehen verändern
Die Erscheinung der Gitternetzlinien kann durch einige Eigenschaften geändert werden.
\score {
\new ChoirStaff <<
\new Staff {
\relative c'' {
\stemUp
c'4. d8 e8 f g4
}
}
\new Staff {
\relative c {
% this moves them up one staff space from the default position
\override Score.GridLine #'extra-offset = #'(0.0 . 1.0)
\stemDown
\clef bass
\once \override Score.GridLine #'thickness = #5.0
c4
\once \override Score.GridLine #'thickness = #1.0
g'4
\once \override Score.GridLine #'thickness = #3.0
f4
\once \override Score.GridLine #'thickness = #5.0
e4
}
}
>>
\layout {
\context {
\Staff
% set up grids
\consists "Grid_point_engraver"
% set the grid interval to one quarter note
gridInterval = #(ly:make-moment 1 4)
}
\context {
\Score
\consists "Grid_line_span_engraver"
% this moves them to the right half a staff space
\override NoteColumn #'X-offset = #-0.5
}
}
}
Siehe auch
Schnipsel: Editorial annotations.
Referenz der Interna: Grid_line_span_engraver, Grid_point_engraver, GridLine, GridPoint, grid-line-interface, grid-point-interface.
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Gitternetzlinien ] | [ Nach oben : Außerhalb des Notensystems ] | [ Text > ] | ||
Analyseklammern
Klammern über dem System werden in der Musikanalyse benutzt, um strukturelle Einheiten der Musik zu markieren. Einfache horizontale Klammern werden von LilyPond unterstützt.
\layout {
\context {
\Voice
\consists "Horizontal_bracket_engraver"
}
}
\relative c'' {
c2\startGroup
d\stopGroup
}
Analyseklammern können verschachtelt sein.
\layout {
\context {
\Voice
\consists "Horizontal_bracket_engraver"
}
}
\relative c'' {
c4\startGroup\startGroup
d4\stopGroup
e4\startGroup
d4\stopGroup\stopGroup
}
Siehe auch
Schnipsel: Editorial annotations.
Referenz der Interna: Horizontal_bracket_engraver, HorizontalBracket, horizontal-bracket-interface, Staff.
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Analyseklammern ] | [ Nach oben : Musikalische Notation ] | [ Text eingeben > ] | ||
1.8 Text
Dieser Abschnitt erklärt, wie man Text (mit vielfältiger Formatierung) in Partituren einfügt.
Einige Textelemente, die hier nicht behandelt werden, finden sich in anderen Abschnitten: Notation von Gesang, Titel.
| 1.8.1 Text eingeben | ||
| 1.8.2 Text formatieren | ||
| 1.8.3 Schriftarten |
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Text ] | [ Nach oben : Text ] | [ Textarten > ] | ||
1.8.1 Text eingeben
Dieser Abschnitt zeigt verschiedene Arten, wie Text in die Partitur eingefügt werden kann.
Achtung: Wenn man Zeichen mit Akzenten und Umlaute oder besondere Zeichen (wie etwa Text mit anderen Alphabeten) eingeben möchte, kann man die Zeichen einfach direkt in die Datei einfügen. Die Datei muss als UTF-8 gespeichert werden. Für mehr Information siehe Zeichenkodierung.
| Textarten | ||
| Text mit Verbindungslinien | ||
| Textartige Zeichen | ||
| Separater Text |
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Text eingeben ] | [ Nach oben : Text eingeben ] | [ Text mit Verbindungslinien > ] | ||
Textarten
Am einfachsten kann Text mit geraden Anführungsstrichen in eine Partitur eingefügt werden, wie das folgende Beispiel zeigt. Derartiger Text kann manuell über oder unter dem Notensystem platziert werden, die Syntax hierzu ist beschrieben in Richtung und Platzierung.
a8^"pizz." g f e a4-"scherz." f
Diese Syntax ist eine Kurzform, komplexere Formatierungen
können einem Text hinzugefügt werden, wenn man
explizit den \markup-Befehl mit darauf folgenden
geschweiften Klammern einsetzt, wie beschrieben in
Text formatieren.
a8^\markup { \italic pizz. } g f e
a4_\markup { \tiny scherz. \bold molto } f
Standardmäßig haben Textbeschriftungen keinen Einfluss auf die
Positionierung der Noten. Man kann aber auch bestimmen, dass
die Breite des Textes mit berücksichtigt wird. Im nächsten
Beispiel fordert der erste Text keinen Platz, während der
zweite die Note nach rechts verschiebt. Das Verhalten wird mit
dem Befehl \textLengthOn (Textlänge an) erreicht, rückgängig
kann es mit dem Befehl \textLengthOff gemacht werden.
a8^"pizz." g f e \textLengthOn a4_"scherzando" f
Neben Textbeschriftungen können auch Artikulationen an Noten angehängt werden. Siehe auch Artikulationszeichen und Verzierungen.
Zu weiterer Information zu der relativen Anordnung von Textbeschriftungen und Artikulationen, siehe Positionierung von Objekten.
Vordefinierte Befehle
\textLengthOn,
\textLengthOff.
Siehe auch
Handbuch zum Lernen: Positionierung von Objekten.
Notationsreferenz: Text formatieren, Richtung und Platzierung, Artikulationszeichen und Verzierungen.
Schnipsel: Text.
Referenz der Interna: TextScript.
Bekannte Probleme und Warnungen
Eine Überprüfung, ob sich auch alle Textbeschriftungen und Gesangstext innerhalb der Ränder der Noten befinden, braucht verhältnismäßig viel Rechenaufwand. Sollten Sie aber etwas bessere Leistung bevorzugen, schreiben Sie in Ihre Datei:
\override Score.PaperColumn #'keep-inside-line = ##f
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
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Text mit Verbindungslinien
Einige Aufführungsanweisungen, etwa rallentando oder accelerando, werden als Text geschrieben, gefolgt von einer gestrichelten Linie, die anzeigt, wie weit sich die Anweisung auswirkt. Solche Objekte, „Strecker“ (engl. spanners) genannt, können von einer Note bis zu einer anderen mit folgender Anweisung erstellt werden:
\override TextSpanner #'(bound-details left text) = "rit." b1\startTextSpan e,\stopTextSpan
Der Text wird durch Objekteigenschaften beeinflusst. In den
Standardeinstellungen wird er kursiv ausgegeben, aber eine andere
Formatierung kann erreicht werden, indem man \markup-Blöcke
einsetzt, wie beschrieben in Text formatieren.
\override TextSpanner #'(bound-details left text) =
\markup { \upright "rit." }
b1\startTextSpan c
e,\stopTextSpan
Auch der Stil der Linie kann ähnlich wie der Text mit den Objekteigenschaften
geändert werden. Diese Syntax ist beschrieben in Linienstile.
Textstrecker sind Teil des Dynamic-Kontextes, siehe
Dynamics.
Vordefinierte Befehle
\textSpannerUp,
\textSpannerDown,
\textSpannerNeutral.
Ausgewählte Schnipsel
Dynamiktextstrecker nachgestellt
Die \cresc, \dim und \decresc Strecker können umdefiniert werden, um nachgestellt zu funktionieren und einen Textstrecker zu produzieren. Eigene Strecker können auch einfach definiert werden. Klammer- und Textcrescendi können einfach vermischt werden. \< und \> erstellen normalerweise Klammern, \cresc usw. dagegen normalerweise Textspanner.
% Some sample text dynamic spanners, to be used as postfix operators
crpoco =
#(make-music 'CrescendoEvent
'span-direction START
'span-type 'text
'span-text "cresc. poco a poco")
\relative c' {
c4\cresc d4 e4 f4 |
g4 a4\! b4\crpoco c4 |
c4 d4 e4 f4 |
g4 a4\! b4\< c4 |
g4\dim a4 b4\decresc c4\!
}
Eigene Dynamiktextspanner nachgestellt
Die Nachstellung funktioniert für eigene Crescendo-Textstrecker. Die Strecker sollten an der ersten Note eines Taktes beginnen. Man muss -\mycresc benutzen, sonst wird der Beginn des Streckers der nächsten Note zugewiesen.
% Two functions for (de)crescendo spanners where you can explicitly give the
% spanner text.
mycresc =
#(define-music-function (parser location mymarkup) (markup?)
(make-music 'CrescendoEvent
'span-direction START
'span-type 'text
'span-text mymarkup))
mydecresc =
#(define-music-function (parser location mymarkup) (markup?)
(make-music 'DecrescendoEvent
'span-direction START
'span-type 'text
'span-text mymarkup))
\relative c' {
c4-\mycresc "custom cresc" c4 c4 c4 |
c4 c4 c4 c4 |
c4-\mydecresc "custom decresc" c4 c4 c4 |
c4 c4\! c4 c4
}
Siehe auch
Notationsreferenz: Linienstile, Dynamik, Text formatieren.
Schnipsel: Text, Expressive marks.
Referenz der Interna: TextSpanner
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Textartige Zeichen
Verschiedene Textelemente können der Partitur hinzugefügt werden, indem man die Syntax für Zeichen einsetzen, wie beschrieben in Übungszeichen:
c4 \mark "Allegro" c c c
Diese Syntax ermöglicht es, beliebigen Text über eine Taktlinie
zu platzieren, weitere Formatierungsmöglichkeiten sind mit dem
\markup-Befehl gegeben, wie beschrieben in
Text formatieren:
<c e>1
\mark \markup { \italic { colla parte } }
<d f>2 <e g>
<c f aes>1
Diese Syntax ermöglicht es auch, besondere Zeichen einzufügen, wie
etwa Coda-, Segno- oder Fermatenzeichen, indem das entsprechende
Symbol mit dem Befehl \musicglyph angegeben wird, wie
beschrieben in
Musikalische Notation innerhalb einer Textbeschriftung:
<bes f>2 <aes d>
\mark \markup { \musicglyph #"scripts.ufermata" }
<e g>1
Derartige Objekte werden über dem höchsten System einer Partitur gesetzt – abhängig davon, ob sie mitten im Takt oder an seinem Ende notiert werden, werden sie zwischen Noten oder über der Taktlinie gesetzt. Wenn sie an einem Zeilenumbruch angegeben werden, wird das Zeichen zu Beginn der nächsten Zeile ausgegeben.
\mark "Allegro" c1 c \mark "assai" \break c c
Ausgewählte Schnipsel
Printing marks at the end of a line
Marks can be printed at the end of the current line, instead of the beginning of the following line. In such cases, it might be preferable to align the right end of the mark with the bar line.
\relative c'' {
g2 c
d,2 a'
\once \override Score.RehearsalMark #'break-visibility = #end-of-line-visible
\once \override Score.RehearsalMark #'self-alignment-X = #RIGHT
\mark "D.C. al Fine"
\break
g2 b,
c1 \bar "||"
}
Zeichen an verschiedenen Notationsobjekten ausrichten
Wenn angegeben, können Textzeichen auch an anderen Objekten als Taktstrichen
ausgerichtet werden. Zu diesen Objekten gehören ambitus,
breathing-sign, clef, custos, staff-bar,
left-edge, key-cancellation, key-signature und
time-signature.
In diesem Fall werden die Zeichen horizontal über dem Objekt zentriert. Diese Ausrichtung kann auch geändert werden, wie die zweite Zeile des Beispiels zeigt. In einer Partitur mit vielen Systemen sollte diese Einstellung für alle Systeme gemacht werden.
\relative c' {
e1
% the RehearsalMark will be centered above the Clef
\override Score.RehearsalMark #'break-align-symbols = #'(clef)
\key a \major
\clef treble
\mark \markup { \char ##x2193 }
e1
% the RehearsalMark will be centered above the TimeSignature
\override Score.RehearsalMark #'break-align-symbols = #'(time-signature)
\key a \major
\clef treble
\time 3/4
\mark \markup { \char ##x2193 }
e2.
% the RehearsalMark will be centered above the KeySignature
\override Score.RehearsalMark #'break-align-symbols = #'(key-signature)
\key a \major
\clef treble
\time 4/4
\mark \markup { \char ##x2193 }
e1
\break
e1
% the RehearsalMark will be aligned with the left edge of the KeySignature
\once \override Score.KeySignature #'break-align-anchor-alignment = #LEFT
\mark \markup { \char ##x2193 }
\key a \major
e1
% the RehearsalMark will be aligned with the right edge of the KeySignature
\once \override Score.KeySignature #'break-align-anchor-alignment = #RIGHT
\key a \major
\mark \markup { \char ##x2193 }
e1
% the RehearsalMark will be aligned with the left edge of the KeySignature
% and then shifted right by one unit.
\once \override Score.KeySignature #'break-align-anchor = #1
\key a \major
\mark \markup { \char ##x2193 }
e1
}
Zeichen über jedem System ausgeben
Normalerweise werden Textzeichen nur über dem obersten Notensystem gesetzt. Sie können aber auch über jedem System ausgegeben werden.
\score {
<<
\new Staff { c''1 \mark "molto" c'' }
\new Staff { c'1 \mark "molto" c' }
>>
\layout {
\context {
\Score
\remove "Mark_engraver"
\remove "Staff_collecting_engraver"
}
\context {
\Staff
\consists "Mark_engraver"
\consists "Staff_collecting_engraver"
}
}
}
Siehe auch
Notationsreferenz: Übungszeichen, Text formatieren, Musikalische Notation innerhalb einer Textbeschriftung, Die Feta-Schriftart.
Schnipsel: Text.
Referenz der Interna: MarkEvent, Mark_engraver, RehearsalMark.
Bekannte Probleme und Warnungen
Wenn ein Zeichen am Ende des letzten Taktes einer Partitur gesetzt wird (wenn also keine nächste Zeile mehr kommt), wird das Zeichen nicht ausgegeben.
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Separater Text
Eine \markup-Umgebung kann auch für sich alleine existieren,
außerhalb einer \score-Umgebung, als ein Ausdruck auf der
höchsten Ebene. Diese Syntax ist beschrieben in Die Dateistruktur.
\markup {
Morgen, morgen, und morgen...
}
Damit kann Text unabhängig von den Noten gesetzt werden. Das bietet sich vor allem in Situationen an, in denen mehrere Stücke in einer Datei vorkommen, wie beschrieben in Mehrere Partituren in einem Buch.
\score {
c'1
}
\markup {
Morgen, übermorgen, und überübermorgen...
}
\score {
c'1
}
Unabhängige Textabschnitte können über mehrere Seiten reichen, so dass man Textdokumente oder Bücher ausschließlich mit LilyPond setzen kann. Einzelheiten zu den vielfältigen Möglichkeiten finden sich in Textbeschriftung über mehrere Seiten.
Vordefinierte Befehle
\markup,
\markuplist.
Ausgewählte Schnipsel
Isolierter Text in zwei Spalten
Isolierter Text kann in mehreren Spalten mit \markup-Befehlen
angeordnet werden:
\markup {
\fill-line {
\hspace #1
\column {
\line { O sacrum convivium }
\line { in quo Christus sumitur, }
\line { recolitur memoria passionis ejus, }
\line { mens impletur gratia, }
\line { futurae gloriae nobis pignus datur. }
\line { Amen. }
}
\hspace #2
\column {
\line { \italic { O sacred feast } }
\line { \italic { in which Christ is received, } }
\line { \italic { the memory of His Passion is renewed, } }
\line { \italic { the mind is filled with grace, } }
\line { \italic { and a pledge of future glory is given to us. } }
\line { \italic { Amen. } }
}
\hspace #1
}
}
Siehe auch
Notationsreferenz: Text formatieren, Die Dateistruktur, Mehrere Partituren in einem Buch, Textbeschriftung über mehrere Seiten.
Schnipsel: Text.
Referenz der Interna: TextScript.
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1.8.2 Text formatieren
Dieser Abschnitt zeigt grundlegende und fortgeschrittene
Formatierung von Text, wobei der Textbeschriftungsmodus
(\markup benutzt wird.
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Textbeschriftung (Einleitung)
Eine \markup-Umgebung wird benutzt, um Text mit einer
großen Anzahl von Formatierungsmöglichkeiten (im „markup-Modus“)
zu setzen.
Die Syntax für Textbeschriftungen ähnelt der normalen Syntax von
LilyPond: ein \markup-Ausdruck wird in geschweifte Klammern
eingeschlossen ({… }). Ein einzelnes Wort wird als
ein Minimalausdruck erachtet und muss deshalb nicht notwendigerweise
eingeklammert werden.
Anders als Text in Anführungsstrichen können sich in einer
Textbeschriftungsumgebung (\markup) geschachtelte Ausdrücke
oder weitere Textbefehle befinden, eingeführt mit einem
Backslash (\). Derartige Befehle beziehen sich nur auf
den ersten der folgenden Ausdrücke.
a1-\markup intenso
a2^\markup { poco \italic più forte }
c e1
d2_\markup { \italic "string. assai" }
e
b1^\markup { \bold { molto \italic agitato } }
c
Eine \markup-Umgebung kann auch Text in
Anführungszeichen beinhalten. Derartige Zeichenketten werden als
ein Textausdruck angesehen, und darum werden innerhalb von ihnen
Befehle oder Sonderzeichen (wie \ oder #) so
ausgegeben, wie sie eingeben werden. Doppelte Anführungsstriche
können gesetzt werden, indem man ihnen einen Backslash voranstellt.
a1^"\italic Text..."
a_\markup { \italic "... setzt \"kursive\" Buchstaben!" }
a a
Damit eine Anzahl von Wörtern als ein einziger Ausdruck behandelt
wird, müssen alle Wörter zwischen geraden Anführungszeichen (Shift+2)
stehen oder ihnen muss ein Befehl vorangestellt werden. Die Art,
wie die Ausdrücke definiert sind, wirkt sich darauf aus, wie
sie übereinander gestapelt, mittig und aneinander ausgerichtet
werden. Im folgenden Beispiel verhält sich der zweite
\markup-Ausdruck genauso wie der erste:
c1^\markup { \center-column { a bbb c } }
c1^\markup { \center-column { a { bbb c } } }
c1^\markup { \center-column { a \line { bbb c } } }
c1^\markup { \center-column { a "bbb c" } }
Textbeschriftung kann auch durch Variablen definiert werden. Diese Variablen können dann direkt an Noten angefügt werden:
allegro = \markup { \bold \large Allegro }
{
d''8.^\allegro
d'16 d'4 r2
}
Eine ausführliche Liste der \markup-Befehle findet sich in
Textbeschriftungsbefehle.
