2.2.3 Leere Scheme-Funktionen

Manchmal wird eine Prozedur ausgeführt, um eine Aktion zu machen und nicht, um einen Wert auszugeben. Einige Programmiersprachen (wie C oder Scheme) setzen Funktionen für beide Konzepte ein und verwerfen einfach den Rückgabewert (normalerweise, indem einem Ausdruck erlaubt wird, als Aussage zu funktionieren und das Ergebnis ignoriert wird). Das ist klug, aber auch fehleranfällig: die meisten C-Kompilierer haben heutzutage Warnungen für verschiedene nicht-„gültige“ Ausdrücke, die verworfen werden. Viele Funktionen, die eine Aktion ausführen, werden von den Scheme-Standards als Funktionen betrachtet, deren Wiedergabewert unspezifiert ist. Der Scheme-Interpreter von LilyPond, Guile, hat den eindeutigen Wert *unspecified*, der normalerweise (etwa wenn man set! direkt auf eine Variable anwendet), aber leider nicht konsistent in diesen Fällen ausgegeben wird.

Indem man eine LilyPond-Funktion mit define-void-function definiert, geht man sicher, dass dieser Spezialwert (der einzige Wert, der das Prädikat void? erfüllt) wiedergegeben wird.

noPointAndClick =
#(define-void-function
     (parser location)
     ()
   (ly:set-option 'point-and-click #f))
...
\noPointAndClick   % Point and Click deaktivieren

Wenn man einen Ausdruck nur wegen seiner Nebeneffekte evaluieren will und keinen der möglicherweise ausgegebenen Werte interpretiert haben will, kann man dem Ausdruck \void voranstellen:

\void #(hashq-set! eine-Tabelle ein-Schlüssel ein-Wert)

Auf diese Weise kann man sicher sein, dass LilyPond dem ausgegebenen Wert keine Bedeutung zuweist, unabhängig davon, wo er angetroffen wird. Das funktioniert auch für musikalische Funktionen wie \displayMusic.


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LilyPond – Extending v2.17.97 (Entwicklungszweig).