Siehe auch
Notationsreferenz: Textbeschriftungsbefehle.
Schnipsel: Text.
Installierte Dateien: ‘scm/markup.scm’.
Bekannte Probleme und Warnungen
Syntaxfehler im Textbeschriftungsmodus können sehr verwirrend sein.
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Textbeschriftung (Einleitung) ] | [ Nach oben : Text formatieren ] | [ Textausrichtung > ] | ||
Überblick über die wichtigsten Textbeschriftungsbefehle
Einfache Änderungen des Schriftartschnitts können im Textbeschriftungsmodus vorgenommen werden:
d1^\markup {
\bold { Più mosso }
\italic { non troppo \underline Vivo }
}
r2 r4 r8
d,_\markup { \italic quasi \smallCaps Tromba }
f1 d2 r
Die Schriftgröße kann auf verschiedene Arten verändert werden, relativ zur globalen Notensystemgröße:
Sie kann auf eine vordefinierte Größe gesetzt werden:
b1_\markup { \huge Sinfonia }
b1^\markup { \teeny da }
b1-\markup { \normalsize camera }
Sie kann relativ zum vorherigen Wert gesetzt werden:
b1_\markup { \larger Sinfonia }
b1^\markup { \smaller da }
b1-\markup { \magnify #0.6 camera }
Sie kann vergrößert oder verkleinert werden relativ zum Wert, der von der globalen Notensystemgröße vorgegeben wird:
b1_\markup { \fontsize #-2 Sinfonia }
b1^\markup { \fontsize #1 da }
b1-\markup { \fontsize #3 camera }
Sie kann auch auf eine bestimmte Punktegröße festgelegt werden, unabhängig von der globalen Notensystemgröße:
b1_\markup { \abs-fontsize #20 Sinfonia }
b1^\markup { \abs-fontsize #8 da }
b1-\markup { \abs-fontsize #14 camera }
Text kann auch hoch- bzw. tiefgestellt gesetzt werden. Die so markierten Buchstaben werden automatisch in einer kleineren Schriftgröße gesetzt, aber die normale Schriftgröße kann auch eingesetzt werden:
\markup {
\column {
\line { 1 \super st movement }
\line { 1 \normal-size-super st movement
\sub { (part two) } }
}
}
Der Textbeschriftungsmodus stellt eine einfache Möglichkeit zur Verfügung
unterschiedliche Schriftschnitte anzuwählen. Ohne besondere Einstellungen
wird automatisch eine Schriftart mit Serifen ausgewählt. Das Beispiel
unten zeigt die Verwendung der eigenen Zahlenschriftart von LilyPond,
den Einsatz von serifenloser Schriftart und von Schreibmaschinenschriftart.
Die letzte Zeile zeigt, dass sich die Standardeinstellung mit dem
Befehl \roman wieder herstellen lässt.
\markup {
\column {
\line { Act \number 1 }
\line { \sans { Scene I. } }
\line { \typewriter { Verona. An open place. } }
\line { Enter \roman Valentine and Proteus. }
}
}
Einige dieser Schriftarten, etwa die Zahlenschriftart oder die Schriftart für Dynamikzeichen, stellen nicht alle Zeichen zur Verfügung, wie beschrieben in Neue Lautstärkezeichen und Manuelle Wiederholungszeichen.
Einige Schriftartbefehle können ungewollte Leerzeichen innerhalb von Wörtern
hervorrufen. Das kann vermieden werden, indem die einzelnen Elemente mit
dem Befehl \concat zu einem Element verschmolzen werden:
\markup {
\column {
\line {
\concat { 1 \super st }
movement
}
\line {
\concat { \dynamic p , }
\italic { con dolce espressione }
}
}
}
Eine ausführliche Liste der unterschiedlichen Befehl zur Beeinflussung der Schriftarten findet sich in Font.
Es ist auch möglich, eigene Schriftfamilien zu definieren, wie erklärt in Schriftarten.
Vordefinierte Befehle
\teeny,
\tiny,
\small,
\normalsize,
\large,
\huge,
\smaller,
\larger.
Siehe auch
Notationsreferenz: Font, Neue Lautstärkezeichen, Manuelle Wiederholungszeichen, Schriftarten.
Installierte Dateien: ‘scm/define-markup-commands.scm’.
Schnipsel: Text.
Referenz der Interna: TextScript.
Bekannte Probleme und Warnungen
Wenn die Befehle \teeny, \tiny,
\small, \normalsize, \large und
\huge eingesetzt werden, erhält man schlechte Zeilenabstände
verglichen mit \fontsize.
Textausrichtung
Dieser Abschnitt zeigt, wie man Text im Textbeschriftungsmodus eingibt. Textobjekte können auch als eine Einheit verschoben werden, wie beschrieben in Verschieben von Objekten.
Textbeschriftungsobjekte können auf verschiedene Weise ausgerichtet werden. Standardmäßig wird ein Textobjekt an seiner linken Ecke ausgerichtet, darum wird das erste und zweite Objekt gleichermaßen an der linken Ecke ausgerichtet.
d1-\markup { poco }
f
d-\markup { \left-align poco }
f
d-\markup { \center-align { poco } }
f
d-\markup { \right-align poco }
Die horizontale Ausrichtung kann mit einer Zahl auf einen exakten Wert festgelegt werden:
a1-\markup { \halign #-1 poco }
e'
a,-\markup { \halign #0 poco }
e'
a,-\markup { \halign #0.5 poco }
e'
a,-\markup { \halign #2 poco }
Manche Objekte haben eigene Ausrichtungsvorgänge und werden deshalb nicht von diesen Befehlen beeinflusst. Es ist möglich, solche Objekte als eine Einheit anzusprechen und zu bewegen, wie gezeigt in Textartige Zeichen.
Die vertikale Ausrichtung ist etwas schwieriger. Textelemente
können komplett verschoben werden, es ist aber auch möglich, nur
einen Teil innerhalb der Textbeschriftung zu bewegen. In diesem
Fall muss dem zu verschiebenden Objekt ein Ankerpunkt zugewiesen
werden, welcher entweder ein anderes Textelement oder ein
unsichtbares Objekt sein kann (im Beispiel mit \null erstellt).
Der letzte Text im Beispiel hat keinen Anker und wird deshalb auch nicht verschoben.
d2^\markup {
Acte I
\raise #2 { Scène 1 }
}
a'
g_\markup {
\null
\lower #4 \bold { Très modéré }
}
a
d,^\markup {
\raise #4 \italic { Une forêt. }
}
a'4 a g2 a
Einige Befehle können sowohl die horizontale als auch die vertikale Ausrichtung von Textobjekten beeinflussen. Jedes Objekt, das auf diese Weise verschoben wird, benötigt einen Anker:
d2^\markup {
Acte I
\translate #'(-1 . 2) "Scène 1"
}
a'
g_\markup {
\null
\general-align #Y #3.2 \bold "Très modéré"
}
a
d,^\markup {
\null
\translate-scaled #'(-1 . 2) \teeny "Une forêt."
}
a'4 a g2 a
Ein Textbeschriftungsobjekt kann mehrere Zeilen beinhalten. Im folgenden
Beispiel wird jeder Ausdruck innerhalb von \markup auf einer
eigenen Zeile gesetzt, entweder linksbündig oder zentriert:
\markup {
\column {
a
"b c"
\line { d e f }
}
\hspace #10
\center-column {
a
"b c"
\line { d e f }
}
}
Eine Anzahl an Ausdrücken innerhalb von \markup kann auch
gestreckt werden, so dass die gesamte Seitenbreite benutzt wird. Wenn
nur ein Objekt vorhanden ist, wird es zentriert gesetzt. Die Ausdrücke
selber können wiederum mehrzeilig sein und andere Textbeschriftungsbefehle
beinhalten.
\markup {
\fill-line {
\line { William S. Gilbert }
\center-column {
\huge \smallCaps "The Mikado"
or
\smallCaps "The Town of Titipu"
}
\line { Sir Arthur Sullivan }
}
}
\markup {
\fill-line { 1885 }
}
Längere Texte können auch automatisch umgebrochen werden, wobei es möglich ist, die Zeilenbreite zu bestimmen. Der Text ist entweder linksbündig oder im Blocksatz, wie das nächste Beispiel illustriert:
\markup {
\column {
\line \smallCaps { La vida breve }
\line \bold { Acto I }
\wordwrap \italic {
(La escena representa el corral de una casa de
gitanos en el Albaicín de Granada. Al fondo una
puerta por la que se ve el negro interior de
una Fragua, iluminado por los rojos resplandores
del fuego.)
}
\hspace #0
\line \bold { Acto II }
\override #'(line-width . 50)
\justify \italic {
(Calle de Granada. Fachada de la casa de Carmela
y su hermano Manuel con grandes ventanas abiertas
a través de las que se ve el patio
donde se celebra una alegre fiesta)
}
}
}
Eine vollständige Liste der Textausrichtungsbefehle findet sich in Align.
Siehe auch
Handbuch zum Lernen: Verschieben von Objekten.
Notationsreferenz: Align, Textartige Zeichen.
Installierte Dateien: ‘scm/define-markup-commands.scm’.
Schnipsel: Text.
Referenz der Interna: TextScript.
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
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Graphische Notation innerhalb einer Textbeschriftung
Verschiedene graphische Objekte können im Textbeschriftungsmodus eingefügt werden.
Mit bestimmten Textbeschriftungsbefehlen kann man Textelementen Graphik hinzufügen, wie das nächste Beispiel zeigt:
\markup \fill-line {
\center-column {
\circle Jack
\box "in the box"
\null
\line {
Erik Satie
\hspace #3
\bracket "1866 - 1925"
}
\null
\rounded-box \bold Prelude
}
}
Es kann nötig sein, einem Text mehr Platz einzuräumen. Das geschieht mit verschiedenen Befehlen, wie das folgende Beispiel zeigt. Eine ausführliche Übersicht findet sich in Align.
\markup \fill-line {
\center-column {
\box "Charles Ives (1874 - 1954)"
\null
\box \pad-markup #2 "THE UNANSWERED QUESTION"
\box \pad-x #8 "A Cosmic Landscape"
\null
}
}
\markup \column {
\line {
\hspace #10
\box \pad-to-box #'(-5 . 20) #'(0 . 5)
\bold "Largo to Presto"
}
\pad-around #3
"String quartet keeps very even time,
Flute quartet keeps very uneven time."
}
Andere graphische Elemente oder Symbole können gesetzt werden, ohne dass
man Text benötigt. Wie mit allen Textbeschriftungen können Objekte
innerhalb von \markup kombiniert werden.
\markup {
\combine
\draw-circle #4 #0.4 ##f
\filled-box #'(-4 . 4) #'(-0.5 . 0.5) #1
\hspace #5
\center-column {
\triangle ##t
\combine
\draw-line #'(0 . 4)
\arrow-head #Y #DOWN ##f
}
}
Fortgeschrittene graphische Möglichkeiten bietet unter Anderem eine Funktion, mit der man externe Graphiken im Encapsulated PostScript (eps) -Format einbinden kann oder aber Graphiken direkt in den Quelltext unter Verwendung von PostScript-Code notiert. In diesem Fall kann es nötig sein, die Größe der Zeichnung explizit anzugeben, wie im Beispiel unten gezeigt:
c1^\markup {
\combine
\epsfile #X #10 #"./context-example.eps"
\with-dimensions #'(0 . 6) #'(0 . 10)
\postscript #"
-2 3 translate
2.7 2 scale
newpath
2 -1 moveto
4 -2 4 1 1 arct
4 2 3 3 1 arct
0 4 0 3 1 arct
0 0 1 -1 1 arct
closepath
stroke"
}
c
Eine ausführliche Liste der Graphik-Befehle findet sich in Graphic.
Siehe auch
Notationsreferenz: Graphic, Anmerkungen, Align.
Installierte Dateien: ‘scm/define-markup-commands.scm’, ‘scm/stencil.scm’.
Schnipsel: Text.
Referenz der Interna: TextScript.
Musikalische Notation innerhalb einer Textbeschriftung
Auch Musikobjekte können innerhalb der Textbeschriftungsumgebung gesetzt werden.
Noten und Versetzungszeichen lassen sich mit \markup einfügen:
a2 a^\markup {
\note #"4" #1
=
\note-by-number #1 #1 #1.5
}
b1_\markup {
\natural \semiflat \flat
\sesquiflat \doubleflat
}
\glissando
a1_\markup {
\natural \semisharp \sharp
\sesquisharp \doublesharp
}
\glissando b
Andere Notationsobjekte können auch eingefügt werden:
g1 bes
ees-\markup {
\finger 4
\tied-lyric #"~"
\finger 1
}
fis_\markup { \dynamic rf }
bes^\markup {
\beam #8 #0.1 #0.5
}
cis
d-\markup {
\markalphabet #8
\markletter #8
}
Allgemeiner gesagt kann jedes verfügbare Notationssymbol unabhängig von der Notation als ein Textbeschriftungsobjekt eingefügt werden, wie unten gezeigt. Eine vollständige Liste der verfügbaren Symbole findet sich in Die Feta-Schriftart.
c2
c'^\markup { \musicglyph #"eight" }
c,4
c,8._\markup { \musicglyph #"clefs.G_change" }
c16
c2^\markup { \musicglyph #"timesig.neomensural94" }
Eine andere Möglichkeit, andere als Textsymbole zu schreiben, findet sich in Was sind Schriftarten. Diese Methode bietet sich an, um Klammern unterschiedlicher Größe zu setzen.
Der Textbeschriftungsmodus unterstützt auch Diagramme für bestimmte Instrumente:
c1^\markup {
\fret-diagram-terse #"x;x;o;2;3;2;"
}
c^\markup {
\harp-pedal #"^-v|--ov^"
}
c
c^\markup {
\combine
\musicglyph #"accordion.discant"
\combine
\raise #0.5 \musicglyph #"accordion.dot"
\raise #1.5 \musicglyph #"accordion.dot"
}
Derartige Digramme sind dokumentiert in Instrument Specific Markup.
Sogar eine ganze Partitur kann in ein Textbeschriftungsobjekt eingefügt
werden. In diesem Fall muss die eingefügte \score-Umgebung
eine \layout-Umgebung haben, wie in diesem Beispiel:
c4 d^\markup {
\score {
\relative c' { c4 d e f }
\layout { }
}
}
e f |
c d e f
Eine vollständige Liste der Musiksymbol-Befehle findet sich in Music.
Siehe auch
Notationsreferenz: Music, Die Feta-Schriftart, Was sind Schriftarten.
Installierte Dateien: ‘scm/define-markup-commands.scm’, ‘scm/fret-diagrams.scm’, ‘scm/harp-pedals.scm’.
Schnipsel: Text.
Referenz der Interna: TextScript.
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Musikalische Notation innerhalb einer Textbeschriftung ] | [ Nach oben : Text formatieren ] | [ Schriftarten > ] | ||
Textbeschriftung über mehrere Seiten
Normale Textbeschriftungsobjekte können nicht getrennt werden, aber mit einer spezifischen Umgebung ist es möglich, Text auch über mehrere Seiten fließen zu lassen:
\markuplist {
\justified-lines {
A very long text of justified lines.
...
}
\wordwrap-lines {
Another very long paragraph.
...
}
...
}
Die Syntax braucht eine Liste von Textbeschriftungen folgender Art:
- das Resultat eines Beschriftungslistenbefehls,
- eine Textbeschriftungsliste,
- eine Liste von Beschriftungslisten.
Eine vollständige Liste der Beschriftungslistenbefehle findet sich in Textbeschriftungslistenbefehle.
Siehe auch
Notationsreferenz: Textbeschriftungslistenbefehle.
Erweitern: Neue Definitionen von Beschriftungslistenbefehlen.
Installierte Dateien: ‘scm/define-markup-commands.scm’.
Schnipsel: Text.
Referenz der Interna: TextScript.
Vordefinierte Befehle
\markuplist.
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Textbeschriftung über mehrere Seiten ] | [ Nach oben : Text ] | [ Was sind Schriftarten > ] | ||
1.8.3 Schriftarten
Dieser Abschnitt zeigt, wie Schriftarten eingesetzt werden können und wie man sie in Partituren ändern kann.
| Was sind Schriftarten | ||
| Schriftarten für einen Eintrag | ||
| Schriftart des gesamten Dokuments |
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Schriftarten ] | [ Nach oben : Schriftarten ] | [ Schriftarten für einen Eintrag > ] | ||
Was sind Schriftarten
Schriftarten werden von mehreren Bibliotheken verwaltet. FontConfig wird benützt, um die vorhandenen Schriftarten des Systems zu erkennen, die gewählte Schriftart wird dann mit Pango verarbeitet.
Notationsschriftarten können als eine Ansammlung von besonderen Zeichen
erklärt werden, wobei die Sonderzeichen in verschiedene Familien
klassifiziert werden. Die Syntax des folgenden Beispiels ermöglicht es,
direkt auf verschiedene nicht textuelle Sonderzeichen der
feta-Schriftart zuzugreifen. Das ist die Standardschriftart
für Notationselemente in LilyPond.
a1^\markup {
\vcenter {
\override #'(font-encoding . fetaBraces)
\lookup #"brace120"
\override #'(font-encoding . fetaText)
\column { 1 3 sf }
\override #'(font-encoding . fetaMusic)
\lookup #"noteheads.s0petrucci"
}
}
Außer den verschiedenen Klammern, die in fetaBraces
in verschiedenen Größen enthalten sind, lassen sich alle
dieses Symbole auch mit einer einfacheren Syntax notieren.
Sie ist beschrieben in
Musikalische Notation innerhalb einer Textbeschriftung.
Wenn man die Klammern von fetaBraces benutzt, wird die
Größe der Klammer durch einen numeralen Part in der
Bezeichnung des Glyphs bestimmt. Als Wert kann eine
Ganzzahl von 0 bis 575 benutzt werden, wobei
0 die kleinste Klammern ergibt. Der optimale Wert
muss durch Ausprobieren herausgefunden werden. Diese Glyphen
sind alle linke Klammern, rechte Klammern lassen sich durch
eine Drehung herstellen, siehe
Drehen von Objekten.
Drei Textschriftarten sind verfügbar (auf Englisch family genannt):
mit roman eine Schriftart
mit Serifen (Standard ist New Century Schoolbook), mit sans
eine serifenlose (gerade) Schriftart und mit typewriter eine
Schreibmaschinenschrift, in welcher die Buchstaben alle die gleiche
Weite haben. Die aktuelle Schriftart von sans und
typewriter wird durch Pango entsprechend den Systemvorgaben
gewählt.
Jede Familie kann verschiedene Schriftschnitte besitzen. Im Englischen
wird unterschieden zwischen shape für kursive Schnitte und
series für fette Schnitte. Im folgenden Beispiel wird
demonstriert, wie man die verschiedenen Eigenschaften auswählen kann.
Der Wert, der font-size übergeben wird, entspricht der geforderten
Änderung in Bezug auf die Standardschriftgröße.
\override Score.RehearsalMark #'font-family = #'typewriter \mark \markup "Ouverture" \override Voice.TextScript #'font-shape = #'italic \override Voice.TextScript #'font-series = #'bold d2.^\markup "Allegro" \override Voice.TextScript #'font-size = #-3 c4^smaller
Eine ähnliche Syntax kann im Textbeschriftungsmodus eingesetzt werden, hier bietet es sich aber an, die einfacheren Befehle zu verwenden, die erklärt wurden in Überblick über die wichtigsten Textbeschriftungsbefehle:
\markup {
\column {
\line {
\override #'(font-shape . italic)
\override #'(font-size . 4)
Idomeneo,
}
\line {
\override #'(font-family . typewriter)
{
\override #'(font-series . bold)
re
di
}
\override #'(font-family . sans)
Creta
}
}
}
Auch wenn es einfach ist, zwischen den vordefinierten Schriftarten umzuschalten, kann man auch eigene Schriftarten verwenden, wie erklärt in folgenden Abschnitten: Schriftarten für einen Eintrag und Schriftart des gesamten Dokuments.
Siehe auch
Notationsreferenz: Die Feta-Schriftart, Drehen von Objekten, Musikalische Notation innerhalb einer Textbeschriftung, Überblick über die wichtigsten Textbeschriftungsbefehle, Font.
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Was sind Schriftarten ] | [ Nach oben : Schriftarten ] | [ Schriftart des gesamten Dokuments > ] | ||
Schriftarten für einen Eintrag
Jede Schriftart, die über das Betriebssystem installiert ist und von FontConfig erkannt wird, kann in einer Partitur eingefügt werden. Dazu verwendet man folgende Syntax:
\override Staff.TimeSignature #'font-name = #"Bitstream Charter"
\override Staff.TimeSignature #'font-size = #2
\time 3/4
a1_\markup {
\override #'(font-name . "Vera Bold")
{ Vera Bold }
}
Mit folgendem Befehl erhält man eine Liste aller verfügbaren Schriftarten des Betriebssystems:
lilypond -dshow-available-fonts x
Siehe auch
Notationsreferenz: Was sind Schriftarten, Schriftart des gesamten Dokuments.
Schnipsel: Text.
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Spezielle Notation >> ] | ||
| [ < Schriftarten für einen Eintrag ] | [ Nach oben : Schriftarten ] | [ Spezielle Notation > ] | ||
Schriftart des gesamten Dokuments
Es ist auch möglich, die Schriftarten für die gesamte Partitur zu ändern.
In diesem Fall müssen die Familien roman,
sans und typewriter in genaus dieser Reihenfolge
entsprechend der Syntax unten definiert werden. Einzelheiten zu
Schriftarten in Was sind Schriftarten.
\paper {
myStaffSize = #20
#(define fonts
(make-pango-font-tree "Times New Roman"
"Nimbus Sans"
"Luxi Mono"
(/ myStaffSize 20)))
}
\relative c'{
c1-\markup {
roman,
\sans sans,
\typewriter typewriter. }
}
Siehe auch
Notationsreferenz: Was sind Schriftarten, Schriftarten für einen Eintrag, Überblick über die wichtigsten Textbeschriftungsbefehle, Font.
| [ << Musikalische Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Allgemeine Eingabe und Ausgabe >> ] | ||
| [ < Schriftart des gesamten Dokuments ] | [ Nach oben : Top ] | [ Notation von Gesang > ] | ||
2. Spezielle Notation
Dieser Abschnitt erklärt, wie Notation erstellt wird, die nur für ein bestimmtes Instrument oder einen Stil eingesetzt wird.
| [ << Spezielle Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Allgemeine Eingabe und Ausgabe >> ] | ||
| [ < Spezielle Notation ] | [ Nach oben : Spezielle Notation ] | [ Übliche Notation für Vokalmusik > ] | ||
2.1 Notation von Gesang
Dieser Abschnitt erklärt, wie Vokalmusik gesetzt werden kann und die Silben von Gesangstext an den Noten ausgerichtet werden.
| [ << Spezielle Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Allgemeine Eingabe und Ausgabe >> ] | ||
| [ < Notation von Gesang ] | [ Nach oben : Notation von Gesang ] | [ Referenz für Vokalmusik > ] | ||
2.1.1 Übliche Notation für Vokalmusik
Dieser Abschnitt erklärt Eigenheiten und Probleme, die die meisten Arten an Vokalmusik gemeinsam haben.
| [ << Spezielle Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Allgemeine Eingabe und Ausgabe >> ] | ||
| [ < Übliche Notation für Vokalmusik ] | [ Nach oben : Übliche Notation für Vokalmusik ] | [ Eingabe von Text > ] | ||
Referenz für Vokalmusik
Dieser Abschnitt, wo man Lösungen zu den Problemen finden kann, die bei der Notation von Gesang mit Text auftreten können.
- Die meisten Vokalmusikstile benutzen Text für den Gesangstext. Eine Einleitung hierzu findet sich in Einfache Lieder setzen.
-
Vokalmusik braucht oft die Benutzung von Textbeschriftung (dem
markup-Modus) für den Gesangstext oder andere Textelemente (Namen von Figuren usw.). Die entsprechende Syntax ist beschrieben in Textbeschriftung (Einleitung). - ‚Ambitus‘ können zu Beginn der Stimmen hinzugefügt werden, dies findet sich erklärt in Tonumfang.
- Dynamikbezeichnung werden normalerweise unter das Notensystem platziert, aber in Chormusik werden sie normalerweise über das Notensystem notiert, um Platz für den Text zu schaffen. Siehe Partiturbeispiele für Chormusik.
Siehe auch
Glossar: ambitus.
Handbuch zum Lernen: Einfache Lieder setzen.
Notationsreferenz: Textbeschriftung (Einleitung), Tonumfang, Partiturbeispiele für Chormusik.
Snippets: Vocal music.
Eingabe von Text
Gesangstext muss in einem speziellen Modus notiert werden.
Der Gesangstextmodus kann mit der Umgebung \lyricmode
angegeben werden, oder indem \addlyrics bzw.
\lyricsto eingesetzt wird. In diesem Modus kann
Text mit Akzenten und Satzzeichen notiert werden, und das
Programm liest d nicht als die Tonhöhe D,
sondern als eine Silbe Text. Anders gesagt:
Silben werden wie Noten notiert, aber die Tonhöhen werden
durch Text ersetzt.
Beispielsweise:
\lyricmode { Gern4 hätt’4 ich4 dich4 lieb!2 }
Es gibt zwei generelle Methoden, die horizontale Orientierung der
Textsilben anzugeben, entweder indem ihre Dauer angegeben wird,
wie oben in dem Beispiel, oder indem die Silben automatisch an den
Noten ausgerichtet werden. Dazu muss entweder \addlyrics
oder \lyricsto eingesetzt werden. Die erste Methode ist
beschrieben in Manuelle Silbendauern, die zweite in
Automatische Silbendauern.
Ein Wort oder eine Silbe beginnt mit einem alphabetischen Zeichen (inklusive einige andere Zeichen, siehe unten) und endet mit einem Leerzeichen oder einer Zahl. Die folgenden Zeichen in der Silbe können beliebig sein, außer Leerzeichen und Zahlen.
Jedes Zeichen, das nicht Leerzeichen noch Zahl ist, wird als Bestandteil
der Silbe angesehen. Eine Silbe kann also auch mit } enden,
was oft zu dem Fehler
\lyricmode { lah- lah}
führen kann. Hier wird } als Teil der letzten Silbe gerechnet, so
dass die öffnende Klammer keine schließende Klammer hat und die Eingabedatei
nicht funktioniert. Klammern sollten deshalb immer von Leerzeichen umgeben
sein.
\lyricmode { lah lah lah }
Auch ein Punkt, der auf eine Silbe folgt, wird in die Silbe inkorporiert. Infolgedessen müssen auch um Eigenschaftsbezeichnungen Leerzeichen gesetzt werden. Ein Befehl heißt also nicht:
\override Score.LyricText #'font-shape = #'italic
sondern
\override Score . LyricText #'font-shape = #'italic
Punkte, Gesangstext mit Akzenten, verschiedene lateinische und nicht-lateinische Zeichen sowie auch etwa Sonderzeichen (wie ein Herz-Symbol) könn direkt in die Notationsdatei geschrieben werden. Es muss dabei sichergestell werden, dass die Datei in der UTF-8-Kodierung gespeichert wird. Zu mehr Information siehe sonderzeichen.
\relative c'' { d8 c16 a bes8 f e' d c4 }
\addlyrics { „Schad’ um das schö -- ne grü -- ne Band, }
Normale Anführungszeichen können im Gesangstext auch benutzt werden, aber sie müssen mit einem Backslash und weiteren Anführungszeichen begleitet werden:
\relative c' { \time 3/4 e4 e4. e8 d4 e d c2. }
\addlyrics { "\"I" am so lone -- "ly,\"" said she }
Die vollständige Definition des Anfangs eines Wortes in LilyPond ist etwas
komplizierter. Ein Wort im Gesangstextmodus beginnt mit einem alphabetischen
Zeichen, _, ?, !, :,
', den Kontrollzeichen ^A bis ^F,
^Q bis ^W, ^Y, ^^, einem beliebigen 8-bit-Zeichen
mit einem ASCII-Code größer als 127 oder einer zwei-Zeichen-Kombination aus
einem Backslash, gefolgt von `, ', " oder ^.
Man hat sehr gut Möglichkeiten, die Erscheinung des Gesangstextes zu beeinflussen, wenn man dafür Textbeschriftungsbefehle einsetzt. Siehe hierzu Text formatieren.
Ausgewählte Schnipsel
Silben im Gesangstext formatieren
Textbeschriftungsmodus kann eingesetzt werden, um individuelle Silben im Gesangstext zu formatieren.
mel = \relative c'' { c4 c c c }
lyr = \lyricmode {
Lyrics \markup { \italic can } \markup { \with-color #red contain }
\markup { \fontsize #8 \bold Markup! }
}
<<
\new Voice = melody \mel
\new Lyrics \lyricsto melody \lyr
>>
Siehe auch
Handbuch zum Lernen: Lieder.
Notationsreferenz: Automatische Silbendauern, Schriftarten, Eingabe-Modi, Manuelle Silbendauern, Text formatieren, sonderzeichen.
Referenz der Interna: LyricText.
Schnipsel: Text.
| [ << Spezielle Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Allgemeine Eingabe und Ausgabe >> ] | ||
| [ < Eingabe von Text ] | [ Nach oben : Übliche Notation für Vokalmusik ] | [ Automatische Silbendauern > ] | ||
Text an einer Melodie ausrichten
Gesangstext wird gesetzt, wenn er in einem Lyrics-Kontext
ausgewertet wird, siehe Was sind Kontexte?.
\new Lyrics \lyricmode { … }
Gesangstext kann an einer Melodie auf zwei Arten ausgerichtet werden:
-
Gesangstext kann automatisch ausgerichtet werden, wobei die Dauern
von einer Notenstimme oder (in besonderen Umständen) von einer
assoziierten Melodie übernommen werden. Das geschieht mit
\addlyrics,\lyricstooder indem man dieassociatedVoice-Eigenschaft einsetzt. Mehr Informationen in Automatische Silbendauern.<< \new Staff << \time 2/4 \new Voice = "one" \relative c'' { \voiceOne c4 b8. a16 g4. r8 a4 ( b ) c2 } \new Voice = "two" \relative c' { \voiceTwo s2 s4. f8 e4 d c2 } >> % takes durations and alignment from notes in "one" \new Lyrics \lyricsto "one" { Life is __ _ love, live __ life. } % takes durations and alignment from notes in "one" initially % then switches to "two" \new Lyrics \lyricsto "one" { No more let \set associatedVoice = "two" % must be set one syllable early sins and sor -- rows grow. } >>Die erste Strophe zeigt, wie normalerweise Text gesetzt wird.
Die zweite Strophe zeigt, wie die Stimme (
Voice), von der die Dauern entnommen werden, geändert werden kann. Das ist nützlich, wenn der Text unterschiedlicher Strophen die Noten auf unterschiedliche Weise füllt und alle Dauern alsVoice-Kontexte vorhanden sind. Zu mehr Details siehe Strophen. -
Gesangstext kann unabhängig von den Notendauern platziert werden,
indem man die Dauern der Silben explizit vorgibt und den Text
innerhalb von
\lyricmodenotiert:<< \new Voice = "one" \relative c'' { \time 2/4 c4 b8. a16 g4. f8 e4 d c2 } % uses previous explicit duration of 2; \new Lyrics \lyricmode { Joy to the earth! } % explicit durations, set to a different rhythm \new Lyrics \lyricmode { Life4 is love,2. live4 life.2 } >>Die erste Strophe wird nicht an den Noten ausgerichtet, weil die Dauern nicht angegeben sind, und der erste Wert 2 für alle Silben benutzt wird.
Die zweite Strophe zeigt, dass die Silben sehr unabhängig von den Noten notiert werden können. Das ist nützlich, wenn der Text von verschiedenen Strophen die Noten auf unterschiedliche Weise füllt, aber die Dauer nicht in einem Noten-Kontext vorhanden ist. Mehr Details finden sich in Manuelle Silbendauern. Diese Technik ist auch nützlich, wenn man Dialog zu einer Musik setzt; ein Beispiel hierzu findet sich in Dialog zur Musik.
Wenn Text auf diese Weise eingegeben wird, werden die Silben links an den Noten ausgerichtet, können aber auch zentriert werden, indem man eine assoziierte Stimme angibt, wenn eine existiert. Zu Einzelheiten siehe Manuelle Silbendauern.
Siehe auch
Handbuch zum Lernen: Text an einer Melodie ausrichten.
Notation Reference: Was sind Kontexte?, Automatische Silbendauern, Strophen, Manuelle Silbendauern, Dialog zur Musik.
Referenz der Interna: Lyrics.
Automatische Silbendauern
Die Silben des Gesangstextes können automatisch an einer Melodie ausgerichtet werden. Das ist auf drei Arten möglich:
-
indem man einen benannten
Voice-Kontext mit der Melodie durch\lyricstozuweist, -
indem man den Gesangstext mit
\addlyricsbeginnt und direkt nach demVoice-Kontext mit der Melodie notiert, -
indem man die
associatedVoice-Eigenschaft definiert, sodass man die Ausrichtung des Gesangstextes zwischen verschiedenen benanntenVoice-Kontexten gewechselt werden.
In allen drei Methoden können Bindestriche zwischen den Silben oder Fülllinien hinter einem Wortende gezogen werden. Zu Einzelheiten siehe Fülllinien und Trennstriche.
Der Voice-Kontext, der die Melodie enthält, an der der Text
ausgerichtet werden soll, darf noch nicht „gestorben“ sein, weil
sonst aller Text danach verloren geht. Das kann passieren, wenn es
Strecken gibt, in denen die Stimme pausiert. Zu Methoden, wie man Kontexte
am Leben erhält, siehe Kontexte am Leben halten.
\lyricsto Benutzen
Gesangstext kann an einer Melodie automatisch ausgerichtet werdne, indem
man den beannten Voice-Kontext mit der Melodie durch den Befehl
\lyricsto angibt:
<<
\new Voice = "melody" {
a4 a a a
}
\new Lyrics \lyricsto "melody" {
These are the words
}
>>
Damit wird der Text an den Noten des benannten Voice-Kontextes
ausgerichtet, der schon vorher existieren muss. Aus diesem Grund
wird der Voice-Kontext normalerweise zuerst definiert, gefolgt
vom Lyrics-Kontext. Der Gesangstext selber folgt dem
\lyricsto-Befehl. Der \lyricsto-Befehl ruft den
Gesangstextmodus automatisch auf, sodass man \lyricmode in diesem
Fall auslassen kann. Standardmäßig werden die Silben unter den Noten
angeordnet. Für andere Optionen siehe Gesangstext vertikal verschieben.
\addlyrics benutzen
Der \addlyrics-Befehl ist eigentlich nur eine Abkürzung für eine
etwas kompliziertere LilyPond-Struktur, den man manchmal aus Bequemlichkeit
einsetzen kann.
{ Noten }
\addlyrics { Gesangstext }
bedeutet das Gleiche wie
\new Voice = "bla" { Noten }
\new Lyrics \lyricsto "bla" { Gesangstext }
Hier ein Beispiel:
{
\time 3/4
\relative c' { c2 e4 g2. }
\addlyrics { play the game }
}
Weitere Strophen können mit weiteren \addlyrics-Abschnitten
hinzugefügt werden:
{
\time 3/4
\relative c' { c2 e4 g2. }
\addlyrics { play the game }
\addlyrics { speel het spel }
\addlyrics { joue le jeu }
}
Der Befehl \addlyrics kann keine polyphonen Situationen bewältigen.
In diesen Fällen sollen man \lyricsto benutzen.
associatedVoice benutzen
Die Melodie, an die der Gesangstext ausgerichtet wird, kann durch Setzen der
associatedVoice-Eigenschaft geändert werden:
\set associatedVoice = #"lala"
Der Wert der Eigenschaft (hier "lala") ist die Bezeichnung eines
Voice-Kontextes. Aus technischen Gründen muss der \set-Befehl
eine Silbe vor der Silbe gesetzt werden, auf die er wirken soll.
Ein Beispiel demonstiert das:
<<
\new Staff <<
\time 2/4
\new Voice = "one" \relative c'' {
\voiceOne
c4 b8. a16 g4. r8 a4 ( b ) c2
}
\new Voice = "two" \relative c' {
\voiceTwo
s2 s4. f8 e8 d4. c2
}
>>
% takes durations and alignment from notes in "one" initially
% then switches to "two"
\new Lyrics \lyricsto "one" {
No more let
\set associatedVoice = "two" % must be set one syllable early
sins and sor -- rows grow.
}
>>
Siehe auch
Notationsreferenz: Fülllinien und Trennstriche, Kontexte am Leben halten, Gesangstext vertikal verschieben.
Manuelle Silbendauern
In komplexer Vokalmusik kann es nötig sein, den Gesangstext vollkommen
unabhängig von den Noten zu positionieren. In diesem Fall sollte man
nicht \addlyrics bzw. \lyricsto benutzen, und auch keine
associatedVoice definieren. Die Silben werden wie Noten notiert
– indem die Tonhöhen durch den Text der Silbe ersetzt werden – und
die Dauer jeder Silbe muss angegeben werden.
Standardmäßig werden die Silben links am entsprechenden musikalischen Moment ausgerichtet. Bindestriche zwischen den Silben können wie üblich gezogen werden, aber Fülllinien hinter dem Wortende können nicht gezogen werden, wenn es keine mit dem Text verknüpfte Melodie gibt.
Hier zwei Beispiele:
<<
\new Voice = "melody" {
\time 3/4
c2 e4 g2 f
}
\new Lyrics \lyricmode {
play1 the4 game4
}
>>
<<
\new Staff {
\relative c'' {
c2 c2
d1
}
}
\new Lyrics {
\lyricmode {
I2 like4. my8 cat!1
}
}
\new Staff {
\relative c' {
c8 c c c c c c c
c8 c c c c c c c
}
}
>>
Diese Technik ist nützlich, wenn man Dialog zur Musik schreiben will, siehe Dialog zur Musik.
Um Silben an den Noten des entsprechenden musikalischen Moments zu zentrieren,
muss associatedVoice auf die Bezeichnung des Stimmen-Kontext eingestellt
werden, in dem sich die Noten befinden. Wenn associatedVoice definiert
ist, können doppelte Bindestriche zwischen Silben und doppelte Unterstriche
hinter Wörtern für Fülllinien benutzt werden:
<<
\new Voice = "melody" {
\time 3/4
c2 e4 g f g
}
\new Lyrics \lyricmode {
\set associatedVoice = #"melody"
play2 the4 game2. __
}
>>
Siehe auch
Notationsreferenz: Dialog zur Musik, Kontexte am Leben halten.
Referenz der Interna: Lyrics, Voice.
| [ << Spezielle Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Allgemeine Eingabe und Ausgabe >> ] | ||
| [ < Manuelle Silbendauern ] | [ Nach oben : Übliche Notation für Vokalmusik ] | [ Mehrere Noten zu einer Silbe > ] | ||
Mehrere Silben zu einer Note
Um mehr als eine Silbe zu einer Note zuzuordnen, können die Silben
mit geraden Anführungszeichen (") umgeben werden oder ein
Unterstrich (_) benutzt werden, um ein Leerzeichen zwischen
Silben zu setzen. Mit der Tilde (~) kann ein Bindebogen
gesetzt werden.
{
\relative c'' { \autoBeamOff
r8 b c fis, fis c' b e, }
\addlyrics { Che_in ques -- ta_e_in quel -- l'al -- tr'on -- da }
\addlyrics { "Che in" ques -- "ta e in" quel -- l'al -- tr'on -- da }
\addlyrics { Che~in ques -- ta~e~in quel -- l'al -- tr'on -- da }
}
Siehe auch
Referenz der Interna: LyricCombineMusic.
Mehrere Noten zu einer Silbe
Öfters, insbesondere in Alter Musik, wird eine einzige Silbe zu mehreren Noten gesungen, was als Melisma bezeichnet wird. Die Silbe eines Melismas wird normalerweise links an der ersten Note des Melismas ausgerichtet.
Melismen können direkt im Gesangstext definiert werden, indem
ein Unterstrich (_) für jede Note notiert wird, die
übersprungen werden soll.
Wenn ein Melisma an einer Silbe auftritt, die nicht die letzte eines
Wortes ist, wird diese Silbe mit der folgenden durch wiederholte Trennstriche
verbunden. Dies wird notiert, indem man zwei Trennstriche (--)
nach der Silbe notiert.
Wenn ein Melisma an der letzten Silbe eines Wortes auftritt, wird eine
Fülllinie vom Ende der Silbe bis zur letzten Note des Melismas gezeichnet.
Das wird durch zwei Unterstriche (__) nach der Silbe notiert.
Es gibt fünf Arten, auf die ein Melisma angezeigt werden kann:
-
Melismen werden automatisch zu Noten erstellt, die übergebunden sind:
<< \new Voice = "melody" { \time 3/4 f4 g2 ~ | g4 e2 ~ | e8 } \new Lyrics \lyricsto "melody" { Ky -- ri -- e __ } >> -
Melismen können automatisch aus den Noten erstellt werden, indem man Legatobögen
über den Noten eines Melismas notiert. Auf diese Weise wird Gesangstext
üblicherweise notiert:
<< \new Voice = "melody" { \time 3/4 f4 g8 ( f e f ) e8 ( d e2 ) } \new Lyrics \lyricsto "melody" { Ky -- ri -- e __ } >>Dabei ist zu beachten, dass Phrasierungsbogen die Erstellung eines Melsima nicht beeinflussen.
-
Noten werden als ein Melisma betrachtet, wenn sie manuell mit einem Balken
versehen werden, vorausgesetzt, dass die automatische Bebalkung ausgeschaltet
ist. Siehe Einstellung von automatischen Balken.
<< \new Voice = "melody" { \time 3/4 \autoBeamOff f4 g8[ f e f] e2. } \new Lyrics \lyricsto "melody" { Ky -- ri -- e } >>Diese Methode eignet sich natürlich nicht für Noten, die länger als Achtel sind.
-
Eine Gruppe von Noten ohne Legatobogen werden als Melisma betrachtet,
wenn sie zwischen
\melismaund\melismaEndeingeschlossen sind:<< \new Voice = "melody" { \time 3/4 f4 g8 \melisma f e f \melismaEnd e2. } \new Lyrics \lyricsto "melody" { Ky -- ri -- e } >> -
Ein Melisma kann auch ausschließlich im Gesangstext notiert werden, indem man
einzlene Unterstriche (
_) für jede Note eingibt, die zum Melisma hinzugefügt werden soll.<< \new Voice = "melody" { \time 3/4 f4 g8 f e f e8 d e2 } \new Lyrics \lyricsto "melody" { Ky -- ri -- _ _ _ e __ _ _ } >>
Man kann durchaus auch Binde- und Legatobögen sowie manuelle Balken
benutzen, ohne dass sie Melismen bezeichnen, wenn
melismaBusyProperties aufgerufen wird:
<<
\new Voice = "melody" {
\time 3/4
\set melismaBusyProperties = #'()
c4 d ( e )
g8 [ f ] f4 ~ f
}
\new Lyrics \lyricsto "melody" {
Ky -- ri -- e e -- le -- i -- son
}
>>
Andere Einstellungen für melismaBusyProperties können bneutzt
werden, um nur eine Auswahl von Binde-, Legatobögen und Balken zur
automatischen Melismenerkennung gelten zu lassen. Siehe
melismaBusyProperties in
Tunable context properties.
Alternativ kann auch ignoreMelismata auf wahr gesetzt werden,
wenn alle Melisma-Bezeichnungen ignoriert werden sollen, siehe
Strophen mit unterschiedlichem Rhythmus.
Wenn ein Melisma während einer Passage benötigt wird, in der
melismaBusyProperties aktiviert ist, kann es durch einen
einzelnen Unterstrich im Gesangstext für jede Note des Melismas
angegeben werden:
<<
\new Voice = "melody" {
\time 3/4
\set melismaBusyProperties = #'()
c4 d ( e )
g8 [ f ] ~ f4 ~ f
}
\new Lyrics \lyricsto "melody" {
Ky -- ri -- _ e __ _ _ _
}
>>
Vordefinierte Befehle
\autoBeamOff,
\autoBeamOn,
\melisma,
\melismaEnd.
Siehe auch
Glossar: melisma.
Handbuch zum Lernen: Text an einer Melodie ausrichten.
Notation Reference: Kontexte am Leben halten, Automatische Silbendauern, Einstellung von automatischen Balken, Strophen mit unterschiedlichem Rhythmus.
Internals Reference: Tunable context properties.
Bekannte Probleme und Warnungen
Fülllinien zu Melismen werden nicht automatisch erkannt, sondern müssen manuell gesetzt werden.
Fülllinien und Trennstriche
Wenn die letzte Silbe eines Wortes auf ein Melisma fällt, wird
das Melisma oft mit einer langen horizontalen Linie angezeigt,
die nach dem Wort beginnt und mit der letzten Note des Melismas
endet. Derartige Fülllinien werden mit einem doppelten
Unterstrich ( __ ) eingegeben, wobei beachtet werden muss,
dass er von Leerzeichen umgeben ist.
Achtung: Melismen werden mit Fülllinien angezeigt, die als doppelter Unterstrich notiert sind. Kurze Melismen können auch notiert werden, indem eine Note übersprungen wird. Hierzu wird ein einfacher Unterstrich notiert und keine Fülllinie gezogen.
Zentrierte Bindestriche zwischen den einzelnen Silben werden mit
einem doppelten Bindestrich ( -- ) eingegeben, wobei beachtet
werden muss, dass er von Leerzeichen umgeben ist. Der Bindestrich
wird zwischen den Silben zentriert und seine Länge dem Notenabstand
angepasst.
In sehr eng notierter Musik können die Bindestriche ganz wegfallen.
Dieses Verhalten kann aber auch unterbunden werden, wenn den Eigenschaften
minimum-distance (minimaler Abstand zwischen Silben) und
minimum-length (Wert, unterhalb von dem Bindestriche wegfallen)
andere Werte erhalten. Beide sind Eigenschaften von LyricHyphen.
Siehe auch
Referenz der Interna: LyricExtender, LyricHyphen.
2.1.2 Techniken für die Gesangstextnotation
| Mit Gesangstexten und Bezeichnern arbeiten | ||
| Gesangstext vertikal verschieben | ||
| Silben horizontal verschieben | ||
| Gesangstext und Wiederholungen | ||
| Getrennte Texte |
Mit Gesangstexten und Bezeichnern arbeiten
Um Variablen zu definieren, die Gesangstext beinhalten, muss die
\lyricmode-Umgebung benutzt werden.
musicOne = \relative c'' {
c4 b8. a16 g4. f8 e4 d c2
}
verseOne = \lyricmode {
Joy to the world, the Lord is come.
}
\score {
<<
\new Voice = "one" {
\time 2/4
\musicOne
}
\new Lyrics \lyricsto "one" {
\verseOne
}
>>
}
Dauern müssen nicht angegeben werden, wenn die Variable im Zusammenhang mit
\addlyrics oder \lyricsto aufgerufen wird.
Für eine andere Anordnung oder kompliziertere Situationen bietet
es sich an, zuerst Systeme und Gesangstextumgebungen zu definieren, dann die
Hierarchie von Systemen und Gesangstextzeilen aufzustellen ohne den Gesangstext
selber aufzurufen, und dann den Gesangstext mit \context darunter
aufzurufen. Das stellt sicher, dass die Stimmen, die durch \lyricsto
angefordert werden, auch immer schon definiert sind. Beispielsweise:
sopranoMusic = \relative c'' { c4 c c c }
contraltoMusic = \relative c'' { a4 a a a }
sopranoWords = \lyricmode { Sop -- ra -- no words }
contraltoWords = \lyricmode { Con -- tral -- to words }
\score {
\new ChoirStaff <<
\new Staff {
\new Voice = "sopranos" {
\sopranoMusic
}
}
\new Lyrics = "sopranos"
\new Lyrics = "contraltos"
\new Staff {
\new Voice = "contraltos" {
\contraltoMusic
}
}
\context Lyrics = "sopranos" {
\lyricsto "sopranos" {
\sopranoWords
}
}
\context Lyrics = "contraltos" {
\lyricsto "contraltos" {
\contraltoWords
}
}
>>
}
Siehe auch
Notationsreferenz: Gesangstext vertikal verschieben.
Referenz der Interna: LyricCombineMusic, Lyrics.
Gesangstext vertikal verschieben
Abhängig von der Art der Musik kann der Gesangstext über oder
unter einem Notensystem oder zwischen zwei Systemen positioniert
werden. Es ist am einfachsten, den Text unter das verknüpfte
System zu positionieren, was man erreicht, indem man den
Lyrics-Kontext direkt unter dem System definiert:
\score {
<<
\new Staff {
\new Voice = "melody" {
\relative c'' { c4 c c c }
}
}
\new Lyrics {
\lyricsto "melody" {
Here are the words
}
}
>>
}
Gesangstext kann auch über dem System positioniert werden, indem man eine der beiden folgenden Methoden benutzt. Die einfachste (und bevorzugte) Methode ist es, die gleiche Syntax wie oben gezeigt einzusetzen und die Position des Gesangstextes explizit anzugeben:
\score {
<<
\new Staff = "staff" {
\new Voice = "melody" {
\relative c'' { c4 c c c }
}
}
\new Lyrics \with { alignAboveContext = "staff" } {
\lyricsto "melody" {
Here are the words
}
}
>>
}
Alternativ kann auch ein zweistufiger Prozess benutzt werden. Zuerst
wird der Gesangstextkontext definiert (ohne jeglichen Inhalt), bevor
Stimm- und Systemkontexte definiert wurden. Dann wird der
\lyricsto-Befehl nach der Definition der Stimme, auf die er
verweist, mit \context angegeben:
\score {
<<
\new Lyrics = "lyrics" \with {
% lyrics above a staff should have this override
\override VerticalAxisGroup #'staff-affinity = #DOWN
}
\new Staff {
\new Voice = "melody" {
\relative c'' { c4 c c c }
}
}
\context Lyrics = "lyrics" {
\lyricsto "melody" {
Here are the words
}
}
>>
}
Wenn zwei Stimmen sich auf unterschiedlichen Systemen befinden, kann der Text zwischen den Systemen platziert werden, wobei beide der Methoden einesetzt werden können. Hier ein Beispiel für die zweite Methode:
\score {
\new ChoirStaff <<
\new Staff {
\new Voice = "sopranos" {
\relative c'' { c4 c c c }
}
}
\new Lyrics = "sopranos"
\new Lyrics = "contraltos" \with {
% lyrics above a staff should have this override
\override VerticalAxisGroup #'staff-affinity = #DOWN
}
\new Staff {
\new Voice = "contraltos" {
\relative c'' { a4 a a a }
}
}
\context Lyrics = "sopranos" {
\lyricsto "sopranos" {
Sop -- ra -- no words
}
}
\context Lyrics = "contraltos" {
\lyricsto "contraltos" {
Con -- tral -- to words
}
}
>>
}
Andere Kombinationen von Gesangstext und System können erstellt werdne, indem man die gegebenen Beispiele modifiziert oder auch die Vokalensemble-Vorlagen im Handbuch zum Lernen heranzieht.
Ausgewählte Schnipsel
Platzverteilung von Gesangstext wie in 2.12 für neuere Versionen
Die Maschine für die vertikale Platzverteilung hat sich in Version 2.14 verändert.
Dadurch wurde Gesangstext auf andere Art verteilt. Es ist möglich, Eigenschaften
von Lyric- und Staff-Kontexten einzustellen, um die Platzverteilung
so aussehen zu lassen wie für Version 2.12.
global = {
\key d \major
\time 3/4
}
sopMusic = \relative c' {
% VERSE ONE
fis4 fis fis | \break
fis4. e8 e4
}
altoMusic = \relative c' {
% VERSE ONE
d4 d d |
d4. b8 b4 |
}
tenorMusic = \relative c' {
a4 a a |
b4. g8 g4 |
}
bassMusic = \relative c {
d4 d d |
g,4. g8 g4 |
}
words = \lyricmode {
Great is Thy faith- ful- ness,
}
\score {
\new ChoirStaff <<
\new Lyrics = sopranos
\new Staff = women <<
\new Voice = "sopranos" {
\voiceOne
\global \sopMusic
}
\new Voice = "altos" {
\voiceTwo
\global \altoMusic
}
>>
\new Lyrics = "altos"
\new Lyrics = "tenors"
\new Staff = men <<
\clef bass
\new Voice = "tenors" {
\voiceOne
\global \tenorMusic
}
\new Voice = "basses" {
\voiceTwo \global \bassMusic
}
>>
\new Lyrics = basses
\context Lyrics = sopranos \lyricsto sopranos \words
\context Lyrics = altos \lyricsto altos \words
\context Lyrics = tenors \lyricsto tenors \words
\context Lyrics = basses \lyricsto basses \words
>>
\layout {
\context {
\Lyrics
\override VerticalAxisGroup #'staff-affinity = ##f
\override VerticalAxisGroup #'staff-staff-spacing =
#'((basic-distance . 0)
(minimum-distance . 2)
(padding . 2))
}
\context {
\Staff
\override VerticalAxisGroup #'staff-staff-spacing =
#'((basic-distance . 0)
(minimum-distance . 2)
(padding . 2))
}
}
}
Siehe auch
Handbuch zum Lernen: Vokalensemble.
Notation Reference: Reihenfolge des Kontextlayouts, Kontexte erstellen.
Silben horizontal verschieben
Um den Abstand zwischen Silben zu vergrößern, kann die
minimum-distance-Eigenschaft des
LyricSpace-Objekts gesetzt werden:
{
c c c c
\override Lyrics.LyricSpace #'minimum-distance = #1.0
c c c c
}
\addlyrics {
longtext longtext longtext longtext
longtext longtext longtext longtext
}
Damit diese Einstellung für alle Gesangtextzeilen in einer Partitur
wirkt, muss sie im layout-Block vorgenommen werden.
\score {
\relative c' {
c c c c
c c c c
}
\addlyrics {
longtext longtext longtext longtext
longtext longtext longtext longtext
}
\layout {
\context {
\Lyrics
\override LyricSpace #'minimum-distance = #1.0
}
}
}
Ausgewählte Schnipsel
Ausrichtung von Gesangstext
Die horizontale Ausrichtung von Gesangstext kann eingestellt werden, indem
man die self-alignment-X-Eigenschaft des LyricText-Objekts
verändert. #-1 bedeutet links, #0 bedeutet mittig und #1
bedeutet rechts, man kann aber genauso gut auch #LEFT, #CENTER
und #RIGHT benutzen.
\layout { ragged-right = ##f }
\relative c'' {
c1
c1
c1
}
\addlyrics {
\once \override LyricText #'self-alignment-X = #LEFT
"This is left-aligned"
\once \override LyricText #'self-alignment-X = #CENTER
"This is centered"
\once \override LyricText #'self-alignment-X = #1
"This is right-aligned"
}
Eine Überprüfung, mit der sichergestellt wird, dass kein Text in die Seitenränder ragt, verlangt zusätzliche Computerzeit. Um den Notensatz etwas zu beschleunigen, kann die Überprüfung abgestellt werden:
\override Score.PaperColumn #'keep-inside-line = ##f
Damit Gesangstext auch nicht mit Taktlinien zusammenstößt, kann folgende Einstellung gesetzt werden:
\layout {
\context {
\Lyrics
\consists "Bar_engraver"
\consists "Separating_line_group_engraver"
\override BarLine #'transparent = ##t
}
}
| [ << Spezielle Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Allgemeine Eingabe und Ausgabe >> ] | ||
| [ < Silben horizontal verschieben ] | [ Nach oben : Techniken für die Gesangstextnotation ] | [ Getrennte Texte > ] | ||
Gesangstext und Wiederholungen
Einfache Wiederholungen
Wiederholungen von Musik ist vollständig an anderer Stelle behandelt, siehe Wiederholungszeichen. Dieser Abschnitt erklärt, wie man Gesangstext zu wiederholten Noten hinzufügt.
Gesangstext zu einem Abschnitt, der wiederholt wird, muss in der gleichen Wiederholungskonstruktion wie die Noten enthalten sein, wenn der Text sich nicht ändert:
\score {
<<
\new Staff {
\new Voice = "melody" {
\relative c'' {
a4 a a a
\repeat volta 2 { b4 b b b }
}
}
}
\new Lyrics {
\lyricsto "melody" {
Not re -- peat -- ed.
\repeat volta 2 { Re -- peat -- ed twice. }
}
}
>>
}
Der Text wird dann richtig erweitert, wenn die Wiederholung
mit \unfoldRepeats ausgeklappt wird:
\score {
\unfoldRepeats {
<<
\new Staff {
\new Voice = "melody" {
\relative c'' {
a4 a a a
\repeat volta 2 { b4 b b b }
}
}
}
\new Lyrics {
\lyricsto "melody" {
Not re -- peat -- ed.
\repeat volta 2 { Re -- peat -- ed twice. }
}
}
>>
}
}
Wenn der wiederholte Abschnitt unterschiedlichen Text hat und ausgeklappt werden soll, müssen alle Wörter notiert werden:
\score {
<<
\new Staff {
\new Voice = "melody" {
\relative c'' {
a4 a a a
\repeat unfold 2 { b4 b b b }
}
}
}
\new Lyrics {
\lyricsto "melody" {
Not re -- peat -- ed.
The first time words.
Sec -- ond time words.
}
}
>>
}
Wenn der Text in einer Wiederholung mit volta (also mit punktiertem
Doppelstrich) unterschiedlich ist, muss der Text jeder Wiederholung in
einem eigenen Lyrics-Kontext notiert werden, der korrekt in
parrallelen Abschnitten geschachtelt wird:
\score {
<<
\new Staff {
\new Voice = "melody" {
\relative c'' {
a4 a a a
\repeat volta 2 { b4 b b b }
}
}
}
\new Lyrics \lyricsto "melody" {
Not re -- peat -- ed.
<<
{ The first time words. }
\new Lyrics {
\set associatedVoice = "melody"
Sec -- ond time words.
}
>>
}
>>
}
Neue Strophen können auf die gleiche Art hinzugefügt werden:
\score {
<<
\new Staff {
\new Voice = "singleVoice" {
\relative c'' {
a4 a a a
\repeat volta 3 { b4 b b b }
c4 c c c
}
}
}
\new Lyrics \lyricsto "singleVoice" {
Not re -- peat -- ed.
<<
{ The first time words. }
\new Lyrics {
\set associatedVoice = "singleVoice"
Sec -- ond time words.
}
\new Lyrics {
\set associatedVoice = "singleVoice"
The third time words.
}
>>
The end sec -- tion.
}
>>
}
Wenn diese Konstruktion jedoch innerhalb eines Mehrsystemkontexts
eingebettet ist, wie etwa ein ChoirStaff, werden die Texte
der zweiten und dritten Strophe unter dem untersten System ausgegeben
werden.
Um sie richtig zu positionieren, kann alignBelowContext
eingesetzt werden:
\score {
<<
\new Staff {
\new Voice = "melody" {
\relative c'' {
a4 a a a
\repeat volta 3 { b4 b b b }
c4 c c c
}
}
}
\new Lyrics = "firstVerse" \lyricsto "melody" {
Not re -- peat -- ed.
<<
{ The first time words. }
\new Lyrics = "secondVerse"
\with { alignBelowContext = #"firstVerse" } {
\set associatedVoice = "melody"
Sec -- ond time words.
}
\new Lyrics = "thirdVerse"
\with { alignBelowContext = #"secondVerse" } {
\set associatedVoice = "melody"
The third time words.
}
>>
The end sec -- tion.
}
\new Voice = "harmony" {
\relative c' {
f4 f f f \repeat volta 2 { g8 g g4 g2 } a4 a8. a16 a2
}
}
>>
}
Wiederholungen mit alternativen Endungen
Wenn der Text des wiederholten Abschnitts der gleiche ist, kann die gleiche Struktur für Gesangstext und Noten eingesetzt werden.
\score {
<<
\new Staff {
\time 2/4
\new Voice = "melody" {
\relative c'' {
a4 a a a
\repeat volta 2 { b4 b }
\alternative { { b b } { b c } }
}
}
}
\new Lyrics {
\lyricsto "melody" {
Not re -- peat -- ed.
\repeat volta 2 { Re -- peat -- }
\alternative { { ed twice. } { ed twice. } }
}
}
>>
}
Aber wenn der wiederholte Abschnitt unterschiedlichen Text hat,
kann keine repeat-Konstruktion um den Text eingesetzt
werden und man muss manuell mit \skip-Befehlen die Noten
überspringen, auf die sich der alternative Text nicht bezieht.
Achtung: hier darf kein Unterstrich (_) benutzt werden, um
Noten zu überspringen, weil das ein Melisma anzeigen würde und
die vorhergehende Silbe dazu veranlasst, links ausgerichtet zu
werden.
Achtung: Der \skip-Befehl muss von einer Zahl gefolgt
werden, aber diese Zahl wird ignoriert, wenn der Gesangstext
seine Dauern von einer assoziierten Melodie ableitet, die mit
addlyrics oder lyricsto angefügt wird. Jeder
\skip-Befehl überspringt eine einzelne Note beliebiger
Dauer, unabhängig vom Wert der auf den Befehl folgenden Zahl.
\score {
<<
\new Staff {
\time 2/4
\new Voice = "melody" {
\relative c'' {
\repeat volta 2 { b4 b }
\alternative { { b b } { b c } }
c4 c
}
}
}
\new Lyrics {
\lyricsto "melody" {
The first time words.
\repeat unfold 2 { \skip 1 }
End here.
}
}
\new Lyrics {
\lyricsto "melody" {
Sec -- ond
\repeat unfold 2 { \skip 1 }
time words.
}
}
>>
}
Wenn eine Note zu zwei oder mehr alternativen Endungen übergebunden
wird, wird ein Bindebogen benutzt, um die Note in die erste
alternative Endung überzubinden, und ein \repeatTie benutzt,
um in die zweite und alle weiteren Klammern zu überbinden.
Diese Struktur erzeugt problematische Ausrichtungen, wenn ein
Gesangstext hinzu kommt und verlängert die alternativen Klammern,
sodass es besser sein kann, die übergebundenen Noten vollständig in
die Klammern aufzunehmen, um ein besseres Resultat zu erhalten.
Der Bindebogen erstellt ein Melisma zur ersten Klammer, aber nicht
zur zweiten und allen weiteren Klammern, sodass es nötig ist, die
automatische Erstellung von Melismen für die Klammer-Abschnitte
zu deaktivieren und manuell die Noten mit \skip zu überspringen, um eine
richtige Ausrichtung des Textes zu erreichen.
\score {
<<
\new Staff {
\time 2/4
\new Voice = "melody" {
\relative c'' {
\set melismaBusyProperties = #'()
\repeat volta 2 { b4 b ~}
\alternative { { b b } { b \repeatTie c } }
\unset melismaBusyProperties
c4 c
}
}
}
\new Lyrics {
\lyricsto "melody" {
\repeat volta 2 { Here's a __ }
\alternative {
{ \skip 1 verse }
{ \skip 1 sec }
}
ond one.
}
}
>>
}
Wenn \unfoldRepeats in einem Abschnitt eingesetzt wird,
der den \repeatTie-Befehl enthält, sollte der \repeatTie
entfernt werden, damit nicht beide Bindestriche ausgegeben werden.
Wenn der wiederholte Abschnitt unterschiedlichen Text hat, kann \repeat
nicht um den Gesangstext benutzt werden, und \skip-Befehle
müssen manuell eingegeben werden:
\score {
<<
\new Staff {
\time 2/4
\new Voice = "melody" {
\relative c'' {
\repeat volta 2 { b4 b ~}
\alternative { { b b } { b \repeatTie c } }
c4 c
}
}
}
\new Lyrics {
\lyricsto "melody" {
Here's a __ verse.
\repeat unfold 2 { \skip 1 }
}
}
\new Lyrics {
\lyricsto "melody" {
Here's one
\repeat unfold 2 { \skip 1 }
more to sing.
}
}
>>
}
Wenn Sie Bindestriche und Fülllinien zwischen Wiederholung und Klammer benutzen wollen, müssen sie manuell notiert werden:
\score {
<<
\new Staff {
\time 2/4
\new Voice = "melody" {
\relative c'' {
\repeat volta 2 { b4 b ~}
\alternative { { b b } { b \repeatTie c } }
c4 c
}
}
}
\new Lyrics {
\lyricsto "melody" {
Here's a __ verse.
\repeat unfold 2 { \skip 1 }
}
}
\new Lyrics {
\lyricsto "melody" {
Here's "a_"
\skip 1
"_" sec -- ond one.
}
}
>>
}
Siehe auch
Notationsreferenz: Kontexte am Leben halten, Wiederholungszeichen.
| [ << Spezielle Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Allgemeine Eingabe und Ausgabe >> ] | ||
| [ < Gesangstext und Wiederholungen ] | [ Nach oben : Techniken für die Gesangstextnotation ] | [ Strophen > ] | ||
Getrennte Texte
Wenn nur Text und Rhythmus von zwei Texten unterschiedlich sind, während die Noten gleich bleiben, kann man die automatische Melisma-Erkennung kurzzeitig ausschalten und das Melisma im Text anzeigen:
\score {
<<
\new Voice = "melody" {
\relative c' {
\set melismaBusyProperties = #'()
\slurDown
\slurDashed
e4 e8 ( e ) c4 c |
\unset melismaBusyProperties
c
}
}
\new Lyrics \lyricsto "melody" {
They shall not o -- ver -- come
}
\new Lyrics \lyricsto "melody" {
We will _
}
>>
}
Wenn sich sowohl Noten als auch Worte unterscheiden, kann es besser sein,
die unterschiedlichen Noten und den Text zu notieren, indem man
Voice-Kontexte benennt und den Text an die enstprechenden Kontexte
anhängt:
\score {
<<
\new Voice = "melody" {
\relative c' {
<<
{
\voiceOne
e4 e8 e
}
\new Voice = "splitpart" {
\voiceTwo
c4 c
}
>>
\oneVoice
c4 c |
c
}
}
\new Lyrics \lyricsto "melody" {
They shall not o -- ver -- come
}
\new Lyrics \lyricsto "splitpart" {
We will
}
>>
}
| [ << Spezielle Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Allgemeine Eingabe und Ausgabe >> ] | ||
| [ < Getrennte Texte ] | [ Nach oben : Notation von Gesang ] | [ Strophennummern hinzufügen > ] | ||
2.1.3 Strophen
| [ << Spezielle Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Allgemeine Eingabe und Ausgabe >> ] | ||
| [ < Strophen ] | [ Nach oben : Strophen ] | [ Lautstärkebezeichnung zu Strophen hinzufügen > ] | ||
Strophennummern hinzufügen
Strophennummerierung kann hinzugefügt werden:
\new Voice {
\time 3/4 g2 e4 a2 f4 g2.
} \addlyrics {
\set stanza = #"1. "
Hi, my name is Bert.
} \addlyrics {
\set stanza = #"2. "
Oh, ché -- ri, je t'aime
}
Die Zahl wird direkt vor die erste Silbe gesetzt.
| [ << Spezielle Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Allgemeine Eingabe und Ausgabe >> ] | ||
| [ < Strophennummern hinzufügen ] | [ Nach oben : Strophen ] | [ Sängernamen zu Strophen hinzufügen > ] | ||
Lautstärkebezeichnung zu Strophen hinzufügen
Dynamikzeichen können zur Strophennummer hinzugefügt werden.
In LilyPond muss alles, was vor einer Strophe gesetzt wird,
im StanzaNumber-Objekt definiert werden, also
auch Dynamikbezeichnung. Aus technischen Gründen muss die
Strophe außerhalb von lyricmode gesetzt werden:
text = {
\set stanza = \markup { \dynamic "ff" "1. " }
\lyricmode {
Big bang
}
}
<<
\new Voice = "tune" {
\time 3/4
g'4 c'2
}
\new Lyrics \lyricsto "tune" \text
>>
Sängernamen zu Strophen hinzufügen
Namen von Sängern können auch eingefügt werden. Sie werden zu Beginn
der Zeile gesetzt, ähnlich wie eine Instrumentenbezeichnung. Sie
werden mit der vocalName-Eigenschaft erstellt. Eine Kurzversion
kann mit shortVocalName definiert werden.
\new Voice {
\time 3/4 g2 e4 a2 f4 g2.
} \addlyrics {
\set vocalName = #"Bert "
Hi, my name is Bert.
} \addlyrics {
\set vocalName = #"Ernie "
Oh, ché -- ri, je t'aime
}
| [ << Spezielle Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Allgemeine Eingabe und Ausgabe >> ] | ||
| [ < Sängernamen zu Strophen hinzufügen ] | [ Nach oben : Strophen ] | [ Die Strophen am Ende ausdrucken > ] | ||
Strophen mit unterschiedlichem Rhythmus
Oft haben unterschiedliche Strophen eines Liedes leicht unterschiedliche
Silbenzahlen und werden darum auf andere Art zur Melodie gesungen.
Derartige Variationen können mit \lyricsto bewältigt werden.
Melismen ignorieren
Teilweise wird zu einer Silbe ein Melisma in einer Strophe
gesungen, während in einer anderen jede Note eine Silbe erhält.
Eine Möglichkeit ist, dass die Strophe mit mehr Text das
Melisma ignoriert. Das wird mit der
ignoreMelismata-Eigenschaft im Lyrics-Kontext
vorgenommen.
<<
\relative c' \new Voice = "lahlah" {
\set Staff.autoBeaming = ##f
c4
\slurDotted
f8.[( g16])
a4
}
\new Lyrics \lyricsto "lahlah" {
more slow -- ly
}
\new Lyrics \lyricsto "lahlah" {
go
\set ignoreMelismata = ##t
fas -- ter
\unset ignoreMelismata
still
}
>>
Bekannte Probleme und Warnungen
Anders als die meisten \set-Befehle funktioniert
\set ignoreMelismata nicht zusammen mit \once.
Es ist notwendig, explizit \set und \unset zu
verwenden, um den Text einzugrenzen, für den Melismen ignoriert
werden sollen.
Silben zu Verzierungsnoten hinzufügen
Normalerweise werden Verzierungsnoten (z.B. durch \grace) bei
\lyricsto keine Silben zugeordnet. Dieses Verhalten kann
geändert werden, wie das folgende Beispiel zeigt.
<<
\new Voice = melody \relative c' {
f4 \appoggiatura a32 b4
\grace { f16[ a16] } b2
\afterGrace b2 { f16[ a16] }
\appoggiatura a32 b4
\acciaccatura a8 b4
}
\new Lyrics
\lyricsto melody {
normal
\set includeGraceNotes = ##t
case,
gra -- ce case,
after -- grace case,
\set ignoreMelismata = ##t
app. case,
acc. case.
}
>>
Bekannte Probleme und Warnungen
Wie bei associatedVoice muss includeGraceNotes
spätestens eine Silbe vor derjenigen gesetzt werden, die unter einer
Verzierungsnote stehen soll. Im Fall, dass eine Verzierungsnote
die erste des Musikstückes ist, kann ein \with- oder
\context-Block verwendet werden:
<<
\new Voice = melody \relative c' {
\grace { c16[( d e f] }
g1) f
}
\new Lyrics \with { includeGraceNotes = ##t }
\lyricsto melody {
Ah __ fa
}
>>
Zu einer alternativen Melodie umschalten
Es ist auch möglich, die Silben von verschiedenen Textzeilen an
unterschiedlichen Melodien auszurichten. Das wird mit der
associatedVoice-Eigenschaft vorgenommen:
<<
\relative c' \new Voice = "lahlah" {
\set Staff.autoBeaming = ##f
c4
<<
\new Voice = "alternative" {
\voiceOne
\times 2/3 {
% show associations clearly.
\override NoteColumn #'force-hshift = #-3
f8 f g
}
}
{
\voiceTwo
f8.[ g16]
\oneVoice
} >>
a8( b) c
}
\new Lyrics \lyricsto "lahlah" {
Ju -- ras -- sic Park
}
\new Lyrics \lyricsto "lahlah" {
% Tricky: need to set associatedVoice
% one syllable too soon!
\set associatedVoice = "alternative" % applies to "ran"
Ty --
ran --
no --
\set associatedVoice = "lahlah" % applies to "rus"
sau -- rus Rex
} >>
Der Text der ersten Strophe wird an der Stimme „lahlah“
ausgerichtet, aber die zweite Strophe wird zuerst zum
lahlah-Kontext gesetzt und dann zur alternative-Melodie
für die Silben „ran“ bis „sau“:
\set associatedVoice = "alternative" % applies to "ran" Ty -- ran -- no -- \set associatedVoice = "lahlah" % applies to "rus" sau -- rus Rex
Hier ist alternative die Bezeichnung des Voice-Kontexts
mit der Triole.
Der \set associatedVoice-Befehl tritt eine Silbe zu früh auf,
aber das ist in diesem Fall richtig.
Achtung: Der set associatedVoice-Befehl muss eine Silbe vor
der Silbe notiert werden, auf welcher der Wechsel zur neuen Stimme
stattfinden soll. Anders gesagt: der Wechsel der assoziierten Stimme
geschieht eine Silber später, als man erwarten würde. Das geschieht
aus technischen Gründen – es handelt sich nicht um einen Fehler.
Die Strophen am Ende ausdrucken
Manchmal soll nur eine Strophe mit der Melodie gesetzt
werden und die weiteren Strophen als Text unter den Noten
hinzugefügt werden. Dazu wird der Text in einer
markup-Umgebung außerhalb der \score-Umgebung
gesetzt. Es gibt zwei Arten, die Zeilen auszurichten,
wie das Beispiel zeigt:
melody = \relative c' {
e d c d | e e e e |
d d e d | c1 |
}
text = \lyricmode {
\set stanza = #"1." Ma- ry had a lit- tle lamb,
its fleece was white as snow.
}
\score{ <<
\new Voice = "one" { \melody }
\new Lyrics \lyricsto "one" \text
>>
\layout { }
}
\markup { \column{
\line{ Verse 2. }
\line{ All the children laughed and played }
\line{ To see a lamb at school. }
}
}
\markup{
\wordwrap-string #"
Verse 3.
Mary took it home again,
It was against the rule."
}
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| [ < Die Strophen am Ende ausdrucken ] | [ Nach oben : Strophen ] | [ Lieder > ] | ||
Die Strophen am Ende in mehreren Spalten drucken
Wenn in einem Lied sehr viele Strophen vorkommen, werden sie oft in mehreren Spalten unter den Noten gesetzt. Eine nach außen versetzte Zahl zeigt die Strophennummer an. Dieses Beispiel zeigt eine Methode, diese Art von Notensatz zu produzieren.
melody = \relative c' {
c4 c c c | d d d d
}
text = \lyricmode {
\set stanza = #"1." This is verse one.
It has two lines.
}
\score{ <<
\new Voice = "one" { \melody }
\new Lyrics \lyricsto "one" \text
>>
\layout { }
}
\markup {
\fill-line {
\hspace #0.1 % moves the column off the left margin;
% can be removed if space on the page is tight
\column {
\line { \bold "2."
\column {
"This is verse two."
"It has two lines."
}
}
\vspace #0.1 % adds vertical spacing between verses
\line { \bold "3."
\column {
"This is verse three."
"It has two lines."
}
}
}
\hspace #0.1 % adds horizontal spacing between columns;
\column {
\line { \bold "4."
\column {
"This is verse four."
"It has two lines."
}
}
\vspace #0.1 % adds vertical spacing between verses
\line { \bold "5."
\column {
"This is verse five."
"It has two lines."
}
}
}
\hspace #0.1 % gives some extra space on the right margin;
% can be removed if page space is tight
}
}
Siehe auch
Referenz der Interna: LyricText, StanzaNumber.
2.1.4 Lieder
| Verweise für Lieder | ||
| Liedblätter |
| [ << Spezielle Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Allgemeine Eingabe und Ausgabe >> ] | ||
| [ < Lieder ] | [ Nach oben : Lieder ] | [ Liedblätter > ] | ||
Verweise für Lieder
Lieder werden normalerweise auf drei Systemen notiert: das oberste System für den Sänger und zwei Systeme für die Klavierbegleitung darunter. Der Gesangstext der ersten Strophe wird direkt unter dem ersten System ausgegeben. Wenn es nur eine kleine Anzahl weiterer Strophen gibt, können sie sofort unter der ersten gesetzt werden, aber wenn es viele Strophen gibt, werden die zweite und alle weiteren Strophen als Text unter den Noten gesetzt.
Alle Notationselemente, die für die Notation von Liedern benötigt werden, werden woanders beschrieben:
- Um das Systemlayout einzurichten, siehe Systeme anzeigen lassen.
- Zur Notation von Klaviermusik siehe Tasteninstrumente und andere Instrumente mit mehreren Systemen.
- Zur Notation von Gesangstext zu einer Notenzeile siehe Übliche Notation für Vokalmusik.
- Zur Platzierung des Gesangstext siehe Gesangstext vertikal verschieben.
- Zur Notation von Strophen siehe Strophen.
- Lieder werden oft auch mit Akkorden gesetzt, die als Symbole über dem Notensystem notiert werden. Das wird in Akkorde anzeigen beschrieben.
- Zur Notation von Bunddiagrammen für die Akkorde einer Gitarrenbegleitung oder anderer Bundinstrumente siehe „Bund-Diagramm-Beschriftung“ in Übliche Notation für Saiteninstrumente mit Bünden.
Siehe auch
Handbuch zum Lernen: Lieder.
Notationsreferenz: Übliche Notation für Vokalmusik, Akkorde anzeigen, Systeme anzeigen lassen, Tasteninstrumente und andere Instrumente mit mehreren Systemen, Gesangstext vertikal verschieben, Strophen.
Schnipsel: Vocal music.
| [ << Spezielle Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Allgemeine Eingabe und Ausgabe >> ] | ||
| [ < Verweise für Lieder ] | [ Nach oben : Lieder ] | [ Chormusik > ] | ||
Liedblätter
Liedblätter können erstellt werden, indem man Gesangstext mit Akkorden im Akkord-Modus kombiniert; die Syntax ist erklärt in Notation von Akkorden.
Ausgewählte Schnipsel
Ein einfaches Liedblatt
Ein Liedblatt besteht aus Akkordbezeichnungen, einer Melodie und dem Liedtext:
<<
\chords { c2 g:sus4 f e }
\relative c'' {
a4 e c8 e r4
b2 c4( d)
}
\addlyrics { One day this shall be free __ }
>>
Siehe auch
Notationsreferenz: Notation von Akkorden.
| [ << Spezielle Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Allgemeine Eingabe und Ausgabe >> ] | ||
| [ < Liedblätter ] | [ Nach oben : Notation von Gesang ] | [ Verweise für Chormusik > ] | ||
2.1.5 Chormusik
Dieser Abschnitt zeigt Eigenheiten der Notation von Chormusik. Hierzu gehören Hymnen, mehrstimmige Lieder, Oratorien, Kantaten usw.
| Verweise für Chormusik | ||
| Partiturbeispiele für Chormusik | ||
| Geteilte Stimmen |
| [ << Spezielle Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Allgemeine Eingabe und Ausgabe >> ] | ||
| [ < Chormusik ] | [ Nach oben : Chormusik ] | [ Partiturbeispiele für Chormusik > ] | ||
Verweise für Chormusik
Chormusik wird normalerweise auf zwei, drei oder vier Systemen
innerhalb einer ChoirStaff-Gruppe notiert. Begleitung wird
darunter als PianoStaff-Klaviersystem gesetzt, oft auch in
kleinerer Größe, wenn es sich um eine Übungshilfe für ein
a capella-Chorwerk handelt. Die Noten jeder Stimme werden
in einem Voice-Kontext notiert, welche entweder einzeln
auf einem eigenen Notensytem notiert werden oder zu zweit auf dem gleichen
System gesetzt werden.
Gesangstext wird in Lyrics-Kontext gesetzt, entweder unter
dem zugehörigen System oder ein Text über dem System, der andere
darunter, wenn das System die Noten von zwei Stimmen enthält.
Einige häufig anzutreffende Sachverhalte für Chormusik sind woanders behandelt:
- Eine Einleitung, um SATB-Chorpartituren zu erstellen, findet sich in Vierstimmige SATB-Partitur.
- Einige Vorlagen, die sich für unterschiedliche Chormusik eignen, finden sich im Handbuch zum Lernen, siehe Vokalensemble.
-
Zu Information über
ChoirStaffundPianoStaffsiehe Systeme gruppieren. - Besondere Notenköpfe, wie etwa für die „Sacred Harp“-Notation benutzt, finden sich in Notenköpfe mit besonderen Formen.
-
Wenn zwei Vokalstimmen sich ein System teilen, werden Hälse, Bögen usw.
der oberen Stimme nach oben gerichtet und die der unteren Stimme nach
unten. Dieses Verhalten erreicht man mit
\voiceOneund\voiceTwo. Siehe Mehrstimmigkeit in einem System.
Vordefinierte Befehle
\oneVoice,
\voiceOne,
\voiceTwo.
Siehe auch
Handbuch zum Lernen: Vierstimmige SATB-Partitur, Vokalensemble.
Notationsreferenz: Systeme gruppieren, Reihenfolge des Kontextlayouts, Notenköpfe mit besonderen Formen, Mehrstimmigkeit in einem System.
Referenz der Interna: ChoirStaff, Lyrics, PianoStaff.
| [ << Spezielle Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Allgemeine Eingabe und Ausgabe >> ] | ||
| [ < Verweise für Chormusik ] | [ Nach oben : Chormusik ] | [ Geteilte Stimmen > ] | ||
Partiturbeispiele für Chormusik
Chormusik auf vier Systemen, mit oder ohne Klavierbegleitung, wird meistens mit zwei Systemgruppen pro Seite gesetzt. Abhängig von der Seitengröße kann das erfordern, dass die Standardgröße der Notensysteme geändert wird. Die folgenden Einstellungen sollten in Betracht gezogen werden:
- Die globale Systemgröße kann verändert werden, um die Größe aller Elemente einer Partitur zu ändern. Siehe Die Notensystemgröße einstellen.
- Die Abstände zwischen den Systemen, den Systemgruppen und den Gesangstexten können alle einzeln eingestellt werden. Siehe Vertikale Abstände.
- Die Dimensionen der vertikalen Layout-Variablen können angezeigt werden, um beim Anpassen der vertikalen Platzverteilung zu helfen. Das und andere Möglichkeiten, die Noten auf weniger Seiten zu zwingen, finden sich in Die Musik auf weniger Seiten zwingen.
- Wenn die Anzahl der Systemgruppen pro Seite zwischen einer und mehreren wechselt, wird dies üblicherweise mit einem Trennzeichen zwichen den Systemgruppen angezeigt. Siehe Systeme trennen.
- Zu Details für andere Eigenschaften der Seitenformatierung siehe Seitenlayout.
Dynamikzeichen werden in den Grundeinstellungen unter dem System notiert,
aber in Chormusik werden sie oft über dem System gesetzt um nicht mit
dem Gesangstext zu kollidieren. Der vordefiniert Befehl \dynamicUp
erledigt das für einen Voice-Kontext auf einem eigenen Notensystem.
Wenn mehrere Voice-Kontexte vorhanden sind, müsste man den
Befehl in jedem einzeln setzen. Um alle Dynamikzeichen
in einer Partitur über den Systemen zu setzen, kann eine erweiterte
Form genutzt werden, wie das Beispiel zeigt:
\score {
\new ChoirStaff <<
\new Staff {
\new Voice {
\relative c'' { g4\f g g g }
}
}
\new Staff {
\new Voice {
\relative c' { d4 d d\p d }
}
}
>>
\layout {
\context {
\Score
\override DynamicText #'direction = #UP
\override DynamicLineSpanner #'direction = #UP
}
}
}
Vordefinierte Befehle
\dynamicUp.
Siehe auch
Notationsreferenz: Die Notensystemgröße einstellen, Vertikale Abstände, Abstände anzeigen lassen, Abstände verändern, Partiturlayout, Eine zusätzliche Stimme für Umbrüche benutzen, Seitenlayout, Systeme trennen, Die Musik auf weniger Seiten zwingen.
Referenz der Interna: VerticalAxisGroup, StaffGrouper.
| [ << Spezielle Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Allgemeine Eingabe und Ausgabe >> ] | ||
| [ < Partiturbeispiele für Chormusik ] | [ Nach oben : Chormusik ] | [ Oper und Musical > ] | ||
Geteilte Stimmen
Arpeggio-Klammern benutzen, um geteilte Stimmen besser sichtbar zu machen
Das arpeggioBracket-Klammerobjekt kann benutzt werden, um geteilte
Stimmen anzuzeigen, wenn keine Hälse diese Information bieten. Das sieht
man oft in Chormusik.
\include "english.ly"
\score {
\relative c'' {
\key a \major
\time 2/2
<<
\new Voice = "upper"
<<
{ \voiceOne \arpeggioBracket
a2( b2
<b d>1\arpeggio)
<cs e>\arpeggio ~
<cs e>4
}
\addlyrics { \lyricmode { A -- men. } }
>>
\new Voice = "lower"
{ \voiceTwo
a1 ~
a
a ~
a4 \bar "|."
}
>>
}
\layout { ragged-right = ##t }
}
Siehe auch
Notationsreferenz: Ausdrucksbezeichnungen als Linien.
| [ << Spezielle Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Allgemeine Eingabe und Ausgabe >> ] | ||
| [ < Geteilte Stimmen ] | [ Nach oben : Notation von Gesang ] | [ Verweise für Oper und Musical > ] | ||
2.1.6 Oper und Musical
Noten, Text und Dialoge von Oper und Singspielen werden normalerweise auf eine der folgenden Weisen notiert:
- Eine Aufführungspartitur enthält alle Orchester- und Gesangsstimmen sowie Libretto-Stichworte der gesprochenen Abschnitte.
- Orchesterstimmen enthalten die Noten für einzelne Instrumente des Orchesters oder der Band.
- Ein Klavierauszug enthält alle Gesangsstimmen mit Klavierbegleitung. Die Begleitung ist normalerweise ein Auszug der Orchesterstimmen, in dem often das originale Instrument bezeichnet ist. Klavierauszüge enthalten teilweise auch Regieanweisungen und Libretto-Stichworte.
- Ein Vocal Book enthält nur die Gesangstimmen (ohne Begleitung), teilweise zusammen mit dem Libretto.
- Ein Libretto enthält die ausführlichen gesprochenen Abschnitte, wie man sie oft in Musicals oder Operetten findet, sowie den gesungenen Text. Normalerweise sind auch Regieanweisungen enthalten. LilyPond kann eingesetzt werden, um Libretti zu setzen, aber es kann günstiger sein, dafür eine andere Methode zu benutzen, da sie keine Noten enthalten.
Die Abschnitte der LilyPond-Dokumentation, die nützlich zum Setzen von Oper und Musical sind, sind in den Verweisen unten aufgezeigt. Darauf folgen einige Abschnitte, die bestimmte Techniken behandeln, die besonders spezifisch für das Setzen von Singspiel-Partituren sind.
| Verweise für Oper und Musical | ||
| Namen von Figuren | * Musikalische Stichnoten | |
| Gesprochene Musik | ||
| Dialog zur Musik |
| [ << Spezielle Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Allgemeine Eingabe und Ausgabe >> ] | ||
| [ < Oper und Musical ] | [ Nach oben : Oper und Musical ] | [ Namen von Figuren > ] | ||
Verweise für Oper und Musical
- Eine große Partitur hat viele gruppierte Systeme und Gesangstext. Arten, Notensysteme zu gruppieren, finden sich in Systeme gruppieren. Wie Gruppen geschachtelt werden, findet sich in Verschachtelte Notensysteme.
- Die Ausgabe von leeren Notensystemen in Paritur und Klavierauszug wird oft verhindert. Um eine komprimierte Paritur ohne leere Systeme zu erstellen siehe Systeme verstecken.
- Wie Orchetserstimmen notiert werden, ist dokumentiert in Orchesterstimmen erstellen. Andere Abschnitte des Kapitels „Spezielle Notation“ können auch relevant sein, abhängig von der benutzten Orchestration. Viele Instrumente sind transponierend, siehe Transposition von Instrumenten.
- Wenn die Anzahl der Notensystemgruppen pro Seite sich ändert, wird normalerweise zwischen zwei Systemgruppen ein Trenner gesetzt. Siehe Systeme trennen.
- Zu Einzelheiten der Seitenformatierung siehe Seitenlayout.
-
Stichworte der Dialoge und Regieanweisungen können mit Textbeschriftungen
eingefügt werden. Siehe Fußnoten erstellen. Ausführliche Regieanweisungen können
mit Abschnitten von alleinstehenden Textbeschriftungen zwischen zwei
\score-Umgebungen gesetzt werden. Siehe Separater Text.
Siehe auch
Glossar: Frenched score, Frenched staves, transposing instrument.
Notationsreferenz: Systeme gruppieren, Systeme verstecken, Transposition von Instrumenten, Verschachtelte Notensysteme, Seitenlayout, Systeme trennen, Transposition, Orchesterstimmen erstellen, Text eingeben Fußnoten erstellen.
Schnipsel: Vocal music.
| [ << Spezielle Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Allgemeine Eingabe und Ausgabe >> ] | ||
| [ < Verweise für Oper und Musical ] | [ Nach oben : Oper und Musical ] | [ Musikalische Stichnoten > ] | ||
Namen von Figuren
Namen von Figuren werden normalerweise links des Notensystems angezeigt, wenn auf dem System nur die Stimme einer Figure notiert ist:
\score {
<<
\new Staff {
\set Staff.vocalName = \markup \smallCaps Kaspar
\set Staff.shortVocalName = \markup \smallCaps Kas.
\relative c' {
\clef "G_8"
c4 c c c
\break
c4 c c c
}
}
\new Staff {
\set Staff.vocalName = \markup \smallCaps Melchior
\set Staff.shortVocalName = \markup \smallCaps Mel
\clef "bass"
\relative c' {
a4 a a a
a4 a a a
}
}
>>
}
Wenn zwei oder mehr Figuren sich ein System teilen, wird der Name normalerweise über dem System immer dann gesetzt, wenn der kommende Abschnitt von der Figur gesungen werden soll. Das kann man mit Textbeschriftungen vornehmen. Oft wird eine bestimmte Schriftart hierfür benutzt.
\clef "G_8" c4^\markup \fontsize #1 \smallCaps Kaspar c c c \clef "bass" a4^\markup \fontsize #1 \smallCaps Melchior a a a \clef "G_8" c4^\markup \fontsize #1 \smallCaps Kaspar c c c
Wenn sehr viele Figurenwechsel vorkommen, kann es auch einfacher
sein, „Instrument“-Definitionen für jeden Namen auf oberster
Dateiebene zu definieren, sodass \instrumentSwitch der Wechsel
der Figur angezeigt werden kann.
\addInstrumentDefinition #"kaspar"
#`((instrumentTransposition . ,(ly:make-pitch -1 0 0))
(shortInstrumentName . "Kas.")
(clefGlyph . "clefs.G")
(clefOctavation . -7)
(middleCPosition . 1)
(clefPosition . -2)
(instrumentCueName . ,(markup #:fontsize 1 #:smallCaps "Kaspar"))
(midiInstrument . "voice oohs"))
\addInstrumentDefinition #"melchior"
#`((instrumentTransposition . ,(ly:make-pitch 0 0 0))
(shortInstrumentName . "Mel.")
(clefGlyph . "clefs.F")
(clefOctavation . 0)
(middleCPosition . 6)
(clefPosition . 2)
(instrumentCueName . ,(markup #:fontsize 1 #:smallCaps "Melchior"))
(midiInstrument . "voice aahs"))
\relative c' {
\instrumentSwitch "kaspar"
c4 c c c
\instrumentSwitch "melchior"
a4 a a a
\instrumentSwitch "kaspar"
c4 c c c
}
Siehe auch
Notationsreferenz: Instrumentenbezeichnungen, Scheme-Funktionen, Text, Textbeschriftungsbefehle.
LilyPond Erweitern: Beschriftungskonstruktionen in Scheme.
| [ << Spezielle Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Allgemeine Eingabe und Ausgabe >> ] | ||
| [ < Namen von Figuren ] | [ Nach oben : Oper und Musical ] | [ Gesprochene Musik > ] | ||
Musikalische Stichnoten
Stichnoten können in Klavierauszügen, Vocal Books und Orchesterstimmen eingesetzt werdne, um anzuziegen, was für Noten eine andere Stimme direkt vor dem eigenen Einsatz spielt. Stichnoten und Instrumentenbezeichnungen werden auch im Klavierauszug eingesetzt, um anzuzeigen, welches Instrument in der Orchesterfassung den Abschnitt spielt. Das hilft dem Dirigenten, wenn man keine große Partitur parat hat.
Der grundlegende Mechanismus, um Stichnoten einzufügen, findet sich in Andere Stimmen zitieren und Stichnoten formatieren. Aber wenn man viele Stichnoten etwa in einen Klavierauszug einfügen will, um dem Dirigenten zu helfen, muss man sehr sorgfältig mit der Positionierung der Instrumentenbezeichnungen sein. Im folgenden Beispiel gibt es dazu einige Hilfestellungen.
flute = \relative c'' {
s4 s4 e g
}
\addQuote "flute" { \flute }
pianoRH = \relative c'' {
c4. g8
% position name of cue-ing instrument just before the cue notes,
% and above the staff
\new CueVoice {
\override InstrumentSwitch #'self-alignment-X = #RIGHT
\set instrumentCueName = "Flute"
}
\cueDuring "flute" #UP { g4 bes4 }
}
pianoLH = \relative c { c4 <c' e> e, <g c> }
\score {
\new PianoStaff <<
\new Staff {
\pianoRH
}
\new Staff {
\clef "bass"
\pianoLH
}
>>
}
Wenn ein transponierendes Instrument zitiert wird, sollte die
Orchsterstimme die Tonart angeben, damit die Transposition der
Stichnoten automatisch geschehen kann. Das Beispiel unten zeigt,
wie man das vornimmt. Die Noten im Beipiel sind sehr tief auf
dem System, sodass DOWN (nach unten) im \cueDuring
definiert ist, damit die Hälse nach unten zeigen. Die
Instrumentbezeichnung wird auch unter dem System platziert. Auch
die Stimme für die rechte Hand des Klaviers ist explizit definiert.
Das ist wichtig, weil die Stichnoten dieses Beispiels direkt am
Anfang des ersten Taktes beginnen und sonst die gesamte
Rechte Hand der Klaviernoten als CueVoice-(Stichnoten)-Kontext definiert
werden würde!
clarinet = \relative c' {
\transposition bes
fis4 d d c
}
\addQuote "clarinet" { \clarinet }
pianoRH = \relative c'' {
\transposition c'
% position name of cue-ing instrument below the staff
\new CueVoice {
\override InstrumentSwitch #'self-alignment-X = #RIGHT
\override InstrumentSwitch #'direction = #DOWN
\set instrumentCueName = "Clar."
}
\cueDuring "clarinet" #DOWN { c4. g8 }
g4 bes4
}
pianoLH = \relative c { c4 <c' e> e, <g c> }
\score {
<<
\new PianoStaff <<
\new Staff {
\new Voice {
\pianoRH
}
}
\new Staff {
\clef "bass"
\pianoLH
}
>>
>>
}
Aus diesen zwei Beispielen wird klar, dass es sehr viele Probleme bereiten kann, ausgiebig Stichnoten in einen Klavierauszug einzufügen, und die Noten für das Klavier würden unleserlich. Im folgenden Schnipsel wird jedoch gezeigt, wie man eine Musikfunktion definiert, die Tipparbeit erspart und die Klaviernoten klarer macht.
Ausgewählte Schnipsel
Orchesterstichnoten zu einem Klavierauszug hinzufügen
Hier wird gezeigt, wie man das Hinzufügen von vielen Orchsterstichnoten
zu einem Klavierauszug hinzufügen kann. Die musikalische Funktion
\cueWhile braucht vier Argumente: Die Noten, von denen die
Stichnoten formatiert werden sollen, definiert durch \addQuote,
die Bezeichnung, die mit den Noten angegeben werden soll, dann entweder
#UP (hoch) oder #DOWN (runter) zur Angabe von entweder
\voiceOne mit der Bezeichnung über dem System oder \voiceTwo
mit der Bezeichnung unter dem System, und schließlich die Klaviermusik,
die parallel zu den Stichnoten gespielt werden soll. Die Bezeichnung des
Stichnoteninstruments wird links der Stichnoten positioniert. Viele
Abschnitte können zitiert werden, aber sie dürfen sich nicht überlappen.
cueWhile =
#(define-music-function
(parser location instrument name dir music)
(string? string? ly:dir? ly:music?)
#{
\cueDuring $instrument #dir {
\once \override TextScript #'self-alignment-X = #RIGHT
\once \override TextScript #'direction = $dir
<>-\markup { \tiny #name }
$music
}
#})
flute = \relative c'' {
\transposition c'
s4 s4 e g
}
\addQuote "flute" { \flute }
clarinet = \relative c' {
\transposition bes
fis4 d d c
}
\addQuote "clarinet" { \clarinet }
singer = \relative c'' { c4. g8 g4 bes4 }
words = \lyricmode { here's the lyr -- ics }
pianoRH = \relative c'' {
\transposition c'
\cueWhile "clarinet" "Clar." #DOWN { c4. g8 }
\cueWhile "flute" "Flute" #UP { g4 bes4 }
}
pianoLH = \relative c { c4 <c' e> e, <g c> }
\score {
<<
\new Staff {
\new Voice = "singer" {
\singer
}
}
\new Lyrics {
\lyricsto "singer"
\words
}
\new PianoStaff <<
\new Staff {
\new Voice {
\pianoRH
}
}
\new Staff {
\clef "bass"
\pianoLH
}
>>
>>
}
Siehe auch
Glossar: cue-notes.
Notationsreferenz: Objekte ausrichten, Richtung und Platzierung, Stichnoten formatieren, Andere Stimmen zitieren, Musikfunktionen benutzen.
Schnipsel: Vocal music.
Referenz der Interna: InstrumentSwitch, CueVoice.
Bekannte Probleme und Warnungen
\cueDuring fügt automatisch einen CueVoice-Kontext
ein, in dem alle Noten platziert werden. Das heißt, dass es nicht
möglich ist, überlappende Abschnitte an Stichnoten mit dieser
Technik zu haben. Überlappende Abschnitt könnten notiert
werden, indem man explizit unterschiedliche CueVoice-Kontexte
definiert und mit \quoteDuring die Noten ausschneidet und
als Stichnoten einfügt.
| [ << Spezielle Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Allgemeine Eingabe und Ausgabe >> ] | ||
| [ < Musikalische Stichnoten ] | [ Nach oben : Oper und Musical ] | [ Dialog zur Musik > ] | ||
Gesprochene Musik
Effekte wie „Parlato“ bzw. „Sprechgesang“ erfordern, dass die Noten ohne Tonhöhe, aber mit dem notierten Rhythmus gesprochen werden. Solche Noten werden mit einem Kreuz als Notenkopf notiert, siehe hierzu Besondere Notenköpfe.
| [ << Spezielle Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Allgemeine Eingabe und Ausgabe >> ] | ||
| [ < Gesprochene Musik ] | [ Nach oben : Oper und Musical ] | [ Psalmengesänge und Hymnen > ] | ||
Dialog zur Musik
Dialoge zur Musik wird üblicherweise über den Notensystemen gesetzt, meistens in kursiver Schrift, wobei der Beginn der Phrasen mit einem musikalischen Moment verklammert ist.
a4^\markup { \smallCaps { Alex - } \italic { He's gone } } a a a
a4 a a^\markup { \smallCaps { Bethan - } \italic Where? } a
a4 a a a
Für längere Abschnitt kann es nötig sein, die Noten zu dehnen, damit die Wörter besser passen. Es gibt keine Möglichkeit, das vollautomatisch von LilyPond erledigen zu lassen, und einige manuelle Änderungen am Seitenlayout sind nötig.
Für lange Phrasen und Passagen mit viel dicht gepackten Dialogen
hilft es, einen Lyrics-Kontext zu benutzen. Der Kontext
sollte nicht mit einer Stimme verknüpft sein, sondern jeder
Abschnitt des Dialogs sollte eine spezifische Dauer haben. Wenn es
eine Pause im Dialog gibt, sollte das letzte Wort vom Rest getrennt werden
und die Dauer zwischen ihnen aufgeteilt werdne, sodass die Noten
darunter sich gut verteilen.
Wenn sich der Dialog über mehr als eine Zeile erstreckt, ist es
nötig, manuell Umbrüche mit \break einzufügen und die Platzierung
des Dialogs anzupassen, damit er nicht in den rechten Seitenrand läuft.
Das letzte Wort des letzten Taktes einer Zeile sollte wie oben erklärt
getrennt werden.
Hier ein Beispiel, das zeigt, wie das gesetzt werden kann.
music = \relative c'' {
\repeat unfold 3 { a4 a a a }
}
dialogue = \lyricmode {
\markup {
\fontsize #1 \upright \smallCaps Abe:
"Say this over measures one and"
}4*7
"two"4 |
\break
"and this over measure"4*3
"three"4 |
}
\score {
<<
\new Lyrics \with {
\override LyricText #'font-shape = #'italic
\override LyricText #'self-alignment-X = #LEFT
}
{ \dialogue }
\new Staff {
\new Voice { \music }
}
>>
}
Siehe auch
Notationsreferenz: Manuelle Silbendauern, Text.
Referenz der Interna: LyricText.
| [ << Spezielle Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Allgemeine Eingabe und Ausgabe >> ] | ||
| [ < Dialog zur Musik ] | [ Nach oben : Notation von Gesang ] | [ Verweise für Psalmen und Hymnen > ] | ||
2.1.7 Psalmengesänge und Hymnen
Noten und Text für Psalmengesänge, Hymnen und Kirchengesänge haben eine spezifische Form in jeder Kirche. Auch wenn die Form sich unterscheidet, sind jedoch die typographischen Probleme sehr ähnlich und werden hier gesammelt behandelt.
| Verweise für Psalmen und Hymnen | ||
| Kirchengesang notieren | ||
| Einen Psalm notieren | ||
| Unvollständige Takte in Hymnen |
| [ << Spezielle Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Allgemeine Eingabe und Ausgabe >> ] | ||
| [ < Psalmengesänge und Hymnen ] | [ Nach oben : Psalmengesänge und Hymnen ] | [ Kirchengesang notieren > ] | ||
Verweise für Psalmen und Hymnen
Wie der Gregorianische Choral in verschiedenen alten Notationsstilen gesetzt wird, findet sich in Notation von alter Musik.
Siehe auch
Notationreferenz: Notation von alter Musik.
Schnkpsel: Vocal music.
| [ << Spezielle Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Allgemeine Eingabe und Ausgabe >> ] | ||
| [ < Verweise für Psalmen und Hymnen ] | [ Nach oben : Psalmengesänge und Hymnen ] | [ Einen Psalm notieren > ] | ||
Kirchengesang notieren
Moderne Kirchengesänge benutzen eine Notation mit einer wechselnden Anzahl von Notationselementen der Notation alter Musik. Einige dieser Elemente und Methoden werden hier vorgestellt.
Kirchengesänge werden oft mit Viertelnoten ohne Hälse notiert, um die Tonhöhen darzustellen, während der Rhythmus sich am Rhythmus der gesprochenen Worte orientiert.
stemOff = { \override Staff.Stem #'transparent = ##t }
\relative c' {
\stemOff
a'4 b c2 |
}
Kirchengesänge verzichten üblicherweise auf die Taktstriche oder
setzen gekürzte oder punktierte Taktstriche ein. Um Taktstriche
auszulassen, kann der Bar_engraver entfert werden.
\score {
\new StaffGroup <<
\new Staff {
\relative c'' {
a4 b c2 |
a4 b c2 |
a4 b c2 |
}
}
\new Staff {
\relative c'' {
a4 b c2 |
a4 b c2 |
a4 b c2 |
}
}
>>
\layout {
\context {
\Staff
\remove "Bar_engraver"
}
}
}
Taktstriche können auf nur für ein System entfernt werden:
\score {
\new ChoirStaff <<
\new Staff
\with { \remove "Bar_engraver" } {
\relative c'' {
a4 b c2 |
a4 b c2 |
a4 b c2 |
}
}
\new Staff {
\relative c'' {
a4 b c2 |
a4 b c2 |
a4 b c2 |
}
}
>>
}
Um Taktstriche nur von einem Abschnitt zu entfernen, kann die Musik
als Kadenz notiert werdne. Wenn der Abschnitt lang ist, müssen
unsichtbare Taktstriche mit \bar "" eingefügt werden, wo
Zeilenumbrüche stattfinden sollen.
a4 b c2 | \cadenzaOn a4 b c2 a4 b c2 \bar "" a4 b c2 a4 b c2 \cadenzaOff a4 b c2 | a4 b c2 |
Pausen können als modifizierte Taktlinien notiert werden:
a4 \cadenzaOn b c2 a4 b c2 \bar "'" a4 b c2 a4 b c2 \bar ":" a4 b c2 \bar "dashed" a4 b c2 \bar "||"
Alternativ werden die Pausenzeichen der Notation des Gregorianischen Chorals
eingesetzt, obwohl die Noten selber modern sind. Das erreicht man durch
Veränderung des \breathe-Zeichens:
divisioMinima = {
\once \override BreathingSign #'stencil = #ly:breathing-sign::divisio-minima
\once \override BreathingSign #'Y-offset = #0
\breathe
}
divisioMaior = {
\once \override BreathingSign #'stencil = #ly:breathing-sign::divisio-maior
\once \override BreathingSign #'Y-offset = #0
\breathe
}
divisioMaxima = {
\once \override BreathingSign #'stencil = #ly:breathing-sign::divisio-maxima
\once \override BreathingSign #'Y-offset = #0
\breathe
}
finalis = {
\once \override BreathingSign #'stencil = #ly:breathing-sign::finalis
\once \override BreathingSign #'Y-offset = #0
\breathe
}
\score {
\relative c'' {
g2 a4 g
\divisioMinima
g2 a4 g
\divisioMaior
g2 a4 g
\divisioMaxima
g2 a4 g
\finalis
}
\layout {
\context {
\Staff
\remove "Bar_engraver"
}
}
}
Im Choral wird oft die Taktangabe und teilweise auch der Schlüssel weggelassen.
\score {
\new Staff {
\relative c'' {
a4 b c2 |
a4 b c2 |
a4 b c2 |
}
}
\layout {
\context {
\Staff
\remove "Bar_engraver"
\remove "Time_signature_engraver"
\remove "Clef_engraver"
}
}
}
Gesänge für Psalmen der Anglikanischen Kirche werden normalerweise entweder einfach, mit 7 Takten, oder doppelt, mit zwei 7-Takt-Phrasen, notiert. Jede Siebener-Gruppe ist in zwei Hälften geteilt, die den Hälften jeder Strophe entsprechen, normalerweise durch eine Doppellinie getrennt. Nur halbe und ganze Noten werden genutzt. Der erste Takt jeder Hälfte hat immer eine ganze Note. Das ist der „Rezitationston“. Gesänge werden üblicherweise auf der Seite zentriert.
SopranoMusic = \relative g' {
g1 | c2 b | a1 | \bar "||"
a1 | d2 c | c b | c1 | \bar "||"
}
AltoMusic = \relative c' {
e1 | g2 g | f1 |
f1 | f2 e | d d | e1 |
}
TenorMusic = \relative a {
c1 | c2 c | c1 |
d1 | g,2 g | g g | g1 |
}
BassMusic = \relative c {
c1 | e2 e | f1 |
d1 | b2 c | g' g | c,1 |
}
global = {
\time 2/2
}
% Use markup to center the chant on the page
\markup {
\fill-line {
\score { % centered
<<
\new ChoirStaff <<
\new Staff <<
\global
\clef "treble"
\new Voice = "Soprano" <<
\voiceOne
\SopranoMusic
>>
\new Voice = "Alto" <<
\voiceTwo
\AltoMusic
>>
>>
\new Staff <<
\clef "bass"
\global
\new Voice = "Tenor" <<
\voiceOne
\TenorMusic
>>
\new Voice = "Bass" <<
\voiceTwo
\BassMusic
>>
>>
>>
>>
\layout {
\context {
\Score
\override SpacingSpanner
#'base-shortest-duration = #(ly:make-moment 1 2)
}
\context {
\Staff
\remove "Time_signature_engraver"
}
}
} % End score
}
} % End markup
Einige andere Herangehensweisen derartige Gesänge zu notieren, finden sich im ersten der folgenden Schnipsel.
Ausgewählte Schnipsel
Psalmennotation
Diese Form der Notation wird benutzt für die Notation von Psalmen, in denen die Strophen nicht die gleiche Länge haben.
stemOn = {
\revert Staff.Stem #'transparent
\revert Staff.Flag #'transparent
}
stemOff = {
\override Staff.Stem #'transparent = ##t
\override Staff.Flag #'transparent = ##t
}
\score {
\new Staff \with { \remove "Time_signature_engraver" }
{
\key g \minor
\cadenzaOn
\stemOff a'\breve bes'4 g'4
\stemOn a'2 \bar "||"
\stemOff a'\breve g'4 a'4
\stemOn f'2 \bar "||"
\stemOff a'\breve^\markup { \italic flexe }
\stemOn g'2 \bar "||"
}
}
Cantica und andere liturgische Texte können freier gesetzt werdne, und können auch Elementer der Notation alter Musik benutzen. Oft weren die Worte unter den Noten und an ihnen ausgerichtet gesetzt. In diesem Fall werden die Noten entsprechend der Ausdehnung des Textes und nicht der Notenlänge gesetzt.
Vorlage für Alte Notation – moderne Transkription des gregorianischen Chorals
Dieses Beispiel zeigt eine moderne Transkription des Gregorianischen Chorals. Hier gibt es keine Takte, keine Notenhälse und es werden nur halbe und Viertelnoten verwendet. Zusätzliche Zeichen zeigen die Länge von Pausen an.
\include "gregorian.ly"
chant = \relative c' {
\set Score.timing = ##f
f4 a2 \divisioMinima
g4 b a2 f2 \divisioMaior
g4( f) f( g) a2 \finalis
}
verba = \lyricmode {
Lo -- rem ip -- sum do -- lor sit a -- met
}
\score {
\new Staff <<
\new Voice = "melody" \chant
\new Lyrics = "one" \lyricsto melody \verba
>>
\layout {
\context {
\Staff
\remove "Time_signature_engraver"
\remove "Bar_engraver"
\override Stem #'transparent = ##t
\override Flag #'transparent = ##t
}
\context {
\Voice
\override Stem #'length = #0
}
\context {
\Score
barAlways = ##t
}
}
}
Siehe auch
Handbuch zum Lernen: Sichtbarkeit und Farbe von Objekten, Vokalensemble.
Notationsreferenz: Notation von alter Musik, Sichtbarkeit von Objekten, Takte, Musik ohne Metrum, Umgebungs-Plugins verändern, Gregorianischen Choral setzen.
| [ << Spezielle Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Allgemeine Eingabe und Ausgabe >> ] | ||
| [ < Kirchengesang notieren ] | [ Nach oben : Psalmengesänge und Hymnen ] | [ Unvollständige Takte in Hymnen > ] | ||
Einen Psalm notieren
Der Text zu einem Anglikanischen Psalm wird normalerweise in separaten Versen zentriert under den Noten gesetzt.
Einfache Gesänge (mit sieben Takten) werden für jeden Vers wiederholt. Doppelte Gesänge (mit 14 Takten) werden für jeweils zwei Verse wiederholt. Zeichen zwischen den Wörtern zeigen an, wie man sie auf die Melodie anpasst. Jeder Vers wird in zwei Hälften geteilt. Ein Doppelpunkt wird benutzt, um die Teilung anzuzeigen. Das enstpricht einem doppelten Taktstrich in den Noten. Die Worte vor dem Doppelpunkt werden zu den ersten drei Takten gesungen, die Worte nach dem Doppelpunkt zu den vier letzten Takten.
Einfache Taktstriche (oder in einigen Psalmen ein umgedrehtes Komma)
werden zwischen Wörtern eingefügt, um anzuzeigen, wie die Taktstriche
der Noten positioniert werden. Im Beschriftungsmodus kann ein einfacher
Taktstrich mit | notiert werden.
\markup {
\fill-line {
\column {
\left-align {
\line { O come let us sing | unto the | Lord : let }
\line { us heartily rejoice in the | strength of | our }
\line { sal- | -vation. }
}
}
}
}
Andere Symbole benötigen möglicherweise Zeichen aus den fetaMusic-Schriftarten.
Siehe Schriftarten.
tick = \markup {
\raise #1 \fontsize #-5 \musicglyph #"scripts.rvarcomma"
}
\markup {
\fill-line {
\column {
\left-align {
\line { O come let us sing \tick unto the \tick Lord : let }
\line {
us heartily rejoice in the \tick strength of \tick our
}
\line { sal \tick vation. }
}
}
}
}
Wenn in einem Takt nur eine ganze Note notiert ist, werden alle Worte dieses Taktes auf dieser Note im Sprechrhythmus gesungen. Wenn im Takt zwei Noten notiert sind, gibt es normalerweise auch nur eine oder zwei Silben. Wenn mehr Silben auf einen Takt gesungen werden sollen, wird mit einem Punkt angegeben, an welcher Stelle die Note gewechselt werden soll.
dot = \markup {
\raise #0.7 \musicglyph #"dots.dot"
}
tick = \markup {
\raise #1 \fontsize #-5 \musicglyph #"scripts.rvarcomma"
}
\markup {
\fill-line {
\column {
\left-align {
\line {
O come let us sing \tick unto \dot the \tick Lord : let
}
\line {
us heartily rejoice in the \tick strength of \tick our
}
\line { sal \tick vation. }
}
}
}
}
In einigen Psaltern wird ein Asterisk benutzt, um eine Pause in einem rezitierten Abschnitt anzuzeigen, und betonte oder verlängerte Silben werden mit fettem Text angezeigt:
dot = \markup {
\raise #0.7 \musicglyph #"dots.dot"
}
tick = \markup {
\raise #1 \fontsize #-5 \musicglyph #"scripts.rvarcomma"
}
\markup {
\fill-line {
\column {
\left-align {
\line { Today if ye will hear his voice * }
\line {
\concat { \bold hard en }
| not your | hearts : as in the pro-
}
\line { vocation * and as in the \bold day of tempt- | }
\line { -ation | in the | wilderness. }
}
}
}
}
Andere Psalter setzen einen Akzent über die Silbe, um eine Betonung anzuzeigen:
tick = \markup {
\raise #2 \fontsize #-5 \musicglyph #"scripts.rvarcomma"
}
\markup {
\fill-line {
\column {
\left-align {
\line {
O come let us \concat {
si \combine \tick ng
}
| unto the | Lord : let
}
\line {
us heartily \concat {
rejo \combine \tick ice
}
in the | strength of | our
}
\line { sal- | -vation. }
}
}
}
}
Der Einsatz von Beschriftung, um den Text zu zentrieren und die Zeilen in Spalten zu formatieren, findet sich in Text formatieren.
Die meisten dieser Elemente werden in einem der beiden Strophen der „Psalm“-Vorlage demonstriert, siehe Vokalensemble.
Siehe auch
Handbuch zum : Vokalensemble.
Notationsreferenz: Schriftarten, Text formatieren.
| [ << Spezielle Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Allgemeine Eingabe und Ausgabe >> ] | ||
| [ < Einen Psalm notieren ] | [ Nach oben : Psalmengesänge und Hymnen ] | [ Alte Vokalmusik > ] | ||
Unvollständige Takte in Hymnen
Hymnen beginnen und enden oft jede Zeile der Noten mit einem
unvollständigen Takt, sodass jede Notenzeile exakt mit eine Textzeile
übereinstimmt. Dazu setzt man den \partial-Befehl zu
Beginn der Musik ein und \bar "|" oder \bar "||",
um die schließende Taktlinie am Ende der Zeile zu setzen.
Hymnus-Vorlage
Dieses Beispiel zeigt eine Möglichkeit, eine Hymnusmelodie zu setzen, in der jede Zeiel mit einem Auftakt beginnt und einem unvollständigen Takt abschließt. Es zeigt auch, wie man die Strophen als allein stehenden Text unter die Noten hinzufügt.
Timeline = {
\time 4/4
\tempo 4=96
\partial 2
s2 | s1 | s2 \breathe s2 | s1 | s2 \bar "||" \break
s2 | s1 | s2 \breathe s2 | s1 | s2 \bar "||"
}
SopranoMusic = \relative g' {
g4 g | g g g g | g g g g | g g g g | g2
g4 g | g g g g | g g g g | g g g g | g2
}
AltoMusic = \relative c' {
d4 d | d d d d | d d d d | d d d d | d2
d4 d | d d d d | d d d d | d d d d | d2
}
TenorMusic = \relative a {
b4 b | b b b b | b b b b | b b b b | b2
b4 b | b b b b | b b b b | b b b b | b2
}
BassMusic = \relative g {
g4 g | g g g g | g g g g | g g g g | g2
g4 g | g g g g | g g g g | g g g g | g2
}
global = {
\key g \major
}
\score { % Start score
<<
\new PianoStaff << % Start pianostaff
\new Staff << % Start Staff = RH
\global
\clef "treble"
\new Voice = "Soprano" << % Start Voice = "Soprano"
\Timeline
\voiceOne
\SopranoMusic
>> % End Voice = "Soprano"
\new Voice = "Alto" << % Start Voice = "Alto"
\Timeline
\voiceTwo
\AltoMusic
>> % End Voice = "Alto"
>> % End Staff = RH
\new Staff << % Start Staff = LH
\global
\clef "bass"
\new Voice = "Tenor" << % Start Voice = "Tenor"
\Timeline
\voiceOne
\TenorMusic
>> % End Voice = "Tenor"
\new Voice = "Bass" << % Start Voice = "Bass"
\Timeline
\voiceTwo
\BassMusic
>> % End Voice = "Bass"
>> % End Staff = LH
>> % End pianostaff
>>
} % End score
\markup {
\fill-line {
""
{
\column {
\left-align {
"This is line one of the first verse"
"This is line two of the same"
"And here's line three of the first verse"
"And the last line of the same"
}
}
}
""
}
}
\paper { % Start paper block
indent = 0 % don't indent first system
line-width = 130 % shorten line length to suit music
} % End paper block
2.1.8 Alte Vokalmusik
Alte Vokalmusik ist unterstützt, wie erklärt in Notation von alter Musik.
Siehe auch
Notationsreferenz: Notation von alter Musik.
| [ << Spezielle Notation ] | [Anfang][Inhalt][Index][ ? ] | [ Allgemeine Eingabe und Ausgabe >> ] | ||
| [ < Alte Vokalmusik ] | [ Nach oben : Spezielle Notation ] | [ Übliche Notation für Tasteninstrumente > ] | ||
2.2 Tasteninstrumente und andere Instrumente mit mehreren Systemen
Dieser Abschnitt behandelt verschiedene Notationsaspekte, die typischerweise in Noten für Tasteninstrumente und andere Instrumente auf mehreren Notensystemen auftreten, wie etwa Harfe und Vibraphon. Hier wird die gesamte Gruppe von Instrumenten, die auf mehreren Systemen notiert werden, als „Tasteninstrumente“ bezeichnet, auch wenn einige von ihnen keine Tasten aufweisen.
| 2.2.1 Übliche Notation für Tasteninstrumente | ||
| 2.2.2 Klavier | ||
| 2.2.3 Akkordeon | ||
| 2.2.4 Harfe |
2.2.1 Übliche Notation für Tasteninstrumente
Dieser Abschnitt zeigt allgemeine Eigenschaften des Notensatzes, die für die meisten Instrumente mit mehreren Systemen benötigt werden.
| Referenz für Tasteninstrumente | ||
| Notensysteme manuell verändern | ||
| Automatischer Systemwechsel | ||
| Stimmführungslinien | ||
| Hälse über beide Systeme |
Referenz für Tasteninstrumente
Tasteninstrumente werden normalerweise auf einem Klaviersystem notiert. Es besteht aus zwei Notensystemen, die durch eine Klammer verbunden sind. Die gleiche Notation wird auch für andere Tasteninstrumente sowie Harfen verwendet. Orgelmusik wird normalerweise auf zwei Systemen innerhalb eines Klaviersystems notiert, denen noch ein drittes normales Notensystem für die Pedaltöne hinzugefügt wird.
Die Systeme eines Klaviersystems sind ziemlich unabhängig, aber Stimmen können bei Bedarf zwischen den Systemen wechseln.
Einige häufige Besonderheiten von Notation für Tasteninstrumenten wird an anderen Stellen besprochen:
- Noten für Tasteninstrumente haben oft mehrere Stimmen und die Anzahl der Stimmen kann sich häufig ändern. Das ist beschrieben in Auflösung von Zusammenstößen.
- Noten für Tasteninstrumente kann auch parallel, Takt für Takt notiert werden, wie gezeigt in Musik parallel notieren.
- Dynamikbezeichnung kann in einem
Dynamics-Kontext notiert werden, der zwischen zweiStaff-Kontexten steht und dann horizontal zwischen diesen beiden zentriert wird; siehe Dynamik. - Fingersatz wird erklärt in Fingersatzanweisungen.
- Orgelpedal-Zeichen werden als Artikulationszeichen notiert, siehe Liste der Artikulationszeichen.
- Vertikale Rasterlinien können erstellt werden, siehe Gitternetzlinien.
- Noten für Tasteninstrumente beinhalten oft Laissez vibrer-Bögen und Bindebögen mit Arpeggio oder Tremolo, siehe hierzu Bindebögen.
- Arpeggios können auch zwischen den Systemen verbunden werden, siehe hierzu Arpeggio.
- Tremolo-Zeichen finden sich in Tremolo-Wiederholung.
- Viele der Optimierungen, die für Tastenmusik nötig sein können, sind demonstriert in Beispiele aus dem Leben.
- Unsichtbare Noten können eingesetzt werden, um Überbindungen zwischen Stimmen zu setzen, siehe Andere Benutzung von Optimierungen.
Siehe auch
Handbuch zum Lernen: Beispiele aus dem Leben, Andere Benutzung von Optimierungen.
Notationsreferenz: Systeme gruppieren, Instrumentenbezeichnungen, Auflösung von Zusammenstößen, Musik parallel notieren, Fingersatzanweisungen, Liste der Artikulationszeichen, Gitternetzlinien, Bindebögen, Arpeggio, Tremolo-Wiederholung.
Schnipsel: Keyboards.
Referenz der Interna: PianoStaff.
Notensysteme manuell verändern
Stimmen können mit dem Befehl
\change Staff = Systembezeichnung
manuell erzielt werden. Die Zeichenkette Systembezeichnung
ist die Bezeichnung des Systems. Damit wird die aktuelle Stimme
vom aktuellen System zu dem System mit der Systembezeichnung
gewechselt. Üblicherweise ist die Systembezeichnung "up"
oder "down", "RH" oder "LH".
Das System, zu dem die Stimme wechseln soll, muss zum Zeitpunkt des Wechsels existieren. Wenn notwendig, müssen Systeme „künstlich am Leben gehalten werden“, siehe Kontexte am Leben halten.
Balken zwischen den Systemen werden automatisch erstellt:
\new PianoStaff <<
\new Staff = "up" {
<e' c'>8
\change Staff = "down"
g8 fis g
\change Staff = "up"
<g'' c''>8
\change Staff = "down"
e8 dis e
\change Staff = "up"
}
\new Staff = "down" {
\clef bass
% keep staff alive
s1
}
>>
Wenn die Balken verändert werden müssen, sollte zuerst die Richtung des Balkens beeinflusst werden. Die Balkenposition wird dann von der Mitte des Systems gemessen, dass näher am Balken ist. Ein einfaches Beispiel ist gezeigt in Überlappende Notation in Ordnung bringen.
Bei Stimmen, die zwischen den Systemen wechseln, kann es zu überlappender Notation kommen:
\new PianoStaff <<
\new Staff = "up" {
\voiceOne
% Make space for fingering in the cross-staff voice
\once\override DynamicLineSpanner #'staff-padding = #3.4
e''2\p\< d''\>
c''1\!
}
\new Staff = "down" <<
{
\clef bass
s4. e,8\rest g,2\rest
c1
} \\ {